80 Jahre nach der Wannsee-Konferenz dominiert der arabisch/muslimische Antisemitismus

* First One Through, 23. Januar 2022
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Am 20. Januar 1942 trafen sich Deutsche im Berliner Vorort Wannsee, um die „Endlösung des Judenproblems“ auszuarbeiten. Die Verfolgung der Juden war bereits längst im Gang, aber an diesem Tag setzte das Nazi-Regime ein Programm in Gang, um die Juden in die Ausrottung zu treiben. Sie hatten den Erfolg fast alle Juden Europas, etwa ein Drittel des Weltjudentums, auszulöschen.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat die arabische und muslimische Welt den Kampf gegen „das jüdische Problem“ aufgenommen.

Die Araber in Palästina waren erfolgreich mit ihrer Lobbyarbeit bei den Briten, um die jüdischen Immigranten, die verzweifelt den Holocaust in Europa verlassen wollten, mit dem „Weißbuch“ zu verhindern, was vermutlich weit über 100.000 tote Juden zur Folge hatte. Die verbliebenen Holocaust-Überlebenden, die nach dem Zweiten Weltkrieg an der Küste Palästinas anlandeten, waren gefährdete Ziele. Die palästinensischen Araber sicherten sich die Hilfe der benachbarten muslimischen Länder zu, den Völkermord an den Juden zu vollenden; sie töteten im arabisch-israelischen Krieg 1948 fast ein Prozent der Juden der Region. Die Araber führten dann ethnische Säuberungen an allen Juden aus den von ihnen besetzten Landstrichen und verboten den Juden ihre heiligsten Orte in der Altstadt von Jerusalem zu besuchen.

Wütend wegen des Überlebens des jüdischen Staates säuberten die muslimisch-arabischen Länder ihre Juden. Etwa 99% der Juden der Region wurden gezwungen wegzugehen, schätzungsweise 850.000 Juden (ohne die nicht, die aus Afghanistan und dem Iran flohen).

  • Algerien: 140.000
  • Ägypten: 75.000
  • Irak: 135.000
  • Libanon: 5.000
  • Libyen: 38.000
  • Marokko: 265.000
  • Syrien: 30.000
  • Tunesien: 105.00ß0
  • Jemen: 55.000

Die arabischen Länder versuchten 1967 erneut alle Juden in Israel zu töten, scheiterten aber spektakulär. Gequält vom Verlust verabschiedete die Arabische Liga den Beschluss von Kharoum, der „Nein zu Frieden mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels und Nein zu Verhandlungen mit Israel“ forderte. Die Araber begannen bald darauf, 1973, einen weiteren Krieg gegen Israel – am heiligsten Tag des Judentums, Yom Kippur – während sie bei der UNO unter Aufsicht des früheren Nazis Kurt Waldheim, der als UNO-Generalsekretär diente, die widerliche Idee „Zionismus ist eine Form des Rassismus“ puschten.

80 Jahre bedeutende Ereignisse des Antisemitismus

Derweil dachte die Christenheit über ihre Mitschuld am europäischen Holocaust nach und erklärte 1965, dass Juden nicht mehr für den Tod von Jesus verantwortlich waren als sonst irgendjemand; dazu wurde eindeutig erklärt, dass Juden nicht verfolgt werden dürfen. Weniger als 25 Jahre später zerfiel der „Eiserne Vorhang“ der Sowjetunion und erlaubte tausenden jüdischen „Verweigerern“ das Land in Richtung Israel und anderswohin zu verlassen.

Aber der Zorn in der arabisch-muslimischen Welt ließ in dieser Zeit nicht nach, selbst nicht, als Ägypten 1979 mit Israel Frieden schloss.

Die Palästinenser erklärten 1988 einen unabhängigen Staat im gesamten Land Israel einschließlich der „Westbank“ und dem Gazastreifen zu haben, ein Schritt, der von einem Großteil der westlichen Welt abgelehnt wurde. Gleichzeitig stellte die Hamas ihre Gründungscharta vor, die den Tod der Juden und die völlige Vernichtung des jüdischen Staats forderte. Die Gruppe (und andere palästinensische Terrororganisationen) wurden immens populär und erhielten Geld aus dem Iran und Syrien.

Der Iran und seine Stellvertreter wie die Hisbollah nahmen zusammen in den folgenden Jahrzehnten mit den palästinensischen Arabern Juden in aller Welt ins Visier und töteten tausende. Die Führer des Iran haben weiter Konferenzen zur Holocaust-Leugnung veranstaltet, zur Vernichtung Israels aufgerufen und Atomwaffen sowie Langstreckenraketen angestrebt.


Am 80. Jahrestag der Wannsee-Konferenz genehmigte die UNO eine Resolution, die Holocaust-Leugnung verurteilt, nur der Iran war dagegen. Das wurde von der New York Times und anderen Medien berichtet, die über die Resolution schrieben und den heute vorherrschenden „rechten“ Antisemitismus beschrieben und ignorierten, dass die überwiegende Mehrheit des Antisemitismus aus der islamischen Welt kommt.

Der muslimische Antisemitismus wird nicht verschwinden, wenn man ihn ignoriert, aber er könnte den führenden staatlichen Sponsor von Terrorismus und Holocaust-Leugnung in die Lage versetzen Massenvernichtungswaffen zu erwerben, um einen weiteren Völkermord an Juden zu verüben.

„Die Al-Aqsa-Moschee ist nicht in Jerusalem“

* Dean Shmuel Elmas, Israel HaYom, 15. November 2020
* Übernommen von Abseits vom Mainstream – Heplev

Der saudische Rechtsanwalt und Journalist Osama Yamani behauptete, die Al-Aqsa befindet sich nahe Mekka in Saudi-Arabien

Der Felsendom in Jerusalem (Foto: EPA)

Die Al-Aqsa-Moschee, die drittheiligste Stätte des Islam, befindet sich nicht auf dem Tempelberg in Jerusalem, behauptet der saudische Rechtsanwalt und Journalist Osama Yamani.

In einem Artikel im saudischen Nachrichtenorgan Oka sagte Yamani, die Moschee befinde sich in Wirklichkeit in Al-Ju’ranah bei Mekka in Saudi-Arabien.

Yamani schreibt, dass die Verwechslung zwischen den beiden Namen der Tatsache entstammt, dass viele Geschichtsbücher erklären, die Al-Aqsa befinde sich in Jerusalem.

„Jerusalem ist nicht Al-Aqsa, es wird nicht in den Aufträgen erwähnt, die Allah Mohammed und den Kalifen gab. Ähnlich ist Jerusalem eine Stadt und Al-Aqsa ist eine Moschee“, erklärt er.

Yamani fügt hinzu, dass Muslime sich beim Gebet ursprünglich nicht in die Richtung der Al-Aqsa ausrichteten.

Yamani stützt sein Argument mit historischen Fakten wie dem fünften Kalifen der Omajjaden-Dynastie, Abd al-Malik, Erbauer des Felsendoms im Jahr 691. Al-Malak baute den Dom neun Jahre nachdem Abd Allah Ibn al-Zubayr rebellierte und örtliche Einwohner davon abhielt die Verpflichtung zu erfüllen, die Haddsch nach Mekka zu machen.

„In diesem Stadium änderte er die Gebetsrichtung nach Jerusalem“, sagt Yamani unter Verweis auf al-Malik.

Yamani erklärt: „Es gibt Geschichten, die von politischen Überlegungen beeinflusst sind, die Zwecken der damaligen Zeit dienten und manchmal werden Behauptungen aufgestellt, sie hätte nichts mit Glauben oder dem Befolgen religiöser Diktate zu tun.“


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„Die Achse“ gegen die Juden von Judäa und Samaria

Die psychologische Kriegsführung unterscheidet sich in ihrer Gestaltung nicht allzu sehr von der kinetischen Kriegsführung. Es gibt Feldzüge und Ziele. In jüngster Zeit besteht das Ziel unserer Feinde – der arabisch-europäischen Achse des Antisemitismus – darin, die Legitimität der jüdischen Präsenz in Judäa und Samaria zu zerstören. Die Angriffe kommen aus verschiedenen Richtungen, doch das Ziel ist dasselbe: In den Köpfen der Zielgruppen, zu denen Israelis, Europäer und Amerikaner gehören, soll der Gedanke verankert werden, dass das Leben von Juden in den Gebieten illegal, unmoralisch und der Aussicht auf Frieden in der Region abträglich ist, und ihre Ausweisung soll erzwungen werden.

Zu den Maßnahmen gehört auch die Forderung der EU nach einer speziellen Kennzeichnung von Produkten, die von Juden in Judäa und Samaria hergestellt werden. Der Beschluss wurde 2015 gefasst, doch die Schwierigkeit, ihn umzusetzen, ohne offen antisemitisch zu wirken, scheint viele Länder davon abgehalten zu haben, ihm zu folgen. Im Jahr 2019 bestätigte der Europäische Gerichtshof das Urteil, aber einige Länder haben noch immer Gewissensbisse.

Eine neuere Operation war die “Siedlergewalt”-Kampagne der letzten Wochen, die von verschiedenen europäisch finanzierten NGOs (z. B. B’Tselem und anderen) geführt wurde, die  Behauptungen über gewalttätige Belästigungen arabischer Einwohner durch jüdische “Siedler” mit Duldung der IDF melden. Abgesehen von dem enormen Ungleichgewicht zwischen der Anzahl und Schwere der Vorfälle, die Juden zugeschrieben werden können, und den täglichen Mordversuchen von Arabern, handelt es sich bei der “Siedlergewalt” oft um Selbstverteidigung, die durch arabische Angriffe provoziert und dann von israelischen und europäischen NGO-Aktivisten “dokumentiert” wird, die zufällig mit ihren Videokameras in der Gegend sind. Dennoch zeigen die tatsächlichen Daten, dass die antiarabischen Aktivitäten von Juden in letzter Zeit tatsächlich zurückgegangen sind:

…die von der israelischen Polizei zur Verfügung gestellten Daten weisen auf etwas Bemerkenswertes hin – die Zahl der Vorfälle jüdischer Gewalt ist rückläufig. Von 2019 bis 2021 gab es einen Rückgang von 61,1 % bei den sogenannten “Price tag”-Angriffen. Außerdem hat sich die Zahl der Anklagen gegen jüdische Extremisten im vergangenen Jahr von 16 auf 32 verdoppelt. Das ist nicht das Bild, das die pro-palästinensischen Gruppen Ihnen vermitteln wollen.

Die Begriffe “Besatzung”, “Siedlungen” und “Siedler” spielen auch eine wichtige Rolle in der von den NGOs initiierten Kampagne, Israel zu einem “Apartheid”-Staat zu erklären. Die Auferlegung von Apartheid wird als schweres Verbrechen angesehen, basierend auf dem prominenten Beispiel des ehemaligen südafrikanischen Regimes, das, wie fast alle zugeben, die Menschenrechte seiner Untertanen brutal verletzte. Da es jedoch keine Ähnlichkeit zwischen Israel und dem südafrikanischen Apartheidregime gibt, mussten Israels Ankläger (z. B. Human Rights Watch (HRW)) ihre eigene Definition von “Apartheid” erfinden, um sie auf Israel anzuwenden. Das Römische Statut, mit dem der Internationale Strafgerichtshof gegründet wurde, definiert “Apartheid” als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich

… unmenschliche Handlungen ähnlicher Art wie [Mord, Versklavung, Ausrottung, Deportation, Folter, Vergewaltigung usw. usf.], die im Rahmen eines institutionalisierten Regimes systematischer Unterdrückung und Herrschaft einer rassischen Gruppe über eine andere rassische Gruppe oder andere rassische Gruppen begangen werden und in der Absicht begangen werden, dieses Regime aufrechtzuerhalten; …

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UNO auf neuem israelfeindlichem Tiefpunkt

* Yochanan Visser, Israel National News, 29. Dezember 2021
* Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Neue „Untersuchungskommission“ der UNO ist „das feindlichste und gefährlichste antiisraelische Gremium, das die UNO jemals geschaffen hat“ und muss diskreditiert werden

Vereinte Nationen (Foto: iStock) (nach HEPLEV)

Letzten Freitag erhielt ich eine E-Mail von Anne Bayefsky, einer kanadischen Menschenrechts-Professorin, Mitglied der International Law Association on International Human Rights Law and Practice (Internationale Jura-Vereinigung zum internationalen Menschenrecht und seiner Anwendung). Anne dient auch im Vorstand des Jewish Institute for National Security Affairs (JINSA), einem Thinktank, der sich auf die Sicherheit Israels in seinen Beziehungen zu den USA konzentriert.

Es folgt der Hauptteil ihrer alarmierenden Mail:

Vor zweieinhalb Stunden beschloss der Haushaltsausschuss der UNO-Vollversammlung (ein Gesamt-Komitee, d.h. er setzt sich aus allen 193 Mitgliedstaaten zusammen) eine neue „Untersuchungskommission“ zu finanzieren, die vom UNO-Menschenrechtsrat eingesetzt wurde und die Israel kastrieren soll.

Ohne zu übertreiben: Es ist das feindseligste und gefährlichste antiisraelische Gremium, das die UNO jemals geschaffen hat.

Es wird entscheiden, dass Israel der Apartheid schuldig ist, Strafverfahren gegen Israelis bestätigen und entfesseln, den Druck auf „Drittstaaten“ und Wirtschaftsunternehmen gewaltig verstärken BDS zu betreiben und auf einem Waffenembargo gegen Israel bestehen.

Es handelt sich um eine dauerhafte Einrichtung. Es wird 18 permanente UNO-Mitarbeiter haben, die aus dem regulären Haushalt bezahlt werden – was bedeutet, dass 22% davon vom amerikanischen Steuerzahler kommen werden – die eine interne Rechtsbürokratie schaffen, die Strafverfahren gegen Mitglieder der IDF und die höchsten Ebenen der israelischen Regierung anstrebt („Befehlsverantwortung“).

Die drei Mitglieder der „Untersuchungskommission“ sind ernannt worden – und alle haben öffentliche Bilanzen extrem antiisraelischer Feindschaft.

Navi Pillay ist eine berüchtigte Unterstützerin der Durban-Konferenz (die Israel als rassistischen Staat etikettierte) und des Goldstone-Berichts; die ehemalige UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte hat den Vorsitz in der Kommission.

Wir können und wir müssen diese Untersuchung in Verruf bringen. Deshalb schreibe ich Ihnen.

So ist das möglich:

Die Untersuchung – die als Pillays Pogrom bekannt gemacht werden sollte – hat einen „Vorlagenaufruf“ ausgegeben.

Sie stellt fünf riesige Themen zur Vorlage auf – die faktisch auf eine Zeit der Rechtfertigung des jüdischen Staats zurückgehen. Sie ist besonders daran interessiert die Verbreiter rassischer und religiöser „Diskriminierung“ und „Unterdrückung“ zu ermitteln.

Eine Vorlage abzugeben ist eine Gelegenheit, Geschichte, Missstände, Fakten, Recht wieder zu schildern – die Wahrheit, die die Untersuchungskommission nicht hören will.

Wenn eine große Anzahl Vorlagen von der Untersuchungskommission ignoriert oder herabgewürdigt wird, wird das ihre Glaubwürdigkeit aushöhlen.

Massive Zahlen an pro-israelischen Vorlagen, die sich gegen den modernen Antisemitismus stellen, werden die nie da gewesene Attacke der UNO auf Israel und das jüdische Volk zurückdrängen.

Der erste Bericht der Untersuchungskommission wird für  Juni 2022 erwartet.

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Palästina war nie eine Zuflucht für religiöse Freiheit – bis Israel

Elder of Ziyon, 13. Dezember 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Einer der Redner bei der Konferenz der American Muslims for Palestine in Chicago am Erntedank-Wochenende war Omar Suleiman, der als neuer Typ moderater Muslimführer gelobt wurde – er hielt sogar einmal das Eröffnungsgebet im Kongress.

Suleiman stellte seine Vision eines zukünftigen Palästina dar, in der Juden und Christen nicht vertrieben werden, sondern unter vermeintlich wohlwollender muslimischer Herrschaft würdevoll leben.

Ist Palästina ein muslimisches Thema? Es ist ein muslimisches Thema, aber es ist nicht nur ein muslimisches Thema. Die Menschen werden sagen: Nun gut, wisst ihr, die muslimische Vision für Palästina ist eine, in der es keine Juden gibt, in der es keine Christen gibt, in der Menschen ausgelöscht und unterdrückt werden. Und ich antworte ihnen und ich sage, habt ihr Umar Ibn Al-Khattab nicht gelesen, wie er in Palästina einzog? Das ist meine Vision für Palästina.

Umar Ibn al-Khattab wurde angeboten in der Kirche zu beten und er sagte dem Patriarchen: „Lasst mich hier rausgehen, denn wenn ich hier bete, dann wird später ein übereifriger Muslim kommen und sagen Umar Ibn al-Khattab betete hier und sie werden hieraus eine Masjid machen.“ Und so ging er aufgrund seiner Weisheit und Offenheit hinaus und er betete an einem Ort, der heute die Masjid Omar ist.

Meine Vision für Palästina ist eine, die … religiöse Gemeinschaften nicht ausschließt, Weiße nicht ausschließt. Meine Vision für Palästina ist das, was Palästina war! Das ist keine falsche hypothetische Situation der Zukunft: Es ist eine die existierte! In der Menschen Würde haben und hoch geschätzt werden! Das ist das Palästina, das ich will.

Also kommt mir nicht mit eurer aktuellen Realität Muslime und Christen ethnisch zu säubern und zu sagen, wir müssen das tun, denn wenn wir diesen barbarischen Leuten nachgeben, dann tilgen  sie uns vom Planeten

. Das ist nicht wahr und wir haben eine Geschichte, die älter ist als siebzig Jahre.

Er klingt richtig tolerant!

Leider für ihn ist diese Vision eine Schönfärberei der Wirklichkeit von Juden und Christen unter muslimischer Herrschaft, die Jahrhunderte hindurch und auch noch heute. Letzen Endes müssen wir uns nur ansehen, wie die Christenheit unter muslimischer Herrschaft selbst in den letzten Jahrzehnten dahinschwand, um zu sehen, wie tolerant Muslime gewesen sind – ganz zu schweigen von ethnischer Säuberung, unter der Juden unter muslimischer Herrschaft vor nur siebzig Jahren gelitten haben.

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Alttestamentliche Berichte durch neue Ausgrabungen bestätigt

  • von Roland M. Horn

Blick auf Tel Aseka. Dort befindet sich eine archäologische Grabungsstätte, in der Funde gemacht wurden, die alttestamentliche Berichte bestätigen.

David Parsons, Vizepräsident und Internationaler Pressesprecher der ICEJ, schrieb in der von der ICEJ herausgegebenen Zeitschrift Wort aus Jerusalem, Ausgabe Nr. 5/2021, einen interessanter Artikel mit der Überschrift “Neue Ausgrabungen in Israel bestätigen biblische Berichte”. Der Artikel beginnt mit den Worten:

“In den letzten Monaten hat es zahlreiche archäologische Funde in Israel gegeben, die die Berichte der hebräischen und christlichen Schriften bestätigen und die Genauigkeit des Wortes Gottes belegen. Wenn wieder Reisegruppen nach Israel kommen können, dürfen sie sich au die Enthüllung dieser verborgenen Schätze freuen.”

Die Frage, wann Reisegruppen aus Deutschland wieder nach Israel werden einreisen dürfen, müssen wir hier im Raum stehen lassen. Die Hoffnung, dass dies in absehbarer Zeit geschieht, ist nicht nach meiner Einschätzung nicht sehr hoch, doch bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

Parsons geht in seinem Artikel auf mehrere Funde ein und erwähnt zuerst, dass beispielsweise Ausgrabungen in der Davidstadt eine 2.800 Jahre alte Erdschicht zutage förderten, die eine Zerstörung dokumentiere, die keiner Schlacht und keiner Eroberung in der Geschichte Jerusalems zugeordnet werden könne. Infolgedessen vermuteten Archäologen, dass sie auf ein heftiges Erdbeben in der Stadt zurückzuführen sei, über das die Propheten Amos und Sacharja in den ihnen zugeschriebenen alttestamentlichen Büchern berichten. Die ausgegrabenen Trümmer beinhalten Tongefäße, Lampen Kochutensilien, Schüsseln und Aufbewahrungsbehälter, die beschädigt worden seien, als die Wände eines antiken Gebäudes einstürzten. Parsons verweist auf die Stellen Amos 1,1 und Sacharja 14,5, in denen auf ein großes Erdbeben erwähnt wird, das Israel “zur Zeit Usijas, des Königs von Juda” erschütterte.

Ein weiteres Artefakt, das neue Belege dafür liefere, dass die mit Mauern befestigte Davidstadt tatsächlich der Hauptstadt der Dynastie König Davids war, in der zunächst der Regierungssitz des geeinten Königreichs Israel und später des nach der Reichsteilung entstandenen Südreichs Juda lag, ist Parsons zufolge ein bislang fehlender Teil der östlichen äußeren Stadtmauer Jerusalems, der bei jüngsten Ausgrabungen gefunden worden sei und auf den die Babylonier bei der Belagerung der Davidstadt im Jahr 586 v. Chr. stießen. An der gleiche Stelle wurden Funde gemacht, die mit der Zeit des zweiten Tempels in Verbindung gebracht würden. Darunter befänden sich “kürzlich ausgegrabene Pfeilspitzen und andere Waffen aus der Zeit der römischen Eroberung 70 n. Chr.”

Ebenfalls vor Kurzem seien zwei nebeneinanderliegende prachtvolle große Kammern im Bereich der sog. Klagemauer freigelegt worden, die Teil einer kunstvollen Stadthalle gewesen sein sollen, in der der jüdische Beamte hohen Besuch empfing, bevor jener zu den Vorhöfen des Tempels hinaufstieg. “‘Die Western Wall Heritage Foundation’” wird diese eindrücklich gestalteten Räume sowie die Besichtigungstour des Klagemauertunnels aufnehmen”, schreibt Parsons.

“Ein Tonkrug Gideons” – allerdings mit Fragezeichen versehen – ist das nächste Fundstück, auf das Parsons eingeht. Fundort ist die israelische Ausgrabungsstätte Khrirbet al-Ra’i, wo Parsons zufolge das biblische Ziglat vermutet wird, das beispielsweise im 1. Buch Samuel, Vers 30 Erwähnung findet. Der Tonkrug, der dort gefunden wurde, trägt eine mit Tinte geschriebene Inschrift, die den Namen “Jerubbaal” wiedergibt. Diesen Namen hatte der biblische Gideon nach dem alttestamentlichen Buch der Richter (Kap. 6, Vs. 31-32) erhalten. “Jerubbaal” bedeutet “Baal streitet mit ihm” oder “groß sei der Herr”.  “Der Krug mit uralter kanaanitischer Inschrift kann 3.100 Jahre auf die Zeit der Richter zurückgeführt werden, als Gideon den Altar des Baal in Ofra niederriss und die Israeliten die Midianiter in der Ebene Jesreel besiegten”, schreibt Parsons. Es sei jedoch nicht sicher, ob die Inschrift des Tongefäßes in direktem Zusammenhang mit Gideon steht. Allerdings bestätigen Experten Parsons zufolge jedoch, dass die Bibel authentische Namen aus dieser frühen Epoche Israel überliefert.

Bei Tel Aseka, wo David Goliath besiegt haben soll, seien in den letzten Monaten bei Ausgrabungsarbeiten neben Töpferwaren und Mauern der befestigten israelitischen Stadt auch die Skelette von Soldaten gefunden worden, die dort im Kampf gefallen seien. Die menschlichen Knochen stammen vermutlich aus der Zeit der assyrischen Invasion ins Königreich Juda vor über 2.700 Jahren, wie die biblische Überlieferung im Zweiten Buch der Könige (Kap. 18-19), Chronik (32) und Jesaja (36) sagt. Der assyrische König Sanherib zerstörte damals laut 2, Könige 18,13 und 2. Chronik 11, 5+9) auch die Stadt Aseka in Juda.

Parsons hat noch eine weiteren Entdeckung auf Lager. Er schreibt, dass vor einigen Monaten Archäologen vom Fund dutzender der Fragmente einer biblischen Schriftrolle aus der Zeit des Bar-Kochba-Aufstands im Jahr 135 n.Chr. berichtet hätten. Das wäre die erste Entdeckung eines antiken biblischen Pergaments seit ungefähr 60 Jahren. Die Schriftrolle  ist auf Griechisch geschrieben und enthält Auszüge aus den zwölf kleinen Propheten – unter ihnen die Bücher Sacharja und Nahum.

Am Ende seines Artikels geht Parsons noch auf die Kupferminen des Königs Salomon ein und schreibt, dass am Südzipfel Israels im Nationalpark Timna in der Wüste Negev vor Kurzem Hinweise darauf gefunden wurden, “dass die Israeliten zur Zeit König Salomons tatsächlich in den dortigen Kupferminen arbeiteten, wie aus biblischen Berichten hervorgeht”. Parsons weist darauf hin, dass vor dem Fund “viele Wissenschaftler und Archäologen den Kupferbergbau vor Ort fast ausschließlich auf eine frühere ägyptische Präsenz in der Gegend zurückgeführt” hätten. Parsons bezeichnet die neuen Funde, die Stoffüberreste in königlichem Purpur aus der Zeit der Könige David und Salomon enthalten, als “bahnbrechend”.  Mit den Worten “Die besondere Farbe zur Herstellung der einzigartigen Purpur- und Blautöne für israelitische Könige und Priester stammt von einer regionalen Schneckenart. Die Farbtöne wurden schließlich in die jüdischen Gebetsschals sowie die heutige israelische Flagge aufgenommen”, endet Parsons Artikel.

Bildquelle:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:110423_004.jpg, https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/20/110423_004.jpg, idobi, CC BY-SA 3.0, <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

 

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Das unveräußerliche Recht der Juden auf dem Tempelberg zu beten

First One Through, 29. November 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Universal Declaration of Human Rights – UDHR) legte 30 Prinzipien fest, die allen Menschen weltweit gewährt werden. Die Vereinten Nationen zitieren sie oft, außer wenn es um Juden geht.

Artikel 2 der UDHR erklärte, dass alle Menschen Anspruch auf Rechte und Freiheiten haben, ungeachtet von „Rasse, Farbe, Geschlecht, Religion, politischer oder sonstiger Meinung, nationaler oder sozialer Herkunft, Eigentum, Geburt oder sonstigen Status.“Das deckt eindeutig Juden ab – sogar solche aus Israel oder den umstrittenen Gebieten.

Artikel 18 der UDHR beschäftigt sich mit dem Thema Religion, darunter ihren Bräuchen: „Jeder hat das Recht auf Gedankenfreiheit, Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit; dieses Recht beinhaltet die Freiheit seinen Glauben zu wechseln und die Freiheit alleine oder in Gemeinschaft mit anderen und öffentlich oder privat seine Religion oder seine Überzeugung in Lehre, Praxis, Anbetung und Ausübung zeigen.“ Viele muslimische Länder treten diese Fähigkeit seine Religion zu wechseln mit Füßen, verbieten in ihren Verfassungen Glaubensabfall, eine offenkundige Verletzung der UDHR, die in der UNO wegen muslimischem Privileg niemals diskutiert wird.

Die Fähigkeit der Juden zu beten, wie es ihr historischer Brauch und ihr Recht ist, wird in der UNO nicht ignoriert, sondern mit einem unverschämten und verankerten Verbot gekontert.

Der jüdische Tempelberg

Der für die Juden heiligste Ort ist der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem. Er ist seit mehr als 3.000 Jahren, seit König David die Hauptstadt des jüdischen Volks von Hebron hierher verlegte und sein Sohn Salomo den ersten Tempel baute, der Mittelpunkt jüdischer Konzentration und Gebete gewesen. Den größten Teil der ersten tausend Jahre hatten Juden zu verschiedenen Zeiten einen Tempel an diesem Ort, wo sie entsprechend den Anweisungen der hebräischen Bibel Tiere opferten. Nachdem im Jahr 70n.Chr. der zweite Tempel zerstört wurde, stiegen Juden weiter auf den Berg, um still zu beten und machten das 1.500 Jahre lang. Die Osmanen kamen 1517 ins jüdische heilige Land und Suleiman I. (1494-1566) baute einen Großteil Jerusalems wieder auf, einschließlich der ikonischen Stadtmauern. Als Teil seines gewaltigen Jerusalem-Projekts warf er die Juden vom Tempelberg und bot ihnen ein kleines Stück der westlichen Umfassungsmauer des Tempelbergs an – die Westmauer oder Kotel – um dort zu beten. Juden ist seit dieser Zeit praktisch das Beten an ihrem heiligsten Ort verboten worden.

Das osmanische Reich endete 1918, aber die Welt dachte bis nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust an den Juden nicht daran die katastrophalen Gefahren durch tief verwurzelten Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit anzugehen,

Wer dafür sorgte, dass jüdische Gebetsrechte abgeblockt wurden

Im Dezember 1948 versuchte die Welt den Kriegen und Hass ein Ende zu setzen und entwarf die UDHR in der Hoffnung, dass Menschen Respekt für andere zeigen könnten, die anders sind. Die Erwähnung von Religion in den Artikeln war ein direktes Ergebnis der Gräueltaten, die den Juden durch Nichtjuden widerfuhr, wie in der Präambel beschrieben, in Bezug auf die „Missachtung und Verachtung für Menschenrechte sind in barbarischen Taten gemündet, die das Gewissen der Menschheit empört haben.“

Dennoch kämpfte der jüdische Staat, als die Weltorganisation diese Rechte formulierte, gegen mehrere eindringende arabische Armeen um sein Überleben. Die einmarschierende jordanische Armee säuberte alle Juden ethnisch aus dem östlichen Teil des heiligen Landes, einschließlich der Altstadt von Jerusalem, nur ein paar Jahre nach dem Holocaust. Die Jordanier verboten dann den Juden sogar den Besuch oder das Gebet in der Stadt, einschließlich an der Kotel und auf dem Tempelberg.

Der widerliche muslimische Antisemitismus wurde angesprochen, als Jordanien Israel im Juni 1967 erneut angriff und die illegal eroberten Landstriche verlor, was es den Juden ermöglichte wieder in ihre heilige Stadt zu ziehen. Um einen Waffenstillstand mit den verschiedenen muslimischen Ländern zu ermöglichen, die versucht hatten den jüdischen Staat zu vernichten, erlaubte Israel der jordanischen Waqf den Tempelberg zu verwalten und sein Verbot jüdischen Gebets beizubehalten.

Bis heute fordert die UNO eine Veränderung des Status quo der Kontrolle Israels über den Ostteil Jerusalems einschließlich der Altstadt, während sie gleichzeitig verlangt die antisemitische Politik des Verbots von jüdischen Gebeten an ihrem heiligsten Ort aufrechtzuerhalten. Es ist praktisch Wahnsinn zu versuchen dutzende muslimische UNO-Mitglieder zu beschwichtigen, während gleichzeitig die grundlegenden Menschenrechte der Juden mit Füßen getreten werden. Lassen Sie uns dieses Jahr zu Hanukka, einer Zeit, in der die Juden rund um die Welt ihre Menoren in ihre Fenster stellen, um der Welt zu zeigen, dass sie jüdische Gebetsrechte auf dem Tempelberg feiern, die Forderung stellen, dass die Regierung des Staates Israel deutlich geltend macht, dass die Würde von Juden wichtig ist. Juden haben unveräußerliche Rechte an ihrem heiligsten Ort zu beten – auf dem jüdischen Tempelberg.

Projekt Wikipedia – darf ich Ihnen die antisemitischen und terroristischen Unterstützer-Redakteure vorstellen?

David Collier, Beyond the Great Divide, 23. September 2021
Übernommen von HEPLEV – Abseits vom Mainstream

Radikalisierung wird definiert als „das Handeln oder der Prozess jemanden dazu zu bringen radikale Positionen in politischen und sozialen Fragen zu übernehmen“. Extremisten wissen, dass sie auf traditionellem Weg nicht einfach in den Mainstream reinkommen, aber Wikipedia, eine der populärsten Internetseiten der Welt, hat ihnen über den Online-Zugang eine direkte Stimme in jedem Haus geboten.

Redaktionelle Arbeit bei Wikipedia, gewiss auf hohem Niveau, die nötig ist, um ständig Wikipedias „jüdische“, „Israel“- oder „Palästina“-Seiten zu bearbeiten (bitte sagen Sie mir nicht, dass jeder bei Wiki redaktionell bearbeiten kann – das ist ein Märchen), ist fast eine Vollzeit-Tätigkeit, die einen besonders obsessiven Charakter benötigt. Wer macht das – und  wichtiger: Warum? Ich habe keinen Zweifel, dass die Motive von einigen harmlos sind – aber was ist mit denen, von denen Sie nicht wollten würden, dass sie direkt mit ihren Kindern sprechen – und bestimmt nicht, wenn ihre wahren Absichten getarnt sind?

Dieser Artikel ist Teil einer andauernden Recherche zum Thema der Radikalisierung von Wikipedia. Er ist sogar noch zeitgemäßer, bedenkt man, dass Wikipedia derzeit wieder auf Spendenzug ist. Bitte stellen Sie sicher, dass jeder, den Sie kennen, sich der Gefahren bewusst ist, die der Nutzung und Finanzierung der Internetseite Wikipedia anhaftet.

Das Beispiel StandWithUs

Ich beginne diese Tour mit einem Blick auf die Seite für StandWithUs. SWUs Hauptfunktion ist Bildung – junge Juden mit genügend Wissen zu stärken, um die unablässige Dämonisierungskampagne zu kontern, der sie sich besonders an Universitäten gegenüber sehen.

Das hier ist Wikipedias Eröffnungsabsatz auf der StandWithUs-Seite:

StandWithUs (SWU, auch bekannt als Irael Emergency Alliance) ist eine amerikanische rechte pro-Israel-Interessenvertretungsgruppe. Die Gruppe ist dafür bekannt mit der israelischen Regierung zusammenzuarbeiten, konzentriert sich auf Bildung und ist an amerikanischen Universitäten aktiv. SWU unterstützt israelische Siedlungen und glaubt nicht, dass die Westbank besetzt ist.

Hier gibt es drei Probleme:

Der erste Satz behauptet, dass es sich um eine rechte Organisation handelt; sie sei dafür bekannt, eng mit der israelischen Regierung zu arbeiten und das Intro liefert Information über angebliche Positionen zu „Siedlungen“ und der „Westbank“. Alles andere über SWU geht nach diesen inhaltsleeren Verleumdungen verloren. Was bedeutet „arbeitet eng mit der israelischen Regierung zusammen“ überhaupt? Und will Wikipedia andeuten, wenn Israel eine Vereinbarung mit den Palästinensern erzielen und von einigem Land abziehen würde, um die Gründung eines lebensfähigen Palästinenserstaats zu ermöglichen, SWU sich gegen die israelische Regierung wenden würde? Wie soll das überhaupt Sinn machen?

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Yodfat: Das Masada, das Sie nicht kennen

* von Joshua Beylinson, HonestReporting
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Im Herbst des Jahres 66 n.Chr. kamen Juden in der uralten Stadt Jerusalem zusammen und rebellierten gegen das mächtige Römische Imperium.

Sie wussten nicht, dass sie eine Kette an Ereignissen angestoßen hatten, die zu einer der größten Katastrophen führte, die dem jüdischen Volk widerfahren ist: der Zerstörung des zweiten Tempels. Der dem Untergang geweihte Aufstand stellte auch den Beginn einer langen Zeit des Exil dar, die das jüdische Leben fast 2.000 Jahre lang prägen sollte. Vor kurzem wurde dieser Tragödie an Tischa B’Av gedacht, der oft als der traurigste Tag im jüdischen Kalender gilt.

Obwohl die Revolte gegen das imperiale Rom letztlich scheiterte, gibt es viele Ehrfurcht gebietende Episoden aus diesem zentralen Augenblick in der jüdischen Geschichte. Zum Beispiel gibt es die berühmte Geschichte von Masada, wo eine Gruppe jüdischer Rebellen der römischen Armee Widerstand leistete und dann lieber Selbstmord beging als sich zu ergeben.

Aber nur wenige Leute wissen von der Belagerung von Yodfat, das man auch als Jotapata kennt, wo Rebellen auf einer Hügelkuppe gegen zehntausende zählende römische Streitkräfte aushielten. Wenn der Aufstand in Masada endete, dann war Yodfat der Ort, wo die Rebellion begann.

Die Flagge der Rebellion wird gehisst

Die Stadt Yodfat liegt in der nordisraelischen Region Galiläa. In antiker Zeit was sie Teil des nördlichen Königreichs Israel und wurde im 8. Jahrhundert v.Chr. vom assyrischen Reich erobert. Sie wurde ein paar Jahrhunderte von Nichtjuden wieder besiedelt und im 2. Jahrhundert v.Chr. kam die Gegend unter die Kontrolle des Hasmonäer-Königreichs, einer souveränen jüdischen Monarchie, die nach der Rebellion gegen das Seleukidenreich gegründet wurde. Die Hasmonäer bevölkerten das Gebiet mit Juden und entwickelten das Territorium weiter. Bemerkenswert an der Zeit in der jüdischen Geschichte war, dass jüdische Herrscher Menschen zwangsweise zum Judentum konvertierten.

Bis zum ersten Jahrhundert n.Chr. war Yodfat eine stille und friedvolle Stadt mit rund 1.000 bis 1.500 Menschen geworden. Yodfat hatte viele Kunsthandwerker, Hirten und sogar eine eigene Olivenpresse, was bedeutete, dass diese Stadt reiche Einwohner hatte, da Olivenöl eine hoch geschätzte Handelsware war. Es ist schwierig sich vorzustellen, dass diese idyllische Stadt 67 n.Chr. mit tausenden jüdischen Flüchtlingen aus nahe gelegenen Bereichen angefüllt sein würde, die vor römischen Soldaten flohen.

Der jüdische Aufstand wurde von einer Gruppe geführt, die als Zeloten bekannt und hauptsächlich in Jerusalem ansässig war. Es waren aber auch andere Gruppen wie die Sicarii beteiligt, die in Galiläa eine massive Anhängerschaft hatten; Galiläa war die radikalste antirömische Region in Judäa. Wie ihr Name nahelegt, waren die Zeloten extrem traditionalistische Juden, die allen römischen und hellenistischen Einflüssen in Judäa Widerstand leisteten. Die Sicarii waren besonders gewalttätig und dafür berühmt Mord am hellichten Tag zu begehen, um die Römer und ihre lokalen Anhänger öffentlich einzuschüchtern.

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Israel-Hass verstehen

* von Victor Rosenthal/Abu Yehuda

Den Staat Israel gibt es erst seit 73 Jahren. Das zionistische Projekt gibt es schon etwas länger, nämlich seit dem 19. Jahrhundert. Seit 1860 haben etwa 116.000 Juden und Araber ihr Leben in Kriegen, Terrorismus und Pogromen im Zusammenhang mit dem arabisch-jüdischen Konflikt in Eretz Israel verloren. In den Annalen des jüngsten menschlichen Blutvergießens ist dies nicht der Rede wert; in den Kongo-Kriegen von 1996-2001 und den Völkermorden, die ihnen unmittelbar vorausgingen und folgten, wurden bis zu 5,4 Millionen Menschen getötet. Der syrische Bürgerkrieg, der immer noch andauert, hat 500-600.000 Opfer gefordert. Und dennoch ist unser Konflikt von mehr diplomatischer und medialer Aktivität umgeben als jeder andere seit dem Kalten Krieg. Warum sind wir etwas Besonderes?

Israel wird regelmäßig des Völkermordes beschuldigt. Nach Angaben der UNO beläuft sich die Zahl seiner angeblichen Opfer, der Araber in Judäa/Samaria/Gaza und Ost-Jerusalem, die 1970 etwa 1,1 Millionen betrug, heute auf 5,2 Millionen. Völkermord? Selbst wenn diese Zahl übertrieben ist, ist die Anschuldigung einfach verrückt.

Israel wird regelmäßig der Apartheid bezichtigt, obwohl arabische und jüdische Bürger Israels sowohl de jure als auch de facto die gleichen Rechte haben. Es gibt keine getrennten Einrichtungen, keine separaten Strände, Toiletten oder Mittagstische (obwohl es Juden verboten ist, aus Wasserhähnen auf dem Tempelberg zu trinken). Die Araber in den umstrittenen Gebieten sind aufgrund international anerkannter Abkommen Bürger der Palästinensischen Autonomiebehörde und können, sofern die Autonomiebehörde Wahlen abhält, an diesen teilnehmen. Das historische Phänomen der Apartheid hat keine Ähnlichkeit mit dem, was man in Israel oder den Gebieten vorfindet, trotz der Versuche israelfeindlicher Gruppen, Definitionen zu verdrehen, um es so aussehen zu lassen.

In den wenigen Jahrzehnten seines Bestehens wurde der moderne Staat Israel von Soldaten aus Ägypten, Syrien, Jordanien, dem Irak und Saudi-Arabien angegriffen; zu den anderen Kriegsparteien gehören die Hisbollah, die Hamas, die PLO und zahlreiche andere Terrorgruppen wie der Palästinensische Islamische Dschihad und die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Er wurde mit Raketen, Mörsergranaten, Ballons und Drohnen aus dem Libanon, Syrien, Gaza und Irak beschossen. Er wurde unzählige Male von Terroristen infiltriert, unter anderem mit Hilfe von Gummibooten und Drachenfliegern. Gegenwärtig ist Israel das Ziel von Vernichtungsdrohungen aus dem Iran, der seine Stellvertreter im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen mit großen Geld- und Waffenmengen versorgt und Atomwaffen sowie die Mittel zu deren Einsatz entwickelt. Die iranische Führung hat Israel als “Krebsgeschwür” bezeichnet, das aus der Welt geschafft werden muss. Ich glaube nicht, dass es in der jüngeren Geschichte irgendeine andere Nation gibt, deren Existenz auf ähnliche Weise in Frage gestellt wird.

Die Hamas, die 2007 in einem Staatsstreich gegen die Palästinensische Autonomiebehörde die Kontrolle über den Gazastreifen übernahm, zwei Jahre nachdem der letzte israelische Soldat und Zivilist den Streifen verlassen hatte, führt regelmäßig Kriege gegen Israel und führt gleichzeitig eine ständige Terrorkampagne gegen die Bewohner des südlichen Israels. Der Gazastreifen erhält millionenschwere Hilfsgelder von den Vereinten Nationen und der EU sowie große Geldsummen aus Katar, die angeblich für humanitäre Zwecke bestimmt sind. Die Hamas nutzt sie, um sich auf den nächsten Krieg vorzubereiten und ihre kleptokratischen Führer märchenhaft reich zu machen, während der Rest der Bevölkerung leidet. Doch Israel wird beschuldigt, den Gazastreifen zu “besetzen” und seine Bevölkerung zu verarmen.

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