Nazivergleiche bei der Impf-Kritik – darf man das?

Flächendeckend inszenierte mediale Empörung, seit erstmals Ende 2020 auf einer Querdenker-Demo Judensterne mit der Inschrift „ungeimpft“ auftauchten. Empörung, die inzwischen zu offenkundig politisch initiierten Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen, Kündigungen und Schauprozessen auf Amtsgerichtsebene führte, also dort, wo Richter, Staatsanwalt und Bürgermeister noch gemeinsam am Stammtisch sitzen.

Aber wie sieht es tatsächlich aus, rechtlich, moralisch und intellektuell?

Drei Gerichtsurteile mit Präzedenzfall-Charakter

Das Auschwitz-Tor

Ein Facebook-Nutzer hatte eine Zeichnung des bekannten Karikaturisten Wiedenroth mit einem Originalbild des Eingangstors von Auschwitz kombiniert. Obwohl natürlich auch die Wiedenroth-Zeichnung dieses Tor bewusst zitiert, unterliegt diese doch der Freiheit von Kunst und Satire. Das „Vergehen“ bestand also darin, zur Verdeutlichung der Zeichnung noch ein Originalfoto darunter zu stellen (im Titelbild komprimiert auf Breitformat nachgestellt).

Man könnte auch sagen, das „Vergehen“ bestand darin, die Karikatur zu erklären, so dass  auch schlichtere Leute sie verstehen.

Nun war natürlich zu erwarten, dass alsbald Denunzianten und Eiferer auf den Plan treten und Zeter und Mordio schreien, weil ihnen ein vermeintlich Rechter die Nazikeule wegnehmen will. Dass aber auch Staatsanwälte und Behörden auf diesen Zug aufsprangen, überrascht dann doch. Bei besagtem Herren fand eine Hausdurchsuchung statt (wegen eines einzelnen Bildposts bei Facebook) und die Staatsanwaltschaft beantragte eine Strafe von bis zu 5 Jahren wegen Volksverhetzung.

Wer wollte Böses dabei denken und das mit Schikane und Schauprozessen assoziieren?!

Das Landgericht München sorgte jetzt für Ordnung. Die Hausdurchsuchung ebenso wie die gesamte Anklage waren widerrechtlich.

Auszug aus der Begründung: „Aus dem […] Facebook-Post ergibt sich vorliegend keine Außenwirkung, die geeignet wäre, den öffentlichen Frieden zu stören. Ein […] Appell zum Rechtsbruch […] kann dem Beitrag nicht entnommen werden. Er stellt vielmehr, da er einen wertenden Vergleich beinhaltet, eine Meinungsäußerung zum Thema Impfzwang dar, die von der Meinungsfreiheit geschützt ist.“  [Quelle]

Der Judenstern

Judenstern Ungeimpft

Oberlandesgericht Saarland: Die Verwendung des „Judensterns“ unter Ersetzung des Worts „Jude“ durch die Wörter „nicht geimpft“, „AFD Wähler“, „SUV Fahrer“ und „Islamophob“ in einem öffentlich zugänglichen Facebook-Profil erfüllt als Beitrag zur öffentlich geistigen Auseinandersetzung ohne das Hinzutreten weiterer Umstände nicht den Tatbestand der Volksverhetzung gemäß § 130 Abs. 3 StGB und stellt auch keine Beleidigung der unter nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgten Juden dar. [Quelle]

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Als Hitlers Mufti eine Pressekonferenz hielt

* Sean Durns, The Algemeiner, 9. August 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Der Mufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini, trifft 1941 Adolf Hitler. (Foto: Deutsches Bundesarchiv, via Wikimedia Commons)

Im März vor 60 Jahren hielt ein berüchtigter Nazikollaborateur und Palästinenserführer in Beirut eine Pressekonferenz, in der er sowohl jede Beteiligung am Holocaust als auch jede Beziehung zu dessen führendem Architekten Adolf Eichmann bestritt. Amin al-Husseini, allgemein als „Hitlers Mufti“ bekannt, kannte Eichmann jedoch. Und studiert man die Beziehung zwischen den beiden Männern, die sich über Jahrzehnte und Kontinente erstreckte, dann bietet sich ein Einblick in einen Krieg gegen das jüdische Volk, der noch lange nach der Schoah weiterging und uns bis heute begleitet.

Von der CIA freigegebene Dokumente und Telegramme sowie aktuelle Forschung helfen die Geschichte zu erzählen.

Am 23. Mai 1960 verkündete Israels Premierminister David Ben-Gurion, dass israelische Agenten erfolgreich Adolf Eichmann gefangen genommen hatten, der unter einem Aliasnamen in Argentinien lebte. Zwölf Tage zuvor hatten israelische Geheimdienstoffiziere Eichmann gefangen genommen und ihn für ein Gerichtsverfahren nach Israel gebracht. Die Operation wurde später zwar in Filmen und Büchern gefeiert, die halfen den Mythos vom unbezwingbaren Mossad zu polieren, aber viele westliche Nachrichtenmedien verurteilten Israel ursprünglich für dieses Handeln.

Die Washington Post z.B. „rügte Israel dafür ‚Rache nehmen‘ zu wollen statt nach Gerechtigkeit zu streben“, wie die Historikerin Francine Klagsbrun in ihrer Biografie der israelischen Premierministerin Golda Meir dokumentierte. Die New York Times drückte ähnliche Gefühle aus; sie intonierte, dass „keine unmoralische oder illegale Tat eine weitere rechtfertigt“.

Wie Daniel Gordis festhielt, sagte der Christian Science Monitor, Israel Entscheidung „über Verbrechen an Juden Recht zu sprechen, die außerhalb von Israel begangen wurden, sei identisch mit dem Anspruch der Nazis auf ‚die Loyalität aller Personen deutscher Geburt oder Abstammung‘ wo immer sie leben.“ Und das Magazin TIME bezeichnete seinerseits die Gefangennahme eines gesuchten Nazi-Kriegsverbrechers als „umgekehrten Rassismus“.

Und die Presse war nicht allein. Acht Länder, darunter die Vereinigten Staaten, stimmten für eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats, die erklärte, dass Israel Argentiniens Souveränität verletzt habe und den jüdischen Staat drängte Entschädigung zu zahlen.

Aber Argentinien und zahlreiche weitere Staaten hatten Nazi-Kriegsverbrechern Unterschlupf gewährt. Trotz ihrer Zusagen Völkermord-Täter der Gerechtigkeit zuzuführen, hatte die Welt, einschließlich der Alliierten, weggesehen – oder Schlimmeres getan. Eichmanns Gefangennahme und das folgende Gerichtsverfahren waren auch Anlass weitere Fragen zum Verbleib und der Beteiligung weiterer Nazi-Apparatschiks und -Verbündeten zu stellen.

Golda Meir, damals Israels Außenministerin, war fest entschlossen sich besonders auf einen Kollaborateur zu konzentrieren: Amin al-Husseini.

Das Committee for Accuracy in Middle East Reporting and Analysis (CAMERA) wies in einem Aufsatz in Mosaic vom 27. Juli 2021 darauf hin, dass die Obrigkeit im des von den Briten regierten Mandats Palästina Husseini mit Prestige, Macht und Posten ausgestattet hatte, wobei sie hoffte einen palästinensisch-arabischen Führer zu besänftigen, der sich unauflösbar gegen den Zionismus stellte, den zu unterstützen die britische Regierung verpflichtet war. Es überrascht nicht, dass die Entscheidung Husseini für den einzuführenden Posten des „Großmufti von Jerusalem“ und als Leiter des Obersten Muslimrats zu unterstützen sich als schlechte Investition der Briten erwies.

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Die letzte, aber immer noch aktive Front des Zweiten Weltkriegs

Es gibt im Westen ein tiefgehendes Bedürfnis zu beweisen, dass Juden schlechte Menschen sind. Unter den Israelhassern gibt es ein atemloses Verlangen nach dem Augenblick, in dem man „erwischt“ brüllen und dann die Juden an den öffentlichen Pranger stellen kann.

Unsere aktuellen Erschütterungen, bei denen das jüdische Volk sowohl in Israel als auch in der Diaspora unter mörderischen und gehässigen Angriffen steht, sind weit folgenreicher als viele begreifen mögen.

Israel, wo ein Waffenstillstand für den Konflikt im Gazastreifen angekündigt wurde, blieb unter dem Feuer von Raketensalven, die israelische Zivilisten in den letzten Stunden vor Inkrafttreten töten sollten. Die Spannungen infolge von Angriffen durch Horden israelischer Araber auf israelische Juden, mit gelegentlicher übler Vergeltung durch eine kleine Zahl jüdischer Extremisten, bleiben stark.

Aber die Gewalt beschränkt sich nicht auf den Nahen Osten. Es hat einen gewaltigen Anstieg der Übergriffe auf Diaspora-Juden in Großbritannien, Europa und Amerika gegeben.

Auf den Straßen europäischer Städte haben Demonstranten nach der Vernichtung Israels gebrüllt und skandiert, die „Armee Mohammeds“ sei zurück um die Juden abzuschlachten.

In Los Angeles lebende Juden sagen, als sie im Restaurant in der City aßen, kamen Dutzende Palästinenserflaggen schwenkende Leute, von denen sie schlimm verprügelt wurden, nachdem sie vorher fragten: „Wer ist Jude?“

Die britische Verteidigungsorganisation für Juden, Community Security Trust, berichtet von einer mindestens fünffachen Zunahme antisemitischer Vorfälle während des Gaza-Kriegs.

Das dramatischste Beispiel war ein vierstündiger Autokorso, die Autos mit Palästinenserflaggen behängt, deren Insassen in jüdischen Bereichen von Nordlondon umherfuhren und Schmähungen brüllten. Einer dieser Schlägertypen brüllte durch ein Megafon: „F*** die Juden, f***t ihre Töchter, f*** ihre Mütter, vergewaltigt ihre Töchter und befreit Palästina.“

Diese erschreckenden Ereignisse sind nicht das Ergebnis davon, dass ein weiterer Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Arabern eine vorhersagbare antiisraelische Reaktion provoziert. Was jetzt geschieht, ist die Umgestaltung des palästinensisch-arabischen Kriegs gegen Israel zu einem Krieg gegen die Juden.

Diaspora-Juden werden physisch und verbal angegriffen, ihre Kinder eingeschüchtert und ihre Synagogen mutwillig beschädigt.

Die meisten solchen Taten werden von Muslimen begangen. Aber das wird von extremer Feindseligkeit westlicher „Progressiver“ gegenüber Israel verstärkt. Diese selbsternannten „Antirassisten“ sagen sich selbst, dass sie auf der Seite der Engel stehen. Aber während sie von den Angriffen auf jüdischen Menschen in ihren Städten aufrichtig entsetzt sind, lehnen sie es ab einzugestehen, dass ihre eigene Haltung gegenüber Israel zutiefst judenfeindlich ist.

Es sind nicht nur die verdrehte Berichterstattung, Verfälschungen und Ritualmordbeschuldigungen, die direkt aus dem Manuskript der Hamas kommen, die von der BBC, Sky UK, dem Guardian, der New York Times und vielen anderen Mainstream-Medien rund um die Uhr übermittelt werden. Noch schlimmer ist die Intensität der perversen und ungerechtfertigten Leidenschaft, mit der Israel dämonisiert wird.

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Die Lüge, die Israelis seien Nazis

Die groteske und bösartige Kampagne der Nazifizierung der Israelis entlarvt

Hinweis: Dies ist der zweite Teil zu „Lügen im geistigen Krieg gegen Israel“. Teil 1 finden Sie hier.

Wenn SJP-Aktivisten und die von ihnen eingeladenen Redner gegen Israel demonstrieren, sind ihr Reden und ihre Literatur gespickt mit Vorwürfen zu Israels angeblichen „Verbrechen gegen die Menschheit, Massakern und Völkermord“ sowie Kommentaren, die den türkischen Präsidenten Tayyip Erdoğan nachplappern, Israel habe in seinem Umgang mit den Palästinenser demonstriert, dass „… ihr Barbarismus sogar den von Hitler übertroffen hat“.

Die Nazifizierung der Israelis – und in Erweiterung damit der Juden – ist sowohl atemberaubend in ihrer moralischen Umkehrung und grausam in der Art, wie sie die tatsächlichen Opfer der Schrecken des Dritten Reichs zu einer modernen Reinkarnation genau dieser Barbarei macht, gleichzeitig unhistorisch, arglistig und grotesk in ihrer moralischen und faktischen Unrichtigkeit.

Was ist der Sinn dieser grotesken Kampagne der Ummodelung des jüdischen Staates ins Dritte Reich? Die tückische Antwort lautet: Sobald Israel erst einmal mit den Verleumdungen des Rassismus und Nazismus geteert ist, ist der jüdische Staat zu einem international Geächteten gemacht worden, einem Paria, der sein moralisches Recht schon auf Existenz verloren hat – natürlich exakt das, was seine Feinde durchweg angestrebt haben.

Noch beunruhigender ist, dass die Charakterisierung der Israelis als Nazis ein Bild ist, das heute von westlichen Eliten und sogenannten Intellektuellen, einschließlich eines breiten Kontingents an Akademikern verkündet wird, die der Kampagne zur Diffamierung Israels durch Nazifizierung seines Volkes und erneuten Beschuldigung der Juden als die moralischen und existenziellen Feinde der Welt mitschuldig sind, wie von ihrer Unterdrückung und Brutalität gegenüber den „lange leidenden Palästinensern“ demonstriert sein soll. Daher haben antiisraelische, von radikalen Studentengruppen unterstützte Hass-Feste so widerliche Namen wie „Holocaust im Heiligen Land“, „Israel: Die Politik des Völkermords“ oder „Israel: Das Vierte Reich“, was eine klare, wenn auch verlogene Verbindung zwischen Nationalsozialismus und Zionismus schafft – eindeutige Beispiele sowohl der Holocaust-Bagatellisierung und -umkehr sowie zeitgenössische Versionen antisemitischen Denkens und Ausdrucksweisen.

Dasselbe Bild wird von anderen Akademikern wie Richard Falk wiederholt und verstärkt, einem Professor emeritus für Internationales Recht und Politik an der Princeton University und ehemaliger grotesk betitelter „Sonderberichterstatter zur Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten Palästinensergebieten“, der sich laut fragte, ob es „eine unverantwortliche Übertreibung ist, die Behandlung der Palästinenser mit dieser kriminalisierten Bilanz kollektiver Grausamkeit seitens Israels in Verbindung zu bringen“, um dann schnell seine eigene Frage mit der Aussage zu beantworten: „Ich glaube nicht.“

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Antisemitismus im heutigen Europa

Wenn Judenhass auf der Straße normal wird

 

Das Erbe des Antisemitismus in Europa ist langes und schmerzhaftes. Es hatte seinen Höhepunkt im Holocaust. Während Europas demokratische Regierungen heute behaupten Antisemitismus bekämpfen zu wollen, hat der Zustrom von Millionen muslimischer Migranten aus dem Nahen Osten den verbleibenden Antisemitismus ins Unterbewusstsein vieler Europäer eingebettet. Die in Europa geborenen Muslime wurden zusammen mit den neu angekommenen Migranten dank der Indoktrination in Medien und Moscheen in ihren Heimatländern auf Judenhass feingeschliffen. Die muslimischen Migranten aus dem Nahen Osten haben außerdem einen tiefen Hass auf Israel mitgebracht. Im heutigen Europa ist Antisemitismus auf der Straße, wenn nicht gar in Regierungsbüros normal gemacht worden. Europäische Regierungen machen sich nun Sorge, dass ihre einheimischen Juden als Ergebnis des höheren Niveaus des Antisemitismus aus dem Kontinent fliehen könnten, besonders da COVID-19 Europa plagt und Juden zunehmend griffbereite Sündenböcke geworden sind. Besonders die Regierungen der Europäischen Union (EU) haben die Sorge, es könnte sich zeigen, sollte jüdisches Leben in Europa zu Ende gehen, dass Europa die Lektionen aus dem Holocaust nicht gelernt hat.

Eine Umfrage in der EU unter europäischen Juden aus ganz Europa, die im Januar 2019 veröffentlicht wurde, zeigte, dass 89% der Befragten sagten, der Antisemitismus habe in den letzten fünf Jahren beträchtlich zugenommen. Bei der Umfrage der EU wurden 16.395 Juden in 12 EU-Ländern befragt. In einer separaten EU-Umfrage unter der Grundrechte-Agentur der EU kam man allerdings zu dem Schluss, dass Juden „einem anhaltenden Strom an Übergriffen ausgesetzt“ wurden. 38% der Befragten sagten, sie würden über Auswanderung aus Europa nachdenken, weil der Kontinent für Juden nicht mehr sicher sei. Im letzten Jahrzehnt zogen tausende französischer und britischer Juden nach Israel.

Die jüdische Zukunft in Europa ist düster. Eine aktuelle Umfrage des Thinktanks Henry Jackson aus London stellte fest, das 44% der britischen Muslime an antisemitische Verschwörungstheorien glauben. Die Umfrage deutete auch an, dass siebenundvierzig Prozent der Muslime mit einem Collegeabschluss die Falschmeldung der „gespaltenen Loyalität“ gegen britische Juden stützen. Noch ernster sind jedoch die zunehmenden Vorfälle physischer und verbaler Übergriffe von Muslimen auf identifizierbare Juden. Tatsächlich hat das Vereinte Königreich in jedem der letzten drei Jahre die höchste Zahl der jemals aufgezeichneten antisemitischen Vorfälle registriert.

In Frankreich wird die Polizei von vielen Muslimen als „dreckige Juden“ betrachtet. Nach Angaben von Sammy Ghozlan, dem Gründer von Frankreichs Nationalbüro für Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus, ist „die antisemitische Gleichsetzung von Polizisten und Juden eine neue Entwicklung, die Verschwörungstheorien entstammt, was inzwischen zu Gewalt und Blutvergießen anstachelt. Das ist nicht nur für Juden gefährlich, sondern auch für das Rechtsstaatsprinzip in Frankreich.“ In diesem Land, das die drittgrößte jüdische Bevölkerung der Welt hat, haben Regierungsunterlagen von 2017 bis 2018 eine Steigerung von 74% bei antisemitischen Taten gezeigt.

Eine Meinungsumfrage der Anti-Defamation League von 2019 stellte fest, dass einer von vier Europäern negative Einstellungen gegenüber Juden hegt. Antisemitische Sprachbilder wie, dass Juden Geschäfte und Finanzen kontrollieren und dass Juden Israel gegenüber loyaler sind als ihren Heimatländern, sind in allgemeiner Verwendung. Europäische Befragte haben sich auch beschwert, dass „Juden immer noch zu viel darüber reden, was ihnen im Holocaust geschah“.

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Die Hagia Sophia und der Völkerrechtsbruch der Juden

* von Raphael Korenzecher

Die Al Aqsa Moschee, die die islamischen Eroberer Jerusalems unter dem Kalifen Umar ibn al-Chattab im Jahr 638 damals noch aus Holz errichten ließen und den Juden aufs Haupt ihres heiligen Tempels stellten, ist eine typische Eroberungsmoschee wie sie die Islamis bei ihren zahlreichen brutalen Mord- und Eroberungsraubzügen zur Demütigung der jeweiligen Besiegten auf deren Heiligtum aufstellten.

Wie sehr dieser später baulich aufgepeppte islamische Protzbau ein Fremdkörper auf dem Tempelberg der Juden war und heute noch ist, belegt schon der Name dieses Gebäudes: „Al Masqid Al Aqsa“ heißt übersetzt nichts anderes als „Die ferne Moschee“ und offenbart — allen heutigen von der Welt gern wiedergekauten islamischen Lügen zum Trotz — dass den muslimischen Eroberern der seit jeher jüdischen Stadt Jerusalem schon damals bewusst war, dass sie dort weder zu Hause waren noch sind.

Eigentlich wäre im Juni 1967 nach der Befreiung Ostjerusalems aus der jordanischen Besatzung ein Abriss dieses monströsen Symbols der jahrhundertelangen Unterwerfung, Entrechtung und Vertreibung der Juden während der islamischen Fremdherrschaft ein klares Zeichen gewesen — zumindest gegen die massive Islamisierung Ostjerusalems.

In den 19 Jahren, in denen Jordanien Ostjerusalem besetzt hielt bis es 1967 endlich durch die israelische Armee verjagt wurde, übte es eine brutale, rücksichtslose und destruktive Herrschaft über Ost-Jerusalem aus.

Jordanien betrieb ethnische Säuberung gegen die Juden, zerstörte jüdische Kultstätten und entjudaisierte nur wenige Jahre nach dem Holocaust völkerrechtswidrig vor den wegsehenden Augen ( was denn sonst ) sowie ohne jede störende Belästigung durch die ethisch ach so hochstehende Völkerfamilie der UNO den im Jahre 1948 eroberten und von Israel geraubten Teil der Jahrtausende alten heiligen Stadt der Juden. Diesem Raub vorausgegangen war ein heimtückischer völkerrechtswidriger arabischer Überfall auf den soeben mit völkerrechtlicher Genehmigung genau dieser UNO gegründeten, damals noch sehr schwachen und militärisch kaum verteidigungsfähigen jüdischen Staat.

Anders als es heute unter dem Jubel unserer linken Gesinnungsmedien und ihren einseitig erblindeten pseudo-antirassistischen politischen Taktgebern den Columbus- oder wohl bald auch den Washington-Monumenten geht, verzichtete Israel auf die Beseitigung des Al Aqsa Monsterbaus auf seinem Tempelberg.

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1939 bis 1945: Die katholische Kirche war Teil der Kriegsgesellschaft

In einem neuen Bericht anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs hat die Deutsche Katholische Bischofskonferenz endlich die Mittäterschaft der Kirche beim Handeln des Naziregimes während des Krieges eingestanden. Man muss nur ein paar Zeilen ihres Textes zitieren, um zu verstehen, was die derzeitigen Bischöfe über ihre Vorgänger in der Kriegszeit sagen: „Die katholische Kirche in Deutschland war Teil der Kriegsgesellschaft. Die patriotische Bereitschaft die materiellen, personellen und geistigen Ressourcen der Kirche für den Kriegseinsatz zu mobilisieren, blieb bis zum Ende ungebrochen.“1https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2020/2020-075d-DB_107-Deutsche-Bischoefe-im-Weltkrieg.pdf Weiter: „Sowohl im September 1939 als auch danach blieb der offene Protest der deutschen Bischöfe gegen den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg aus“ und „gegen die ungeheuerlichen Verbrechen an den als ‚rassenfremd‘ diskriminierten und verfolgten Anderen, insbesondere den Juden, erhob sich in der Kirche in Deutschland kaum eine Stimme.“2ebenda, S. 14 Es gab viele andere Wege, wie die Kirche den Nazis half. Der Bericht beschreibt auch diese.

Man sollte hinzufügen, dass die deutsche katholische Kirche die Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher als Racheakte wahrnahm. Diese extremen Kriminellen waren in ihren Augen Opfer, die von der Siegerjustiz verfolgt wurden.3https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F1992%2F09%2Fvergebung-ohne-reue%2Fkomplettansicht Katholische Geistliche, auch aus dem Vatikan, gehörten zu denen, die tausenden Nazis halfen über die „Rattenlinie“ nach Lateinamerika zu entkommen.4https://www.dw.com/en/the-ratlines-what-did-the-vatican-know-about-nazi-escape-routes/a-52555068

Der aktuelle Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sagte, dass die in dem Bericht enthaltenen Eingeständnisse für die Bischöfe nicht leicht waren. „Wir wissen, dass der Vorsitz als Richter und Jury über unsere Vorgänger uns nicht zusteht. Keine Generation ist frei von Urteil und Vorurteil, die von ihrer Zeit geformt sind… aber wer später kommt, muss sich der Geschichte stellen, um daraus zu lernen.“5https://nypost.com/2020/05/03/german-catholic-bishops-admit-they-were-complicit-in-nazi-crimes/ In seiner Einführung in den Bericht deckt Bätzing auf – das sollten schockierende Neuigkeiten sein –, dass ernsthafte Fragen zum Verhalten der deutschen Bischöfe während des Zweiten Weltkriegs erst vor kurzem veröffentlicht wurden.

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Das arabische Kapitel des Holocaust

Der palästinensische Mufti Haddsch Amin al-Husseini spornte Hitler an Europas Juden auszulöschen, gründete eine muslimische SS-Division und stachelte zum mörderischen „Farhud“-Pogrom in Bagdad an. Lasst uns nie die elenden Konzentrationslager in Nordafrika vergessen.

Mordechai Kedar, Israel HaYom, 2. Mai 2019

(übernommen von Abseits vom Mainstream – Heplev)

Natürlich wird der Holocaust als fundamental europäisches Ereignis wahrgenommen. Er wird üblicherweise als „Holocaust am europäischen Judentum“ behandelt, dessen Täter europäische Staaten waren, die Deutschen und ihre Verbündeten. Aber wir sollte nicht die Aspekte des Holocausts ignorieren, die die arabische Welt betreffen.

Einer der auffallenderen dieser Aspekte war die Rolle des palästinensischen Mufti Haddsch Amin al-Husseini. Schon vor dem Holocaust, als er verschiedene öffentliche Ämter im Land Israel bekleidete (1920-1937), stachelten seine Predigten zur Ermordung von Juden in den Krawallen von 1920, 1921 und 1929 auf, dann wieder in der arabischen Revolte von 1936. Es überrascht nicht, dass er später am Völkermord an den Juden Europas beteiligt war.

Nach Zeugenaussagen von Nazi-Offizieren bei den Nürnberger Prozessen nach dem Krieg wurde der Mufti als eine der Personen angeführt, die Hitler dazu drängten die Juden Europas zu vernichten und zwar von dem Moment an, an dem er Ende 1941 nach Deutschland kam. Zwar ist die Annahme begründet, dass Hitler nicht sonderlich vom Mufti „ermutigt“ werden musste, aber seine Rolle bei der Werbung für die Idee der Vernichtung der Juden und deren Umsetzung ist auffällig.

Der Mufti spielte zudem in den Jahren 1942 bis 1944 für die Nazis eine wichtige Rolle, als er die Gründung muslimischer Einheiten im deutschen Militär und der SS initiierte, deren Soldaten in Jugoslawien und Bulgarien eingezogen wurden. 1944, als im Raum Budapest die Mehrheit der ungarischen Juden zusammengetrieben wurde – mehr als eine halbe Million Menschen – hatten die Deutschen vor sie per Zug ins Vernichtungslager Auschwitz zu transportieren; er aber hatte Sorge, dass Partisanen die Brücken im Versuch die Transporte zu stören sprengen könnten. Der Mufti schickte die muslimischen Einheiten los, um die Brücken zu schützen und sicherzustellen, dass die Juden in den Tod geschickt wurden.

Der Mufti hielt mit seinen Absichten nicht hinterm Berg. Er schrieb und sendete – hauptsächlich auf Arabisch per Radio aus Berlin – sein Engagement unter allen Umständen die Immigration der europäischen Juden nach „Palästina“ zu verhindern, deren Auslöschung aus seiner Sicht notwendig und entscheidend war. Im Juli 1945 beschloss die „Jugoslawische Kommission zur Bestimmung von Verbrechen der Besatzer und ihrer Kollaborateure“ die Resolution 1892, die Amin al-Husseini wegen seiner Rolle bei der Zwangsrekrutierung der Bevölkerung in den besetzten Gebieten auf die Liste der Kriegsverbrecher übernahm; Grundlage dafür war die Klausel 23 der Haager Konventionen von 1899 und 1907.

Die Kommission vermerkte: „Als Ergebnis von Al-Husseinis Handeln … wurde die muslimische Division der SS gegründet … Überall, wo sie eingesetzt wurden, begingen sie zahlreiche Kriegsverbrechen, wie Massenmorde, abscheuliche Gräueltaten, brannten ganze Gemeinden nieder und plünderten. Wegen dieser Aktivitäten … ist der Großmufti Haddsch Amin al-Husseini auf die Liste der internationalen Kriegsverbrecher gesetzt worden … Er trägt die Verantwortung für den Einsatz der muslimischen Massen, mit anderen Worten dafür diese Leute dazu zu treiben, die gezwungen wurden in den Dienst faschistischer Militärorganisationen zu treten und dementsprechend ist er auch derselben Verbrechen schuldig.“ Nach dem Krieg floh der Mufti nach Frankreich, wo die Franzosen ihn herzlich willkommen hießen und ihm ein Jahr lang eine Villa schenkten, in der er lebte.

Allerdings müssen wir über die Rolle des Muftis hinaus in diesem Kontext die Konzentrationslager in Libyen zur Kenntnis nehmen, die während des Krieges unter italienischer Kontrolle standen. Die Juden Libyens wurden in Lager in der Wüste geschickt: Jadu, Sidi Azaz, Gharyan, Buq Buq, Ifrane. Sie wurden unter verwahrlosten Umständen gehalten, litten unter Hunger und Durst; hunderte krepierten. Wer jagte die Juden? Wer identifizierte sie für die Deutschen? Die Antwort ist klar: ihre muslimischen Nachbarn.

Schließlich müssen wir uns an die „Farhud“ in Bagdad erinnern, ein Pogrom mit Mord, Vergewaltigung und Plünderung, begangen von irakischen Arabern gegen die Juden von Bagdad am Feiertag Schavuot 1941. Insgesamt wurden 179 Juden ermordet, tausende verletzte, Frauen wurden vergewaltigt und Kinder zu Waisen gemacht, alles durch die dämonische Hetze, die al-Husseini erbrach, der sich zu dieser Zeit in Bagdad befand.

Ist Antizionismus antisemitisch?

* von Abseits vom Mainstream – Heplev

Die Frage wurde irgendwo in den USA von zwei jungen Juden diskutiert, schrieb Victor Rosenthal auf seinem Blog Abu Yehuda anlässlich seines Erlebens des Vormittags des Yom HaSchoah, des Holocaust-Gedenktags in Israel.

Seine Reaktion: Ihr scherzt ja wohl?

Das war wohl eine rhetorische Frage. Aus ihr klingt Empörung. Zurecht.

Aber den Unbedarften und vor allem den Hetzern muss man das traurigerweise immer wieder erklären, wobei vor allem Letztere das ums Verrecken nicht einsehen werden, denn dann müssten sie ja mal zugeben, dass sie falsch gedacht haben. Und sie müssten von ihrem Hass ablassen und das geht ja nun gar nicht.

Zionismus ist die „Nationalbewegung der Juden“. Was nichts anderes hießt, als dass Juden als Volk das Recht auf ihren eigenen Staat in Anspruch nehmen wollen. Wer also gegen Zionismus ist, der verweigert – einzig – den Juden ihren eigenen Staat. Das machen gerade diese Hetzer mit keinem einzigen anderen Volk so. Selbst den Kurden gegenüber gestehen sie ein, dass diese eigentlich einen eigenen Staat haben könnten, auch wenn in der politischen Realität dann ganz anders gehandelt wird. Dass Kurden kein Volk sind, keinerlei Selbstbestimmungsrecht haben, wird so nicht zum Ausdruck gebracht. Das geschieht ausschließlich mit den Juden. Und ausschließlich Juden etwas zu verweigern, was allen anderen – wirklich, theoretisch oder auch nur prinzipiell – zugestanden wird; heißt, dass man einzig Juden diesbezüglich diskriminiert. Weil sie Juden sind.

Und das ist Antisemitismus.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Wer jetzt kommt und davon faselt, dass Israel ja den Palästinensern Land raubt, den Hals nicht voll bekommt usw.: Blödsinn. Die Juden hatten sich mit weniger zufrieden gegeben, sie hätten ihren Staat auch auf dem kleinen Fetzen gegründet, den ihnen die Peel-Kommission 1936 vorgeschlagen hat. Sie haben sich gegen den von den Arabern angestrebten Völkermord wehren müssen. Müssen sich heute weiter gegen den von den palästinensischen Arabern angestrebten Völkermord wehren.

Dass Israel heute flächenmäßig größer ist als beim Vorschlag von 1936 und beim Teilungsplan der UNO 1947 hat einen einzigen Grund: die Völkermord-Bestrebungen der Araber. Jede Mal wollten sie die Juden vernichten, jedes Mal hatten sie hinterher von ihnen teilweise illegal besetztes Land verloren. Also kommt mir nicht weiter mit euren verlogenen Charakterschweinereien. Wer den Juden verweigert, was er anderen zusteht, ist ein Antisemit. Basta.

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