Ach, es kotzt mich so an…

Wir haben wieder ein Paradesbeispiel für die Verharmlosung von Linksextremismus und Verschiebung nach „rechts“. Diesmal auf dem eigentlich meistens sehr geschätzten Blog Tapfer im nirgendwo.

Am 6. August wird dort die von Linken „erzwungene“ Ausladung der österreichischen Kabarettistin Lisa Eckart verarbeitet. (Ich selbst höre der nicht mehr zu, sie ist furchtbar, aber das ist nicht der Punkt.) Dabei fallen diese Sätze:

Gewalt als Mittel zur Unterdrückung von Worten und Kunst ist die Vorgehensweise von Faschisten.

Die Festivalleitung hat vor dieser Gewalt kapituliert. Sie hat vor Faschisten gekuscht.

Humor ist gefährlich. Darum gehört der Witz auch stets zu den ersten Dingen, die Faschisten bekämpfen. Jetzt ist es wieder in Hamburg geschehen.

„Faschisten“ ist hier völlig unangebracht. Faschismus wird mit Rechtsextremismus verbunden. Es handelt sich um einen bolschewistischen Kampfbegriff, der von Lenin und Co. als geprägt wurde, um missliebige Parteien zu verunglimpfen und (gewalttätig) zu bekämpfen. Dazu gehörten Sozialdemokraten, für die Kommunisten in Deutschland auch die SPD.

Heute ist Faschismus synonym für Rechtsextremismus. Die Meinungsdiktatoren von Hamburg (und sonstwo) sind aber keine Rechtsextremen, sondern Linke. Diese als Faschisten zu titulieren, ist irreführend. Sie wenden ihren Lenin an, das muss benannt werden. Wer sie als Faschisten bezeichnet, verharmlost linke Gewalt und Terror, indem diese als „rechts“(extrem) dargestellt wird. Das ist Verfälschung linker Ideologie und Strategie.

Ich kenne das von anderen Situationen. Wer sich an Obama abarbeitete, stellte ihn als Hitler dar. Und er wurde mit anderen rechtsextrem wirkendem Vokabular titutliert. Die Kritik war berechtigt, aber Obama ist linksextrem und hatte auch seinen Lenin gut verinnerlicht. Mit diesen Darstellungen war linker Strategie und Unterdrückung die Absolution erteilt und einzig Rechtsradikales zum Übel erklärt.

Bei der Darstellung anderer Linksextremer war es immer wieder genauso. Nazi, Faschist usw. – aber linksextremistisches Vorgehen als linksextremistisch zu beschreiben ist offenbar nicht drin. Nein, das ist angeblich rechts. Womit alles Übel weiter „rechts“ bleibt und „links“ die Absolution bekommt. Dass das originär linke Machenschaften sind, will wohl keiner wahr haben. Aus welchen Gründen auch immer.

Nicht mit mir. Es reicht. Das ist Geschichtsverfälschung, geschichtsvergessen und falsch. Führt in die Irre. Verharmlost linke Ideologie und linken Terror.

Bei einigen ist es Taktik. Bei anderen Dummheit. Und bei noch anderen (naive?) Gedankenlosigkeit. Was schlimmer ist, überlasse ich anderen, ich finde eins so übel wie das andere.