Ist es nicht sonderbar, dass Gruppen mit eindeutiger Verbindung zum Terror von der EU und großen NGOs verteidigt werden? Vielleicht nicht.

2021 stellten sich die EU und die „Menschenrechtsgemeinschaft“ voll und ganz hinter Organisationen, die von einer Terrororganisation gegründet wurden.

Vor ein paar Wochen veröffentlichte der Washington Free Beacon das Dossier, das Israel, der EU und den USA als Beweis vorgelegt haben soll, dass sechs „zivilgesellschaftliche Organisationen“, die Israel verboten hat, Terrorgruppen sind.

Laut Berichten beeindruckte das Dossier die EU-Staaten nicht und sie werden nicht aufhören, mit diesen sechs Gruppen zu arbeiten.

Diese Gruppen sind Al-Haq, Addameer, Defense for Children International-Palestine (DCI-P), die Union of Agricultural Work Committees, die Union of Palestinian Women Committees und das Bisan Center for Research and Development.

Die Hauptbeweise in dem Dossier sind Aussagen von Said Abedat und Amru Hamudeh, die beide für eine weitere mit der PFLP verbundene NGO arbeiteten, die Union of Health Committees. Ihre Beweise zu den sechs NGOs stammen oft aus zweiter Hand, auch wenn sie einige PFLP-Mitglieder in den sechs Gruppen identifizierten.

Die EU-Beamten reagierten mit der Aussage, dass die sechs NGOs ihre Bücher von großen Buchhaltungsfirmen prüfen ließen und dass Israels Beweise nicht ausreichen.

Ich kann verstehen, dass die anderen Regierungen von dem Dossier nicht überzeugt sein würden, dass die NGOs Fassaden für Terror sind oder dass sie direkt Terroraktivitäten finanzieren. Für solche Anschuldigungen sind die Beweise, die an die Öffentlichkeit gebracht wurden, nicht stark genug.

Aber die tatsächlich vorhandenen Verbindungen dieser Gruppen zur PFLP sind unbestreitbar.

Die Union of Agricultural Work Committees und die Union of Palestinian Women Committees wie auch die schon früher verbotene Union of Health Committees wurden alle von der PFLP gegründet. Ein für USAID 1993 geschriebener Bericht hält das ausdrücklich fest:

Als zweitgrößte Fraktion der PLO, aber mit der vielleicht diszipliniertesten und energischsten Mitgliedschaft hat die PFLP im letzten Jahrzehnt ein leistungsfähiges institutionelles Fundament in der gesamten Westbank und dem Gazastreifen aufgebaut. Die Stärke der Institutionen der PFLP besteht in ihrer kompetenten, dezentralisierten Graswurzel-Präsenz. Ihre Hauptinstitutionen bestehen auf den Feldern der Landwirtschaft, der Gesundheit, des Arbeitswesens und der Frauenbewegung.

Die landwirtschaftlichen Dienste der PFLP werden von der Union of Agricultural Work Committees (UAWC) angeboten, die ihren Sitz in Beyt Hanina hat. Die UAWC wurde 1986 gegründet und expandierte während der Intifada schnell. … Während des Jahres 1992 war die UAWC an rund 30 verschiedenen Projekten in der Westbank und dem Gazastreifen beteiligt, darunter Unterstützung für verschiedene Kooperativen, den Bau von Gewächshäusern zur Gemüseproduktion, Tierhaltungsprojekten und Diensten zur (Neu-) Landgewinnung.

Das Gesundheitsnetzwerk der PFLP wird von der Union of Health Work Committees (UHWC) koordiniert … Einige ihre 38 Kliniken, so die Poliklinik in Beyt Sahur, sind erstklassige Einrichtungen. Andere sind eher provisorische Betriebe. Als bedeutender Anbieter von Gesundheitsdiensten während der Intifada hat die UHWC ein ausgedehntes Netzwerk an Anhängern und Freiwilligen in der gesamten Westbank. Von allen einer Partei zugehörenden Gesundheitskomitees hat die UHWC die stärkste Präsenz im Gazastreifen.

Das Frauenkomitee der PFLP, die Union of Palestinian Women’s Committees (UPWC) ist vielleicht die schwächste der der linken Frauen-Unionen, aber mit Sicherheit aktiver als ihr Gegenpart von der Fatah.

Zwei der sechs NGOs, dazu eine dritte, die früher schon verboten wurde, haben also nicht nur Verbindungen zur PFLP – sie wurden von der Terrororganisation PLFP gegründet.

Die Verbindungen zwischen der PFLP und den anderen NGOs sind nicht viel weniger überzeugend.

Einer der Gründer von Addameer, Abdul-Latif Ghaith, ist ein Funktionär der PLFP. Ihr früherer stellvertretender Vorsitzender Khalida Jarrar war Leiter der PLFP in der Westbank.

NGO Monitor listet viele weitere PFLP-Mitglieder auf, die für Addameer gearbeitet haben.

Al-Haqs Direktor Shawan Jabarin hat die PFLP in öffentlichen Foren vertreten.

Nassar Ibrahim, ein früherer Präsident von DCI-P, ist der ehemalige Chefredakteur von El Hada – der Wochenzeitschrift der PFLP. Viele weitere Mitarbeiter von DCI-P haben Verbindungen zur PFLP.

Ubai Aboudi, Geschäftsführer von Bisan, hat ebenfalls Verbindungen zur PFLP und war 2005 „Teil einer Zelle, die plante einen Terroranschlag auf das IDF Armored Corps Museum in Latrun zu verüben, bei dem zwei Selbstmord-Terroristen und eine Autobombe eingesetzt wurden“.

Vielleicht gibt es nicht genug öffentliche Beweise, um festzustellen, dass diese NGOs direkt Terror finanzieren, aber die Verbindungen zwischen den Gruppen sind dokumentiert und können unabhängig auf Grundlage umfangreicher Informationen verifiziert werden, die NGO Monitor hat.

Es gibt absolut keinen Zweifel, dass diese Gruppen Verbindungen zur Terrororganisation PFLP haben.

Außerdem: Angesichts dessen, dass einige dieser Gruppen als „Menschenrechts“-Organisationen betrachtet werden, werden sie nie eine Äußerung von ihnen finden, die der politischen Plattform der PFLP widerspricht – zu der es gehört Juden anzugreifen und zu töten („bewaffneter Kampf“).

Es ist eins, Israel zuzustimmen, dass diese Organisationen terroristisch sind. Aber niemand kann ernsthaft bezweifeln, dass die Organisationen selbst auf zahlreichen Ebenen mit der PFLP verbunden sind.

Können sie sich vorstellen, dass die EU ein Krankenhaus von Al-Qaida finanziert? Eine Frauengruppe des Islamischen Staats? Eine Stiftung des Islamischen Jihad? Selbst wenn ihre Buchprüfung sauber daraus hervorgeht?

Natürlich nicht.* Wenn man mit jemandem Umgang hat, der Verbindungen zu Terrororganisationen hat, dann verleiht man dieser Terrororganisation Legitimität – selbst wenn die Person oder NGO keine direkten Verbindungen zum Terror hat.

Warum sind diese EU-Länder und großen internationalen Menschenrechtsgruppen so erpicht darauf, diese Gruppen mit Terrorverbindungen zu unterstützen?

Weil die PFLP eine sozialistische Organisation ist! Die Truppen von Human Rights Watch/Amnesty/Oxfam sind allesamt ideologische Brüder der PFLP! Ich stellte fest, dass HRW die PFLP einmal als Terrororganisation betrachtete, aber im Verlauf der Jahre hat HRW seine Meinung geändert, sieht die PFLP nicht mehr als mörderische Terrororganisation, sondern als respektierte sozialistische politische Partei.

Das könnte der Grund sein, dass der Gegenwind wegen dieser Story so laut gewesen ist. Die sechs Palästinenser-NGOs teilen die sozialistischen Werte der PFLP, einige der EU und die meisten der globalen NGOs. Für einen Großteil der Linken sind sie die „Guten“ und ihre Terrorgeschichte wird ignoriert oder – heimlich gefeiert.

* Anmerkung heplev: Seit dem fluchtartigen Abzug aus Afghanistan und den Diskussionen über „Wirtschaftshilfen“ für die Taliban inzwischen leider: Ja!

Die zehn übelsten Aktionen der UNO 2021

* UN Watch, 26. Dezember 2021
* Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

10. UNO-Überprüfung lobt Sklavenhalter Mauretaniens Menschenrechts-Bilanz

Als Mauretanien für die obligatorische UNHRC-Überprüfung seiner Menschenrechtsbilanz anstand, enthüllte UN Watch die Farce, dass tatsächlich 85% der Äußerungen der Staaten die Sklavenhalter-Bilanz des Landes rühmten. Nordkorea lobte Mauretanien für seine „Förderung und Schutz der Menschenrechte“; China hieß Mauretaniens Strategie zur „Beschleunigung von Wachstum und Wohlstand“ willkommen; Kuba pries Mauretaniens Anstrengungen „die Lebensqualität seiner Bevölkerung zu steigern“.

9. UNO-Menschenrechtsrag beendet nach saudischem Druck Ermittlungen gegen den Jemen

Der Bürgerkrieg im Jemen hat 100.000 Menschen getötet und 4 Millionen heimatvertrieben gemacht, dazu sind Gräueltaten weit verbreitet. Dennoch stimmte das höchste Menschenrechtsgremium der UNO im Oktober dafür, seine Ermittlungen zu Kriegsverbrechen im Jemen einzustellen. Diplomaten berichteten von einer intensiven saudischen Kampagne mit Anreizen und Drohungen gegenüber Ratsmitgliedern, die der Abstimmung vorausging – einschließlich eines Angebots finanzieller Unterstützung für Toto und einer Drohung gegenüber Indonesien seinen Bürgern die Besuche in Mekka einzuschränken. Saudi-Arabiens Militär ist, wie der Iran, ein Schlüsselelement des Kriegs im Jemen.

8. Belarus in die UNO-Kommission zur Verbrechensvorbeugung gewählt

Belarus‘ Diktator Alexander Lukaschenko manipuliert Wahlen, deportiert politische Gegner und foltert Demonstranten. Dennoch wurde das Regime im April in die UNO-Kommission zur Verbrechensvorbeugung und Strafjustiz gewählt. Einen Monat später fing Belarus illegal ein Linienflugzeug ab und zwang es zur Landung, um einen prominenten oppositionellen Journalisten zu ergreifen.

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Die „woke“ Gleichgültigkeit gegenüber Judenhass

* von Judith Bergman, Gatestone Institute, 10. September 2020
* Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

  • Twitter selbst spielt eine bedeutende Rolle bei der Förderung des Antisemitismus.
  • Trotz tausender Beschwerden ließ Twitter die meisten Tweets des Rappers (Wiley) sechs Tage lang stehen und entschied sich erst nach einem 48-stündigen Boykott der Plattform durch tausende britischer User, darunter Innenministerin Priti Patel, ihn lebenslang zu sperren.
  • Twitter hat sogar versucht zu behaupten, die völkermörderische Variante des Judenhasses, die Art, in der die Führer des Iran sich auszeichnen, würde nicht gegen seine Regeln verstoßen.
  • Es scheint so, als sei die selbstgerechte Empörung der Wokeratis fehlen, wenn die Person, gegen die sich der Rassismus wendet, Jude ist.
In Britannien hielt der Rapper Wiley vor kurzem eine 48-stündige antisemitische Wutrede auf Twitter, mit der er Verschwörungstheorien und Beleidigungen von Juden verbreitete und sagte, sie sollten erschossen werden. Totz tausender Beschwerden ließ Twitter die meisten von Wileys Tweets sechs Tage lang stehen und beschloss erst nach einem 48-stündigen Boykott der Plattform durch tausende britische User, darunter die britische Innenministerin Priti Patel, ihn zu sperren. Bild: Priti Patel am 8. September 2020 in London. (Foto: Leon Neal/Getty Images)

Der Judenhass hat in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren immer mehr Überhand genommen. 2019 gab es nach Angaben des Berichts der Anti-Defamation League im Mai 2.107 antisemitische Vorfälle. Das war die höchste Zahl seit 40 Jahren. Zu den Vorfällen gehörten 61 Fälle physischer Angriffe, 1.127 Vorfälle von Belästigung und 919 Fälle von Vandalismus.

Auch in mehreren europäischen Ländern erreicht der Antisemitismus einen Höchststand: 2019 erlebte Deutschland mit 2.032 Vorfällen die höchste Zahl antisemitischer Verbrechen innerhalb von fast zwei Jahrzehnten. Großbritannien registrierte 2019 mit 1.805 Vorfällen im vierten Jahr in Folge „einen Rekordzahl“ antisemitischer Vorfälle – die höchste Zahl, die jemals innerhalb eines Kalenderjahres erfasst wurde, so ein Bericht im Guardian. In Frankreich stiegen antisemitische Anschläge 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 74% an und 2019 um weitere 27%. Ein gewalttätiger Angriff 2018 war die brutale Ermordung Mireille Knolls, einer 85-jährigen französisch-jüdischen Holocaust-Überlebenden, die in ihrer Pariser Wohnung von zwei Männern ermordet wurde, die „Allahu Akbar“ brüllten, als sie elfmal auf sie einstachen und ihre Wohnung in Brand setzten.

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Was bringt die Zukunft den israelisch-deutschen Beziehungen?

Wie werden die Beziehungen zwischen Deutschlands neuer Führung und Israels Mitte-Links-Regierung aussehen? Der Berliner Drei-Partien-Koalitionsvertrag umfasst 177 Seiten mit recht detaillierten Verweisen auf die Verbindungen zu Israel; anders als die beiden letzten Regierungen von Exkanzlerin Angela Merkel wird darin Israels jüdischer Charakter nicht erwähnt, eine eher beunruhigende Tatsache, bedenkt man, dass Deutschland das Grundlagengesetz vehement ablehnte, das erklärt, dass Israel der Nationalstaat des jüdischen Volks ist.

Die Koalitionsvereinbarung betont, dass gewisse, sowohl von Israelis als auch von Palästinensern getroffene Maßnahmen Friedensbemühungen erschweren und daher vermieden werden müssen. „Von palästinensischer Seite erwarten wir Fortschritte im Bereich von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechen. Dazu gehört der Verzicht auf Gewalt gegen Israel. Wir fordern ein Ende der Siedlungsbautätigkeit, die gegen das Völkerrecht verstößt.“

Palästinensische Gewalt mit Bautätigkeit in Siedlungen auf eine Stufe zu stellen ist ein weiteres Problem. Wir müssen auch fragen, auf welchem Völkerrecht Deutschland seine Behauptung für ein judenreines Judäa und Samaria gründet. Fakt ist, dass die deutsche Regierung, die weitere Normalisierungsabkommen befürwortet, nicht diejenige sein sollte, die gegen jüdische Siedlung ist, insbesondere weil sie illegale palästinensische Siedlungen wie Khan al-Ahmar unterstützt.

Die Koalition verspricht die Finanzierung der United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees fortzusetzen, die mit palästinensischen Flüchtlingen arbeitet, auch wenn dazu erstmals die Einrichtung eines Beaufsichtigungsteams gehört. Ob solchen Versuchen nachgekommen wird, bleibt abzuwarten.

Mitglieder der neuen Koalition versprechen zudem resolut gegen antisemitische Verurteilungen Israels vorzugehen, auch in der UNO. Auch hier wird die Zeit entscheiden, ob das Versprechen eingehalten wird.

Was den Iran angeht, sagt das Dokument, die neue deutsche Regierung werde daran arbeiten die Verhandlungen rasch zu beenden und eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit voller Erfüllung durch den Iran herbeizuführen.

„Die Bedrohung Israels, das Raketenprogramm, die aggressive regionale Politik und Unterstützung von Terrorismus gefährden Frieden und Sicherheit“, heißt es in dem Koalitionsvertrag.

Auf Grundlage der jüngsten Runde der Atomgespräche in Wien scheint die Erneuerung des Deals weit von seiner Endphase entfernt zu sein. Wird die deutsche Regierung bereit sein ihre wirtschaftlichen Vorteile zu opfern, die aus der Normalisierung mit dem Iran entstehen, um Israels Sicherheit zu erhalten? Es scheint so, als ob die Grünen, die jedes einzelne Atomkraftwerk stilllegen wollen, vor dem Iran niederknien werden, um die Bedürfnisse der deutschen Wirtschaft zu befriedigen.

Das unveräußerliche Recht der Juden auf dem Tempelberg zu beten

First One Through, 29. November 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Universal Declaration of Human Rights – UDHR) legte 30 Prinzipien fest, die allen Menschen weltweit gewährt werden. Die Vereinten Nationen zitieren sie oft, außer wenn es um Juden geht.

Artikel 2 der UDHR erklärte, dass alle Menschen Anspruch auf Rechte und Freiheiten haben, ungeachtet von „Rasse, Farbe, Geschlecht, Religion, politischer oder sonstiger Meinung, nationaler oder sozialer Herkunft, Eigentum, Geburt oder sonstigen Status.“Das deckt eindeutig Juden ab – sogar solche aus Israel oder den umstrittenen Gebieten.

Artikel 18 der UDHR beschäftigt sich mit dem Thema Religion, darunter ihren Bräuchen: „Jeder hat das Recht auf Gedankenfreiheit, Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit; dieses Recht beinhaltet die Freiheit seinen Glauben zu wechseln und die Freiheit alleine oder in Gemeinschaft mit anderen und öffentlich oder privat seine Religion oder seine Überzeugung in Lehre, Praxis, Anbetung und Ausübung zeigen.“ Viele muslimische Länder treten diese Fähigkeit seine Religion zu wechseln mit Füßen, verbieten in ihren Verfassungen Glaubensabfall, eine offenkundige Verletzung der UDHR, die in der UNO wegen muslimischem Privileg niemals diskutiert wird.

Die Fähigkeit der Juden zu beten, wie es ihr historischer Brauch und ihr Recht ist, wird in der UNO nicht ignoriert, sondern mit einem unverschämten und verankerten Verbot gekontert.

Der jüdische Tempelberg

Der für die Juden heiligste Ort ist der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem. Er ist seit mehr als 3.000 Jahren, seit König David die Hauptstadt des jüdischen Volks von Hebron hierher verlegte und sein Sohn Salomo den ersten Tempel baute, der Mittelpunkt jüdischer Konzentration und Gebete gewesen. Den größten Teil der ersten tausend Jahre hatten Juden zu verschiedenen Zeiten einen Tempel an diesem Ort, wo sie entsprechend den Anweisungen der hebräischen Bibel Tiere opferten. Nachdem im Jahr 70n.Chr. der zweite Tempel zerstört wurde, stiegen Juden weiter auf den Berg, um still zu beten und machten das 1.500 Jahre lang. Die Osmanen kamen 1517 ins jüdische heilige Land und Suleiman I. (1494-1566) baute einen Großteil Jerusalems wieder auf, einschließlich der ikonischen Stadtmauern. Als Teil seines gewaltigen Jerusalem-Projekts warf er die Juden vom Tempelberg und bot ihnen ein kleines Stück der westlichen Umfassungsmauer des Tempelbergs an – die Westmauer oder Kotel – um dort zu beten. Juden ist seit dieser Zeit praktisch das Beten an ihrem heiligsten Ort verboten worden.

Das osmanische Reich endete 1918, aber die Welt dachte bis nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust an den Juden nicht daran die katastrophalen Gefahren durch tief verwurzelten Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit anzugehen,

Wer dafür sorgte, dass jüdische Gebetsrechte abgeblockt wurden

Im Dezember 1948 versuchte die Welt den Kriegen und Hass ein Ende zu setzen und entwarf die UDHR in der Hoffnung, dass Menschen Respekt für andere zeigen könnten, die anders sind. Die Erwähnung von Religion in den Artikeln war ein direktes Ergebnis der Gräueltaten, die den Juden durch Nichtjuden widerfuhr, wie in der Präambel beschrieben, in Bezug auf die „Missachtung und Verachtung für Menschenrechte sind in barbarischen Taten gemündet, die das Gewissen der Menschheit empört haben.“

Dennoch kämpfte der jüdische Staat, als die Weltorganisation diese Rechte formulierte, gegen mehrere eindringende arabische Armeen um sein Überleben. Die einmarschierende jordanische Armee säuberte alle Juden ethnisch aus dem östlichen Teil des heiligen Landes, einschließlich der Altstadt von Jerusalem, nur ein paar Jahre nach dem Holocaust. Die Jordanier verboten dann den Juden sogar den Besuch oder das Gebet in der Stadt, einschließlich an der Kotel und auf dem Tempelberg.

Der widerliche muslimische Antisemitismus wurde angesprochen, als Jordanien Israel im Juni 1967 erneut angriff und die illegal eroberten Landstriche verlor, was es den Juden ermöglichte wieder in ihre heilige Stadt zu ziehen. Um einen Waffenstillstand mit den verschiedenen muslimischen Ländern zu ermöglichen, die versucht hatten den jüdischen Staat zu vernichten, erlaubte Israel der jordanischen Waqf den Tempelberg zu verwalten und sein Verbot jüdischen Gebets beizubehalten.

Bis heute fordert die UNO eine Veränderung des Status quo der Kontrolle Israels über den Ostteil Jerusalems einschließlich der Altstadt, während sie gleichzeitig verlangt die antisemitische Politik des Verbots von jüdischen Gebeten an ihrem heiligsten Ort aufrechtzuerhalten. Es ist praktisch Wahnsinn zu versuchen dutzende muslimische UNO-Mitglieder zu beschwichtigen, während gleichzeitig die grundlegenden Menschenrechte der Juden mit Füßen getreten werden. Lassen Sie uns dieses Jahr zu Hanukka, einer Zeit, in der die Juden rund um die Welt ihre Menoren in ihre Fenster stellen, um der Welt zu zeigen, dass sie jüdische Gebetsrechte auf dem Tempelberg feiern, die Forderung stellen, dass die Regierung des Staates Israel deutlich geltend macht, dass die Würde von Juden wichtig ist. Juden haben unveräußerliche Rechte an ihrem heiligsten Ort zu beten – auf dem jüdischen Tempelberg.

Merkel ließ Israel und die Juden im Stich, als es um das iranische Regime ging

Karmel Melamed, The Times of Israel blogs, 15. November 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Bundeskanzlerin Angela Merkel (übernommen von HEPLEV)

Die scheidende deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte letzten Monat im Rahmen ihrer Abschiedstour Israel und erhielt von offiziellen israelischen Vertretern großes Lob für ihre Unterstützung Israels während ihrer Amtszeit als deutsche Regierungschefin. Merkel erhielt von amerikanischen jüdischen Leitern Lob für ihre Anstrengungen zur Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland. Doch bei all dieser Anerkennung für Merkel hat sie meiner bescheidenen Meinung nach während ihrer Amtszeit total darin versagt den wiederholten Antisemitismus und die Holocaust-Leugnung des Regimes der iranischen Ayatollahs zu verurteilen und zu bekämpfen. Genauso versäumte Merkel es während ihrer Amtszeit den vom iranischen Regime finanzierten Moscheen in Deutschland generierten Judenhass aufzuhalten und die Beziehungen zu stoppen, die zwischen einer deutschen Stadt und einer iranischen Stadt bestehen, deren Vertreter Antisemitismus fördern. Letztlich verdient Merkel kein Lob jüdischer Gruppen oder Israels, weil sie und ihre Regierung es immer wieder ablehnen sich gegen widerwärtigen Judenhass zu äußern, der vom iranischen Regime in ihren Jahren im Amt generiert wurde und diesen zu verurteilen.

Holocaust-Leugnung und Antisemitismus der Ayatollahs

Seit sie im November 2005 das Amt übernahm, ergriff weder Merkel noch sonst jemand in ihrer Regierung das Wort oder verurteilte sogar die Förderung von Holocaust-Leugnungstheorien des iranischen Regimes, die Unterstützung von Holocaust-Leugnungs-Forschern und den ekelhaften Antisemitismus, den die offiziellen Vertreter des Regimes ausspeien. Warum verurteilten Merkel und ihre Regierungsvertreter die staatseigenen Organisationen des Ayatollah-Regimes 2006 und 2015 nicht wegen deren widerlichen Karikaturen-Wettbewerbs zur Holocaust-Leugnung? Dann veröffentlichte Irans Oberster Religionsführer Khamenei im Januar 2016 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erneut ein offizielles Holocaust-Leugnungsvideo – warum hörten wir nicht ein einziges Wort der Verurteilung von Merkel oder ihren Regierungsvertretern dazu? Im Oktober 2014 veranstaltete das iranische Regime in Teheran sogar eine Konferenz zur Holocaust-Leugnung und war Gastgeber für vielerlei europäische Holocaust-Leugner, darunter Maria Poumier, eine Französin, Claudio Moffa, einen Italiener und Kevin Barrett, einen amerikanischen antisemitischen Verschwörungstheoretiker. Dennoch hörten wie nie ein Wort der Kritik von Merkel oder Mitgliedern ihrer Regierung zu dieser von den Ayatollahs im Iran organisierten, schmählichen Holocaust-Leugnungskonferenz!

Ebenso verurteilte die Regierung Merkel, die behauptet Antisemitismus zu bekämpfen, in ihrer Amtszeit nicht ein einziges Mal die antisemitischen Attacken gegen Juden im Iran. Zum Beispiel wurde im Mai 2020 die Synagoge neben den Gräbern von Esther und Mordechai in der iranischen Stadt Hamedan von unbekannten Angreifern mit Brandbomben beworfen. Die Gräber wurden zwar nicht beschädigt, aber die Synagoge erhielt umfangreichen Rauchschaden; Merkel und die deutsche Regierung jedoch brachten nicht ein einziges Wort der Verurteilung des Angriffs auf diese heilige jüdische Stätte im Iran hervor. Außerdem wurden 2019 von unbekannten Dieben drei antike Thora-Rollen aus der Jahrhunderte alten Ezra Yagoub-Synagoge in Teherans jüdischem Ghetto gestohlen und das Regime ermittelte in diesem Verbrechen nie. Merkels Regierung sagte nichts zu diesem antisemitischen Verbrechen und versäumte es die Führer des iranischen Regimes dazu zu befragen. Ebenfalls im Dezember 2017 wurden zwei Synagogen in der iranischen Stadt Schiras von unbekannten Angreifern verwüstet, die insgesamt fünf Thora-Rollen und zahlreiche Gebetsbücher beschädigt oder komplett zerstört zurückließen. Erneut kam von Merkel oder Mitgliedern ihrer Regierung nicht ein einziges Wort der Verurteilung. Die Liste der antisemitischen Angriffe auf Irans Juden und widerwärtigen antisemitischen Kommentare seitens der Obrigkeit des iranischen Regimes sind während Merkels Amtszeit zu umfangreich, als dass man sie auflisten könnte, aber ihr Schweigen und das Schweigen der Mitglieder ihrer Regierung gegenüber den endlosen Fluss an ungezügeltem Judenhass, der vom iranischen Regime ausgekotzt wird, offenbaren ihre Scheinheiligkeit beim Eintreten für den Kampf gegen Antisemitismus und Holocaust-Leugnung.

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Projekt Wikipedia – darf ich Ihnen die antisemitischen und terroristischen Unterstützer-Redakteure vorstellen?

David Collier, Beyond the Great Divide, 23. September 2021
Übernommen von HEPLEV – Abseits vom Mainstream

Radikalisierung wird definiert als „das Handeln oder der Prozess jemanden dazu zu bringen radikale Positionen in politischen und sozialen Fragen zu übernehmen“. Extremisten wissen, dass sie auf traditionellem Weg nicht einfach in den Mainstream reinkommen, aber Wikipedia, eine der populärsten Internetseiten der Welt, hat ihnen über den Online-Zugang eine direkte Stimme in jedem Haus geboten.

Redaktionelle Arbeit bei Wikipedia, gewiss auf hohem Niveau, die nötig ist, um ständig Wikipedias „jüdische“, „Israel“- oder „Palästina“-Seiten zu bearbeiten (bitte sagen Sie mir nicht, dass jeder bei Wiki redaktionell bearbeiten kann – das ist ein Märchen), ist fast eine Vollzeit-Tätigkeit, die einen besonders obsessiven Charakter benötigt. Wer macht das – und  wichtiger: Warum? Ich habe keinen Zweifel, dass die Motive von einigen harmlos sind – aber was ist mit denen, von denen Sie nicht wollten würden, dass sie direkt mit ihren Kindern sprechen – und bestimmt nicht, wenn ihre wahren Absichten getarnt sind?

Dieser Artikel ist Teil einer andauernden Recherche zum Thema der Radikalisierung von Wikipedia. Er ist sogar noch zeitgemäßer, bedenkt man, dass Wikipedia derzeit wieder auf Spendenzug ist. Bitte stellen Sie sicher, dass jeder, den Sie kennen, sich der Gefahren bewusst ist, die der Nutzung und Finanzierung der Internetseite Wikipedia anhaftet.

Das Beispiel StandWithUs

Ich beginne diese Tour mit einem Blick auf die Seite für StandWithUs. SWUs Hauptfunktion ist Bildung – junge Juden mit genügend Wissen zu stärken, um die unablässige Dämonisierungskampagne zu kontern, der sie sich besonders an Universitäten gegenüber sehen.

Das hier ist Wikipedias Eröffnungsabsatz auf der StandWithUs-Seite:

StandWithUs (SWU, auch bekannt als Irael Emergency Alliance) ist eine amerikanische rechte pro-Israel-Interessenvertretungsgruppe. Die Gruppe ist dafür bekannt mit der israelischen Regierung zusammenzuarbeiten, konzentriert sich auf Bildung und ist an amerikanischen Universitäten aktiv. SWU unterstützt israelische Siedlungen und glaubt nicht, dass die Westbank besetzt ist.

Hier gibt es drei Probleme:

Der erste Satz behauptet, dass es sich um eine rechte Organisation handelt; sie sei dafür bekannt, eng mit der israelischen Regierung zu arbeiten und das Intro liefert Information über angebliche Positionen zu „Siedlungen“ und der „Westbank“. Alles andere über SWU geht nach diesen inhaltsleeren Verleumdungen verloren. Was bedeutet „arbeitet eng mit der israelischen Regierung zusammen“ überhaupt? Und will Wikipedia andeuten, wenn Israel eine Vereinbarung mit den Palästinensern erzielen und von einigem Land abziehen würde, um die Gründung eines lebensfähigen Palästinenserstaats zu ermöglichen, SWU sich gegen die israelische Regierung wenden würde? Wie soll das überhaupt Sinn machen?

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Warum Antizionismus und Antisemitismus untrennbar verzahnt sind

Jahrhunderte lang haben Juden diskutiert, wer zu unserer Gemeinschaft gehört. Eine inklusivere jüdische Welt zu akzeptieren ist wichtig und erstrebenswert, aber unmittelbarer sollten unsere Anstrengungen sich auf die aktuelle existenzielle Bedrohung konzentrieren, der sich unsere Gemeinschaft gegenübersieht: den Antisemitismus.

Diese Debatte treibt ironischerweise die Juden weiter auseinander, untergräbt die Legitimität Israels und hat Auswirkungen auf die Sicherheit der US-Juden.

Die Rechtsextreme ist beispielhaft für den historischen Antisemitismus, geprägt von weißen Herrenmenschen und Randgruppen, die es immer geben wird. Der schleichende Antisemitismus der Linksextremen hat derweil jedoch eine fundamentale Fehleinschätzung des arabisch-israelischen Konflikts zur Folge und betrachtet den Konflikt auf eine naive, karikaturenhafte Weise. Auf beiden Seiten der politischen Mitte haben Analogien die Erinnerung an den Holocaust abgebaut, während man mit Fingern auf Probleme der Gegenseite zeigt.

Antisemitismus ist ein uraltes Phänomen, das keiner politischen Bewegung verpflichtet ist. Und während er schon lange vor 1948 existierte, hat die Gründung des modernen Israel eine neue und heimtückische Form des Judenhasses eingeleitet. Das ist der Grund, weshalb eine Parteien-Diskussion über Antisemitismus fehlgeleitet ist, besonders wenn die aktuelle Lage so schlimm aussieht.

Die Verbindung zwischen Antisemitismus und Antizionismus ist zwar eine historisch verschwommene, steht aber heute stärker im Fokus. Die letzte Runde der Gewalt zwischen Israel und der Hamas brachte die Judenhasser aus ihren Löchern und gab virtuell grünes Licht dafür, dass Antisemitismus in den Mainstream einzieht. Der jüngste Versuch gewisser Kongressmitglieder dem Luftverteidigungssystem Eiserne Kuppel die Gelder zu nehmen, ist ein Beispiel dafür, wie die extreme Linke, die sich als pro-palästinensisch bezeichnet, Antisemitismus zur Schau stellen kann. Diese rein defensive militärische Ausrüstung nicht zu finanzieren wird das Leben von Palästinensern nicht retten: Es wird vielmehr nur den Tod von Juden wie auch Palästinensern zur Folge haben.

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„Land, das vor dem Krieg 1967 Palästinensern gehörte“

* First One Through, 1. November 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Zu den führenden Kritikern Israels im Kongress gehört die Abgeordnete Betty McCollum (Democrats, Minnesota), die den Rammbock der „Verteidigung palästinensischer Kinder“ nutzt, um Israel als abstoßenden Menschenrechtsverletzter darzustellen. Die Grundlage ihrer Ansicht zu Israel ist ihre Überzeugung, dass Israel Arabern gehörendes Land gestohlen hat.

Während McCollum nicht ein einziges Wort über die Raketensalven der Hamas auf israelische Zivilisten im Sommer 2014 verlor, auch nicht zur Tötung dreier israelischer Teenager, die den Krieg auslöste, auch nicht die Hamas-Charta, die die Juden für alle Missstände der Welt verantwortlich und sie damit zur tödlichen Zielscheibe macht, begann sie ein Jahr später ihre Stimme zu ihrem Blick auf die Region zu finden. 2015 beschimpfte sie den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu, weil er gegen den Atomplan mit dem Iran war und 2016 rügte sie die in Area C der Westbank lebenden Israelis. Dann applaudierte sie dem Beschluss der Administration Obama den UNO-Sicherheitsrat die Resolution 2334 verabschieden zu lassen, die diese israelischen Häuser für illegal erklärte. Am 9. Januar 2017 lieferte sie Folgendes ab:

„Harte Wahrheiten aufzuzählen ist besonders wahr, wenn es um die Frage der illegalen israelischen Siedlungserweiterung geht. Diese Politik ist das gravierendste Hindernis für das Erreichen einer Zweistaatenlösung, dem einzig durchführbaren Weg zu Frieden zwischen Israel und den Palästinensern. Es ist schon lange die überparteiliche Politik von US-Administrationen gewesen gegen die Siedlungsexpansion auf Land zu sein, das vor dem Krieg von 1967 Palästinensern gehörte, weil diese Siedlungen die Chancen für das Erreichen einer Zweistaatenlösung mindern und für Israels Sicherheit nicht erforderlich sind.“

Das Zitat ist voller sachlicher Ungenauigkeiten, hirnverbrannter Voraussagen und falscher Überzeugungen. Jede von ihnen verdient es ausgepackt zu werden, da McCollum mit diesen Gefühlen wahrscheinlich nicht alleine ist.

„Land, das vor dem Krieg von 1967 den Palästinensern gehörte“

Diese Äußerung steckt voller Probleme:

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Yodfat: Das Masada, das Sie nicht kennen

* von Joshua Beylinson, HonestReporting
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Im Herbst des Jahres 66 n.Chr. kamen Juden in der uralten Stadt Jerusalem zusammen und rebellierten gegen das mächtige Römische Imperium.

Sie wussten nicht, dass sie eine Kette an Ereignissen angestoßen hatten, die zu einer der größten Katastrophen führte, die dem jüdischen Volk widerfahren ist: der Zerstörung des zweiten Tempels. Der dem Untergang geweihte Aufstand stellte auch den Beginn einer langen Zeit des Exil dar, die das jüdische Leben fast 2.000 Jahre lang prägen sollte. Vor kurzem wurde dieser Tragödie an Tischa B’Av gedacht, der oft als der traurigste Tag im jüdischen Kalender gilt.

Obwohl die Revolte gegen das imperiale Rom letztlich scheiterte, gibt es viele Ehrfurcht gebietende Episoden aus diesem zentralen Augenblick in der jüdischen Geschichte. Zum Beispiel gibt es die berühmte Geschichte von Masada, wo eine Gruppe jüdischer Rebellen der römischen Armee Widerstand leistete und dann lieber Selbstmord beging als sich zu ergeben.

Aber nur wenige Leute wissen von der Belagerung von Yodfat, das man auch als Jotapata kennt, wo Rebellen auf einer Hügelkuppe gegen zehntausende zählende römische Streitkräfte aushielten. Wenn der Aufstand in Masada endete, dann war Yodfat der Ort, wo die Rebellion begann.

Die Flagge der Rebellion wird gehisst

Die Stadt Yodfat liegt in der nordisraelischen Region Galiläa. In antiker Zeit was sie Teil des nördlichen Königreichs Israel und wurde im 8. Jahrhundert v.Chr. vom assyrischen Reich erobert. Sie wurde ein paar Jahrhunderte von Nichtjuden wieder besiedelt und im 2. Jahrhundert v.Chr. kam die Gegend unter die Kontrolle des Hasmonäer-Königreichs, einer souveränen jüdischen Monarchie, die nach der Rebellion gegen das Seleukidenreich gegründet wurde. Die Hasmonäer bevölkerten das Gebiet mit Juden und entwickelten das Territorium weiter. Bemerkenswert an der Zeit in der jüdischen Geschichte war, dass jüdische Herrscher Menschen zwangsweise zum Judentum konvertierten.

Bis zum ersten Jahrhundert n.Chr. war Yodfat eine stille und friedvolle Stadt mit rund 1.000 bis 1.500 Menschen geworden. Yodfat hatte viele Kunsthandwerker, Hirten und sogar eine eigene Olivenpresse, was bedeutete, dass diese Stadt reiche Einwohner hatte, da Olivenöl eine hoch geschätzte Handelsware war. Es ist schwierig sich vorzustellen, dass diese idyllische Stadt 67 n.Chr. mit tausenden jüdischen Flüchtlingen aus nahe gelegenen Bereichen angefüllt sein würde, die vor römischen Soldaten flohen.

Der jüdische Aufstand wurde von einer Gruppe geführt, die als Zeloten bekannt und hauptsächlich in Jerusalem ansässig war. Es waren aber auch andere Gruppen wie die Sicarii beteiligt, die in Galiläa eine massive Anhängerschaft hatten; Galiläa war die radikalste antirömische Region in Judäa. Wie ihr Name nahelegt, waren die Zeloten extrem traditionalistische Juden, die allen römischen und hellenistischen Einflüssen in Judäa Widerstand leisteten. Die Sicarii waren besonders gewalttätig und dafür berühmt Mord am hellichten Tag zu begehen, um die Römer und ihre lokalen Anhänger öffentlich einzuschüchtern.

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