Jüdische Rundschau: Leserbrief von Dr. Rafael Korenzecher auf Facebook

Wie gewohnt nimmt der Herausgeber der JÜDISCHEN RUNDSCHAU, Dr. Rafael Korenzecher, auch in seiner aktuellen Kolumne kein Blatt vor den Mund:

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Rosch HaSchanah, das jüdische Neujahrsfest 5782 und das jüdische Versöhnungsfest Jom Kippur liegen in diesem Jahr bereits hinter uns. Das jüdische Jahr und der jährliche Thora-Zyklus stehen wieder auf Anfang.

Das ganze Jahr hindurch lesen die Juden in aller Welt die Thora von Anfang bis Ende, und beginnen nach Rosch HaSchanah immer wieder aufs Neue – Jahr um Jahr, Jahrhundert um Jahrhundert, Jahrtausend um Jahrtausend. Sowohl der eigene Ursprung als auch die über viele Zeiträume hindurch sehr leidvolle Geschichte des jüdischen Volkes werden von Generation zu Generation weitergetragen. Kein jüdisches Opfer wird jemals vergessen.

Trotz aller jahrtausendealten Anfeindungen verdanken die Christen und – wenn auch in sehr schlecht plagiierter Form – die Muslime ihren religiösen Ursprung und ihre religiöse Identität diesem heiligen Buch der Juden.

Besonders mit den Zehn Geboten haben die Juden der gesamten Menschheit und der Zivilisation auch im weltlichen Sinne einen ersten frühen, in seinem Grundwesen bis heute gültigen ethischen und moralischen Kodex dargebracht.

Trotz dieser überragenden Leistung des Judentums wurden Antisemitismus und gewalttätiger Judenhass mitgetragen und gerechtfertigt von großen Teilen der beiden christlichen Kirchen, die in der bestialischen Ermordung von Juden keinesfalls einen Widerspruch zu ihrer christlichen Lehre mit ihren jüdischen Ursprüngen und ihrem jüdischen G’tt sahen.

Gerade die jüngste Behauptung von Papst Franziskus, die Thora gebe kein Leben, und biete nicht die Erfüllung der Verheißung, ist ungeheuerlich und hat in der jüdischen Welt für große Aufregung gesorgt.

Was der trotz massiver Christenverfolgung in islamischen Ländern überaus Islam- und Sozialismus-affine Papst Franziskus sich da kürzlich an antijüdischer Polemik geleistet hat, dürfte ein weiterer Beleg dafür sein, dass die katholische Kirche nicht nur ein bis heute nicht aufgearbeitetes sexuelles Missbrauchsproblem hat, sondern ungeachtet ihrer traurigen, mit Judenverunrechtung und Judenverfolgung gefüllten Geschichte sowie allen Heuchelreden von Nächstenliebe zum Trotz, bis in ihre Spitze die alten Vorbehalten ausgerechnet gegen ihre jüdischen Religionsstifter keinesfalls überwunden hat.

Einen weiteren Jahrestag feiert in diesem Monat allerdings auch die durch und durch in der als Israelkritik getarnten antijüdischen Tradition ihres Stifters verharrende protestantische Kirche. Der bis zum Mord an Juden aufrufende Antisemitismus des von der evangelischen Kirche bis heute bejubelten sogenannten Reformators Martin Luther, der vor über 500 Jahren in Deutschland eine Abspaltung der evangelischen Kirche von der zutiefst judenfeindlichen katholischen Kirche initiierte, vereitelte leider auch die Hoffnung auf eine Besserung der damaligen Lebenssituation des jüdischen Bevölkerungsteils.

Luthers Judenhass bot dem rassistischen Antisemitismus des Luther-Fans Hitlers den gewünschten Boden und die gewünschte breite gesellschaftliche Akzeptanz und ist trotz schwacher innerkirchlicher Opposition unzweifelhaft mitverantwortlich für den nationalsozialistischen Massenmord an den Juden.

Leider lassen der uralte, vielfach noch bis heute in rechter Aggression gegen Juden perpetuierte christliche Antisemitismus und die Jahrhunderte währenden darauf gründenden Pogrome und Verfolgungen, die besonders im letzten Jahrhundert ihren tragischen, entmenschten Höhepunkt in der von deutscher Seite verübten Schoah erfahren haben, die große ethische Leistung, die die Zehn Gebote auch für die säkulare Entwicklung der Menschheit darstellen, häufig ebenso vergessen wie ganz besonders der heute wieder massiv weltweit aufgeflammte und täglich gelebte gewalttätige, die Vernichtung der Juden und des jüdischen Staates fordernde und von Kirchenseite kaum geächtete islamische Judenhass.

Die vor den Augen aller gesellschaftlichen Kräfte und der Kirchen ermöglichte und verübte Schoah, das war nicht etwa ein einziger deutscher Mord an 6 Millionen Juden – das waren Opfer um Opfer sechs Millionen einzelne, bestialische Morde an jüdischen Kindern, Frauen und Männern, deren einzige Schuld darin bestand Juden zu sein.

Die Erinnerung und Nennung dieser simplen historischen Wahrheiten mögen schmerzen und vielen alles andere als willkommen sein, sind aber gerade angesichts der heutigen Erschütterungen und Verwerfungen unserer bundesrepublikanischen Gesellschaft unverzichtbar.

Ist es doch vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund der christlichen und deutschen Täterschaft ungeheuerlich, wie gleichgültig, schmerzunempfindlich, indifferent und sogar wohlwollend der gegenwärtig größten Bedrohung jüdischen Lebens in Westeuropa und besonders in diesem Lande entgegengesehen wird.

Heuchel-Gedenkfeiern für gute, weil tote Juden

Was uns unmittelbar zu den ebenfalls im letzten Monat hinter uns liegenden Bundestagswahlen in unserem Lande bringt.

Was immer das Ergebnis dieser Wahlen für die erstmalig seit 16 Jahren ohne die bisherige Kanzlerin zu bildende Regierung und an voraussehbaren Erschwernissen für die freiheitlich-demokratische, wirtschaftlich selbstbestimmte westliche Lebensart der Menschen unseres Landes bedeuten mag – das ohnehin schon nur noch unter Polizeischutz dahinschwindende jüdische Leben in Deutschland wird es dadurch ganz sicher nicht leichter haben.

Dabei ist es nicht etwa so, dass das Ausscheiden von Frau Merkel aus der Politik zu bedauern wäre.

Vielmehr war es eher schädlich, dass sie nicht schon viel früher aus dem Amt geschieden ist. Wer Augen hatte, die unheilvollen Veränderungen unserer Lebenskultur unter ihrer Führung zu sehen, wird sie keine Sekunde vermissen. Wohl aber werden wir alle die entsetzlichen Folgen ihrer schrecklichen und fast endlosen Irreführung dieses Landes ertragen müssen.

Ihre selbstmörderische Einwanderungspolitik der offenen Grenzen und ihr Import von Massen gewalttätiger islamischer Judenhasser und Feinde unseres säkularen demokratischen Systems hat – wie gerade eben der antisemitische Vorfall gegen den Sohn von Abi Ofarim in Leipzig beweist – reaktiv auch den rechten Rand gestärkt und die Stabilität unserer Demokratie sowie die Sicherheit der Menschen in diesem Land zerstört, allem voran die Sicherheit der jüdischen Menschen.

Das ist unverzeihlich, weil gerade die Juden nach dem Schrecken der Schoah ihr Leben und das ihrer Kinder im Vertrauen auf die falschen und inhaltsleeren „Nie wieder“-Lippenbekenntnisse der Politik ein weiteres Mal in diesem Lande aufgebaut haben.

Neben dem durch Frau Merkel gesteuerten links- und grün-Shift ihrer Partei und der Beseitigung der politischen Mitte hat die bereits im Ansatz erkennbare selten dumme Entscheidung der CDU für den falschen Kandidaten und sein erwartetes persönliches Versagen die einzige halbwegs bürgerliche Partei bezüglich ihres Stimmenanteils pulverisiert und sie der Bestimmung über das Kanzleramt und die Koalition beraubt.

Königsmacher sind jetzt die linken und grünen Systemfeinde. Und sie werden ihre Chance nutzen. Der Kandidat Laschet wird das Wahlbeben natürlich nicht überstehen und von seiner frustrierten Partei aus dem Amt gejagt. Aber das ist nicht wichtig.

Wirklich verloren hat unser Land und seine Menschen, auch wenn sie es sind, die das sich anbahnende links-grüne Desaster verursacht haben.

Es ist kaum zu hoffen, dass die Liberalen trotz ihres Hungers auf Ministerämter erkennen werden, dass ihre Partei und jedes bürgerliche Anliegen in einer Ampel-Koalition durch SPD und Grüne vollständig marginalisiert wäre und das Interesse ihrer Wähler verraten würde.

Meinungsfreiheit wird in Deutschland zur Mutprobe

Eine kürzlich durchgeführte Erhebung hat ergeben, dass sich ein erheblicher Teil der Bürger dieses Staates kaum noch traut offen seine Meinung kundzutun, wenn diese nicht in das links-ideologische Bessermensch-Schema unserer sehr weit nach grün und links gedrifteten Politik und ihrer Erfüllungsmedien passt

Es ist eine Schande, dass der realistische und Maulkorb-befreite Blick auf unsere heutige bundesrepublikanische Wirklichkeit nicht nur für die Jüdische Rundschau, sondern für alle, die sich der unablässigen, vorsätzlich Themen-verfehlten Klima-hysterischen, Islam-affinen Bevormundungs-Gehirnwäsche durch unsere Steinmeiers, Merkels, Stegners, Baerbocks und Co. sowie ihre Medien-Claqueure zu entziehen wagen, nur noch unter der Aufbietung größten persönlichen Mutes und größter Zivilcourage möglich ist.

Jeder Versuch der Kritik an der heutigen verfehlten, wirtschaftsfeindlichen, einen Sozialismus 2.0 anstrebenden Politik wird mit übelster Polemik, Diffamierung und Falschverortung ins rechte Lager geahndet.

Das war zu Beginn der Merkel-Ära noch nicht so und wird vor allem nach diesen Wahlen wohl noch deutlich schlimmer werden.

Angesichts des politischen Schadens, den die links-grünen Klimascharlatane mit ihrem Lügengebäude unentwegt anrichten, können sie es wahrscheinlich selbst nicht glauben, dass sie trotz der in vielerlei Hinsicht ignoranten Lebenslauflügnerin und Plagiatorin Baerbock immer noch in derart hoher Zahl gewählt wurden.

Aber der deutsche Wähler scheint, wie die Geschichte bereits unseliger Weise gezeigt hat, geradezu prädestiniert zu sein, seinen Verderbern bis zum bitteren Ende zu folgen.

Mehr noch – er trinkt sogar mit Vorliebe von dem Kakao, durch den man ihn gnadenlos zieht.

Okay, die Entscheidung der CDU für den profillosen, mit den Grünen in Bezug auf Grünheit noch wetteifernden A. Laschet zu ihrem Aushängeschild war wirklich zu dumm. Wozu braucht man eigentlich eine grüne CDU-Kopie, da kann man doch gleich das Original wählen. Hat auch jeder mit einigermaßen politischem Instinkt voraussehen können. Genauso wie die Nibelungentreue zu der grünen, nur dem Namen nach christdemokratischen Kanzlerin.

CDU: Aus der sicheren Pool-Position ins Stimmenelend

Auch wenn in Wirklichkeit Frau Merkel nach Kräften mitgeholfen hat, hat es doch vor allem Herr Laschet dann ja auch – wie vorausgesehen und vorausgesagt – bestens geschafft, seine Partei aus der sicheren Pool-Position ins Stimmenelend zu stürzen. Überraschend ist das wohl nur für die CDU selbst.

Und okay, der deutsche Wähler hat sich, was seine Wahlpräferenzen betraf, auch schon in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert und seine eigenen Feinde, die natürlich – was denn sonst – als seine Freunde rüberkamen, selbst gewählt. Ich denke da nur mal an die Wahlen am Ende der Weimarer Republik.

Hätte er sich damals klüger verhalten und mehr informiert, dann hätte die Weimarer Republik nicht ihre Existenz und 6 Millionen Juden nicht ihr Leben verloren. Und den Menschen in Deutschland wäre es, wie wir alle wissen, auch besser gegangen.

Aber sie mussten ja schon damals unbedingt die Welt retten, indem sie die Juden umbrachten.

Und bitte, bitte, damit wir uns nicht falsch verstehen. Natürlich steht derartiges nicht ins Haus – nicht einmal ansatzweise!

Aber das ist auch schon alles. Heute retten die Deutschen schon wieder die Welt, indem sie die Judenhasser aus allen islamischen failed States einlassen, und uns zwar nicht vor deren nahezu täglicher Messergewalt, vor deren Rechtsverachtung und vor deren Terror schützen, dafür aber vor dem sicheren Klimatod.

Den werden wir natürlich, wenn die Messerattacken auf alle und jeden weiter so ansteigen wie bisher, gar nicht mehr erleben. Und dem größten Teil der von ihnen über alles hofierten Muslime ist das Klima – wie in ihren Ländern erkennbar – ohnehin nicht wirklich wichtig.

Aber trotzdem und trotz aller oben genannten Fehler der von Merkel fast vollständig pulverisierten bürgerlichen Mitte – der deutsche Selbstmord auf Raten bleibt unverständlich und wird wohl später ganz sicher die Geschichtsforschung noch lange beschäftigen:

Die Umfragen belegen es – und man kann es kaum fassen – die Menschen wählen tatsächlich die dezidierten roten und grünen Feinde ihrer westlichen Lebensart und sind dabei, sich freiwillig einem bisher überall gescheiterten Sozialismus, Staatsdirigismus, Vergesellschaftungswahn und damit verbundener, unausweichlicher und leistungsunfähiger politischer Vetternwirtschaft zu unterwerfen.

Und das alles, obwohl doch genau diese Leute – um nur ein Harmlos-Beispiel anzuführen – es nicht einmal geschafft haben, einen überfälligen Flughafen wie den BER ohne Korruption und Milliardenverschwendung an Steuergeldern fertigzubauen. Von den epochalen Zeitverläufen bis zu der heutigen, immer noch teilprovisorischen Inbetriebnahme gar nicht zu sprechen.

Dabei hatten sie nicht nur die DDR vor der Nase (falscher Name – demokratisch war die nicht, das lässt sich mit sozialistisch nicht vereinbaren, nicht mal mit sozial, wenn man die sich auch schon hier abzeichnenden ausufernden Privilegien ihrer Polit-Bonzen betrachtet).<

Sie können es jetzt sogar in Echtzeit am Live-Beispiel ihrer Hauptstadt Berlin mitverfolgen, wie der Verfall einer Stadt – und zwar angefangen von der Verwaltung bis zu Drogenparks und zur kaum noch vorhandenen öffentlichen Sicherheit – unter einem rot-grün-roten Regime voranschreitet.

Jetzt sorgen sogar auch schon die Clans für das Wohl ihrer aggressiven und übergriffigen Sprösslinge an den Schulen. Gleichzeitig gehen die Bürger auch noch dem unwissenschaftlichen Irrsinn vom menschengemachten Klimawandel (Betonung liegt auf menschengemacht) der durchaus mit faschistoiden Verbotsplänen daherkommenden grünen Wirtschafts- und Fortschrittsfeinde und deren Lastenfahrrad-Fantasien auf den Leim.

Klimahysterische Gurus

Überhaupt ist es bisher offensichtlich niemandem aufgefallen, dass es erheblich richtiger wäre, sich bereits jetzt mit aller technologischen Kraft mit der Milderung gegebenenfalls unausweichlicher Klimafolgen zu befassen, anstatt uns in überheblicher Arroganz glauben zu machen, wir könnten als Menschen einen globalen und auch kosmischen Einflüssen unterworfenen Klimawandel mit irrwitzigen Klimagrenzvorgaben begegnen, wenn wir uns nur genug selbst gängelten und kasteiten

Es wundert daher gar nicht, dass die grünen Volksverderber sich nicht scheuen Schulkinder zu missbrauchen, um noch kurz vor der Wahl mit Hilfe der „Zeugen Gretas“ und ihrer im Übrigen erheblich Israel- und Juden-aversen Anführerin einen veritablen Kinder-Kreuzzug zur erhofften Mehrung ihrer Wahlstimmen anzuzetteln.<

Als wäre das nicht genug, hat sich der deutsche Wähler, wenn die Wahlpannen nicht allzu viel verfälscht haben, auch noch für das Trojanische Pferd im eingeschlafenen Biedermann-Look, Olaf Scholz, entschieden. Zu spät, aber er sollte eigentlich wissen, dass er vor allem ganz weit links außen angesiedelte Systemfeinde unserer bislang noch westlichen und freiheitlich demokratischen Bundesrepublik Deutschland gewählt hat.

Es sind die linksdogmatischen Kommunismus-nahen Wirtschaftsfeinde Esken und Borjans, die den Vorsitz und das Sagen in der SPD haben. Und zu allem Überfluss werden sie das linke Chaos, das diesem Staat mit ihrer Wahl droht, noch erheblich vergrößern und die Kevin Kühnerts, Maase, Stegners und all die anderen Feinde unserer liberalen westlichen Wertewelt mitbringen.

Da von links-grüner Seite an alles zur Fremdbestimmung des Bürgers gedacht ist, gehört ein angekündigtes Klima-Ministerium, das mittels Veto-Recht die Politik aller anderen Ministerien bestimmt, zu den besonders demokratie-feindlichen Vorhaben der linksradikalen grünen Öko-Bevormunder. Aber auch das scheint den deutschen Wähler und auch die potentiellen Koalitionspartner aus dem bürgerlichen Lager, die um die Gunst der Grünen buhlen, nicht zu stören.

Dabei bestreitet niemand ernsthaft Fluktuationen im Klimaverhalten unseres Planeten. Unsere Erde ist mehrere Milliarden Jahre alt und der unablässige Wandel der geologischen, atmosphärischen, biologischen und klimatischen Bedingungen dürfte so ziemlich das einzig wirklich Beständige sein, dass es auf unserem Himmelskörper gab und gibt.

Es gibt heute Kontinente, wo früher Meere waren und es gibt Meere, wo es früher Kontinente gab. Dichte Regenwälder wurden zu Wüsten und flache Ebenen zu Bergen. Inseln versanken im Meer und andere tauchten über der Meeresoberfläche auf. Eiszeiten folgten auf Hitzeperioden und Wärmezeiten lösten Kaltperioden ab.

Schlechtes Gewissen dafür, dass wir überhaupt leben

Aber der Klimawandel geschah bereits – und daran ist nicht zu rütteln – ganz lange bevor das personifizierte Klimaübel Donald Trump zum Golfen nach Florida jettete oder wir pupsende Kühe auf der Weide hielten.

Mehr noch – der Klimawandel auf diesem Planeten wird mit und ohne die grünen Miesmacher weitergehen. Auch dann, wenn schon längst niemand mehr weiß, dass es überhaupt Menschen auf diesem Planeten gegeben hat, nicht einmal Herrn Dosen-Trittin oder die aggressive Klimasekte der Kinder-Demagogin Greta.

Da Covid in absehbarer als Thema auslaufen wird, haben sie sich alle in den Klima-Change verliebt. Ist ja auch ein tolles Thema. Bevor der Beweis über den angeblich durch meinen SUV verursachten Weltuntergang erbracht ist, können sie sich von dem in seiner einfältigen Langmut unerschöpfbaren deutschen Wähler noch mindestens 10 mal mit den gleichen substanzlosen Horrormärchen wiederwählen lassen – und selbst das wird nicht reichen.

Ohnehin laufen wir Gefahr – wenn unsere Politelite ihren politischen Graus mit Wählers Hilfe weiter verüben darf – wohl viel eher von einem ihrer kulturbereichernden Import-Schützlinge abgestochen zu werden. Die Klimatod jedenfalls wird uns geradezu als Wohltat vorkommen angesichts des Desasters, das sie mit ihrer unsäglichen Politik hier im Begriff sind anzurichten.

Und in den mit entsprechend gepolten Journalisten gemeinsam inszenierten Verdummungs-Fernsehauftritten für das zutiefst verachtete Wahlvolk kommt kein wirklich kritisches Wort zu dem Versagen in Afghanistan (Thema ist abgehakt) oder zu der entsetzlichen, unser aller Leben verändernden, durch den Migrationsirrsinn verursachten Sicherheits-Katastrophe in unseren Städten. Eine ganze Generation von politischen Versagern zieht ihre Legitimation aus dem Blödsinn, den sie uns über den vermeintlich menschengemachten Klimawandel vorgaukeln.

Schlimmer noch, die grünen und linken Systemzerstörer haben es geschafft, selbst der bereits von Frau Merkel dezimierten bürgerlichen Mitte einzureden, dass sie das globale Klima aufhalten könnten, wenn sie nur hinreichend ihre bisherige wunderbare und erfolgreiche Lebensart aufgibt und sich hinreichend selbst verleugnet.

Es ist ganz wie in der mittelalterlichen Kirchen-Inquisition: Wird das unerreichbare Ziel der geforderten Engels-gleichen Frömmigkeit nicht erreicht, dann haben sich die Gläubigen nicht genug kasteit. Die Selbst-Flagellanten-Sekte und der Kinder-Kreuzzug der Zeugen Gretas haben auf der ganzen Linie gesiegt.

Und keiner, keiner dieser unwählbaren Volksverderber hat den Mut endlich aufzustehen und mit dem Finger auf des Kaisers neue Kleider der völlig von allen guten Geistern verlassenen Lebenslauf-Münchhausin Baerbock hinzuweisen.

Vormals bürgerliche Parteien wollen grüner sein als die Grünen selbst

Auch sie suggerieren uns, dass wir durch unseren Verzicht irgendwelche abstrusen Klimaziele erreichen müssen. Werden wir aber nicht – nicht 1,5 Grad und nicht fünf.

Der Klimawandel ist in seinem Hauptanteil nicht menschengemacht. Es wäre längst überfällig, das einzusehen und statt sich wie Don Quijote aufzuführen, vorbeugende Maßnahmen zur Eindämmung und Minderung von Klimafolgen in die Wege zu leiten.

Leider habe ich dazu nichts in all den Werbeauftritten der politischen Nullen unseres Landes gehört. Von den Linken und dem im Biedermann-Gestus mit veritablen Kommunisten im Gepäck daherkommenden Scholz habe ich nichts anderes erwartet. Die sind ebenso wie die Grünen schon von jeher unwählbar.

Aber dass ich dazu auch nichts von unseren angeblich mittigen Gesellschaftsstützen aus der CDU und FDP gehört habe, bestätigt nur allzu sehr, dass die Zukunft der vormals prosperierenden freiheitlichen Bundesrepublik Deutschland bereits Vergangenheit ist.

Das für jeden sichtbar niederschmetternde Wählerurteil ist eine beispiellose Niederlage der verantwortungslosen Politik dieser Kanzlerin und ihrer politischen, duckmäuserischen und opportunistischen, um ihre politischen Ämter besorgten Entourage.<

Der römische Anführer Quintilius Varus, ein Mann mit Ehre, hat sich vor 2000 Jahren für eine Niederlage dieses Ausmaßes ins Schwert gestürzt. Politiker mit einem Funken Anstand und Charakter würden heute, wenn auch weniger drastisch, sofort zurücktreten, um im Interesse der Sache und des Wählers fähige und geeignete Nachfolger ans neu zu besetzende Ruder zu lassen. Für Herrn Laschet scheint dies nicht zu gelten.

Jedenfalls zeigen die vollkommen uneinsichtigen und häufig trotzigen Reaktionen der Verantwortlichen für den jetzt beklagten Rechtsruck und für das eigene Desaster, dass von dieser Seite eine Besserung der Sicherheitssituation auch für Juden in Deutschland und für eine andere Beurteilung Israels auch künftig nicht zu erhoffen ist.

Dem Staat Israel, dem jüdischen Volk, unseren Lesern und uns allen wünsche ich noch einmal ein herzliches

Schana Tova 5782 w Gemar Chatima Tova!

Mögen Sie und alle Ihre Lieben eingeschrieben und besiegelt sein in das Buch des Lebens in Gesundheit, Frieden, Glück und persönlichem Wohlergehen.

Dr. Rafael Korenzecher

Jüdische Rundschau :: 10 (86) Oktober 2021 :: KOLUMNE DES HERAUSGEBERS DR. R. KORENZECHERJüdische Rundschau :: 10 (86) Oktober 2021 :: KOLUMNE DES HERAUSGEBERS DR. R. KORENZECHER

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.