Rätselhaftes Çatal Hüyük

* von Roland M. Horn

Zeichnerische Darstellung eines kleinen Teilbereichs der Stadt Çatal Hüyük. Quelle: http://www.anarheologija.org (nicht mehr online) — nach: Catal Huyuk and the ‘Semi-Grid’ Pattern (nach Atlantisforschung.de)

Çatalhöyük (türk. çatal (Gabel, Gabelung), höyük (Hügel); auch Çatal Höyük, Çatal Hüyük oder Chatal-Hayouk), ist eine in der heutigen Türkei ausgegrabene Siedlung aus der Jungsteinzeit. Sie liegt knapp 40 Kilometer südöstlich der Stadt Konya auf der Hochebene Anatoliens und hatte mehrere tausend Einwohner.“, schreibt Wikipedia.1Siehe: Çatalhöyük, bei: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (abgerufen: 6. Juni 2009)

Diese Siedlung wurde in den späten 1950er Jahren entdeckt. Der britische Archäologe James Mellaart grub zwischen 1961 und 1965 eine Fläche im Südwesten des Hügels aus. Die Grabungen mussten jedoch aus politischen Gründen abgebrochen werden.

1993 wurden die Arbeiten im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts unter der Leitung von Ian Hodder (University of Cambridge und Stanford University) jedoch wieder aufgenommen. Seit 1995 wurde wieder gegraben.

Nach der Radiokohlenstoffdatierung bestand die Siedlung von 7400/7100 bis etwa 6200 v. Chr. Aufgrund seines Alters, seiner Größe, der Architektur, Wandmalereien und sonstiger Funde innerhalb der Häuser wurde Çatal Hüyük weltweit berühmt. Çatal Hüyük gilt als Meilenstein der prähistorischen Forschung.

Die Siedlung bestand aus eng aneinander gesetzten rechteckigen Häusern, die aus Lehmziegeln oder Stampflehm errichtet wurden. Sie besaßen ein Flachdach. Durch unterschiedliche Raumhöhen und Bodenniveau waren Belüftung und Lichtzufuhr für die einzelnen Bauten gewährleistet. Der Zugang zu den Bauten erfolgte über eben diese Flachdächer und führten zu einer treppenartigen Verschachtelung, denn Straßen, Gassen oder Durchgänge zwischen den einzelnen Häusern gab es nicht.

Bei Wikipedia heißt es:

„Die Grabungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass es neben den einzelnen, dicht bebauten Arealen auch immer wieder Freiflächen gab, so dass die Zahl der Häuser mit schätzungsweise 400 bis 1850 je Schicht nicht so groß war wie zuvor angenommen. Entgegen früheren Schätzungen von bis zu 10.000 gleichzeitig in der Siedlung lebenden Menschen, die zweifellos auch zur fälschlichen Bezeichnung Stadt beigetragen hat, geht man heute von 2500 gleichzeitigen Bewohnern aus.“2Quelle: Siehe: Çatalhöyük, bei: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie (abgerufen: 6. Juni 2009)

Darüber, ob der Begriff „Stadt“ tatsächlich unpassend ist, gibt es allerdings verschiedene Auffassungen. So beginnt die Diplom-Ingenieurin Gabriele Uhlmann ihr Abstract „Kennst Du Çatal Höyük“ aus dem Jahr 2009 zu ihrem Openbook (eine aktualisierte Version ihrer Studienarbeit von 1998/99) mit dem Hinweis, dass viele Wissenschaftler Çatal Hüyük als

• älteste Stadt der Welt
• den größten Siedlungshügel der Jungsteinzeit und gleichzeitig als
• die älteste Stadtkultur der Welt

bezeichnen.

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Buchbesprechung: Steven M. Collins: Israel’s lost Empires

* von Roland M. Horn

Steven M. Collins:
Israel’s lost Empires
Bible Blessings, Royal Oak, MI, USA, 2002
ISBN: 978-0972584913
Preis: $ 20.–
Pp, 280, Über 100 sw-Fotos u. Abb., Register

Das vorliegende Buch ist der zweite Teil der vierteiligen Buchserie “The lost Tribes of Israel”. Der erste Band heißt The Origins and Empire of Ancient Israel, der dritte Parthia, und der vierte und letzte Israel’s Tribes Today.

Zu Beginn dieses Buches weist Collins anhand verschiedener Quellen nach, dass das Königreich Israel unter König Salomon bereits mit den Phöniziern in Verbindung stand und ebenso eine weitreichende Schiffsflotte betrieb. Seine Quellen führen ihn zu dem Schluss, dass die Phönizier per Schiff sogar bis nach England kamen. Er kommt sogar zu der Folgerung, dass Kupfererz via Schiff von der Neuen Welt nach Israel transportiert wurde. Bereits im ersten Buch seiner Serie legt er nahe, das es eigentlich gar keine “phönizische” Nation gegeben hat, sondern das Phönizische Reich aus den Stadtstaaten Sidon und Tyros und dem Königreich Israel und später dem davon abgetrennten Nordreich Israel war.

Collins stellt weiter fest, dass der Name “Iberien” auf “Eber”, nach Collins der Gründer der Hebräer, zurückzuführen ist und weist darauf hin, dass der frühere Name Irlands “Ibheriu” bzw. Iberiru” lautete. (Auf der Internetseite https://www.libraryireland.com/Wonders/Irish-Local-Names-2.php ist sogar “Eberiu” als Namensvariation zu finden – ein deutlicher Hinweis auf Eber.) In 4. Mose 26,44-45 werden Nachkommen eines der 12 Söhne des Stammvaters Israels Asser (bzw. Asher) als Hebriden bezeichnet, und genau so heißt auch eine schottische Inselgruppe. Weiter weist Collins auf einen auf alten britischen Landkarten vorkommenden Ort namens “Simi(i)” hin (s. dazu auch https://picclick.de/1856-Alte-Landkarte-Britannien-Coritavi-Simeni-Brigantes-Damnonii-164579933433.html), der auf Simeon, einen weiteren der zwölf Söhne Israels (Jakobs) hinweist. Dazu kommt der Fluss Tamar im Südwesten von England, dessen Name sich auf die Tochter des Königs David, die ebenfalls Tamar hieß, beziehe.

Aus Collins’ Recherchen ergibt sich weiter, dass die “Moundbuilders” im Alten Amerika “Phönizier” waren. Weiter bezieht er sich auf Inschriften, die in einem Grabhügel in West Virginia gefunden wurden, die letztlich iberisch-punischen Ursprungs waren, und auch die Punier sind letztlich semitisch-phönizischen Ursprungs. Bereits 1872 wurde in Brasilien eine Inschrift in phönizischer Sprache gefunden, die eine Expedition von Sidoniern beschreibt, die Menschenopfer vollbrachten und Baal und anderen Gottheiten huldigten. Ein weiterer interessanter Punkt, den Collins erwähnt, ist die sog. Piri-Reis-Karte aus dem Jahr 1492, auf der die damals angeblich noch unentdeckte östliche Küstenlinie von Südamerika in seiner korrekten längsverlaufenden Verbindung mit der Atlantikküste der Alten Welt dargestellt wird.

Weiter wurde Gibraltar von den Karthagern (Puniern), ein Ausdruck, der synonym zu den Phöniziern verwendet wird, kontrolliert, wie Collins nachweisen konnte. Auch der Name des keltischen Gottes “Belenus” erinnert an den phönizisch-israelitischen Sonnengott Baal.

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Nachruf auf Bernhard Beier

  • von Roland M. Horn
https://atlantisforschung.de/images/Bernhard_Beier.jpg

Bernhard Beier †2021

Am 03.01.2021 wurde ich überraschend darüber informiert, dass mein Freund und bis zu seinem Tode Redaktionsleiter seines Lebenswerks Atlantisforschung.de am 29.01.2021 überraschend verstorben ist.

Der 1960 in Krefeld geborene Bernhard Beier war ein vielfältiger Mensch: Als Geschichtsstudent, Journalist bei einer Tageszeitung, langjähriger Akteur in der antiautoritären Bewegung, Sänger in mehreren Amateur-Rockbands und später Marketingleiter bei Unternehmensgruppen und schließlich selbständiger Marketer für kleine und mittelständische Unternehmen sowie für Verbände, führte er ein buntes Leben, das von zahlreichen Bildungsreisen untermalt war, doch sein Vermächtnis ist zweifellos Atlantisforschung.de, in dem seiner Profession, der Atlantisforschung, Gigantologie und alternative Ur- und Frühgeschichtsforschung ausgiebig nachkam.

Erstmals Anfang dieses Jahrtausends kam ich mit Bernhard Beier in Kontakt. Claudia Wend und er wollten ein großes immer wachsendes unkommerzielles und somit für jeden, der über einen Internetaschluss verfügt, zugängliches Online-Atlantisforschungsportal auf die Beine stellen und baten mich, bei dem Projekt mitzumachen. Unter Bernhards Federführung entstand ein – man übertreibt nicht, wenn man sagt – Mammutprojekt, das auch nach dem Ausscheiden von Claudia Wend unbeirrt weiterlief. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Bernhard nahezu 95 % der Beiträge auf Atlantisforschung.de selbst verfasst hat.

Auf dem Treffen “10 Jahre Ancient Mail” am 10. April 2010 in Kamp-Lintfort lernte ich Bernhard persönlich kennen, aber schon vorher telefonierte ich wie danach auch, im Schnitt mindestens jeden dritten Tag mit ihm.

Als ich wegen politischer Äußerungen im Internet einem gewaltigen Shitstorm ausgesetzt war, war es ausgerechnet Bernhard, dessen politischen Einstellung sich wahrlich von der meinen unterschied, Beistand und Trost spendete, während andere sogenannte Freunde kräftig in den Shitstorm mit einstimmten und manche sogar Öl ins Feuer gossen. Ganz anders Bernhard! Das werde ich niemals vergessen!

Eines von Bernhards Lieblingszitaten war “Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.” (Justus von Liebig). Nun hat er seine letzte Reise, diesmal ohne Rückfahrschein, dahin, wo die Wissenschaft aufhört, angetreten.

Ich werde ihn und die vielen Telefonate mit ihm nie vergessen.

Ist das Corona-Virus antizionistisch?

  • von Roland M. Horn

Vor nur wenigen Tagen las ich in den ICEJ-Nachrichten vom 04. Februar 2021 eine Nachricht, bei der mich als Israelfreund und bekennender Zionist vor allen Dingen der zweite Absatz sehr betroffen machte:

Flughafen-Schließung: Tausende Israelis im Ausland gestrandet

Flughafen

(Foto: Pixabay, Flughafen-Terminal, Symbolbild; übernommen von der ICEJ-Nachrichtenseite)

Aufgrund der Schließung des Tel Aviver Ben-Gurion-Flughafens seit dem 24. Januar sind tausende Israelis im Ausland gestrandet. Am Dienstag startete ein Evakuierungsflug der Fluggesellschaft Israir in Frankfurt mit mehreren Tagen Verspätung. An Bord befanden sich rund 40 Israelis, die teilweise mit Verbindungsflügen angereist waren. Die israelische Regierung plant, täglich einen Evakuierungsflug von Frankfurt aus durchzuführen. Direkte Verbindungen aus den USA und anderen Ländern sind zurzeit nicht vorgesehen. Der Passagierverkehr am Flughafen Tel Aviv war Ende Januar eingestellt worden, um die Einschleppung von Coronavirus-Mutationen zu verhindern. Viele Israelis, die sich im Ausland aufhielten, wurden von der Schließung überrascht. Die Einreise wird seitdem nur in dringenden Fällen wie z.B. einer medizinischen Behandlung oder der Teilnahme an einer Beerdigung genehmigt. Ein Sonderausschuss der Regierung prüft jeden Einzelfall.

Juden, die geplant hatten, Alijah (Einwanderung nach Israel) zu machen, sind ebenfalls betroffen. Kritiker werfen der Regierung vor, mit der Grenzschließung de facto das Rückkehrgesetz ausgesetzt zu haben – erstmals in der Geschichte Israels. Das Rückkehrgesetz von 1950 erlaubt jedem Juden weltweit, nach Israel einzuwandern und israelischer Staatsbürger zu werden. Auch Flüge der Operation „Fels Israels“, mit der die israelische Regierung bis Ende Januar 2.000 äthiopische Juden nach Israel holen wollte, wurden verschoben. 1.270 äthiopische Juden konnten in den letzten Monaten Alijah machen, weitere ca. 730 sollen im Februar eingeflogen werden. Der Ben-Gurion-Flughafen bleibt bis einschließlich 7. Februar geschlossen. Es wird erwartet, dass die Regierung die Schließung bis mindestens 14. Februar verlängert.

Am 7. Januar 2021 hieß es noch in den ICEJ-Nachrichten:

Operation „Fels Israels“: 299 äthiopische Juden landen in Tel Aviv

299 äthiopisch-jüdische Neueinwanderer sind am Freitag in Tel Aviv gelandet. Die Olim (Neueinwanderer) trafen mit zwei Flugzeugen in den ersten Stunden des neuen Jahres in Israel ein. Die ICEJ übernahm die Flugkosten für 100 von ihnen. Am 22. Dezember landeten 219 äthiopische Olim in Israel. Inzwischen sind 950 der 2.000 äthiopischen Juden, die mit der Operation „Fels Israels“ bis Ende Januar Alijah (Einwanderung nach Israel) machen sollen, eingetroffen. Weitere Flüge sind für Ende Januar und Anfang Februar geplant. Im vergangenen Jahr machten trotz der Corona-Krise rund 20.000 Juden aus aller Welt Alijah. Die ICEJ unterstützte mehr als 3.000 von ihnen, für 1.624 Olim sponserte die ICEJ die Flugkosten.

Das Rückkehrgesetz war immer der Halt für Juden auf der ganzen Welt, die dort bedrängt oder sogar verfolgt wurden oder einfach nur nach Hause wollten. Und nun muss man sich fragen, ob das Corona-Virus antizionistisch ist. Oder ist es die weltweite und auch israelische Corona-Politik?

Bernhard Beier – das Herz von Atlantisforschung.de – ist tot

Bernhard Beier, Mitbegründer und bis zu seinem Tod am 29.01.2021 redaktioneller Leiter von Atlantisforschung.de

Am vergangen Mittwoch erfuhr ich, dass Bernhard Beier, einer meiner besten Freunde und Redaktionsleiter von Atlantisforschung.de, am Freitag zuvor überraschend verstorben ist. Sein Anteil an Atlantisforschung.de dürfte mindestens 80% und wenn man von der  administrativen Tätigkeit absieht und sich nur auf die Erstellung und das Einpflegen der redaktionellen Artikel bezieht, weit über 90 % liegen.

Zumindest vorübergehend werde ich selbst die Radaktionsleitung übernehmen, wohlweislich, dass ich Bernhard nie ersetzen werden kann und auch bei weitem nicht in der Lage sein werde, auch nur annähernd so viele Artikel beizusteuern, wie er es getan hat. Für die Zukunft hätte ich absolut nichts dagegen, wenn sich ein engagierter Atlantis-Forscher, für diesen Posten bewerben würde. Die Anforderungen sind nicht allzu hoch: Mindestens (soweit möglich) ein Artikel pro Woche wäre super, der Bewerber müsste sich mit Wikimedia auskennen oder bereit sein, sich in die Arbeit mit einem Wiki einzuarbeiten. Ein Hauch Esoterik wäre nicht verkehrt, muss aber nicht sein, ein Zuviel an Esoterik allerdings auch nicht. Grundsätzlich sollte er sich mit dem Anliegen von Atlantisforschung.de identifizieren können. Im Redaktionsteam werden mir weiterhin Ferdinand Speidel und auch Dr. Dominique Görlitz zur Seite stehen, der mir in den letzten Tagen viel geholfen hat. Das Einpflegen der Texte ins Wiki-Format wird vorerst an mir allein hängenbleiben, doch ich wäre froh, wenn sich auf Dauer ein (weiterer) Redakteur fände, der mich hierbei unterstützen könnte.

Dominiques Nachruf auf Bernhard findet ihr hier.

Meinen eigenen Nachruf auf ihn werde ich in den nächsten Tagen fertigstellen.

Eines von Bernhards Lieblingszitate war:

“Die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört.” (Justus von Liebig)

Roland M. Horn

“KZ Deutschland”, Michael Wendler und die Lockdown-Verschärfungen

  • von Roland M. Horn (ein Kommentar)

Gestern Abend las ich, dass, dass der umstrittene Schlagersänger und nach seinem Ausstieg als Juror aus der ebenso umstrittenen “Casting-Show” “Deutschland sucht den Superstar” (“Du kannst Null, Null, Null, Null, Null singen, aber ich bin trotzdem dafür, dass Du weiterkommst”; Zitat Chefjuror Dieter Bohlen zu einer jungen Kandidatin) als “Verschwörungstheoretiker” geltende Michael Wendler auf seinem Telegram-Kanal einen Beitrag über die am Dienstag beschlossene “Einschränkung der Bewegungsfreiheit” schrieb, in dem er diese kritisierte und schrieb “Es ist einfach nur noch dreist, was sich diese Regierung erlaubt!” Damit trifft er genau meinen Nerv, und ich muss ihm voll zustimmen. Weiter behaupte er, dass die Medien in der BRD gleichgeschaltet seien. Okay, ganz ehrlich: Diesen Eindruck kann man schon mal gewinnen. Allerdings unterlief Wendler ein Lapsus, der ihn in ein bekanntes offenes Messer laufen ließ: Er eröffnete seinen Beitrag mit den Worten “KZ Deutschland?” Nach diesen Worten empörte sich der Fernsehsender RTL, der Inbegriff der Seriosiät, auf dem die oben genannten Pseudo-Castingschow läuft und “distanzierte sich erneut scharf” von Wendler. Eine weitere Ausgeburt der Seriösität, der über alle Zweifel erhabene Fachmann Oliver Pocher, schrieb gar gegenüber Wendler: “Das ist nur noch dreist, widerlich und asozial. Dieser Vergleich hinkt auf allen Ebenen. Wenn es noch sowas wie letzte ‘Sympathien’ gab, verspielst Du sie hiermit komplett!

Nun muss man natürlich (schon aus rechtlichen Gründen) sagen, dass man einen solchen Vergleich auf keinen Fall anstellen darf. Und selbst wenn man das dürfte, müsste man zumindest sagen, dass der Vergleich reichlich übertrieben ist, auch wenn man einräumen muss, dass Wendler ihn ja nur in Form einer Frage angedeutet hat.

So ist es natürlich kein Wunder, dass sich sofort der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker zu Wort meldete, der sagte: “Wer die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland mit einem KZ gleichsetzt und damit die Shoah derart relativiert, der sollte nicht von Woche zu Woche einem Millionenpublikum als Juror vorgesetzt werden.

Diese Antisemitismusbeauftragen sind schon wichtige Leute. Was wären wir ohne sie? Sie wachen ständig über die Ehre der toten Juden, was durch die Aussage der NRW-Antisemitismusbeauftragten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger bestätigt wird, die sagte: “Michael Wendlers Äußerungen bewegen sich im Bereich der Holocaust-Relativierung. Diesem ernsten Fall muss auch mit entsprechender Ernsthaftigkeit beim Sender begegnet werden”.

Gut, man könnte sich natürlich leichtfertiger Weise fragen, wo diese Antisemitismusbeauftragten sind, wenn es darum geht, dass eine Bundeskanzlerin ohne Mandat eine größere Menge erklärter Judenfeinde in die BRD einreisen lässt und Juden sich seither zeit- und ortsweise nicht mehr mit Kippa unter die Leute trauen können, oder wenn sich die BRD-Regierung an einem Deal beteiligt, der es einem Staat, dessen erklärtes Ziel die Auslöschung des einzigen jüdischen Staates dieser Welt ist, es ermöglicht, Atomwaffen herzustellen; doch dabei vergisst man, dass man diese Frage nicht stellen darf, da die Antisemitismusbeauftragten ja von eben dieser Regierung eingesetzt worden ist, die es zu kritisieren gilt. Da auch die BRD-Regierung selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben ist, verbietet sich auch die Frage, ob ihr nur die toten Juden, weitaus weniger aber die lebendigen am Herzen liegen.

Wenn man aber aufs Kernthema zurückkommt, kann einem doch schon ein Mini-Vergleich für Sekundenbruchteile durch den Kopf schießen. Sind die Bürger der BRD nicht – zumindest  in vergleichsweise geringer Form gegenüber der KZ-Internierung – gewissermaßen eingesperrt? Ist eine Beschränkung der Besucherzahl in Privatwohnungen nicht zumindest ansatzweise gefängnistypisch?

Doch lassen wir jetzt diese ketzerischen Gedanken und loben den überaus seriösen Privatsender RTL. Der kündigt jetzt knallharte Konsequenzen an: Alle Szenen mit Michael Wendler sollen aus den weiteren Folgen des Staffel der oben besagten Formats herausgeschnitten werden! Wenn das nicht ein Riesenschritt im Kampf gegen den Antisemitismus ist! Allerdings werden Forderungen gegenüber RTL immer lauter, die Ausstrahlung der besagte Staffel dieses Formats abzubrechen. Dann hätte diese ganze (hintergründig eigentlich traurige) Posse am Ende doch noch zumindest etwas Gutes…

Buchbesprechung: Hartwig Hausdorf: Mars Mysterien

  • von Roland M. Horn

Cover: Hartwig Hausdorf: Mars Mysterien

Hartwig Hausdorf:

Mars Mysterien

Wettlauf zum Roten Planeten

Ancient Mail Verlag, Groß-Gerau, Oktober 2020
ISBN: 978-3-95652-292-5
Preis: EUR 19,90
Hardcover, DIN-A5, 242 Seiten, 19 s/w-Abb.

Was dieses Buch deutlich von anderen Marsbüchern unterscheidet, ist, dass sein Autor als vielfach in der Welt herumgekommener PALÄO-SETI-Forscher die Möglichkeit hat, Ähnlichkeiten und Bezüge von Formationen auf der Erde mit solchen auf dem Mars zu vergleichen. So verweist er auf einen Ort im Nordwesten Namibias, wo er Felszeichnungen begutachtet hat, die nach aktuellem Wissenschaft älter als 6000 Jahre sind. Einige davon sind rätselhaft und “abstrakt”, und Hausdorf glaubt, eine Art Landefähre + Insasse zu erkennen. Ein weiteres Objekt dieser Art ist eine “riesige Gestalt” im algerischen Tassilli-Gebirge, die ihr Entdecker Henri Lhote spontan “Der Große Marsgott” nannte. Groß ist die Figur auf jeden Fall: Sechs Meter hoch. Darüber, ob das Modell tatsächlich vom Mars kam, lässt sich natürlich trefflich streiten. Weiter entdeckte Hausdorf ein “gewaltiges, steinernes Abbild unseres Sonnensystems” in Teotihuacán.

Selbstverständlich setzt sich der Autor aber auch mit “klassischen Marsrätseln” auseinander, so mit dem sogenannten “Phobos-Monolithen“, der sich in der Nähe des großen Stickney-Kraters auf dem Marsmond Phobos befindet und einen langen Schatten wirft. Einige Forscher ziehen sogar, die Möglichkeit in Betracht, dass der ganze Marsmond ein künstliches Gebilde ist.

Hartwig Hausdorf erwähnt weiter seltsame Lichtblitze auf dem Mars, die dort immer wieder beobachtet werden und an die berühmten “Moonblinks” erinnern. Einst hielten Wissenschaftler dieses Blitze für Versuche von Marsbewohnern, mit den Erdbewohnern Kontakt herzustellen. Doch noch seltsamer als diese Blitze erscheinen Hausdorf wolkenartige Gebilde in der Marsatmosphäre, so eine “weiße pilzförmige Wolke” von 30 Kilometer Ausdehnung, die Anfang der 50er Jahre in einer Höhe von 30 Kilomtern gesehen wurde und die ihn an einen Atompilz erinnert. Diese unterscheide sich deutlich von gewöhnlichen Marswolken. Ein weiteres – in anderen Publikationen kaum erwähntes – seltsames “Wolkenphänomen”, auf das Hausdorf eingeht, ist eine Struktur, die in den 1960er Jahren durch ein Teleskop beobachtet wurde und “genau wie unser Buchstabe ‘W’ aussieht“. Diese Struktur zog sich über fast ein Viertel der Marsoberfläche.

Selbstverständlich beschäftigt sich Hausdorf auch mit bekannteren Marsrätseln – so dem sogenannten Marsgesicht und den fünfseitigen pyramidenartigen Objekten auf dem Mars, wobei ihm wieder das auf seinen Weltreisen erworbene Wissen weiterhilft. So erinnert ihn die sog. D&M-Pyramide an ein Bauwerk, das er auf der Kanaren-Insel Teneriffa inspizierte. Was den Autor sehr fasziniert ist die Geometrie in der Cydonia-Region, wo das “Marsgesicht“, die “Pyramiden” und andere Bauwerke stehen. Diese Symmetrie wäre schon ein außergewöhnlicher Zufall, wie man feststellen muss. Zum Thema “Marsgesicht” speziell kommt Hausdorf erneut sein auf seinen Forschungsreisen erworbenes Wissen zugute. So entdeckte er auf der Osterinsel ein Gebilde, das ihn sehr an das “Marsgesicht” erinnert.

Hartwig Hausdorf geht weiter auf den Asteroidengürtel ein, von dem die Mainstream-Astronomie heute der Meinung ist, dass er kein ehemaliger explodierter Planet sein könne, da die Anziehungskraft des nahegelegenen Riesenplaneten Jupiter die Bildung eines solchen von vornherein verhindert hätte. Der Autor kann dieses Argument jedoch nachvollziehbar widerlegen, denn, wenn dem so wäre, hätte sich der Asteroidengürtel gar nicht bilden können, da der Jupiter die kleinen Gesteinsbrocken mittels seiner Anziehungskraft sofort an sich gerissen hätte. Insofern ist die von Hausdorf erwähnte alte Theorie, nach der die Asteroiden eben doch Bruchstücke eines einstigen Planeten sind, der möglicherweise vor sehr langer Zeit von einer Zivilisation bevölkert war, die über ein “riesiges Arsenal atomarer Massenvernichtungsmittel” verfügte und einem äußerst verhängnisvollen atomaren Super-GAU zu Opfer fiel, doch noch nicht ganz aus dem Rennen.

Hausdorf geht auch ausführlich über die derzeit von verschiedenen Staaten initiierten anlaufenden Marsflugprojekte und deren Zielsetzungen ein.

Das Buch kann rundweg empfohlen werden!

(Erstveröffentlichung auf Atlantisforschung.de)

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Neues zum Thema Schöpfung vs. Evolution: Die Restitutionstheorie

  • von Roland M. Horn

Neben der Evolutionstheorie mit all ihren Kompromissthesen (Theistische Evolution, Intelligent Design) und der klassischen Schöpfungslehre (dem Kreationismus) existiert weitgehend ungeachtet eine Variante der Schöpfungstheorie, die den Namen “Resititutionstheorie”, “Lückentheorie” oder (im Englischen “Gap Theory“) trägt. Sie basiert auf der Aussage, dass zwischen 1. Mose 1,1 (“Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde”) und 1. Mose 1,2 (“Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser”) ein Lücke klafft, die Millionen von Jahren lang sein kann. Gott hat demnach zwar die Schöpfung strikt nach der Bibel innerhalb von sechs Tagen abgeschlossen, doch davor lag eine unbestimmte Zeit, so dass die Erde durchaus sehr alt ist, wie die Wissenschaftler heutzutage annehmen. “Im Anfang” habe Gott eine perfekte Erde geschaffen, denn Gott schaffe keine “wüste und leere” Erde. Danach geschah eine Katastrophe, die im Allgemeinen mit dem Fall Luzifers identifiziert wird, und dann wurde die Erde wüst und leer. Danach beginnt die Schöpfungsgeschichte, wie wir sie kennen, doch im Grund war sie nur eine Neuschöpfung.

Abb. 1: Thomas Chalmers: Er machte die Restitutionstheorie im 19. Jahrhundert populär

Der erste Autor, der Derartiges andeutete, war Papias von Hierapolis, der schrieb: “Einigen von ihnen [Engeln] gab er die Herrschaft über die Anordnung der Welt, und er beauftragte sie, auch ihre Herrschaft auszuüben … aber es kam vor, dass ihre Anordnung zu nichts führte.” Im 3. Jahrhundert n. Chr. war es Origenes aus Alexandria, der konkret von zwei Schöpfungen und einer Lücke zwischen beiden sprach: Die erste war ein geistiges Reich, die zweite ein physisches, wobei er nicht wusste, was konkret die erste Schöpfung war. Die Lückentheorie wurde gegen Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer populärer, weil der neue Wissenschaftszweig Geologie eine ältere Erde forderte, als es die damalige Interpretation des 1. Buches Mose zuließ.

Der Theologe und politischer Ökonom Thomas Chalmers, sowohl der Führer der Church of Scotland und der Free Church of Scotland, genannt der größte Kirchenmann des 19. Jahrhunderts war derjenige, der die Lückentheorie populär machte. Er schrieb:

“Meine eigene Meinung, wie sie 1814 veröffentlicht wurde, ist, dass sie [1. Mose 1:1] keinen Teil des ersten Tages bildet, sondern sich auf eine Zeit unbestimmter Antike bezieht, als Gott die Welten aus dem Nichts erschuf. Der Beginn des ersten Tages Arbeit, die ich für die Bewegung des Geistes Gottes auf dem Wasser halte. Wir können der Geologie die größte Zeit erlauben … ohne auch nur die Wörtlichkeiten der mosaischen Aufzeichnungen zu verletzen.”1zit n. https://en.wikipedia.org/wiki/Gap_creationism nach McIver T., Formless and Void: Gap Theory Creationism, Creation Evolution Journal (8)3, 1988, p. 6

Steven M. Collins, Leiter des Evangelistic Two-House Information Center E.T.H.i.C hat sich dem Thema in einem längeren Artikel mit dem Namen “IS THE EARTH 6000 YEARS OLD?” ausgiebig beschäftigt.

Am Anfang des Artikels legt er Wert auf die Feststellung, dass er Christ und Biblizist sei und somit glaubt, dass der Schöpfer Autor der Bibel ist, die er im Original für unfehlbar hält. Insofern schließt er sich auch der Meinung anderer Bibelfundamentalisten an, die der Ansicht sind, dass die menschliche Spezies, die jetzt auf dieser Erde lebt, nicht älter als 6000 Jahre sein kann. Ebenfalls hält er an Dogma der wörtlichen Schöpfung innerhalb von sechs 24-Stunden-Tagen fest. Die Erde allerdings sei deutlich älter. In der oben angesprochenen zeitlichen Lücke könnten sich tatsächlich Millionen oder Milliarden von Jahren verstecken. So könnten beispielsweise die Dinosaurier trotz wörtlicher Auslegung der Schöpfungsgeschichte in jenen Zeiträumen gelebt haben, in denen sie von der aktuellen Mainstream-Wissenschaft vermutet werden.

Bezüglich der Annahme der Lücken-Theorie weist Collins darauf hin, dass das Universum nicht am ersten Schöpfungstag geschaffen wurde. Kein Wunder, denn seiner Ansicht nach existierte es bereits lange Zeit vorher! Sie habe sich bereits seit langer Zeit um ihre Achse und um die Sonne gedreht, nur das Licht und somit Tag und Nacht seien erst am ersten Schöpfungstag hinzugekommen. Was er tat, sei schlicht, die Tageslicht- und Nachtabschnitte an einem 24-Stundentag zu schaffen, in dem er das Licht von der Dunkelheit “trennte”. Vorher herrsche eine allgegenwärtige Dunkelheit.

Collins behauptet, das hebräische Wort für “Tiefe”, über die vor der Schöpfung die Finsternis schwebte und stellt fest, auch für die Ozeane der Erde während der Zeit nach der Erschaffung des Menschen verwendet wird.

Abb. 2: Der Erzengel Michael schleudert Luzifer und seine Engel auf die Erde. Höllensturz durch den Erzengel Michael, Gemälde von Peter Paul Rubens, ca. 162

Collins setzt nun im Buch Hiob, Kap. 38 an, wo Gott Hiob fragt, wo er war, als er die Erde gründete. Dort heißt es nach der Elberfelder Bibel von 2006:

“Wo warst Du, als ich die Erde gründete? Teile es mit, wenn du Einsicht kennst! Wer hat die Maße bestimmt, wenn du es kennt? Oder wer hat über ihr die Messschnur ausgespannt? Worauf sind ihre Socke eingesenkt? Oder wer hat den Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten? Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, als es hervorbrach, dem Mutterschoß entquoll, als ich Gewölk zu seinem Gewand machte und Wolkendunkel zu seinen Windeln und ich meine Grenze zog und Riegeln und Türen einsetzte und sprach: Bis hierher kommst du und nicht weiter, und hier soll aufhören der Stolz deiner Wellen?” (V. 4-12)

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DNA-Studie: Neues über die Wikinger

* von Roland M. Horn

In seinem Artikel DNA-Studie offenbart falsche Vorstellungen über Wikinger vom 22.09.2020 stellt der Betreiber von grenzWissenschaft-aktuell.de Andreas Müller gleich zu Beginn fest:

Symbolbild: Obwohl Mythen – wie die hier gezeigten gehörnten und geflügelten Helme – längst widerlegt sind, prägen noch immer romantisierte Vorstellungen auch das moderne Bild von Wikingern. Copyright: Gemeinfrei

“Die bislang umfangsreichste Genomanalyse von Wikingerskeletten zeigt, dass einige grundlegende bisherige Vorstellungen über die Nordmannen nicht vollständig und teilweise schlicht falsch sind.”

Zunächst weist Müller daraufhin, dass das Bild der Wikinger heute meist geprägt ist von “Vorstellungen brutaler Piraten und brandschatzender Krieger, die, aus dem heutigen Skandinavien kommend, das restliche, beschiffbare Europa überfielen und Furcht und Schrecken verbreiteten”, bevor er darauf hinweist, dass dänische und britische Genetiker jüngst die “bislang umfangreichste Genomanalyse anhand bekannter Wikinger-Skelette aus ganz Europa und Grönland” vorgelegt hätten, die bisherige Irrtümer über die Krieger aus dem Norden offenbaren.

Der in Nature veröffentlichten Studie ist unter anderem zu entnehmen:

” – Bei Skeletten, die in berühmten Wikinger-Begräbnisstätten in Schottland (also außerhalb des eigentlich Wikinger-Stammlandes) gefunden wurden, handelt es sich in Wirklichkeit nicht um gebürtige Wikinger, sondern um Einheimische, die Wikinger-Identitäten, Lebensweise und Bräuche angenommen hatten und in der Folge auch als Wikinger bestattet wurden.

– Zahlreiche Wikinger hatten keine blonden, sondern braune Haare.

– Die Wikinger-Identität beschränkt sich nicht nur auf Menschen mit genetischen Wurzeln in Skandinavien – zeigt die Studie doch, dass Skandinavien schon vor der Zeit der Wikinger, genetisch stark auch von Menschen aus dem „Ausland“, wie Asien und Südeuropa beeinflusst und geprägt worden war.

– Die frühen Wikinger-Plünderungen waren Aktivitäten, die lokal sehr begrenzt ausgeführt wurden und sich auch enge Familienmitglieder beschränkten.” (Übersetzung durch Müller)

Die Studie wurde von einem Team um Dr. Daniel Lawson von der University of Bristol, Professor Eske Willerslev vom St. John’s College an der University of Cambridge und gleichzeitig Direktor des Lundbeck Foundation GeoGenetics Centre an der Universität Kopenhagen durchgeführt. Die Wissenschaftler forschen sechs Jahre lang und gelangten zu Ergebnissen, die unser bisheriges Bild von den Wikingern grundlegend ändern. So zitiert Müller die Forscher mit den Worten:

“Es gibt da das stark von Literatur und anderen Medien beeinflusste Bild von den Wikingern als untereinander stark über Blutsbande verbundenes und isoliertes Kriegervolk, das plündernd gegen europäische Könige kämpfte. Genetisch haben wir nun aber erstmals gezeigt, dass diese Vorstellung nicht die wirkliche Welt der Wikinger abbildet. Unsere Studie verändert unser Bild davon, was ein Wikinger wirklich war. Tatsächlich hatten auch wir uns einen derart bedeutenden Genfluss zwischen Skandinavien, Südeuropa und Asien in Zeiten vor und während der Zeit der Wikinger zunächst nicht wirklich erwartet.”

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Die klassische UFO-Sichtung bei Langenargen, Pseudoskeptiker und Dr. Bick

  • von Roland M. Horn

Eine der interessanten UFO-Sichtungen in Deutschland spielte sich am 24.02.1977 in Langenargen am Bodensee ab. Der Fall wurde damals von der UFO-Forschungsgruppe MUFON-CES untersucht und von deren damaligem Leiter Illobrand von Ludwiger in seinem Buch Der Stand der UFO-Forschung veröffentlicht. Von Ludwiger berichtet von Informationen aus dem italienischen Verteidigungsministerium in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar 1977, nach denen ein Jagdflieger der italienischen Luftwaffe 23 Minuten lang von einem UFO verfolgt wurde, das von einem hellen Lichtkranz umgeben war. Sowohl das Flugzeug als auch das das Objekt legten während der Verfolgung etwa 375 Kilometer zurück. Der Pilot des Jagdfliegers flog nun eine Kurve von 270 Grad, und erst jetzt verschwand das Objekt über der Po-Ebene.

Von Ludwiger berichtet weiter, dass gegen zwei Uhr früh ein hell leuchtendes Objekt gesehen wurde, das vom Schweizer Bodensee-Ufer aus in Richtung Deutschland flog, und von Ludwiger spekuliert dahingehend, dass es möglicherweise das gleiche Objekt war wie jenes über Italien.

Bei Langenargen fuhren gegen 2:00 Uhr gerade zwei Männer nach Hause im Ortsteil Bierkeller. Ein Mann, der „Herr Sch.“ genannt wird, setzte seinen Kollegen „G.“ in auf dem Parkplatz des Café Waldeck ab, als beide sahen, wie zwei Objekte vom Bodensee herangeflogen kamen. Nun verließ auch Herr Sch. das Auto, um zusammen mit seinem Kollegen zu sehen, wie sich die beiden Lichter in zwei Reihen zu vier sehr hellen runden „Strahlern“ von drei Metern Größe auflösten, die sich an der Seite zweier zigarrenförmiger Objekte von 17 Meter Länge zu befinden schienen.

Die Lichter verharrten nun in 500 Metern Abstand bewegungs- und lautlos. Sie leuchteten ungefähr zwei Minuten lang die Gegend ab, wie die Zeugen von Ludwiger gegenüber berichteten. Die Strahler seien so hell gewesen. dass Herr G. die Hand vor sein Gesicht halten musste, um seine Augen zu schützen. Herr Sch. sagte, dass es so gewesen sei, als ob er von gigantischen Halogenstrahlern angestrahlt worden sei.

Die Lichter flackerten bzw. zitterten in schnellen Rhythmen und schienen „sich in sich selbst zu verändern“. Die beiden großen Objekte bewegten sich nun aufeinander zu, und als sie sich zu berühren schienen, waren sie – wie ausgeknipst – verschwunden. Nachdem Herr G. ins Haus gegangen war und die Tür hinter sich abgeschlossen hatte, waren die mysteriösen Lichter plötzlich wieder da, doch diesmal waren sie viel heller und näher, wie Herr Sch. feststellen musste – 50 Meter entfernt in 20 Metern Höhe. Nun bekam Herr Sch. es mit der Angst zu tun und wollte ins Haus flüchten, doch die Tür an der Südseite war verschlossen und so musste er wohl oder übel ich Richtung Lichter laufen, um zur Tür an der Nordseite zu kommen, aber festzustellen musste, dass diese ebenfalls verschlossen war.

So lief er zur Haustür des Nachbarhauses, um dort zu läuten. Herr G. konnte beobachten, wie Herr Sch. draußen herumlief und ins Haus zu kommen versuchte. Allerdings war er von dem Licht so gebannt und fasziniert, dass er unfähig war, sich zu rühren, und die acht Strahler kamen immer näher. Nun sah Herr G., wie die beiden inneren Strahlen miteinander verschmolzen und verschwanden, während die übrigen Strahlen näher zusammenrückten und ebenfalls miteinander verschmolzen.

Herr G. hingegen konnte dieses Schauspiel nicht verfolgen, weil er wegen der blendenden Helligkeit der Lichter nicht zu ihnen heraufschaute. Der von G. beobachtete Verschmelzungsprozess dauerte lediglich wenige Sekunden. In diese Zeitspanne konnte G. beobachten, wie es erst acht, dann sechs, dann vier, dann zwei Strahler waren und schließlich nur noch eines zu sehen war. Ein letzter Strahler verblieb jedoch, und es sah so aus, als ob er immer größer werden würde.

G. meinte, dass das Größerwerden des letzten Objekts sprunghaft bzw. ruckartig vor sich ging. Sch. warf sich hinter einen hohen Maschendrahtzaun, um sich dort zu verstecken. Hinter dem Zaun liegend konnte er einen sehr hohen und durchdringenden Pfeifton hören, der vom Objekt ausging. Er fühlte sich immer noch nicht sicher, sprang wieder auf und jumpte zum Nachbarhaus, wo er versuchte, mit Gewalt die Tür einzubrechen.

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