Die klassische UFO-Sichtung bei Langenargen, Pseudoskeptiker und Dr. Bick

  • von Roland M. Horn

Eine der interessanten UFO-Sichtungen in Deutschland spielte sich am 24.02.1977 in Langenargen am Bodensee ab. Der Fall wurde damals von der UFO-Forschungsgruppe MUFON-CES untersucht und von deren damaligem Leiter Illobrand von Ludwiger in seinem Buch Der Stand der UFO-Forschung veröffentlicht. Von Ludwiger berichtet von Informationen aus dem italienischen Verteidigungsministerium in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar 1977, nach denen ein Jagdflieger der italienischen Luftwaffe 23 Minuten lang von einem UFO verfolgt wurde, das von einem hellen Lichtkranz umgeben war. Sowohl das Flugzeug als auch das das Objekt legten während der Verfolgung etwa 375 Kilometer zurück. Der Pilot des Jagdfliegers flog nun eine Kurve von 270 Grad, und erst jetzt verschwand das Objekt über der Po-Ebene.

Von Ludwiger berichtet weiter, dass gegen zwei Uhr früh ein hell leuchtendes Objekt gesehen wurde, das vom Schweizer Bodensee-Ufer aus in Richtung Deutschland flog, und von Ludwiger spekuliert dahingehend, dass es möglicherweise das gleiche Objekt war wie jenes über Italien.

Bei Langenargen fuhren gegen 2:00 Uhr gerade zwei Männer nach Hause im Ortsteil Bierkeller. Ein Mann, der „Herr Sch.“ genannt wird, setzte seinen Kollegen „G.“ in auf dem Parkplatz des Café Waldeck ab, als beide sahen, wie zwei Objekte vom Bodensee herangeflogen kamen. Nun verließ auch Herr Sch. das Auto, um zusammen mit seinem Kollegen zu sehen, wie sich die beiden Lichter in zwei Reihen zu vier sehr hellen runden „Strahlern“ von drei Metern Größe auflösten, die sich an der Seite zweier zigarrenförmiger Objekte von 17 Meter Länge zu befinden schienen.

Die Lichter verharrten nun in 500 Metern Abstand bewegungs- und lautlos. Sie leuchteten ungefähr zwei Minuten lang die Gegend ab, wie die Zeugen von Ludwiger gegenüber berichteten. Die Strahler seien so hell gewesen. dass Herr G. die Hand vor sein Gesicht halten musste, um seine Augen zu schützen. Herr Sch. sagte, dass es so gewesen sei, als ob er von gigantischen Halogenstrahlern angestrahlt worden sei.

Die Lichter flackerten bzw. zitterten in schnellen Rhythmen und schienen „sich in sich selbst zu verändern“. Die beiden großen Objekte bewegten sich nun aufeinander zu, und als sie sich zu berühren schienen, waren sie – wie ausgeknipst – verschwunden. Nachdem Herr G. ins Haus gegangen war und die Tür hinter sich abgeschlossen hatte, waren die mysteriösen Lichter plötzlich wieder da, doch diesmal waren sie viel heller und näher, wie Herr Sch. feststellen musste – 50 Meter entfernt in 20 Metern Höhe. Nun bekam Herr Sch. es mit der Angst zu tun und wollte ins Haus flüchten, doch die Tür an der Südseite war verschlossen und so musste er wohl oder übel ich Richtung Lichter laufen, um zur Tür an der Nordseite zu kommen, aber festzustellen musste, dass diese ebenfalls verschlossen war.

So lief er zur Haustür des Nachbarhauses, um dort zu läuten. Herr G. konnte beobachten, wie Herr Sch. draußen herumlief und ins Haus zu kommen versuchte. Allerdings war er von dem Licht so gebannt und fasziniert, dass er unfähig war, sich zu rühren, und die acht Strahler kamen immer näher. Nun sah Herr G., wie die beiden inneren Strahlen miteinander verschmolzen und verschwanden, während die übrigen Strahlen näher zusammenrückten und ebenfalls miteinander verschmolzen.

Herr G. hingegen konnte dieses Schauspiel nicht verfolgen, weil er wegen der blendenden Helligkeit der Lichter nicht zu ihnen heraufschaute. Der von G. beobachtete Verschmelzungsprozess dauerte lediglich wenige Sekunden. In diese Zeitspanne konnte G. beobachten, wie es erst acht, dann sechs, dann vier, dann zwei Strahler waren und schließlich nur noch eines zu sehen war. Ein letzter Strahler verblieb jedoch, und es sah so aus, als ob er immer größer werden würde.

G. meinte, dass das Größerwerden des letzten Objekts sprunghaft bzw. ruckartig vor sich ging. Sch. warf sich hinter einen hohen Maschendrahtzaun, um sich dort zu verstecken. Hinter dem Zaun liegend konnte er einen sehr hohen und durchdringenden Pfeifton hören, der vom Objekt ausging. Er fühlte sich immer noch nicht sicher, sprang wieder auf und jumpte zum Nachbarhaus, wo er versuchte, mit Gewalt die Tür einzubrechen.

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Noch einmal zum Thema Khazaren

  • Roland M. Horn

Das Reich der Chasaren im 9. Jahrhundert
CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chasaren.jpg

Ich habe bereits in einem anderen Artikel und in meinen Büchern Blauer Stern auf weißem Grund – Die Wahrheit über Israel und Freimaurer im Weltraum darauf hingewiesen, dass die von modernen Antisemiten (“Antizionisten”) gerne vorgebrachte Behauptung, dass die Aschkenasim (“die Ostjuden”) vom Turkvolk der Khazaren in Asien abstammen und ihre Vorfahren nie das Gelobte Land gesehen hätten, falsch ist. (Diese Behauptung wird gerne vorgebracht, um zu “beweisen”, dass die Juden kein Anrecht auf einen Staat in Eretz Israel haben. Lesen Sie nachfolgend weitere Informationen zum Thema.

Ungefähre Ausdehnung des Partherreichs
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Parther_reich.jpg
public domain

Der Autor und Forscher Steven M. Collins stellt fest, dass zahlreiche Juden im Partherreich lebten und viele von ihnen nach dem Fall dieses Reichs durch die Kaukasischen Berge Richtung Europa und ins Territorium nördlich des Schwarzen Meers wanderten. Dabei kamen sie auch durch das Reich der Khazaren. Man muss dazu sagen, dass Collins explizit zwischen “Juden” und “Israeliten” unterscheidet. Das ursprüngliche geeinte Reich Israel zerfiel damals in zwei Reiche: das Nordreich – oder “Haus Israel” – und das Südreich (Haus Juda). Der moderne Staat Israel wird von Juden bewohnt; die Israeliten des Nordreichs gelten als verschollen. Collins bezweifelt in seinem Artikel The Khazars and the Modern Jews, dass die Khazaren von vornherein alle Nichtjuden waren, da sich hier auch Flüchtlinge aus Parthien auf ihrem Weg niedergelassen haben müssten – und diese stammten ursprünglich aus dem Heiligen Land, bevor sie in Parthien Zwischenstation machten!

Die Bibel berichtet, dass sich das Königreich Israel nach dem Tode Salomos (um 926 v. Chr.) in das von Jerobeam I. regierte Nordreich Israel mit der Hauptstadt Samaria (das blau gefärbte Areal) und das Herrschaftsgebiet Rehabeams, des Königs von Juda, um die Hauptstadt Jerusalem (das ocker gefärbte Areal im Süden) auflöste.
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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bd/Kingdoms_of_Israel_and_Judah_map_830.svg
Oldtidens_Israel_&_Judea.svg: FinnWikiNoderivative work: Richardprins, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Insgesamt, so betont Collins, waren die Khazaren eine Mischung aus verschiedenen Völkern und ethnischen Gruppen. Unter Bezugnahme auf die Encyclopedia Britannica1Collins nach: Encyclopaedia Britannica, 1943 Ed., Vol. 13, unter Khazars, S. 362 hält er fest, dass einige Khazaren erstmal 198 n. Chr. in Armenien wahrgenommen wurden –28 Jahre vor dem Fall von Parthien. Auch die zehn angeblich verlorenen Stämme Israels hätten in Parthien gelebt, und die Flüchtlinge von dort seien es gewesen, die schließlich die Bevölkerungsmehrheit in Parthien stellten. Die khazarischen Herrscher konvertierten zum Judentum.

Doch auch jüdische Flüchtlinge hatten sich in dem Gebiet angesiedelt, dass später das Khazarenreich werden sollte. Collins zitiert aus The Universal Jewish Encyclopedia:

 “Vakhushtis Geschichte Georgiens informiert uns darüber, dass einer jüdischen Gesandtschaft, die nach der Zerstörung des Ersten Tempels in Jerusalem (586 v. Chr.) an den Prinzen von Mzchet appelliert hatte, die Erlaubnis erteilt wurde, sich am Stadtrand von Mzcheta niederzulassen.”2Collins nach: The Universal Jewish Encyclopedia, Vol. 8, unter “Mountain Jews,” S. 26

Verwaltungskarte des Südkaukasus (Transkaukasus). Links Schwarzes, rechts Kaspisches Meer.
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https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/Soviet_Caucasus_map.svg
Caucasiamapussr.gif: The original uploader was Artaxiad at English Wikipedia.Converting to SVG: Hellerick, CC BY-SA 3.0 <http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/>, via Wikimedia Commons,

Der Stamm Juda (Die Nachkommen von Juda, dem biblischen Sohn Jakobs, der der Thora zufolge später Israel genannt wurde)  begann sich demzufolge im Transkaukasus niederzulassen, seit Jerusalem an die Babylonier gefallen war, wie Collins feststellt. Die gleiche Quelle berichtet über viele weitere Wellen jüdischer Migration in diese Region, wie er weiter zu berichten weiß:

„Ein weiterer Zustrom jüdischer Flüchtlinge in verschiedene transkaukasische Regionen fand nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem (70 n. Chr.) statt. Der Höhepunkt des Zustroms in den ersten Jahrhunderten des Christentums wird vom Chronisten Faustus von Byzanz (4. Jh. n. Chr.) bestätigt, der berichtet, dass die Perser unter König Sapor II (360 n. Chr.) in Armenien einmarschierten und mehr als 75.000 jüdische Gefangene – die Nachkommen derer, die zuvor aus Palästina in den Transkaukasus gekommen waren – mit sich nach Südpersien nahmen.“3Collins nach: The Universal Jewish Encyclopedia, Vol. 8, unter “Mountain Jews,” S. 26

Satellitenaufnahme des Kaukasus: im Norden Großer Kaukasus, im Süden Kleiner Kaukasus
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kaukasus.jpg
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/19/Kaukasus.jpg
NASA/MODIS – Jacques Descloitres, MODIS Land Rapid Response Team, Public domain, via Wikimedia Commons

Collins zufolge bemerkten die Juden, dass die Kaukasus-Region jahrhundertelang eine gastfreundliche Zuflucht waren, und viele von ihnen siedelten sich dort an. Von 700 v. Chr. bis mindestens zum 5. Jh. nach Chr. wurde es von zahlreichen Nachkommen der zehn Stämme Israels bewohnt, zu denen Collins auch Skythen, Iberer, Sacae und Goten zählt. Collins betont, dass die Juden, die dort lebten, aus Eretz Israel stammten; um anschließend wieder aus der Universal Jewish Encyclopedia zu zitieren:

“Anschließend schlossen sich ihnen [transkaukasischen Juden] andere Juden aus westlicheren Regionen an; aus Kleinasien, der Krimhalbinsel und insbesondere aus Byzanz (um den schweren Verfolgungen zu entkommen, die Kaiser Justinian im 6. Jh. n. Chr. erlitten hatte). Es ist offensichtlich … dass die jüdische Einwanderung in den Kaukasus nicht nur zu unterschiedlichen Zeiten, sondern auch aus unterschiedlichen Richtungen erfolgte. “4Collins nach: The Universal Jewish Encyclopedia, Vol. 8, unter “Mountain Jews,” S. 26

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Buchbesprechung: Eire Rautenberg: Volk des Lichts

  • von Roland M. Horn

Eire Rautenberg:

Volk des Lichts:

Die Herkunft der Teuta & der deutsche Ahnengott

Epubli GmbH, Berlin, 2017
978-3-7450-0714-5
EUR 11,99
Paperback 314 Seiten

Die Autorin befasst sich im vorliegenden Buch mit der Besiedlung des Ostens der BRD, die bereits 4.600-4800 v. u. Z. begann. Sie erinnert in diesem Zusammenhang an das Sonnenobservatorium von Goseck in Sachsen-Anhalt und andere hölzerne Kreisgrabenanlagen und stellt fest, dass der Ursprung dieser Kultur weitgehend im Dunkel liegt.

Rautenberg stellt weiter fest, dass es zu verschiedene Vermischungen zwischen Germanen und Kelten kam. Bei dem dem Begriff “Germanen” zugrunde liegenden Terminus “germanoi”, der erstmals vom griechischen Philosophen Poseidonius benutzt wurde, handelt es sich Rautenberg zufolge in Wirklichkeit um “lupenreine Kelten” (“celtoi”), die am Rhein und östlich davon die Zusatzbezeichnung “celtoi germanoi” erhielten, wobei das “celtoi” mit der Zeit wegfiel.

Die Autorin erkennet reale Wurzeln in der Deutschen Mythologie und befasst sich ausgiebig mit dem “dreifachen Ahnengott Tiwaz“. Sie kommt auf drei südgermanischen nach dem Gott Mannus benannten Mannus- bzw. Man-Stämme “Mannus-” (Man-Stämme) zu sprechen, die “sowohl sich selbst als Nachfahren als auch ihrer dreifaltigen ältesten Hauptgott nach der ‘Man-Rune‘ darstellen, welche sich oben in die Äste verzweigt, in denen die himmlische Energie dreifach einfließt, und sich nach unten im Stamm vereint, um die Erde zu befruchten”. Diese Mannus-Stämme teilen sich wieder in drei Zweige: Ist(wio), Irmon(o) und Ing(wio) – in urgermanischer Lautform: Istwaz, Ermnaz und Ingwaz. Die Man-Stämme kamen der Mythologie zufolge von der Sternen. (Das wäre für die Paläo-SETI-Anhänger ein interessanter Ansatz, doch darauf geht Rautenberg nicht ein.) Der Begriff “Man” erinnert die Autorin an die Termini “Monus” bzw. “Mon”, die im indogermanischen Sprachraum “Mensch” bedeuten, sowie an das altindische “Manuh”, das phyrgische und ägyptische “Manes” (der ägyptischen Überlieferung nach ein eine vordynastische Dynastie) und an den urgermanischen “Man”. Die Römer identifizierten den Oberbegriff für den oben angesprochenen Dreifaltigen Gott “Tiwaz” in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten mit dem römischen “Mars“. Dieser Gott war es, der unter dem Namen Ziu den altdeutschen Ziostag (Dienstag) prägte. Dieser Gott in althochdeutschen Quellen nicht erwähnt, und Rautenberg hegt den Verdacht, dass die “Verehrer im späten 8. Jahrhundert einem eingeschleppten hebräischen ‘Zion‘ verfallen” waren, worin sie den “himmlischen Wohnsitz” sieht, der später zu “Jerusalem” konkretisiert wurde. Auf diese heiße Spur nach Jerusalem geht die Autorin leider nicht weiter ein, sondern erkennt den Ursprungsort der Man-Stämme an den Küsten des Schwarzen Meeres, was aber nicht minder interessant und begründet ist.

Weiter geht Rautenberg auf den geheimnisumwitterten Begriff Thule ein, der oft für ein angebliches einstiges Land im Norden steht, Rautenberg stellt jedoch fest, dass Thule eben für keinen Ort steht, sondern in den Wodan/Odin-Mysterien als ein von Gott bestimmter “Spruchmeister” im Sinne von “würdiger Nachfolger”.

Rautenberg wendet sich entschieden gegen den antisemitischen, rassistischen und esoterischen Armanenorden, der den Begriff “Armanen” missbraucht und weist daraufhin, dass es sich bei den Armanen bzw. Ermanen um Edelleute im südgermanischen Raum handelte.

Besonders interessant ist die Auseinandersetzung der Autorin mit dem berüchtigten Begriff “Arier” und weist daraufhin, dass es im Gegensatz zu Hitlers Halbwissen zu seiner Zeit gar keine “reinrassigen Arier” gab, sondern die Deutschen “immer Einwanderer aus verschiedenen Völkern und Stämmen” waren. Weiter weist sie in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Arier im Iran genauso bekannt sind wie hier. Bereits der Perserkönig Darius I. bezeichnete sich als Arier, womit schlicht ein “edler Mensch” gemeint sei. Das “Reich der Arier” lag Rautenberg zufolge am Aralsee.

Eine große Rolle in Rautenbergs Ausführungen spielt der Stamm der keltischen Göttin Dana in Irland, der wohl aus der Gegend des Schwarzen Meers stammt. Rautenberg erkennt Namensähnlichkeiten des Begriffes “Dana” mit zahlreichen Flüssen und Namen von Göttinnen. Den Vogel schießt sie ab mit der Behauptung, dass Poseidon ursprünglich kein griechischer Gott war, da die Wortwurzel aus dem Indoiranischen komme und nicht nur das: Er habe einmal weibliche Attribute besessen. Die letzten drei Buchstaben dieses Poseidon bzw. “Os(ei)don” sieht Rautenberg ebenfalls als in Verbindung mit Dan/Dana stehend an. Die ehemaligen Don-Dana-Stämme jedenfalls stammten, wie Rautenberg sagt, der irischen Überlieferung zufolge aus der Gegend des Kaspischen und Schwarzen Meeres.

Auf eine Namensähnlichkeit in diesem Zusammenhang geht Rautenberg leider nicht ein: Der Begriff “Dan” ist auch der Name eines der “verlorenen” Stämme Israels, und bestimmten Autoren zufolge siedelten diese sich nach der Befreiung aus der assyrischen Gefangenschaft in der Gegend des Schwarzen Meers an. Hier hätten wir eine zweite Spur nach Jerusalem!

Weiter geht Rautenberg auf den alten ägyptischen Gott Theuth bzw. Thoth ein, den sie dem ägyptischen Papyrus Augenstern des Kosmos als “Sohn des Hermes” anzieht. (In den meisten bekannten Quellen sind jedoch Hermes und Thoth identisch.) Die Autorin stellt die Frage in den Raum, ob Hermes möglicherweise mit Herm(an)/Erman bzw. Arman, nach denen die Armanen benannt sind, gleichzusetzen ist. Der Gott Hermes-Thoth wurde später zu einem griechischen Gott.

Rautenberg stellt fest, dass das Ursprungsgebiet der Indogermanen das Schwarze Meer ist. Wenn man das mit meiner oben erkannten Spur nach Jerusalem verknüpft, könnte das eine weitreichende Implikation haben, nämlich das “Hitlers Germanen” letztlich Israeliten waren! Träfe das zu, wäre das wahrlich eine Ironie des Schicksals!

Die Autorin geht noch auf zahlreiche weitere Themen ein – und alle sind gut belegt und wohlbegründet! Um es einmal ganz plakativ auszudrücken: Wer dieses – dazu noch ausgesprochen preisgünstige – Buch nicht kauft, ist selbst schuld!

(Erstveröffentlichung auf Atlantisforschung.de)

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Nochmal zur Änderungsmöglichkeit des Magnetfelds

  • von Roland M. Horn

Grafische Darstellung des Erdmagnetfeldes (Illu.) Copyright: NASA Goddard Space Flight Center

Wir haben uns bereits mehrmals mit dem Thema “Magnetfeldumkehrungen” beschäftigt. Während einst als wissenschaftliche Norm galt, dass eine Umpolung des Erdmagnetfelds äußerst lange dauern würde, gingen “Seher” wie Edgar Cayce, der “Atlantisforscher wider Willens“, von sehr schnell verlaufenden Polveränderungen aus.

Nun berichtet Andreas Müller am 15.07.2020 auf seinem Blog Grenzwissenschaft aktuell über eine neue Studie, die zeigt, dass sich die Ausrichtung des Magnetfelds der Erde 10 mal schneller umpolen kann, als bisher angenommen wurde. Genau beruft sich Müller auf eine Studie von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen um Dr. Chris Davis von der University of Leeds und der University of California at San Diego. Die Wissenschaftler erlangten neue Erkenntnisse über den Einfluss eines wirbelnden Stroms aus flüssigem Eisen in 2800 Kilometern Tiefe unter der Erdoberfläche auf das Erdmagnetfeld im Verlauf der letzten 100.000 Jahre.

Müller erklärt, dass das Magnetfeld der Erde von einem konvektiven Fluss geschmolzenen Metalls erzeugt und aufrechterhalten wird, der den äußeren Erdkern bildet. Durch die Bewegung des flüssigen Eisens werden elektrische Ströme erzeugt, die das Feld antreiben.

Bereits in zahlreichen früheren Studien haben Wissenschaftler Sedimentproben, Proben aus einstigen Lavaströmen und menschliche Artefakte untersucht, um die Entwicklung des Magnetfelds rückwärts in der Zeit zu untersuchen, die die Ausrichtung des Magnetfeldes zur Zeit ihrer Entstehung aufzeigen. Jedoch gilt es als sehr schwierig, die genauen Signale des Magnetfelds der Erde in Proben dieser Art zu bestimmen, und aus diesem Grund gilt die konkrete Zu- und Einordnung der historischen Ausrichtungen des Felds bis heute als umstritten.

Die Ersteller der Studie haben deswegen einen anderen Weg gewählt: Sie kombinierten Computersimulationen des Erdmagnetfelds mit einer vor noch nicht allzu langer Zeit veröffentlichten Rekonstruktion der Zeitvariationen im Magnetfeld im Verlauf der letzten 100.000 Jahre. Müller schreibt: “Das Ergebnis zeigt, dass sich Veränderungen in der Ausrichtung des Erdmagnetfelds um das Zehnfache schneller einstellen können als die bislang schnellsten Schätzungen dieser Rate. Und Davis selbst sagt: “Da diese schnellen Veränderungen ein extremes Verhalten des flüssigen Erdkerns darstellen, liefern sie auch wichtige Informationen über das Verhalten des tiefen Erdinneren.

Darüber hinaus zeige die Studie, dass die beschriebenen schnellen Veränderungen zusammen mit lokalen Schwächungen des Magnetfelds aufträten. Dies bedeute, dass diese Veränderungen immer dann auftraten, wenn das Feld auch seine Polarität umgekehrt hatte, oder auch während geomagnetischer Wanderungen, als sich die Dipol-Achse des Felds weit von den Orten der geografischen Nord- und Südpole wegbewegt hatte.

Als deutlichstes Beispiel einer solchen Veränderung benennt Müller eine “scharfe Veränderung in der Ausrichtung des geomagnetischen Feldes um etwa 2,5 Grad pro Jahr vor rund 39.000 Jahren. Diese Veränderung ging mit einer lokalen Schwächung der Feldstärke in einer Region vor der Westküste Zentralamerikas einher und folgte dem globalen sogenannten Laschkamp-Ereignis – einer kurzzeitigen Umkehrung des Magnetfeldes, die vor etwas 41.000 (±2000)Jahren stattfand und ungefähr 440 Jahre andauerte.

Müller schließt mit den Worten:

Die Analyse zeigt, dass die schnellsten Richtungsänderungen mit der Bewegung von Flecken mit umgekehrtem Fluss auf der Oberfläche des flüssigen Kerns verbunden sind. Diese Flecken sind in niedrigeren Breiten häufiger anzutreffen, was darauf hindeutet, dass sich zukünftige Suchen nach schnellen Richtungsänderungen auf diese Bereiche konzentrieren sollten.

 

Quelle

Erstveröfffentlichung auf Atlantisforschung.de

nach

Müller, Andreas: Erdmagnetfeld kann sich 10x schneller ändern als bislang gedacht. Grenzwissenschaft-aktuell.de vom 15.07.2020

 

Weitere Artikel zum Thema Magnetfeldveränderungen auf Atlantisforschung.de

Polsprung (Roland M. Horn)

Neues in Sachen ‘Umpolung des irdischen Magnetfelds’ (Roland M. Horn)

Polverschiebung und Polumkehr – nun auch Themen für die Wissenschaft! (Roland M. Horn)

Polverschiebungen viel schneller möglich als gedacht (Roland M. Horn)

Wenn die Erdachse ‘verrutscht’(Bernhard Beier/Roland M. Horn)

Das Geheimnis der schwarzen Särge (neueste Version)

* von Roland M. Horn

Es war schon Mitte der 1990er Jahre, als ich erstmals auf das Phänomen der “Fliegenden Särge” aufmerksam gemacht wurde. UFOs in Form von “Kästen” (meistens von schwarzer Farbe) gehören nicht gerade zu den am meisten beobachteten Formen, doch mich scheinen sie regelrecht zu verlogen. Während ich mein (ehemalige e-)Buch “Menscheitsrätsel” für eine neue (Print-)Auflage kräftig überarbeitete und ergänzte, kam schon wieder ein neuer Fall dieser Sorte dazu. Nachfolgendend ein Auszug aus dem Buch, das jetzt dem Titel Menschheitsrätsel reloaded trägt.

Zeugenskizze des Herrn Raaf

Im Jahre 1994 lernte ich während eines Kuraufenthaltes den Zeugen Michael Kiem (geb. 1973) kennen, wo er mir seine UFO-Begegnung mehr oder weniger beiläufig erzählte. Kiem sei tief in der Nacht um ca. 3.30 Uhr (als Sichtungsdatum wird „ca. 1989“ angegeben) auf die Toilette gegangen und dabei auf ein Licht aufmerksam geworden, das draußen vor seinem Fenster zu sehen war. Dort vor dem Fenster habe er ein merkwürdiges Objekt gesehen, das später im Fragebogen als „größer als eine Untertasse bei ausgestrecktem Arm“ beschrieben wurde. Es hätte fast die Form eines U-Boots gehabt, und vorn und an der Seite war jeweils eine Reihe von Lichtern angebracht.

Zeugenskizze des Herrn Kiem

Herr Kiem betrachtete am nächsten Morgen die Sichtung als einen Traum, wobei er lediglich merkwürdig fand, dass ein Freund von ihm, Herr Torsten Raaf (ebenfalls geb. 1973), der zum Sichtungszeitpunkt wie Kiem in Frankfurt-Zeilsheim wohnte, die gleiche Sichtung gemacht hatte, auch „um diese Zeit herum“, wobei der genaue Zeitpunkt leider nicht mehr feststellbar ist. Beide Zeugen füllten den Fragebogen aus und unterschrieben die eidesstattliche Erklärung. Die Skizzen ähnelten sich sehr, nur die Zeichnung von Herrn Raaf erschien etwas kastenförmiger. Die Flugbewegung wurde von Kiem als von Nord nach Süd, von Raaf umgekehrt angegeben, und die Geschwindigkeit wurde von beiden Zeugen als „deutlich schneller als ein Zeppelin“ bezeichnet. Beide Zeugen kannten keine UFO-Literatur.

Wir haben zwei glaubwürdige Zeugen, ein recht großes Objekt, , was will man mehr? Andererseits bleiben doch noch Fragen offen. Fanden beide Sichtungen wirklich zur gleichen Zeit statt? War es vielleicht doch nur ein Traum? Oder wurde hier tatsächlich ein Flugobjekt unbekannter Identität beobachtet?1Horn, Roland M.: Sie sahen aus wie Untertassen. Leipzig 2006, S. 142f

Zeugenskizzen zum Fall Radevormwald

Interessant ist die Ähnlichkeit zu einem Fall, der sich am Freitag, dem 30.11.1984 zutrug und der seinerseits von der Gesellschaft des UFO-Phänomens e.V. (GEP e.V.) untersucht wurde. Damals wurde bei Radevormwald ebenfalls ein „großer schwarzer Kasten“ am Himmel gesichtet. Der Zeuge öffnete am Sichtungsabend um 22.47 Uhr die Balkontür, um das Zimmer zu lüften. Dabei trat er auch auf den Balkon hinaus, wobei ihm auffiel, dass sich der im Südwesten stehende Mond verdunkelte, obwohl es zu diesem Zeitpunkt sternenklar, bzw. wolkenlos war. Der Zeuge bemerkte ein Objekt, das durch das Einschalten eines starken Lichts auf sich aufmerksam machte. Dieses Objekt hatte die Form eines länglichen Kastens, und das beschriebene Licht befand sich innerhalb eines ring- oder schlauchförmigen Gebildes. Der Ring, der wie ein Gürtel um das Objekt herumführte, begann plötzlich an einer Stelle gelb zu leuchten, und anschließend breitete sich dieses gelbe Licht nach beiden Seiten hin aus. Nach ca. 90 Minuten war dieser Vorgang beendet, begann allerdings noch einmal von vorne, wobei nun aber das Licht weiß und extrem hell war – so hell, dass dem Zeugen die Augen brannten, wenn er direkt hineinblickte. Es überlagerte das gelbe Licht und beleuchtete nun den gesamten sichtbaren Ring. Im hellen Licht bemerkte der Zeuge kleine schwarze, unregelmäßig angeordnete Striche, die ebenfalls in beiden Richtungen um den Ring wanderten. An der Vorderseite des „Kastens“ nahm der Zeuge zwei runde „Gebilde“ war, die mit kupferfarbenen waagerechten Lamellen versehen waren. Aus den Unterkanten dieser Lamellen trat „dunkelbraunes Licht“ aus. Der untere Teil des Objektes erschien anthrazit bis dunkelblau, während der mittlere Bereich als „hellblau“ beschrieben wurde. Der Zeuge konnte an der Vorderseite noch viele regelmäßig angeordnete schwarze Punkte erkennen. Um die runden Gebilde herum will der Zeuge strassähnliche Stellen wahrgenommen haben, die stark glitzerten. Die obere Kante der Objektfrontseite erschien in einer gelb-grünen Farbe, die nach unten hin immer dunkler wurde und schließlich in schwarz überging. Die Oberfläche des Objekts ähnelte gebrochenem Grauguss. Die Sichtungsdauer betrug zwei Minuten.

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Buchbesprechung: Luc Bürgin: Neues aus Absurdistan

* von Roland M. Horn

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51wBrEjo3fL._SX318_BO1,204,203,200_.jpgLuc Bürgin:

Neues aus Absurdistan

Sind wir noch zu retten?

Kopp, Rottenburg, Mai 2020
ISBN: 978-3-86445-744-9
Preis: EUR 12,99
Gebunden, 151 Seiten

„März 2020: Der Tag, an dem die halbe Welt stillstand. Der Tag, an dem ich dieses Manuskript dem Verlag abliefern musste. Der Tag, ab dem unser Leben plötzlich kopfstand. Und der Tag, an dem mir endgültig klar wurde, dass uns keine noch so luxuriöse Gesichtsmaske je vor der Mikrobe der menschlichen Dummheit schützen wird.

‚Wenn ich mir die weltweite Coronavirus-Panik angucke, verstehe ich endlich, warum unsere Regierungen Informationen über Ufos oder Außerirdische verheimlichen‘, mailte mir eine liebe Freundin, als vielen Supermärkten wegen Hamsterkäufen nicht etwa die Grundnahrungsmittel ausgingen – sondern das Toilettenpapier’! Und die trotz kostenloser Papierflut. Im Briefkasten. Hand auf’s Herz – und bei allem Respekt: Wie fortschrittlich ist eine Gesellschaft, die in Krisenzeiten zuallererst darüber aufgeklärt werden muss, wie man sich effizient die Hände wäscht?“,

schreibt Luc Bürgin auf s. 149 in „Nachtrag und Danksagung“. Ja, irgendwie ist es schade, dass Bürgins Manuskript schon zu Beginn der „Coronakrise“ abgegeben werden musste – andererseits aber wäre es bei späterer Fertigstellung vermutlich mindestens doppelt so lang ausgefallen, oder bestimmte Absurditäten hätten herausgenommen werden müssen. So sehen wir aber, dass es schon vor Corona genug Absurditäten auf diesem Planeten gibt, so dass der Titel vollauf gerechtfertigt ist. Mit spitzer Zunge führt Bürgin uns die Welt der Absurditäten ein.

Ist es nicht absurd, dass die Schweiz 2018 über 500 Millionen Franken an Entwicklungshilfe nach Ruanda pumpte, während der englischen Fußballverein Arsenal London das genannte afrikanische Land gleichzeitig mit 35 Millionen Euro pro Jahr sponserte? Oder, dass im gleichen Jahr chinesische Produktionsfirmen westliche Blutdruckmedikamente mit krebserregenden Zusatzstoffen verseuchten, ohne den jeweiligen Patienten vor seinem Ableben mit einem Glückskeks zu entschädigen, wie Bürgin in typischer Manier hinzufügt? Dass Liebeshungrige in Schweden gemäß Staatsdiktat vor sexuellen Höhenflügen neuerdings ihren ausdrücklichen Willen zum Akt befunden müssen, „ehe sie juristisch konform schnackseln dürfen?“ Und dass die Paparazzi von Google Street View es mit dem Datenschutz derart genau nehmen, dass im englischen Cambridge sogar die Köpfe von Kühen verpixelt werden?

„Hilfe, unser Wald stirbt: In 10 Jahren gibt es keinen einzigen Baum mehr!“, lernte Bürgin in den 1980er Jahren im Gymnasium und erhielt für das stupide Abschreiben aus WWF-Broschüren damals Bestnoten. – Und unsere Wälder blühen zur Stunde immer noch. Heute demonstriert man mit Smartphone am Ohr, Cola-Dose oder Fastfood-Burger in der Hand und edlen Markenklamotten aus billigster Kinderproduktion am Leib gegen den Klimawandel, während es gegen den Intelligenznotstand noch keine Demos gibt.

Auch das deutsche Telefonbuch weist einige Absurditäten auf: Da wohnt in Wismar ein Herr Hitler, während im Telefonbuch Bergisch-Gladbach der Name „Stalin“ aufgeführt ist. In Bad Freienwald agiert ein „Abschleppdienst Norbert Schwanz“, während in Gifhorn ein Chirurg namens Dr. Grausam operiert. Weiter sind in Deutschland Steuerberater namens „Geldmacher“ verzeichnet, während der Sanitäter Michael Nothdurft, das Bettenfachgeschäft Ficker, die Bäckerei Kotz und die Fahrschule Folter in Deutschland aktiv sind; von der Totengräber-Firma „Geile Bestattungen“ und dem Urologen Uwe Sackmann ganz zu schweigen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Menschen mit den Nachnamen Judenfeind oder gar Neger. Ist es nicht rassistisch, wenn das „Neger Beerdigungsinstitut“ in Leimen zu Werke geht?

Am allerheiligsten Feiertag der Christenheit, dem Karfreitag, ist nicht nur Monty Pythons Klassiker „Das Leben de Brain“ verboten, sondern auch beispielsweise „Quax, der Bruchpilot” mit Heinz Rühmann, „Piefke, der Schrecken der Kompanie“ mit Harald Juhnke, „Die Abenteuer des Rabbi Jacob“ mit Louis de Funès, „Banana Joe“ mit Bud Spencer und sogar der Trickfilm „Heidi in den Bergen” von 1975, „weil selbst in diesem Fall eine Verletzung des religiösen oder sittlichen Empfindens zu befürchten sei“.

Selbst die deutsche Nationalhymne wird von den Absurditäten nicht verschont. Im Gender-Wahn soll „Vaterland“ durch „Heimatland“ und „brüderlich“ durch “couragiert” ersetzt werden, wie die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums im März 2018 forderte.

Doch es wird noch schlimmer mit den Kuriositäten: So ist zwar das Radfahren auf Helgoland grundsätzlich verboten, das Parken im Haltverbot für Blinde jedoch erlaubt. Eine Sorte Bionüsse aus Asien enthält die Aufschrift: „Achtung, kann Spuren von Nüssen enthalten!“ Wikipedia, das wohl meistgelesene Lexikon der Welt enthält „etwa in einem verunglückten Artikel zum Suchbegriff ‘Chiemsee-Sessel’“ ein Zitat aus einem DTV-Buch von 2011, das freilich nie erschienen ist…

Interessant auch so manche Wendung im Bürgerlichen Gesetzbuch, das fachgerecht erklärt: „Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat.“ Oder: „Tiere sind keine Sachen. […] Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden…“

Das ist nur eine kurze Auswahl der Kuriositäten-Sammlung aus Luc Bürgins Buch. Lach- wie Tränenausbrüche sind wie Momente des Entsetzens beim Lesen dieses Werkes garantiert. Unbedingt kaufen!

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Die Wahrheit über Jerusalem

Jerusalem photo

Jerusalem

* von Roland M. Horn

„Und es soll geschehen an jenem Tage, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich daran wund reißen; und alle Nationen der Erde werden sich gegen sie versammeln.“ (Sacharja 12,3 Bibelübersetzung nach Schlachter)

In der Bibel wird Jerusalem erstmals in 1. Mose 14, 17-24 erwähnt, wo es nach Schlachter heißt:

„Als aber Abram von der Schlacht gegen Kedor-Laomer und die Könige, die mit ihm waren, zurückkehrte, ging ihm der König von Sodom entgegen in das Tal Schaveh, welches Königstal genannt wird. Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhöchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram vom allerhöchsten Gott, dem Besitzer des Himmels und der Erde. Und gelobt sei Gott, der Allerhöchste, der deine Feinde in deine Hand geliefert hat! Und Abram gab ihm den Zehnten von allem. Da sprach der König von Sodom zu Abram: Gib mir die Seelen, die Habe behalte für dich! Abram sprach zum König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu dem Herrn, dem allerhöchsten Gott, dem Besitzer des Himmels und der Erde, dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch Schuhriemen nehmen will, dass du nicht sagest: ‚Ich habe Abram reich gemacht‘, ausgenommen, was die Jünglinge gegessen haben, und den Teil der Männer Aner, Eschkol und Mamre, die mit mir gezogen sind; sie sollen ihren Anteil erhalten.“

Hier ist bereits lange vor der Gründung Israels von Jerusalem die Rede. Es unterstand einem König, der gleichzeitig Hohepriester und ein „ein Priester Gottes, des Allerhöchsten“ genannt wird. Er herrschte über Salem, das hier mit Jerusalem gleichgesetzt wird und er segnete den Abram, der später Abraham heißen sollte.

Der hebräische Name Jerusalem ist Jeruschalajim, und die Araber nennen Jerusalem heute al-Quds, was „Die Heilige“ bedeutet. Das ist schon bemerkenswert, denn im Heiligen Buch der Moslems, dem Koran, wird Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt.

Friz Rienecker und Gerhard Meier sagen in ihrem Lexikon der Bibel (Witten 1994)von Jerusalem, dass „das erste Jerusalem“ die Jebusiterstadt1Die Jebusiter waren der Bibel zufolge ein Volk im Vorderen Orient, das vom Stamm Kanaan war. Währen der Landnahme lebten sie neben weiteren kanaanäischen Stämmen auf dem Gebirge Juda. Jebus war, die in der Bibel auch „Burg Zion“ genannt wurde. Trotz einer ersten Eroberung durch Joshua und seinen Mannen blieb die Stadt jebusitisch.

Diese Stadt lag Rienecker und Meier zufolge an der Gihonquelle. Gihon bzw. Gichon bezeichnet einen Strom, der im 1. Buch Mose erwähnt wird und den Garten Eden umflossen haben soll! In Kap. 2 V. 10-15 heißt es nach Schlachter:

„Es ging aber ein Strom aus von Eden, um den Garten zu bewässern; von dort aber teilte er sich und wurde zu vier Hauptströmen. Der erste heißt Pison; das ist der, welcher das ganze Land Hawila umfließt, wo das Gold ist; und das Gold dieses Landes ist gut; dort kommt auch das Bedolach-Harz vor und der Edelstein Onyx. Der zweite Strom heißt Gihon; das ist der, welcher das ganze Land Kusch umfließt. Der dritte Strom heißt Tigris; das ist der, welcher östlich von Assur fließt. Der vierte Strom ist der Euphrat. Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre…“

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“Nur eine Geschichte” – aus Kapitel 6

Ziva hasste es, wenn Nathaniel erst Andeutungen machte und dann eine längere Pause einlegte. Sie wusste, dass er das absichtlich tat und sogar Vergnügen dabei hatte. Dabei redete er doch sonst wie ein Wasserfall!

Endlich setze Nathaniel wieder an zu sprechen. Erst langsam, dann wieder flüssiger, und schließlich sprudelte der Wasserfall wieder!

„Offiziell“, so sprach er, „wird diese ‚Bundeslade‘ als ein ‚Kultobjekt‘ angesehen. Doch sie war weit mehr als das. Die Lade begleitete unser Volk über sehr lange Zeit über und konnte Wunder tun.“

„Der Begriff ‚Lade‘ bedeutet nichts anderes als ‚Kasten‘ oder ‚Kiste. Wie ich Dir bereits sagte, enthielt sie die beiden steinernen Tafeln mit den zehn Geboten. In einer christlichen Schrift heißt es sogar, dass auch ein Krug mit Manna und der Stab Mose, der hier wieder als Stab Aarons bezeichnet wird, in der Lade gelagert waren.“

„Die Lade des Heiligen Bundes, den ‚Gott‘ mit unserem Volk schloss, befand sich im sogenannten Allerheiligsten der Stiftshütte, von die ich Dir ja bereits erzählt hatte. Die Bundeslade soll nach Gottes Anweisung gebaut worden sein und war, als sie fertig war, 2 ½ Ellen breit und 1 ½ Ellen hoch. Dabei soll die längere Elle von 25,5 Zentimetern gemeint sein. Sie bestand aus Akazienholz und war mit Gold überzogen und einem Goldenen Kranz, der ringsherum lief, verziert. Sie stand auf vier kurzen und nach außen gebogenen Füßen. An den Stellen, an denen diese Füße in die Kistenwände eingesetzt waren, waren an zwei einander gegenübersehenden Seite je zwei goldenen Ringe, durch die die Stangen aus goldüberzogenem Akazienholz gezogen waren, die herausgenommen werden konnten und durften, angebracht.“

„Das ist ja alles schön und gut!“, unterbrach Ziva. „Aber wer hat die Lade gebaut und welche Wunder tat sie?“

„Immer mit der Ruhe“, tadelte Nathaniel Ziva.

“Der hat es gerade nötig, von Ruhe zu sprechen”, dachte Ziva, “dabei hetzt der mich doch geradewegs durch seine Geschichten.”

Sie überlegte kurz, ob sie ihn darauf ansprechen sollte, ließ es dann aber doch bleiben.

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Kommentar zum Bundesligaspiel Schalke 04 gegen TSG Hoffenheim am 07.03.2020

* von Roland M. Horn

das Gute (mich für mich) zuerst: Mein Ergebnis-Tipp hat gestimmt. Freuen kann ich mich darüber allerdings nicht.

Das Gute zum Spiel: Die erste Halbzeit fand ich ganz ordentlich und ansehnlich. Das Schlechte: Die zweite Halbzeit hatte größtenteils etwas von Leistungsverweigerung. Ich meine: Wie kann es sein, dass, wenn man eh schon weiß, dass man verdammt anfällig für Standards ist, zwei Minuten (!) nach dem Einfangen eines Gegentores nach Freistoß (das glücklicherweise nicht gegeben wurde und eigentlich als Warnsschuss hätte angesehen werden müssen!) bei einem gegnerischen Eckstoß kollektiv in Tiefschlaf verfällt und Beamtenmikado spielt? Gibt es ein Krankheitsbild wie “Standard-Phobie”, bei der die Angst die Spieler lähmt? Eine andere Erklärung habe ich jedenfalls nicht!

Das zweite große Problem in der zweiten Halbzeit war m. E., dass ich absolut keinen Willen erkennen konnte, das Spiel doch noch zu gewinnen. Keine Leidenschaft. Kein Feuer. Kein Biss. Kein Anrennen. Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, wir spielen zu Hause gegen Hoffenheim auf Halten des Remis! Die Pfiffe des Publikums nach dem Spiel waren absolut berechtigt, da der Eindruck der guten Ansätze in der 1. Halbzeit durch durch Verhalten in der 2. vollkommen zunichte gemacht wurde! Jetzt zum Schluss noch eine gute Nachricht. Wir haben wieder einen Punkt mehr. Jetzt 37. Noch drei Spiele von der Sorte von heute mit dem Ergebnis je eines Unentschiedens sollten uns ohne Weiteres gelingen, so dass wir auch theoretisch mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun bekommen werden. Wenn das der Plan für den Rest der Saison ist, dann hat er sehr gute Chancen, aufzugehen….

Wenn ich mir in die Pressekonferenz nach dem Spiel die pampig hingerotzten Antworten von Trainer David Wagner, der sich ständig auf der Floskel “unsere derzeitige Situation” (damit meint er die vielen Verletzten) ausruht, anhöre, kommt in mir sogar der Verdacht auf, dass der Trainer diese Un-Spielweise nicht nur unterstützt, sondern sogar als Taktik ausgegeben hat…

Jüdischer Selbsthass – eine Gefahr für Juden und Israel

* von Roland M. Horn

Wir wissen, dass Juden von vielen Seiten angefeindet und gehasst werden. Da sind an erster Stelle natürlich die Anhänger Adolf Hitlers zu nennen, der über 6 Mio. Angehörige dieses Volkes bestialisch und systematisch ermorden ließ, da sind aber auch die Kommunisten und Sozialisten nicht zu vergessen, die angeblich nichts gegen Juden haben, meist aber dem Staat der Juden, Israel, gegenüber äußerst feindselig eingestellt sind. Sozialistische Staaten sind meist sofort mit dabei, wenn es darum geht, den Staat der Juden im UNO-“Menschenrechtsrat” zu verurteilen – Seite an Seiten mit dem Gros der muslimischen Staaten, deren schlimmsten Vertreter immer wieder mal durchblicken lassen, dass es ihnen nicht nur um die Auslöschung des “Unrechtsstats Israel”, sondern auch um die Vernichtung der Juden an sich geht. Ein vierter Feind, der oft vergessen wird, aber mindestens genauso gefährlich sein kann, ist der selbsthassende Jude.

Wikipedia schreibt über das Phänomen des Jüdischen Selbsthasses etwas kritisch:

„Der Begriff jüdischer Selbsthass soll ein angebliches Verhalten einzelner jüdischer Persönlichkeiten beschreiben, die sich nach der „Selbsthass-Theorie“ in überkritischer oder psychisch autodestruktiver Art gegen das Judentum und die eigene Zugehörigkeit zum Judentum wenden.“ (Zit. n. Horn, Roland M. Blauer Stern auf weißem Grund, epubli 2020, S. 301)

Deutlicher äußert sich Broder, wenn er schreibt:

„Es gibt keine Formel, mit der man jüdischen Antisemitismus erklären könnte. Der Begriff ist uralt und meines Wissens von Theodor Lessing geprägt worden, und vermutlich ist das Phänomen noch älter als der Begriff selbst. Am Anfang war es, wie bei Theodor Lessing selbst, eine Form von Emanzipationsbewegung aufgeklärter, liberaler, gebildeter Juden und richtete sich gegen diese seltsamen, schwarz gekleideten jüdischen Untermenschen in Europa. Das gab es öfter bei Literaten; auch Karl Kraus verfasste eine solche Schrift. Dann kam Auschwitz, und nach Auschwitz waren solche Juden nicht mehr harmlos.“ (ebd.)

Weiter sagt Broder zu diesem Phänomen:

„Ein antizionistischer Jude ist tendenziell ein Antisemit. Der Antizionismus ist für Nichtjuden wie für Juden nur eine Ausrede, ihren Antisemitismus sozusagen in einer politisch aseptischen Form präsentieren zu können. Kein Mensch geht hin und sagt: Ich bin Antisemit. Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte.“

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