Terroristen feuern über 300 Raketen auf Israel

Unter diesem Titel schrieb die ICEJ am 11.05.2021:

Raketen über Aschkelon

Foto: IDF, Israels Abwehrsystem Iron Dome fängt Raketen über Aschkelon ab, 11.05.2021 (nach ICEJ-Nachrichten)

Terroristen im von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen haben seit Montagabend mehr als 300 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Dabei wurden mindestens 41 Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Am Dienstagmittag wurden innerhalb weniger Minuten 40 Raketen auf die Küstenstädte Aschdod und Aschkelon gefeuert. Israel geht davon aus, dass die Terroristen damit versuchten, das Raketenabwehrsystem Iron Dome („Eisenkuppel“) zu „überfordern“. In Aschdod schlugen mindestens zwei Raketen ein, in Aschkelon sechs Raketen. Auch ein Schulgebäude wurde getroffen. Bereits am frühen Vormittag hatten Terroristen die Küstenstadt Aschkelon mit dutzenden Raketen beschossen. Die Hamas drohte, Aschkelon in eine „Hölle“ zu verwandeln. Zwei Raketen schlugen in Mehrfamilienhäuser ein. Dabei wurden sechs Israelis verletzt, einer von ihnen erlitt schwere Kopfverletzungen. Zahlreiche Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden, nachdem sie sich bei der Flucht in den Luftschutzbunker verletzt hatten. Sieben Menschen erlitten infolge des Raketenalarms Panikattacken. Der Bürgermeister Aschkelons warnte, rund 25% der Einwohner seien nicht ausreichend vor den Raketen geschützt. Auch Holocaustüberlebende sind von den Raketenangriffen betroffen. Die 90-jährige Auschwitz-Überlebende Eva Erben aus Aschkelon, mit der die ICEJ-Deutschland freundschaftlich sehr verbunden ist, berichtete heute Morgen bei einem Telefonat: „Mir geht es gut. Aber die Nacht war sehr turbulent, ständig sind Raketen geflogen. Ich konnte nur wenig schlafen und habe die meiste Zeit gelesen und alte Dokumente sortiert. Ich versuche so gut es geht weiterzuleben und mache ‚business as usual‘.“

Am Montag war eine Rakete in ein Haus in einer Ortschaft im Grenzgebiet zum Gazastreifen eingeschlagen, es entstand nur Sachschaden. Bei einem weiteren Angriff wurde ein Israeli durch Splitter im Gesicht verletzt, als Terroristen eine Antipanzerlenkrakete auf sein Auto feuerten. Erstmals seit dem Gaza-Krieg von 2014 waren am Montagabend auch in Jerusalem Sirenen zu hören, nachdem Terroristen sieben Raketen auf Israels Hauptstadt gefeuert hatten. Eine Rakete schlug in einem Vorort Jerusalems ein. Insgesamt soll das Abwehrsystem Iron Dome rund 90% aller auf bewohnte Gebiete zielenden Raketen abgefangen haben.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für Schutz und Bewahrung der Menschen in Israel. Beten wir für ein Ende des Raketenterrors, dass die israelische Bevölkerung wieder in Frieden ihrem Alltag nachgehen kann und um Weisheit für die israelische Regierung und Militärführung bei allen anstehenden Entscheidungen. Lassen Sie uns auch für die Palästinenser im Gazastreifen beten, die unter der Herrschaft der dort agierenden Terrororganisationen leiden, dass sie eine Führung erhalten, die friedliche Koexistenz mit Israel anstrebt.

Israelische Armee „auf alles vorbereitet“

Die israelische Armee reagierte in der Nacht zum Dienstag mit Luftschlägen auf rund 130 Stellungen der Hamas im Gazastreifen, darunter zwei Terror-Angriffstunnel, die in Richtung Israel verliefen, Produktions- und Lagerstätten von Raketen, Raketenabschussrampen und Terroristen, die gerade Raketen auf Israel feuerten.

IDF-Sprecher

Foto: IDF/Screenshot, Jonathan Conricus, Sprecher der israelischen Armee für internationale Medien, vor einem beschädigten Haus in Aschkelon, 11.05.2021 (nach ICEJ-Nachrichten)

Angaben der Hamas zufolge wurden mindesten 23 Menschen getötet, darunter neun Minderjährige. Israels Armeesprecher Hidai Zilberman sagte, 15 der Getöteten seien Hamas-Kämpfer gewesen, die gerade Raketen auf Israel abfeuerten. Ein weiterer Teil der Getöteten, einschließlich drei Kinder, sei von fehlgeleiteten Raketen der Terroristen getroffen worden, nicht durch israelische Luftschläge. Die Armee geht davon aus, dass etwa ein Drittel der von den Terroristen abgefeuerten Raketen und Mörsergranaten innerhalb des Gazastreifens einschlugen. Zilberman betonte, Israel sei darum bemüht, palästinensische Zivilisten zu schützen. Jedoch agiere die Hamas absichtlich inmitten dicht besiedelter Gebiete, um die Bewohner des Gazastreifens als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.

Er gehe davon aus, dass die Kämpfe noch einige Tage andauern werden. Israel sei „auf alles vorbereitet“, einschließlich einer Bodenoffensive oder gezielter Tötungen von Terroristenführern.

Schulen geschlossen, städtische Bunker geöffnet

Die Stadtverwaltungen von Tel Aviv, Bnei Brak und anderen zentralisraelischen Städten ließen am Montag die städtischen Luftschutzbunker öffnen. Bisher hat es in Tel Aviv noch keinen Raketenalarm gegeben, die israelische Armee ist jedoch dabei, die Luftabwehr in der Metropolregion Tel Aviv, in der rund vier Millionen Menschen leben, zu verstärken. Israels Heimatfrontkommando hat alle Bildungseinrichtungen innerhalb eines 40 Kilometer-Radius um den Gazastreifen angewiesen zu schließen. Schulen und Geschäfte innerhalb eines Radius von bis zu 80 Kilometern, die über keinen ausreichenden Schutz vor Raketenangriffen verfügen, müssen heute ebenfalls geschlossen bleiben.

Die ICEJ hat in den letzten 15 Jahren rund 120 Luftschutzbunker in vom Raketenterror bedrohten israelischen Regionen aufstellen können. Bitte helfen Sie uns, weitere Bunker an israelische Schulen und Ortschaften, die nicht ausreichend vor Raketenbeschuss geschützt sind, zu liefern. Als Verwendungszweck bitte „Schutzbunker“ angeben, herzlichen Dank!

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Über die Meldung stellte die ICEJ die folgende Bibelstelle:

“Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht, vor dem Pfeil, der des Tages fliegt.” (Psalm 91,4-5 n. Lutherbibel 2017)

Ich möchte noch hinzufügen:

“Und es soll geschehen an jenem Tage, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich daran wund reißen; und alle Nationen der Erde werden sich gegen sie versammeln.” (Sacharja 12,3 nach Schlachter-Übersetzung)

Raketen und Brandballons aus Gaza von der Terroroganisation Hamas abgefeuert [Video]

In den letzten Tagen haben Hamas-Terroristen Brandballons aus dem Gazastreifen abgefeuert und viele Brände verursacht. Auch wurden vermehrt Raketen aus Gaza abgeschossen. Worauf die IDF mit Panzern antwortet und Hamasstellungen zerstörte.

Raketen und Brandbalons aus Gaza von der Terroroganisation Hamas abgefeuert [Video]

Bildquelle: Screenshot durch HaOlam

Mindestens 40 Brände brachen seit Freitag aus, nachdem Terroristen aus Gaza Brandballons auf israelischem Territorium abgefeuert hatten.

Den Brandbekämpfungsteams, die mit der Natur- und Parkbehörde, der IDF, dem Sicherheitspersonal des Regionalrats von Eshkol und dem Jewish National Fund zusammenarbeiteten, gelang es, die Kontrolle über die Flammen zu erlangen.

Terroristen aus dem Gazastreifen schießen Raketen auf Aschkelon

Das Raketenabwehrsystem Iron Dome wurde aktiviert, nachdem Terroristen im Gazastreifen Raketen im Süden Israels abgefeuert hatten.

Die Spannungen an der südlichen Grenze Israels nehmen inmitten gewaltsamer Auseinandersetzungen in Jerusalem zu

Israelische Panzer zielten auf die Hamas im Gazastreifen als Reaktion auf Raketen, die von Militanten abgefeuert wurden, teilten die israelischen Verteidigungskräfte (IDF) am frühen Montag mit.

“IDF-Panzer haben kürzlich eine Reihe von Hamas-Terrorpositionen im Gazastreifen angegriffen”, twitterte die IDF, “als Reaktion auf Brand- und Sprengballons, die in den letzten Tagen abgefeuert wurden, und Raketen, die heute Abend aus dem Gazastreifen auf israelisches Territorium abgefeuert wurden.”

Zwei Raketen aus Gaza haben am Sonntagabend in Israels südlicher Stadt Aschkelon Sirenen abgefeuert, obwohl nach palästinensischen Berichten eine weitere vor dem Überqueren der Grenze abgestürzt war.

Das Raketenabwehrsystem Iron Dome hat eine der Raketen abgeschossen, bestätigte die IDF. Gegen Mitternacht wurden zwei weitere Raketen abgefeuert, die jedoch auch im Gazastreifen abstürzten.

Israel schloss die Fischereizonen im Gazastreifen als Reaktion auf Brandballons, die am Sonntag nach Israel abgefeuert wurden und mehr als 40 Brände verursachten.

Zu den Vorfällen im Süden gehörten auch Raketen, die am Wochenende abgefeuert wurden, und ein israelischer Luftangriff als Vergeltung am frühen Sonntag.

Auch wurden bereits heute wieder mehrere Raketen aus Gaza abgefeuert.

„Das Historische Palästina“ – ein irreführender Anachronismus

* von Aslo Aizenberg, HonestReporting, 29. März 2021
* Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Das „historische Palästina“ ist ein landläufig verwendeter Begriff, wenn der arabisch-israelische Konflikt diskutiert wird. Die Wendung suggeriert, dass in der Vergangenheit eine als Palästina bekannte Nation existierte, wobei das Wort „historisch“ den Eindruck vermittelt, dass diese Nation in der Region tief verwurzelt ist und damit einen natürlichen Anspruch hat, in Form eines modernen Staats namens Palästina wiederbelebt zu werden. Indem auf das Land so ohne Erwähnung jüdischer Geschichte verwiesen wird, wird auch subtil angedeutet, dass jüdische Präsenz in der Region fremd ist.

Dieser Artikel diskutiert die Herkunft und Evolution der Verwendung von „Palästina“ als Ortsname und dass aktuelle Vorstellungen des „historischen Palästina“ allesamt auf einem falschen Verständnis der geografischen und politischen Historie der Region beruhen.

Das historische Palästina im heutigen Gebrauch bezieht sich auf das Territorium, das jetzt Israel, die Westbank und den Gazastreifen umfasst. Hier sind mehrere markante Beispiele der Verwendung des Begriffs.

  • Saeb Erekat, Chefunterhändler der palästinensischen Autonomiebehörde, erkärte in einem im Mai 2019 in der New York Times veröffentlichten Kommentarartikel, die Palästinenser würden Israel in den „Grenzen von 1967, gleichbedeutend mit 78 Prozent des historischen Palästina“ anerkennen.1Erekat, Saeb: Trump Doesn’t Want Peace. He Wants Palestinian Surrender. New York Times, 22. Mai 2019. https://www.nytimes.com/2019/05/22/opinion/trump-israel-palestinian-peace-plan.html Auf welches „historische Palästina“ bezog sich Erekat und umfasst Israel wirklich 78% dieses „historischen“ Territoriums?
  • Die Columbia Journalism Review veröffentlichte im Januar 2019 einen Artikel mit der Überschrift „Palstinensische Bürger Israels kämpfen darum ihre Geschichte zu erzählen“, in der der Autor behauptete: „Das historische Palästina unter osmanischer und britischer Kontrolle hatte eine blühende arabische Presse.“2Berger, Miriam: Palestinian citizens of Israel struggle to tell their stories. Columbia Journalism Review, 11. Januar 2019. https://www.cjr.org/analysis/palestinian-citizens-of-israel-musawa.php War Palästina jemals ein Territorium unter osmansicher Kontrolle?
  • Ein Artikel im The Washington Report vom Juni 2019 zu Nahost-Angelegenheiten über Trumps „Deal des Jahrhunderts“ für den Frieden im Nahen Osten erklärt, dass der Deal dem „neue Palästina“ die Verantwortung „über 12 Prozent des historischen Palästina“ überlassen könnte.3Cook, Jonathan: The ‘Deal of the Century’ Would Force Palestinians to Swallow a Bitter Pill. Washington Report on Middle East Affairs. Juni/Juli 2019, S. 8-10. https://www.wrmea.org/2019-june-july/the-deal-of-the-century-would-force-palestinians-to-swallow-a-bitter-pill.html Welches Gebiet des Landes wurde verwendet, um bei dieser Zahl anzugelangen?
  • Präsident Abbas stellte im November 2012 in seiner Rede vor den Vereinten Nationen Folgendes fest: „Die Zweistaatenlösung, d.h. der an der Seite des Staates Israel koexistierende Staat Palästina, repräsentiert den Geist und das Wesen des historischen Kompromisses, der in der Prinzipienerklärung von Oslo verkörpert wird, der vor 19 Jahren zwischen der Palästinenesischen Befreiungsorganisation (PLO) und der Regierung Israels unter der Schirmherrschaft der USA auf dem Rasen des Weißen Hauses unterschriebenen Vereinbarung, ein Kompromiss, bei dem das palästinensische Volk um des Friedensschlusses willen akzeptierte seinen Staat auf nur 22% des Territoriums des historischen Palästina zu gründen.“4(29. November 2012) Erklärung von Präsident Abbas vor der Verabschiedung der Resolution 67/19 zum Status Palästinas bei den Vereinten Nationen. http://palestineun.org/29-november-2012-statement-of-president-abbas-before-the-adoption-of-resolution-6719-on-the-status-of-palestine-in-the-united-nations/ Ist diese Zahl von 22% akkurat?

Geografische Geschichte des Heiligen Landes

Palästina, oder offiziell „Provinica Syria Palaestina“, war ein von den Römern 135 n.Chr. erfundener Name als Ersatz für „Judäa“, im Versuch, nach der Niederlage Bar Kohbas bei der jüdischen Rebellion gegen das römische Reich alle Bezeichnungen des Judentums in der Region zu verdrängen. Ebenso wurde Jerusalem offiziell in Aelia Capitolina umbenannt. Im vierten Jahrhundert wurde die Provinz in drei kleinere Einheiten aufgeteilt: Palaestina Prima, Palaestina Secunda und Palaestina Tertia (s. Karte A). Beachten Sie, dass die neuen Provinzen horizontal organisiert waren und Gebiete auf beiden Seiten des Jordan umfassten.

Karte A. Das römische Palästina

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Alles dreht sich um Bibi

Die ganze Geschichte der heutigen israelischen Politik ist Benjamin Netanyahu.

Ich werde Sie nicht mit unzähligen Szenarien langweilen, von denen die meisten ungefähr so ​​wahrscheinlich sind wie die, in denen ich Premierminister werde. Alles ist in sechs Zahlen enthalten:

Anzahl der zur Regierungsbildung benötigten Knesset-Sitze: 61.
Zahl, die sich verpflichtet hat, einer Koalition mit Netanjahu beizutreten: 52 (Likud, Shas, UTJ, religiöser Zionismus).
Zahl gegen Netanjahu: 57 (sieben Parteien).
Nicht verpflichtet: 7 (Naftali Bennetts Jamina-Party).
Verpflichtung zur Unterstützung von Netanjahu von außerhalb der Koalition: 4 (Ra’am-Partei von Mansour Abbas1Ein israelisch-arabischer Politiker, nicht zu verwechseln mit dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde).
Anzahl derals „rechts“ angesehenen: 72 (Likud, Shas, Jamina, UTJ, religiöser Zionismus, Tikvah Hadasha).

Dies sagt uns, dass es ohne die Umstrittenheit von Benjamin Netanyahu eine natürliche rechte Regierung geben würde. Das will die Mehrheit der Israelis. Bibis Likud-Partei erhielt fast doppelt so viele Sitze (30) wie sein nächster Konkurrent, Yair Lapids Yesh Atid-Partei (17). Die Mitte, die Linke und die arabische Partei (außer Ra’am) betragen nur 44. Die rechte, aber nicht Bibi-Gruppe hat 20.

Die ideologischen Unterschiede zwischen dieser letzten Gruppe und Netanjahu sind gering bis gar nicht vorhanden. Es ist zu einem großen Teil persönlich: Bennett, Avigdor Lieberman (Israel Beiteinu) und Gideon Sa’ar (Tikvah Hadasha) waren alle ehemalige Mitglieder des Likud, die von Bibi verdrängt wurden, der nicht einmal den theoretischen Wettbewerb um die Führung der Partei toleriert  Lieberman und Bennett hatten Kabinettspositionen in mehreren früheren Koalitionen inne, in denen sie von einem Mikromanager Bibi daran gehindert wurden, ihre vermeintliche Autorität auszuüben.

Netanjahu wird derzeit wegen mehrerer Korruptionsvorwürfe vor Gericht gestellt. Wenn er verurteilt wird, muss er als Premierminister zurücktreten. Vieles von dem, was in den letzten zwei Jahren in der israelischen Politik passiert ist, dreht sich um die Versuche seiner Gegner, ihn durch diese Anschuldigungen zu Fall zu bringen, und um seinen Kampf, an der Macht zu bleiben – und aus dem Gefängnis. Die Anklage ist gemischt: Diejenigen, die von den Staatsanwälten als am schwerwiegendsten angesehen werden, werden von einigen „erfundene Verbrechen“ genannt, die wie üblich nur Politik sind. Andererseits scheint es klar zu sein, dass er (und seine Frau – die einen großen Teil des Problems ausmacht) teure Geschenke von Ausländern entgegengenommen haben, die mit der Regierung Geschäfte gemacht haben.

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Die Lüge, die Israelis seien Nazis

Die groteske und bösartige Kampagne der Nazifizierung der Israelis entlarvt

Hinweis: Dies ist der zweite Teil zu „Lügen im geistigen Krieg gegen Israel“. Teil 1 finden Sie hier.

Wenn SJP-Aktivisten und die von ihnen eingeladenen Redner gegen Israel demonstrieren, sind ihr Reden und ihre Literatur gespickt mit Vorwürfen zu Israels angeblichen „Verbrechen gegen die Menschheit, Massakern und Völkermord“ sowie Kommentaren, die den türkischen Präsidenten Tayyip Erdoğan nachplappern, Israel habe in seinem Umgang mit den Palästinenser demonstriert, dass „… ihr Barbarismus sogar den von Hitler übertroffen hat“.

Die Nazifizierung der Israelis – und in Erweiterung damit der Juden – ist sowohl atemberaubend in ihrer moralischen Umkehrung und grausam in der Art, wie sie die tatsächlichen Opfer der Schrecken des Dritten Reichs zu einer modernen Reinkarnation genau dieser Barbarei macht, gleichzeitig unhistorisch, arglistig und grotesk in ihrer moralischen und faktischen Unrichtigkeit.

Was ist der Sinn dieser grotesken Kampagne der Ummodelung des jüdischen Staates ins Dritte Reich? Die tückische Antwort lautet: Sobald Israel erst einmal mit den Verleumdungen des Rassismus und Nazismus geteert ist, ist der jüdische Staat zu einem international Geächteten gemacht worden, einem Paria, der sein moralisches Recht schon auf Existenz verloren hat – natürlich exakt das, was seine Feinde durchweg angestrebt haben.

Noch beunruhigender ist, dass die Charakterisierung der Israelis als Nazis ein Bild ist, das heute von westlichen Eliten und sogenannten Intellektuellen, einschließlich eines breiten Kontingents an Akademikern verkündet wird, die der Kampagne zur Diffamierung Israels durch Nazifizierung seines Volkes und erneuten Beschuldigung der Juden als die moralischen und existenziellen Feinde der Welt mitschuldig sind, wie von ihrer Unterdrückung und Brutalität gegenüber den „lange leidenden Palästinensern“ demonstriert sein soll. Daher haben antiisraelische, von radikalen Studentengruppen unterstützte Hass-Feste so widerliche Namen wie „Holocaust im Heiligen Land“, „Israel: Die Politik des Völkermords“ oder „Israel: Das Vierte Reich“, was eine klare, wenn auch verlogene Verbindung zwischen Nationalsozialismus und Zionismus schafft – eindeutige Beispiele sowohl der Holocaust-Bagatellisierung und -umkehr sowie zeitgenössische Versionen antisemitischen Denkens und Ausdrucksweisen.

Dasselbe Bild wird von anderen Akademikern wie Richard Falk wiederholt und verstärkt, einem Professor emeritus für Internationales Recht und Politik an der Princeton University und ehemaliger grotesk betitelter „Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten Palästinensergebieten“, der sich laut fragte, ob es „eine unverantwortliche Übertreibung ist, die Behandlung der Palästinenser mit dieser kriminalisierten Bilanz kollektiver Grausamkeit seitens Israels in Verbindung zu bringen“, um dann schnell seine eigene Frage mit der Aussage zu beantworten: „Ich glaube nicht.“

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Hitlers palästinensischer Verbündeter: der Großmufti Amin Al-Husseini

Obwohl weniger bekannt ist als sein entfernter Cousin, der PLO-Gründer Yassir Arafat, spielte Jerusalems Großmufti Haddsch Amin al-Husseini (1897 – 1974) eine herausragende Rolle im Palästina vor 1948. Als einer der „Gründerväter“ des palästinensischen Nationalismus bleibt Al-Husseini eine in der palästinensischen Gesellschaft respektierte Persönlichkeit.

Der Großmufti – von PA-Präsident Mahmud Abbas als „Held“ und „Pionier“ gepriesen – gewann den Großteil seines berüchtigten Rufs allerdings als Nazi-Kollaborateur. Während des Zweiten Weltkriegs diente der Kleriker als arabischer Verbündeter und Propagandist des Dritten Reichs in Berlin; dort setzte er seine Kampagne antisemitischer Hetze fort, die er in Palästina begonnen hatte.

Amin al-Husseini: Schüren der Flammen judenfeindlicher Stimmung

Mohammed Amin al-Husseini wurde während der osmanischen Herrschaft über Palästina in eine wohlhabende und einflussreiche Familie geboren und sollte eine bedeutende Persönlichkeit in der palästinensischen Geschichte werden. Männliche Mitglieder seiner Familie hatten seit dem 18. Jahrhundert religiöse Schlüsselposten in Jerusalem inne. Die Familie hatte großen politischen Einfluss: Mehr als ein Drittel der Bürgermeister Jerusalems von 1877 bis 1914 waren Mitglieder des Husseini-Clans.

Amins Vater, der Mufti Mohammed Tahir al-Husseini, war einer der frühen lautstarken Gegner des Zionismus. Seine Bemühungen überzeugten 1897 den örtlichen Vertreter Konstantinopels den Verkauf von Land an Juden mehrere Jahre einzustellen. Im selben Jahr schlug er vor, dass die jüdischen Zuwanderer „vor der Vertreibung aller ausländischen Juden, die sich seit 1891 in Palästina niederließen, terrorisiert“ werden.

Amin al-Husseini trat in die Fußstapfen seines Vaters und wurde im Alter von 20 Jahren in den arabischen Widerstand gegen den Zionismus involviert. Nachdem die Briten nach dem Ersten Weltkrieg die Kontrolle über Palästina übernahmen, organisierte er Kundgebungen gegen die Balfour-Erklärung. Eine seiner Reden schürte am 4. April 1920 die Flammen judenfeindlicher Stimmung, was in gewalttätigen Krawallen mündete. Als der Staub sich nach vier Tagen legte, waren fünf Juden und vier Araber tot. Weitere 211 Juden und 33 Araber blieben verletzt zurück.

Aus Angst vor Verhaftung für seinen Anteil an der Initiierung der Krawalle floh al-Husseini nach Syrien. Tatsächlich verurteilte ihn ein britisches Militärgericht zu zehn Jahren Gefängnis. Die Briten begnadigten ihn allerdings, was den Weg für seine Rückkehr nach Jerusalem ebnete. Nur wenige Monate später, nach dem Tod seines Bruders, krönte der britische Hochkommissar Sir Herbert Samuel Amin al-Husseini zum Mufti von Jerusalem. Als ein Jahr später der oberste Muslimrat gegründet wurde, wurde er dessen Präsident, was ihm den Titel des Großmuftis einbrachte.

Die Briten glaubten, die Ernennung des jungen al-Husseini zum Großmufti, dem höchsten religiösen Amt, sei ein Weg in Jerusalem den Frieden zu erhalten. In einem Memorandum mit Datum vom 11. April 1921 berichtete Sir Herbert Samuel von einem Gespräch mit dem vorgeschlagenen Mufti:

„Er versicherte, dass der Einfluss seiner Familie und er selbst sich der Beibehaltung der Ruhe in Jerusalem verpflichtet seien und er fühle sich sicher, dass dieses Jahr keine Störungen zu befürchten seien. Er sagte, dass die Krawalle des letzten Jahres spontan und nicht vorbereitet gewesen seien.“

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Obamas dritte Amtszeit

* von Melanie Phillips, Israel HaYom, 8. Februar 2021
Übernommen von abseits vom mainstream – heplev

Israel braucht schwerlich einen fehlenden Anruf, um zu wissen, dass es ein dickes Problem mit dem neuen Bewohner des Weißen Hauses hat.

Manche Leute ärgern sich, dass US-Präsident Joe Biden das Telefon noch nicht in die Hand genommen hat, um den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu anzurufen. Sie sorgen sich, dies könnte eine neue Kühle der Vereinigten Staaten gegenüber Israel verkünden.

Wozu man sich nur fragen kann: Auf welchem Planeten leben diese Leute?

Israel braucht wohl kaum einen fehlenden Anruf, um festzustellen, dass es ein schwerwiegendes Problem mit dem neuen Bewohner des Weißen Hauses hat.

Die Administration Biden hat die Geldzahlungen an die UNRWA wieder aufgenommen, die Palästinenservertretung in Washington wieder eröffnet und sich wieder der „Zweistaatenlösung“ verschrieben. Damit hat sie die Palästinenser-Agenda wieder gestärkt Israel zu dämonisieren und zu erpressen, um es zu vernichten und den Palästinensern damit Status verliehen.

Sie hat auch gesagt, sie wolle zu dem katastrophalen Atomabkommen mit dem Iran von 2015 zurückkehren, das vom früheren Präsidenten Barack Obama vermittelt wurde und dessen Bedingungen es dem Regime erlaubten mit nur einer kurzen Verzögerung Atomwaffen zu erlangen, während ihm ermöglicht wurde Geld hereinströmen zu lassen, um seinen Krieg gegen Israel und den Westen zu finanzieren.

Obwohl die Administration derzeit sagt, dass der Iran zuerst zu „voller Erfüllung“ zurückkehren muss, legt die ständige Verletzung dieses Deals durch Erhöhung der Anzahl hochentwickelter Zentrifugen zur Urananreicherung nahe, dass es glaubt, Amerika werde bald einknicken.

Dass dies außer Zweifel steht, zeigen Bidens sofortige Schritte gegen Irans Gegner im Golf. Zu diesen Schritten gehören Amerikas „vorübergehende“ Pause beim Verkauf von F-35-Flugzeugen an die Vereinigten Arabischen Emirate und ihre „Neuuntersuchung“ der Einordnung der vom Iran gestützte, von Saudi-Arabien bekämpften Houthis im Jemen als Terrororganisation, die die Administration Trump vornahm.

Noch aufschlussreicher sind einige von Bidens Ernennungen. Der neue Botschafter für den Iran, Robert Malley, beschönigte Yassir Arafats Doppelzüngigkeit in Camp David und wie Senator Tom Cotton (Republikaner aus Arizona) feststellte, hat er „eine lange Bilanz an Verständnis für das iranische Regime und seine Feindschaft gegenüber Israel“.

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Lasst uns anfangen von unseren Rechten in Jerusalem, Judäa und Samaria zu reden

Was Israel gegen alle Intuition nicht gemacht hat, als unser Freund Trump im Amt war, könnten wir jetzt mit Biden im Amt tun: In Atarot und E1 bauen und junge Siedlungen regulieren.

Jetzt ist die Zeit ein Arsenal an Argumenten auszupacken, die in der Ära Trump nicht benötigt wurden und den Diskurs über unsere Rechte an Jerusalem sowie Judäa und Samaria aufzufrischen, wo derzeit eine halbe Million Juden ihr Zuhause hat. Das wurde in dem Moment nötig, als US-Präsident Joe Biden – ein eingeschworener Gegner von Siedlungen und Ansiedlung in Ostjerusalem – den Amtseid ablegte und Leute wie die ehemalige US-Botschafterin bei der UNO, Samantha Power, in die Administration geholt wurden.

Israel ist bereits auf niedriger Ebene wegen des Falls der iranischen Atomfrage in Kontakt mit der neuen Administration. Es hat auch deutlich gemacht, dass es entschlossen ist, notfalls mit militärischer Gewalt zu verhindern, dass sich Gefolgsleute des Iran an unserer Nordgrenze eingraben. Es gibt aber ein bemerkenswertes Fehlen von Entschlossenheit in der Frage der Siedlungen. Dort wird weniger gebaut und die jährliche Bevölkerungswachstumsrate sinkt. Dazu kommt, dass Premierminister Benjamin Netanyahu angesichts der Bedenken zur Haltung der neuen Administration in Washington in den letzten Monaten darauf verzichtet hat den Status dutzender junger Siedlungen zu regeln, denen Zerstörung, Baustopp, Räumung oder auch für illegal erklärt zu werden droht. Netanyahu stoppte zudem Pläne in Atarot zu bauen, einem großen jüdischen Viertel in Nordjerusalem.

Erinnern Sie sich: Unter der Politik des „kein einziger Ziegelstein“ des ehemaligen Präsidenten Barack Obama und der ehemaligen Außenministerin Hillary Clinton fror Israel die Bautätigkeit in Jerusalem, Judäa und Samaria ein. Wir dürfen nicht in diese Zeit zurück. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in die Falle des „Baus gemäß des natürlichen Bevölkerungswachstums“ oder kleinlicher Buchhaltung wegen zunehmender Dichte der bebauten Bereiche der Siedlungen (die nur 1,7% des Gesamtgebiets von Judäa und Samaria bilden) fallen und natürlich mit der Baubeschränkung auf die „Siedlungsblöcke“ zufrieden sein.

Selbst heute muss die Administration Biden eine klare Äußerung von uns hören: Judäa und Samaria sind keine „besetzten Gebiete“. Die Siedlungen sind nicht illegal. Wie Simon der Hasmonäer im ersten Buch der Makkabäer sagte: „Es ist kein fremdes Land, das wir genommen haben; wir haben auch unsere Herrschaft nicht auf das Eigentum von Fremden gesetzt. Dies ist das Erbe unserer Vorfahren.“

Wir sind nicht Besatzer unseres eigenen Landes. Wir sind über Bande der Liebe, die Bibel, Erbe, Natur, Landschaft, Religion, Geschichte und Heiligkeit mit ihm verbunden. Wir müssen die Balfour-Erklärung nutzen, wenn wir mit der neuen Administration in Washington zu tun haben, ebenso den Beschluss von San Remo, die UNO-Erklärung, das britische Völkerbund-Mandat und alles andere, das für unsere historischen Rechte in Judäa und Samaria wichtig ist.

Was Israel gegen alle Intuition nicht gemacht hat, als unser Freund Trump im Amt war, könnten wir jetzt mit Biden im Amt tun: In Atarot und E1 bauen – Ma’aleh Adumim mit Jerusalem verbinden – das Viertel Givat Halim in Jerusalem bauen, was richtig viel Sinn macht; und diplomatische Einschränkungen lösen, die den Bau überall in Judäa und Samaria beschränken; und natürlich die jungen Siedlungen ordnen.

Wenn wir uns in Tat wie in Botschaft so verhalten, dann wird es das der neuen Administration deutlich machen – in erster Linie aber uns selbst – dass die letzte Haltung der Administration Obama in der Form der UNO-Resolution 2334 vom Dezember 2016, die jüdische Siedlungen in Judäa, Samaria und den vereinten Jerusalem als Verletzungen des „Völkerrechts“ definierte, ein Rohrkrepierer ist. In dieser Position sind wir nicht mehr.

Die Biden-Administration und der “Rückkehrkrieg”

Nach den wenigen bisher abgegebenen öffentlichen Erklärungen und dem, was über ihrer Ernannten bekannt ist, wird die Biden-Regierung gegenüber Israel und den Palästinensern dieselbe Haltung einnehmen wie die letzte demokratische Regierung, angeführt von Barack Obama.

Das bedeutet, dass es auf die Idee zurückkommen wird, einen palästinensischen Staat in Judäa und Samaria mehr oder weniger nach dem Vorbild von 1967 zu errichten. Es wird zurück zur Finanzierung der Palästinensischen Autonomiebehörde gehen, die einen Weg finden wird, Terroristen zu bezahlen und ihre Familien zu unterstützen, während sie dies vorgibt, um den Taylor Force Act zu umgehen, nachdem die USA solche Zahlungen von der Hilfe für die PA abziehen müssen. Die Regierung wird wahrscheinlich die Augen vor der Finte verschließen. Sie wird wieder darauf zurückgreifen, die UNRWA zu finanzieren, jene Agentur, die die das exponentielle Wachstum einer staatenlosen Bevölkerung erfunden hat, die sich aus Nachkommen arabischer Flüchtlinge aus dem Krieg von 1948 zusammensetzt, um, ungeachtet der Tatsache, dass es existiert, das Problem aufrechtzuerhalten und nicht zu lösen.

Ich glaube, dass sie zu dem Grundsatz zurückkehren wird, dass der Hauptgrund dafür, dass der Konflikt nicht beendet wurde, darin besteht, dass Israel den Palästinensern nicht genügend Zugeständnisse gemacht hat und dass der Weg, dies zu beenden, darin besteht, Israel unter Druck zu setzen, den palästinensischen Forderungen nachzugeben: für judenfreies Land, für Souveränität ohne Einschränkungen, für Ostjerusalem und vielleicht sogar für die „Rückkehr“ der Nachkommen der Flüchtlinge. Obwohl dies nicht direkt Teil des israelisch-palästinensischen Konflikts ist, wird sie wahrscheinlich den Druck auf den Iran verringern und möglicherweise sogar zur JCPOA, dem Atomabkommen, zurückkehren.

Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob sie auch die offene Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat annehmen wird, die Obamas Regierungszeit geprägt hat. Dies hängt davon ab, wer Biden beeinflusst, sowohl unter seinen offiziellen Beratern als auch unter den zahlreichen Think Tanks, Lobbys und Interessengruppen, die an dem Konflikt interessiert sind – einschließlich der von Barack Obama selbst betriebenen.

Ich vermute, dass die Verwaltung mit anderen Angelegenheiten alle Hände voll zu tun haben wird und daher nicht sofort neue „Friedensbemühungen“ starten wird. Aber man kann nie wissen. Manchmal geht die Rationalität aus dem Fenster, wenn sich das Thema den Juden und ihrem Staat zuwendet.

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Es heißt Judäa und Samaria

Ich habe dies ursprünglich im Jahr 2009 gepostet. Ich veröffentliche es aufgrund seiner anhaltenden Relevanz erneut als Seite.

Namen, Wörter, Sprache. Ihre Bedeutung für die Gestaltung der wahrgenommenen Realität kann nicht minimiert werden. Sagen wir “Palästina” oder “Eretz Israel“? Gibt es einen “Sicherheitszaun” oder eine “Apartheidmauer”?

Als jemand, der fast jeden Tag über den Nahen Osten schreibt, treffe ich viele Entscheidungen wie diese. Obwohl ich wahrscheinlich nicht “Apartheidmauer” sagen werde, könnte ich mit “Zaun” vs. “Barriere” ringen. Was ich suche, sind Ausdrücke, die neutral sind – an sich nicht polemisch; ich möchte, dass mein unzweideutiges Argument das Gewicht hat, den Leser zu überzeugen, wie ich hoffe.

Woran ich in den letzten Tagen gedacht habe, ist das Gebiet zwischen der Grünen Linie und dem Jordan, ausgenommen Ostjerusalem. Und ich denke, ich habe in den letzten drei Jahren einen Fehler gemacht.

Es gibt ein ganzes Kontinuum von Begriffen, jeder mit seinen Beiklängen:

  • Judea und Samaria
  • Umstrittene Gebiete
  • Westbank
  • Besetzte Gebiete
  • Besetzte palästinensische Gebiete

Ich habe “Westbank” verwendet und dachte, dass dies der neutralste Begriff ist. Falsch. Folgendes schrieb “Philologos” 2006:

Was ist überhaupt „das Westjordanland“? Es ist eine Übersetzung des arabischen Begriffs al-daf’a al-gharbiya – ein ziemlich seltsamer Begriff für Judäa und Samaria, wenn man bedenkt, dass es sich bei dem fraglichen „Ufer“ um das des Jordan handelt und dass diesen beide Gebiete  durch das Jordantal getrennt von diesem Fluss  getrennt sind und  überhaupt nicht an seinem Ufer liegen. Und tatsächlich war dies kein Begriff, der jemals von ihren Einwohnern oder überhaupt von irgendjemandem für sie verwendet wurde, bis König Abdullahs Arabische Legion sie besetzte, als sie 1948 in ihrem Krieg gegen Israel den Jordan nach Westen überquerte.

1950 annektierte Abdullah das “Westjordanland”, ein Schritt, gegen den der Rest der arabischen Welt als Landraub über den Köpfen der Palästinenser protestiert wurde. Bereits im Vorjahr hatte er den offiziellen Namen seines Landes von Das Haschemitischem Königreich Transjordanien in Das Haschemitisches Königreich Jordanien geändert, um anzuzeigen, dass es nun Gebiet auf beiden Seiten des Jordan und nicht nur auf seiner Ostseite umfasste. Und keinen Zweifel zu lassen, ermutigten die Jordanier zur Verwendung der Begriffe „Ostjordanland“ und „Westjordanland“, um zu betonen, dass es sich um ein einziges Land handelt, das einen Fluss überspannt, der durch das Land fließt. Schließlich wurde „Westbank“ ein Begriff, der sowohl von den „Westbanklern“ selbst als auch vom Rest der Welt verwendet wurde.

Auf der anderen Seite stammt „Judäa und Samaria“ (eine Anglisierung von יהודה ושומרון, yehuda veshomron) aus biblischen Zeiten und wurde bis etwa 1950 exklusiv zur Beschreibung dieses Gebiets in Karten, Dokumenten und Büchern verwendet.

Anstatt neutral zu sein, ist „Westbank“ eine feindliche Schöpfung, die die jüdische Verbindung zum Land verschleiert.

[N]ach dem Krieg von 1967 gehörte es unter israelischen Intellektuellen  für die Anti-Annexionisten zum guten Ton, auch Judäa und Samaria als „Westjordanland“ zu bezeichnen, ganz so, als wären dies Gebiete ohne jüdische historische Verbindungen und jüdische Erinnerungen. Und weil es das Annexionsrecht war, das weiterhin die traditionellen hebräischen Wörter Yehuda und Shomron verwendete, wurde von den Unwissenden angenommen, dass diese grob aus den Mottenkugeln einer fernen biblischen Vergangenheit gerissen worden waren, um eine expansive Politik zu rechtfertigen.

Mir wurde gesagt, ich solle nicht “Judäa und Samaria” sagen, weil ich dadurch sofort als Mitglied der extremen Rechten identifiziert werde und niemand etwas, was ich sage, ernst nehmen würde.

Aber genau so schreitet die politische Korruption der Sprache voran; bald wird nur noch “palästinensische Gebiete” akzeptabel sein, und wie kann man sagen, dass “Palästinenser” keine Souveränität über palästinensische Gebiete haben sollten?

(Was uns zum Wort “Palästinenser” selbst bringt. Wenn jemand vor 1948 “Palästinenser” sagte, bezog er oder sie sich genauso mit der gleichen Wahrscheinlichkeit auf einen Juden wie auf einen Araber. Indem sich die palästinensischen Araber den Begriff für sich selbst anmaßten, versuchen sie nahezulegen, dass sie die Ureinwohner des Landes sind und die Juden Eindringlinge, worüber ich gestern gesprochen habe. Sogar das Wort “Palästina” wurde von den Römern für politische Zwecke erfunden.

Für viele Menschen bedeutet das Wort „Zionismus“ bereits „jüdischer Rassismus“ (siehe die korrekte Definition hier).

Auf jeden Fall beabsichtige ich, standhaft zu bleiben und mich angesichts der sprachlichen Aggression nicht zurückzuziehen.

Von nun an heißt es Judäa und Samaria.

 

(Anm. RMH: Leider sind die beiden letzten beiden Links nicht mehr unter den angegebenen URLs zu finden.)

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