#allesdichtmachen: Wie alle (National)Sozialisten lieben ARD und ZDF Menschenverachtung und hassen Regierungskritik

Dieselben Heuchler, die sich gestern in zahlreichen Berichten und Interviews über die an der Aktion #allesdichtmachen beteiligten Schauspielerinnen und Schauspieler empörten, finanzieren, postulieren und bejubeln ansonsten regelmäßig und pflichtgemäß Verächtlichmachung der aus ihrer sich gesellschaftlich irrelevanten Gruppen und politischer Oppsositioneller. Als Beispiel diene hier der zweite Teil des Omasauliedes und das angebliche Satire-Video des Browser Balletts aus März 2020.

Für die ARD bleibt Corona ein gerechtes Senioren dahinraffendes Virus

Anders ist nicht zu erklären, dass dieses Video sich immer noch in der ARD-Mediathek und auch im Youtube-Channel findet. Es sei gerecht, heißt es schon zu Beginn des Videos, das die Alten sterben. Denn die Generation 65+ hätte schließlich den Planeten in den letzten 50 Jahren an die Wand gefahren.

Corona sei ein schöner und sinnvoller Reflex der Natur! Denn “weniger Menschen“ bedeute weniger Hunger, das wiederum weniger Kriege und somit weniger Fluchtursachen. „Schluss mit dem Egoismus“, heißt es am Ende des Videos. Corona sei deshalb da, weil „wir“ (wer damit nicht gemeint sein soll, ist auch klar) es nicht besser verdient haben.

Warum regt man sich dann über #allesdichtmachen auf?

Denn das Argument, die Schauspieler würden das Gedenken an die Corona-Toten verhöhnen, kann man nicht gelten lassen. Und auch das Argument „Satire darf alles“ nicht. Denn zumindest Regierungspolitik kritisieren darf sie nicht, wie wir gestern gesehen haben. Mit Ausnahme von Georg Restle waren sich alle Spitzen der linken Journaille einig: Schäbig, kontraproduktiv und am Thema vorbei hätten die Schauspieler geredet. Und selbstverständlich seien sie auch Steigbügelhalter für die rechten.

Rechts muss man wissen, ist schon lange ein Synonym“ für „nicht links“. Wer nicht gendert, keine Massenmigration befürwortet, nicht aus Rücksicht auf den Klimawandel ab sofort wieder im 18. Jahrhundert leben möchte hinsichtlich des Konsumverhaltens und die Corona-Maßnahmen kritisiert, sei ein „Nazi“ oder erledige zumindest deren Geschäft. Wie einst in der DDR wird jeder als Republikfeind und Faschist bezeichnet, der sich nicht dem neuen Sozialismus in Gestalt der Linkspartei, der Grünen, Teilen der SPD und der Mehrheit der MSM beugt.

Auch Böhmermanns Menschenverachtung ist angemessen

Denn auch hier geht es wieder gegen die Älteren und alten, die für die Volkswirtschaft nutzlosen. Aber nicht nur für die Volkswirtschaft, sondern auch für den Liebling von ARD und ZDF, die Bündnisgrünen. Sie werden von den anständigen und aufrechten jungen und mittelalten Menschen gewählt. Jenen die verstanden haben, dass Demokratie nur lebens- und erhaltenswert ist, wenn der Einzelne hinter der Gemeinschaft zurücktritt.

Das “Du bist nichts, Dein Volk ist alles” wird zwar nie öffentlich ausgesprochen (man ist ja kein Faschist), aber es wird den Bürgern als Ideal vorgestellt: Unser Verhalten rettet Leben. Aber nur, wenn jeder Einzelne zur Gemeinschaft verschmolzen sich an die Vorgaben hält. – Wir können die Erdtemperatur um 2 Grad senken. Aber nur, wenn das Kollektiv zum Wohlstandsverzicht bereit ist.

Links hat die Definitonshoheit über den Begriff „Menschenverachtung“ erlangt

Böhmermanns Video steht „erst“ seit vier Monaten auf einer offiziellen ZDF-Seite. Aber es ist in seinen Aussagen tausendmal zynischer und menschenverachtender als das, was #allesdichtmachen, die AfD und Querdenker zusammen jemals zum Thema Corona geschrieben und gesagt haben. Aber auch das ist eine gute Menschenverachtung. Denn auch hier ist die Zielgruppe in der politischen Meinungs- und Willensbildung für den linksgrünversifften Mainstream irrelevant. Sollen sie doch leiden und verrecken!

Allerdings: Sobald sich das Thema „Alte Menschen“ für die sozialistische Ideologie und gegen Oppositionelle instrumentalisieren lässt, fällt den verlogenen Hauptstadt-Journalisten und anderen Mitarbeitern von Qualitätsmedien ganz plötzlich wieder ein, das jedes Leben zählt und wie besonders schützenswert das Leben alter Menschen ist. Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte!

Big Führerin is watching you

Man möge mir verzeihen, dass ich nicht nur an die DDR, sondern auch Nordkorea denken musste, als ich heute Morgen einen ICE betrat und mir von allen Seiten ein Portrait der Kanzlerin in die Augen stach. 

Darüber dass Merkel die größte Kanzlerin aller Zeiten und über jede Kritik erhaben ist, herrscht in den Mainstreammedien und im Staatsfunk inzwischen unumstrittene Einigkeit. Das System Merkel hat hier über Jahre seine Spuren hinterlassen. Wer dieses zu kritisieren wagt, wird mit Zensur in den sozialen Medien, sozialer Ächtung und bisweilen sogar juristischer Verfolgung in seine Schranken gewiesen und auf ihn wartet über kurz oder lang der moderne Scheiterhaufen der „damnatio memoriae“.

Zwischen Peking und Berlin ist es nur ein kleiner Schritt

Dass Bilder für die Propaganda wichtig, bisweilen sogar wichtiger als Texte sind, wissen wir nun schon seit langem. Das Mao Zedong-Portrait am Tor des Himmlischen Friedens, dem Eingang zur Verbotenen Stadt in Peking, ist da nur eines von vielen Beispielen der modernen Idolatrie.

Man möge mir verzeihen, dass ich nicht nur an die DDR, sondern auch Nordkorea denken musste, als ich heute Morgen einen ICE betrat und mir von allen Seiten ein Portrait der Kanzlerin in die Augen stach … Big Mama is watching you. Das von dem Magazin der Bahn geführte Interview passte dann auch dazu. Keine einzige kritische Frage, Frage- und Antwortspiel als habe der Propagandastab der Kanzlerin das Interview vorgeschrieben.

Ihr System wird Merkel überleben

Und allen Naivlingen und Optimisten, die ernsthaft glauben, mit dem Abtreten Merkels von der politischen und irdischen Bühne sei das Problem beendet, sei gesagt: Wo jetzt die Statuen deutscher Rassisten geschliffen werden, werden bald Merkel-Statuen unsere Städte verunstalten.

Denn das System Merkel hat sich längst zu einer eigenständigen politsektenhaften Macht entwickelt, die auch ohne die Person der Gründerin weiterleben wird.

Frau Merkel, Herr Geisel, werte Genossen, wir befinden uns nicht mehr in der DDR!

„Wo kommen wir denn hin, wenn die Politik entscheidet, welche Demonstrationen ihr passen und welche nicht?“ fragt der BILD-Kolumnist Alexander von Schönburg: Der Berliner Senat schränke mit dem Verbot die Meinungsfreiheit ein. Auch findet er es merkwürdig, dass die „Black Lives Matter“-Demonstration von der Politik gelobt wurde, während die Proteste der Coronapolitik-Gegner verboten werden.

Massiver Eingriff in Grundrechte

Ähnlich auch der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki auf Facebook: „Der Eindruck muss entstehen, dass bei der jetzt verbotenen Demonstration am kommenden Wochenende der politische Inhalt ausschlaggebend für die Untersagung gewesen ist. Es offenbart sich ein bedenkliches Demokratieverständnis des Berliner Innensenators, wenn er wenig verklausuliert darauf hinweist, dass missliebigen politischen Strömungen weniger demokratische Rechte zugebilligt werden. Der demokratische Staat muss es im Zweifel ertragen, dass selbst Verfassungsfeinde auf die Straßen gehen können, um zu demonstrieren, sofern sie sich nicht rechtswidrig verhalten. Ein vermutetes Fehlverhalten der Demonstranten – vor allem in Bezug auf das Tragen von Masken und auf die Einhaltung des Abstands – ist eine schwache und rechtlich mindestens zweifelhafte Begründung für eine Absage. Ein solch massiver Eingriff in Grundrechte muss sehr gut begründet werden – jedenfalls besser, als es die Berliner Versammlungsbehörde offenbar getan hat.“

Im Unterschied zur Bildzeitung, die sich durchgehend für ein verfassungskonformes Vorgehen in Sachen Demonstrationsverbot eingesetzt hat, zeigt die „Zeit“, dass sie alles andere als liberal ist. Auch wenn sie sich gerne noch so gibt, aber längst mit dem linkstotalitären System Merkel gleichgeschaltet ist. Dort herrscht Jubel über das an die DDR erinnernde Vorgehen Geisels: „Das Verbot der Corona-Demo in Berlin ist richtig. Aus epidemiologischen, aber auch aus politischen Gründen. Die Politik sollte keine Angst mehr haben vor den Rechten.

Schlicht verfassungswidrig

Der bekannte Jurist Ralf Höcker dazu: „Nein, Demoverbote „aus politischen Gründen“ sind nicht „richtig“ sondern schlicht verfassungswidrig. Denn selbst „unverzeihliche“ politische Äußerungen stellen keine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung und damit auch keinen potentiellen Verbotsgrund dar. Corona mag in Extremfällen als Verbotsgrund in Betracht kommen, Politik aber nie. Das Grundrechtsfehlverständnis dieses Zeit-Autors ist ebenso gruselig wie es symptomatisch für den in Redaktionsblasen herrschenden Zeitgeist ist.“

DDR-Mentalität bei dem Verbot der Demo sieht auch das liberalkonservative Magazin „1984“ und stellt einen Zusammenhang mit der Biographie Geisels her: „Wer wissen will, wessen Geistes Kind der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) ist, braucht nicht lang zu recherchieren. Sicher, Linkspedia verheimlicht seine SED-Vergangenheit, aber Geisel selbst schwärmt auf seiner Heimatseite vom Leben in der ach so tollen Diktatur namens „DDR““.

DDR 2.0 noch nicht ganz Wirklichkeit

Ähnlich wie die Montagsdemonstranten in der DDR haben auch die Corona-Kritiker angekündigt, auf jeden Fall nach Berlin zu kommen. Davor wollen sie aber auf dem ordentlich rechtlichen Weg erreichen, dass das Verbot Geisels kassiert wird. Die Chancen dafür stehen sehr gut.

Und das zeigt eben doch, dass das System Merkel zwar immer wieder versucht, eine DDR 2.0 aufzurichten, wir aber noch immer weithin einen funktionierenden Rechtsstaat haben, der dagegen immer wieder angehen kann.

Deutschland 2020: Bürgerrechtler werden verhaftet, Linksradikale ins Verfassungsgericht gewählt

* von Vera Lengsfeld

Während im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern eine ehemalige DDR-Juristin zur Verfassungsrichterin gekürt wurde, spielten sich gestern auf dem Alexanderplatz Szenen ab, wie wir sie aus DDR-Tagen kennen und nie wieder erleben zu müssen glaubten. Die Polizei nahm meine alte Freundin Angelika Barbe, Mitstreiterin seit den Tagen des Pankower Friedenskreises, Mitbegründerin der SDP, später SPD der DDR, Kollegin im ersten gemeinsamen Bundestag nach der Vereinigung, Mitbegründern des Bürgerbüros für die Opfer der SED-Gewaltherrschaft fest. dabei ging sie mit brutaler Gewalt gegen die frisch am Knie operierte Dame vor, die nicht so schnell laufen konnte, wie die Polizisten sie wegzerrten. Hier gingen die Beamten, die gegen die Antiifa, die gerade im Gegensatz zu Angelika, wirklich auf dem Alex demonstrierte, passiv blieben, die bei den Revolutionären 1.Mai-Demos gegen vermummte Randalierer lieber „deeskalierend“ wirken, als durchzugreifen, die gegenüber kriminellen Clans lieber Nachsicht zeigen, als kriminelle Aktivitäten zu unterbinden, mit aller Härte vor. Eine behinderte ältere Dame zu schickanieren, ist ja auch gefahrlos. Ich habe bisher immer viel Sympathie für die Polizei gehabt und für sie Partei ergriffen, wenn sie von den Linken angeprangert wurde, aber das Vorgehen gegen Angelika Barbe ist unwürdig und grundgetzwidrig. Denn noch gilt Artikel 2 (2): Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Hier Angelikas Stellungnahme:

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EIL: DDR-Widerstandskämpferin Angelika Barbe von Polizei festgenommen

* von David Berger (Philosophia Perennis) am 16.05.2020

Nach derzeit kursierenden Berichten von Augenzeugen und Videos zufolge soll die prominenete DDR-Widerstandkämpferin und Bürgerrechtlerin Angelika Barbe (CDU) heute um ca. 15 Uhr auf einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen von der Berliner Polizei festgenommen und abgeführt worden sein:

Die abführenden Polizisten trugen nur teilweisedie vorgeschriebenen Schmutzmaksen, der Mann von Barbe, der in Sorge um seine Frau war, wurde abgedrängt und ermahnt den Mindestabstand zu seiner Frau einzuhalten (!).

DDR 2.0?

Ein junger Mann schreibt dazu: „Barbe könnte meine Oma sein, wenn ich Polizist wäre, ich könnte mich nie mehr ohne Widerwillen im Spiegel anschauen, wenn ich sie mitabgeführt hätte…“

Barbe ist Gründungsmitglied der Sozialdemokratischen Partei in der DDR, 1990 bis 1994 Bundestagsabgeordnete und Mitglied des Parteivorstandes der gesamtdeutschen SPD, hat lange Zeit für die säschsische Landeszentrale für politische Bildung gearbeitet. Sie ist heute Mitglied der CDU und regelmäßige Autorin bei Philosophia-Perennis. Von Beginn an hat sie die Corona-Maßnahmen der Regierung stark kritisiert.

Auch der bekannte Komiker Oliver Pocher soll in Berlin von der Polizei abgeführt worden sein. Pocher hatte sich mit dem Vegan-Aktivisten Attila Hildmann unterhalten, der die Mundschutz-Verordnung mit Sklaverei verglichen hat.

Sobald wir nähere Informationen haben, werden wir diesen Artikel aktualisieren.

Die SED und Nazis – eine enge Beziehung

Nachdem Bodo Ramelows Stratege Benjamin Hoff ganz tief in die Nazitrickkiste gegriffen hat und sich zu der Behauptung verstieg, der frisch gewählte Ministerpräsident Thomas Kemmerich wäre von Gnaden derer, die Millionen Menschen in Buchenwald gemordet hätten, gewählt worden, und Ramelow das mit einem Hitlerzitat sekundierte, ist es an der Zeit, an das Verhältnis von SED, die sich heute Linke nennt, und Nazitätern zu erinnern.

Im Jahr 1946 war die SED die erste Partei, die sich nicht nur Nazifunktionären öffnete, sondern aktiv um sie warb.
Beim Kreisverband der SED Sonneberg las sich das in einem Rundschreiben so: „Nomineller Pg…die SED ruft Dich zur Mithilfe am Neuaufbau Deutschlands!…Wenn Du Hitler gefolgt bist, um Deutschland zu dienen, dann bist Du unser Mann…“ Wer es nicht glauben will: Sciencefiles hat das dokumentiert.

Dem freundlichen Aufruf folgten viele ehemalige NSDAP-Mitglieder, nicht nur im Kreis Sonneberg. Anfang der 50er Jahre waren Zehntausende Mitglied der SED geworden. Außerdem wurde mit der NDPD auch noch eine eigene Partei für Ex-Nazis gegründet.

Im philosophischen Institut der Akademie der Wissenschaften bin ich selbst mindestens drei ehemaligen Nazifunktionären in leitenden Stellen begegnet. Einem HJ-Führer, einer BDM-Führerin und einem Ortsgruppenvorsitzenden der NSDAP Breslau. Letzterer, Professor Hermann Klenner, ist heute noch Mitglied des Ältestenrates der SED-Linken. Damals in der Akademie hat er uns junge wissenschaftliche Mitarbeiter nach seinen Westreisen, zum Beispiel nach New York, zusammengerufen, um von seinen lebensgefährlichen Abenteuern zu berichten und uns zu sagen, wie froh wir sein könnten, zu Hause bleiben zu dürfen. Als Ältestenratsmitglied wollte er eine junge Bundestagsabgeordnete der Linken aus der Partei werfen, die meine Verurteilung wegen „versuchter Zusammenrottung“, weil ich 1988 mit einem Plakat, das den ersten Satz von Art. 27 der DDR-Verfassung zeigte – Jeder Bürger der DDR hat das Recht, seine Meinung frei und öffentlich zu äußern – demonstrieren wollte, ein Unrechtsurteil genannt hatte.

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Die Antifa als Grabschänder

* von Vera Lengsfeld

Gestern habe ich das Grab meiner Großeltern und Eltern besucht und eine böse Überraschung erlebt. Die Antifa war vor mir da. Sie hat einen quietschbunten Spruch hinterlassen: „Kein Millimeter nach rechts“. Was für eine bewundernswert erhellende Aktion im staatlich finanzierten Kampf gegen Rechts! Die Grabschändung zeigt, dass dieser „Kampf gegen Rechts“ ein Vorwand ist, gegen die Mitte der Gesellschaft zu Felde zu ziehen, mit immer abstruseren Mitteln der Einschüchterung, verbunden mit der Botschaft: Wir sind überall, selbst auf dem Friedhof. Im Kampf gegen Rechts ist die Störung der Totenruhe kein Hinderungsgrund.

Die gesichtslosen Antifanten, die sich zu dieser infantilen Aktion bemüßigt sahen, hatten offenbar keine Ahnung, wer die Menschen waren, die hier begraben liegen. Im Gegensatz zu den Antifanten, die sich, wenn überhaupt, in der Öffentlichkeit nur vermummt zeigen, liegen in unserm Familiengrab Menschen, die immer Gesicht gezeigt und Widerstand geleistet haben.

Mein Großvater Ernst Gerber entstammte einer uralten sächsischen Bergarbeiterfamilie. Die Bergleute waren immer stolz darauf, unabhängig, niemandes Untertan zu sein. Das ist mir von Ernst Gerber vererbt worden. Nach jahrelanger Arbeitslosigkeit wurde mein Großvater 1933 von einem ausscheidenden Bergmann als Nachfolger nominiert, wie es das ungeschriebene Recht der Bergleute war. Nur waren inzwischen die Nazis an der Macht und stellten die Bedingung, dass mein Großvater, ein Sozialdemokrat, Mitglied der NSDAP werden müsste. Als Familienvater hatte er für drei Töchter zu sorgen. Deshalb ging er auf diese Bedingung ein. Die NSDAP sollte aber keine Freude an ihm haben.

Ernst Gerber gewann schon 1934 den Reichswettbewerb als bester Bergmann, nutzte das Preisgeld, 10.000 RM, um an der Bergakademie Freiberg zu studieren, und wurde im Krieg als technischer Leiter des Bergwerks Bochnia eingesetzt. Hier flog er wegen „unarischen Verhaltens“ aus der NSDAP.

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