Buchbesprechung: Steven M. Collins: Israels Tribes today

  • von Roland M. Horn

Steven M. Collins:

Israel’s Tribes Today

Bible Blessings, Royal Oak, MI, 2005
ISBN: 978-0972584937
Preis: $ 20.–
Paperback, 396 Seiten, weit über 100 s/w-Abb., Register

Unter Weiterführung seiner Buchserie “The Lost Tribes of Israel” macht Collins da weiter, wo er in seinem vorigen Werk Parthia aufgehört hat – nämlich bei dem Punkt, als sich die “verlorenen” zehn Stämme Israels größtenteils nach der Assyrischen Gefangenschaft im Partherreich gesammelt haben – einem “vergessenen” Weltreich – das nach der Ankunft der Perser und der zoroastrischen Religion allerdings sein Ende fand. Diese Behauptung ist wohlbegründet, ebenso wie jene, dass  Skythen, Goten, Germanen und Sachsen aus dem zerschlagenen Partherreich nach Europa gelangten.

Den englischen Begriff “Saxons” für “Sachsen” führt Collins auf “Sac’s sons” zurück – die Söhne von (I)saak (Isaac) , dem Vater vom Jakob/Israel, dem Begründer der Israeliten. Im Deutschen kommt dies sogar noch besser heraus, da wir im Wort “Sachse” die Buchstaben “sac” hintereinander finden. Collins bringt wissenschaftliche Belege mit biblischen Aussagen zusammen. Auch dieser Zusammenhang ist durch gute wissenschaftliche Quellen  belegt. Bezüglich der Herkunft der Goten beweist Collins, dass dieses Volk nicht etwa von Skandinavien ans Schwarze Meer migrierte ist, sondern vielmehr umgekehrt!

Bezüglich des Begriffes “Angelsachsen” verweist der Autor darauf, dass Begriffe wie “Angel” bzw. “Engel”  auf das hebräische Wort “egel” für “Bulle” oder “Kalb” basieren – ein historischer Zeichen des Stammes “Ephraim”, der auf Jakobs Sohn Josef, der von Jakob besonders gesegnet wurde; während der Begriff “Jüten” auf “Juda” zurückgeht, jenen der zwölf Stämme Israels, der heute wieder in sein ursprüngliches Land zurückkehrt ist. Dass der Name der parthischen Provinz “Germanii” eine besondere Ähnlichkeit zu “Germanien” aufweist, braucht nicht näher erläutert werden. Strabo verweist sogar auf eine Region in Kleinasien, die “Prusa” heißt. Dieses Gebiet lag zeitweise innerhalb des Parthischen Imperiums, wobei sich automatisch die Frage ergibt, ob der Begriff “Preußen” nicht auch auf Parthia zurückgeht, und ein Großteil der späteren Preußen nicht israelitischen Ursprungs sind.

Als sich die Israeliten von Parthien aus über den Kaukasus nach Europa bewegten, ließen sich auch einige im Kaukasus und auch in dem dort liegenden Land heute “Iberien” heißenden Land nieder (nicht zu verwechseln mit der Iberischen Halbinsel) und wurden “Iberer” genannt – und Iberien geht auf den Namen “Eber”, den ersten Hebräer, zurück.

Weiter findet Collins Zusammenhänge zwischen Indianerstämmen, von denen einer in der Region von Iowa und Illinois als “Sac” oder “Sauk”-Indianer bekannt waren, was wiederum an “Isaak” erinnert, wenn auch Wikipedia die sagenhafte Idee hat, dass der Name eine von Franzosen und Engländern eingeführte “Verballhornung” darstellt. Ein anderes Beispiel sind die Mandan-Indianer, die den Namen “Dan”, eines weiteren der zwölf Stämme Israels, in sich tragen und interessanterweise eine weiße Hautfarbe haben. Der Begriff Dan findet sich auch in Zusammenhang mit den Seevölkern und Irland. Der Linguist E. Morgan Kelley erbrachte schließlich den Nachweis, dass die Silbe “DAN” eine gemeinsame Sprachsilbe der amerikanischen Indianerstämme ist.

Aufgrund der Beschreibung der Stämme Israels in der Bibel und wissenschaftlicher Hintergründe sieht Collins heute den Stamm Manasse (neben Ephraim der zweite Sohn Josefs und somit Enkel Jakobs/Israels) mit in Amerika, den Stamm Ephraim  in Großbritannien (+ Commonwealth-Staaten), Ruben in  Frankreich, Sebulon in den Niederlanden, Ascher in Südafrika, Issachar in Finnland, Naftali, in Schweden,  Benjamin in Norwegen, Dan in Irland und Dänemark, Gad in Deutschland und Juda natürlich in Israel. Levi und Simeon haben sich Collins zufolge in keinem Staat gesammelt, sondern sind unter den anderen Stämmen Israels verteilt.

Letzteres ist nun reichlich spekulativ, umso mehr erstaunt es, dass andere Autoren aus anderes “religiösen Lagern” wie der orthodoxe Jude Yair Davidy zu ähnlichen Ergebnissen kommen.

Wie bei anderen Collins-Büchern ist es sehr schade, dass die Versandkosten nach Deutschland und angrenzende Länder reichlich hoch sind,  trotzdem ist das Buch aber absolut lesenswert!

Bestellmöglichkeiten:

Bei Amazon.de
Beim Verlag

„Sehet, der Retter ist da!“ Messias Jens Spahn befreit uns alle von Corona

Entweder besteht der größte Teil der deutschen Bevölkerung bereits aus Menschen, denen das eigenständige Denken fast unbemerkt abdressiert wurde, oder n-tv hat diesmal nicht den Querschnitt der Bevölkerung befragt, wer der beliebteste deutsche Politiker sei. Sondern sich von Toxyd oder Eufory – den bekanntesten Online-Shops der SM-Szene – den Teil der Kundenkartei geben lassen, der aufgrund der Bestellungen auf masochistische Tendenzen hinweist… Und dann bei diesen Damen und Herren angerufen. Anders ist das Ergebnis nicht zu erklären.

Höchstleistungen des Herrn Bundesgesundheitsministers:

  1. Seit Beginn seiner Amtszeit hat er nicht dafür gesorgt, dass sich die Krankenhaus-Infrastruktur in Deutschland verbessert. Stattdessen hat er die Privatisierung vorangetrieben und Global Playern im Krankenhaus- und Seniorenwohnheim-Bereich die Tür weit geöffnet. Schon das hat Arbeitsplätze gekostet und zu einer Unterversorgung vor allem im ländlichen Bereich geführt.
  2. Jahrelang hat er die Schwemme an kostengünstigen und minderqualifizierten Arbeitskräften aus Osteuropa wenn nicht gefördert, dann zumindest durch Untätigkeit zugelassen. So kam es zu einem Verdrängungswettbewerb. Der wiederum führte vor allem im Pflegebereich nicht nur dazu, dass „billige Pflege“ zum neuen Qualitätsstandard erhoben wurde, sondern Anbieter vom Markt verschwanden, die im insgesamt unterbezahlten Gesundheitsbereich überdurchschnittlich hohe Gehälter zahlten.

Widersprüchliches Handeln während der Pandemie

  1. Zu Beginn der Pandemie – als Italien und andere den Karneval absagten und die Warnungen aus China immer lauter wurden, hat er all diese Befürchtungen und Mahnungen hinweggefegt.
  2. Die von vielen Ärzten und Klinikverbänden schon viele Jahre angemahnte Anschaffung von Reserven in Pandemien wichtiger Materialien wurde ebenfalls stets überhört, so dass er eingestehen musste, zu spät für ausreichende Versorgung mit Masken – vor allem FFP 2 und 3 für medizinische Einrichtungen gesorgt zu haben. Es gab keine Katastrophen-Reserve des Bundes. Diese Reserve ist übrigens bis heute noch nicht so aufgebaut, wie ursprünglich gefordert.
  3. Spahn zwang die Kliniken zur Schaffung von Intensivbetten-Überkapazitäten, überlässt die Vorfinanzierung aber bis heute den Kliniken. Zudem war er es, der sich schon zu einem Zeitpunkt (während der ersten Welle) dafür einsetzte, vorsorglich möglichst viele Operationen und Therapien zu verschieben. Das war nicht nur für manche Patienten problematisch, sondern sorgte dafür, dass teilweise medizinisches Personal in Kurzarbeit geschickt werden musste.

Das Gesetz mit den vielen Ermächtigungen

  1. Das Bevölkerungsschutzgesetz: Mit diesem Instrument, dass bekanntlich binnen eines Tages durch den Bundestag gewinkt wurde, hat er nicht nur seine und alle anderen Grundrechte einschränkenden Entscheidungen der vergangenen Monate im Nachgang legitimiert, sondern für die Zukunft ermöglicht, am Bundestag – dem vom Volk gewählten Parlament – vorbei immer dann, wenn man eine Notlage erblicke, nach Gusto freiheitseinschränkende buß-geld- und strafbewehrte Maßnahmen zu verfügen.
  2. Muss ich sein Geschwafel darüber, dass man nicht noch einmal den Fehler machen dürfe und auch nicht machen würde, den Einzelhandel zu schließen, hier noch einmal ausführlich besprechen? Lieber nicht.

Spahn, ein „Freunde“ begünstigender Multi-Millionär?

  1. Sein Privatleben geht uns selbstverständlich nichts an. Aber es wäre schon um der Glaubwürdigkeit willen wichtig, wenn der Bürger erfahren würde, woher das Geld für die eigene – mindestens vier Millionen teure Villa stammt. Oder woher Spahn deutlich vorher über ausreichend hohes Kapital verfügte, dass er sich mehrere Eigentumswohnungen in bester City-Lage leisten konnte, von der er neulich eine an einen „guten Freund“ für eine knappe Million veräußerte, um diesen dann später auf ein Posten einer ministeriumsnahen Institution zu setzen und dessen Geschäftsführer-Bezüge fast zu verdoppeln.

Was macht Spahn so beliebt?

Weder hat er den Wirkstoff erfunden noch hat er Vertrauen und Sicherheit geschaffen. Auch sind viele seiner Aussagen nicht verlässlich. Mancher von ihm gesetzte Akt wurde von Institutionen und Personen aus dem Gesundheitsbereich kritisiert, als kontraproduktiv, unklar, halbherzig oder gar wirkungslos beschrieben.

Warum also konnte die ntv-Umfrage zu diesem Ergebnis gelangen? Vielleicht, weil vieles von dem, was ich oben angeführt habe, den Triple-R-Medien (Raute-Relotius-Rosenberg) nur Randnotizen wert waren? Oder weil sie Kritik am Gesundheitsminister sogleich durch die Hofberichterstattung ihrer „Experten“ entwerten ließen? Vielleicht weil Befragte sich oft an den Schlagzeilen der letzten zwei Wochen orientieren und nicht weiter zurückdenken? Denn diese Schlagzeilen haben Spahn in den vergangenen Wochen peu a peu in den Status eines neuen Messias erhoben.

Spahn soll Laschet auf den Thron heben

Passend zur Adventszeit präsentierte er den neuen Wirkstoff und nannte einen Termin, ab dem die Impfung beginnen soll. Der Zeit der Erwartung der Geburt Christi im Advent ähnlich. Und pünktlich nach Weihnachten beginnen die Impfungen. Sehet, der Retter – der Erlöser – ist da. Die Hoffnung auf ein „normales“ Leben nach Corona wurde medial kanalisiert und floss in die Person Jens Spahn. Dies machen die Medien selbstverständlich auch aus einem anderen Grund. Bald wird der neue CDU-Vorsitzende bestimmt, der auch Kanzlerkandidat werden soll.

Für die linksgrün durchtränkten Medien ist Laschet der Garant für die Fortsetzung der linksliberalen Regierungspolitik Merkels. Er bildet ein Team mit Spahn. Hypt man Spahn, so zieht man auch Laschet hoch. Denn was für ein großer Mensch muss dieser NRW-Ministerpräsident sein, wenn ihm sogar der aktuell beliebteste Politiker Deutschlands – der Erlöser von Corona – zu dienen bereit ist? Wie ich hin und wieder in meinem Artikeln schreibe: alles hängt mit allem zusammen. Doch um die Zusammenhänge erkennen zu können, muss man in diesen Tagen noch tiefer graben, als früher.

Die Biden-Administration und der “Rückkehrkrieg”

Nach den wenigen bisher abgegebenen öffentlichen Erklärungen und dem, was über ihrer Ernannten bekannt ist, wird die Biden-Regierung gegenüber Israel und den Palästinensern dieselbe Haltung einnehmen wie die letzte demokratische Regierung, angeführt von Barack Obama.

Das bedeutet, dass es auf die Idee zurückkommen wird, einen palästinensischen Staat in Judäa und Samaria mehr oder weniger nach dem Vorbild von 1967 zu errichten. Es wird zurück zur Finanzierung der Palästinensischen Autonomiebehörde gehen, die einen Weg finden wird, Terroristen zu bezahlen und ihre Familien zu unterstützen, während sie dies vorgibt, um den Taylor Force Act zu umgehen, nachdem die USA solche Zahlungen von der Hilfe für die PA abziehen müssen. Die Regierung wird wahrscheinlich die Augen vor der Finte verschließen. Sie wird wieder darauf zurückgreifen, die UNRWA zu finanzieren, jene Agentur, die die das exponentielle Wachstum einer staatenlosen Bevölkerung erfunden hat, die sich aus Nachkommen arabischer Flüchtlinge aus dem Krieg von 1948 zusammensetzt, um, ungeachtet der Tatsache, dass es existiert, das Problem aufrechtzuerhalten und nicht zu lösen.

Ich glaube, dass sie zu dem Grundsatz zurückkehren wird, dass der Hauptgrund dafür, dass der Konflikt nicht beendet wurde, darin besteht, dass Israel den Palästinensern nicht genügend Zugeständnisse gemacht hat und dass der Weg, dies zu beenden, darin besteht, Israel unter Druck zu setzen, den palästinensischen Forderungen nachzugeben: für judenfreies Land, für Souveränität ohne Einschränkungen, für Ostjerusalem und vielleicht sogar für die „Rückkehr“ der Nachkommen der Flüchtlinge. Obwohl dies nicht direkt Teil des israelisch-palästinensischen Konflikts ist, wird sie wahrscheinlich den Druck auf den Iran verringern und möglicherweise sogar zur JCPOA, dem Atomabkommen, zurückkehren.

Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob sie auch die offene Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat annehmen wird, die Obamas Regierungszeit geprägt hat. Dies hängt davon ab, wer Biden beeinflusst, sowohl unter seinen offiziellen Beratern als auch unter den zahlreichen Think Tanks, Lobbys und Interessengruppen, die an dem Konflikt interessiert sind – einschließlich der von Barack Obama selbst betriebenen.

Ich vermute, dass die Verwaltung mit anderen Angelegenheiten alle Hände voll zu tun haben wird und daher nicht sofort neue „Friedensbemühungen“ starten wird. Aber man kann nie wissen. Manchmal geht die Rationalität aus dem Fenster, wenn sich das Thema den Juden und ihrem Staat zuwendet.

Weiterlesen

Buchbesprechung: Hartwig Hausdorf: Mars Mysterien

  • von Roland M. Horn

Cover: Hartwig Hausdorf: Mars Mysterien

Hartwig Hausdorf:

Mars Mysterien

Wettlauf zum Roten Planeten

Ancient Mail Verlag, Groß-Gerau, Oktober 2020
ISBN: 978-3-95652-292-5
Preis: EUR 19,90
Hardcover, DIN-A5, 242 Seiten, 19 s/w-Abb.

Was dieses Buch deutlich von anderen Marsbüchern unterscheidet, ist, dass sein Autor als vielfach in der Welt herumgekommener PALÄO-SETI-Forscher die Möglichkeit hat, Ähnlichkeiten und Bezüge von Formationen auf der Erde mit solchen auf dem Mars zu vergleichen. So verweist er auf einen Ort im Nordwesten Namibias, wo er Felszeichnungen begutachtet hat, die nach aktuellem Wissenschaft älter als 6000 Jahre sind. Einige davon sind rätselhaft und “abstrakt”, und Hausdorf glaubt, eine Art Landefähre + Insasse zu erkennen. Ein weiteres Objekt dieser Art ist eine “riesige Gestalt” im algerischen Tassilli-Gebirge, die ihr Entdecker Henri Lhote spontan “Der Große Marsgott” nannte. Groß ist die Figur auf jeden Fall: Sechs Meter hoch. Darüber, ob das Modell tatsächlich vom Mars kam, lässt sich natürlich trefflich streiten. Weiter entdeckte Hausdorf ein “gewaltiges, steinernes Abbild unseres Sonnensystems” in Teotihuacán.

Selbstverständlich setzt sich der Autor aber auch mit “klassischen Marsrätseln” auseinander, so mit dem sogenannten “Phobos-Monolithen“, der sich in der Nähe des großen Stickney-Kraters auf dem Marsmond Phobos befindet und einen langen Schatten wirft. Einige Forscher ziehen sogar, die Möglichkeit in Betracht, dass der ganze Marsmond ein künstliches Gebilde ist.

Hartwig Hausdorf erwähnt weiter seltsame Lichtblitze auf dem Mars, die dort immer wieder beobachtet werden und an die berühmten “Moonblinks” erinnern. Einst hielten Wissenschaftler dieses Blitze für Versuche von Marsbewohnern, mit den Erdbewohnern Kontakt herzustellen. Doch noch seltsamer als diese Blitze erscheinen Hausdorf wolkenartige Gebilde in der Marsatmosphäre, so eine “weiße pilzförmige Wolke” von 30 Kilometer Ausdehnung, die Anfang der 50er Jahre in einer Höhe von 30 Kilomtern gesehen wurde und die ihn an einen Atompilz erinnert. Diese unterscheide sich deutlich von gewöhnlichen Marswolken. Ein weiteres – in anderen Publikationen kaum erwähntes – seltsames “Wolkenphänomen”, auf das Hausdorf eingeht, ist eine Struktur, die in den 1960er Jahren durch ein Teleskop beobachtet wurde und “genau wie unser Buchstabe ‘W’ aussieht“. Diese Struktur zog sich über fast ein Viertel der Marsoberfläche.

Selbstverständlich beschäftigt sich Hausdorf auch mit bekannteren Marsrätseln – so dem sogenannten Marsgesicht und den fünfseitigen pyramidenartigen Objekten auf dem Mars, wobei ihm wieder das auf seinen Weltreisen erworbene Wissen weiterhilft. So erinnert ihn die sog. D&M-Pyramide an ein Bauwerk, das er auf der Kanaren-Insel Teneriffa inspizierte. Was den Autor sehr fasziniert ist die Geometrie in der Cydonia-Region, wo das “Marsgesicht“, die “Pyramiden” und andere Bauwerke stehen. Diese Symmetrie wäre schon ein außergewöhnlicher Zufall, wie man feststellen muss. Zum Thema “Marsgesicht” speziell kommt Hausdorf erneut sein auf seinen Forschungsreisen erworbenes Wissen zugute. So entdeckte er auf der Osterinsel ein Gebilde, das ihn sehr an das “Marsgesicht” erinnert.

Hartwig Hausdorf geht weiter auf den Asteroidengürtel ein, von dem die Mainstream-Astronomie heute der Meinung ist, dass er kein ehemaliger explodierter Planet sein könne, da die Anziehungskraft des nahegelegenen Riesenplaneten Jupiter die Bildung eines solchen von vornherein verhindert hätte. Der Autor kann dieses Argument jedoch nachvollziehbar widerlegen, denn, wenn dem so wäre, hätte sich der Asteroidengürtel gar nicht bilden können, da der Jupiter die kleinen Gesteinsbrocken mittels seiner Anziehungskraft sofort an sich gerissen hätte. Insofern ist die von Hausdorf erwähnte alte Theorie, nach der die Asteroiden eben doch Bruchstücke eines einstigen Planeten sind, der möglicherweise vor sehr langer Zeit von einer Zivilisation bevölkert war, die über ein “riesiges Arsenal atomarer Massenvernichtungsmittel” verfügte und einem äußerst verhängnisvollen atomaren Super-GAU zu Opfer fiel, doch noch nicht ganz aus dem Rennen.

Hausdorf geht auch ausführlich über die derzeit von verschiedenen Staaten initiierten anlaufenden Marsflugprojekte und deren Zielsetzungen ein.

Das Buch kann rundweg empfohlen werden!

(Erstveröffentlichung auf Atlantisforschung.de)

Bestellmöglichkeiten:
Bei Amazon.de
Beim Verlag

Fox News-Moderatorin Bartiromo: „Trump hat die Wahl gewonnen“ [Video]

Weitgehend ignoriert von den deutschen Medien findet in den USA ein einmaliges historisches Ereignis statt:

Fox News-Moderatorin Bartiromo: „Trump hat die Wahl gewonnen“ [Video]

Bild-Quelle: Red. HaOlam.de nach: Joe Biden: Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (source: Joe Biden); User:TDKR Chicago 101 (clipping) Donald Trump: Bild-Quelle: Shealah Craighead (source: White House)Сombination: krassotkin, CC BY-SA 2.0

Sieben Parlamente der Bundesstaaten haben konkurrierende Delegationen von Wahlmännern bestimmt, die am 6. Januar im Kongress in Washington für Donald Trump stimmen werden: Nevada, Arizona, New Mexico, Wisconsin, Michigan, Pennsylvania und Georgia.

Wenn die Parlamente Wahlbetrug vermuten und nicht mit dem zertifizierten Ergebnis einverstanden sind, haben sie das Recht, ihre eigenen Wahlmänner zu bestimmen.  Diesen verfassungsgemäß vorgesehenen Umstand nennt man „duellierende Wahlmänner“ und ist selten, aber nicht einmalig. 1960 entsandte zum Beispiel der neue Bundesstaat Hawaii duellierende Wahlmänner für John F. Kennedy, obwohl Richard Nixon als Sieger vom Gouverneur zertifiziert wurde (Kennedy gewann knapp, auch aufgrund von angeblich massivem Wahlbetrug in der korrupten demokratischen Bastion Chicago).

Wenn die Wahlmänner am 6. Januar 2021 im Kongress zusammentreffen, um den neuen Präsidenten zu wählen, können je ein Senator und ein Abgeordneter die Delegationen anzweifeln. Senat und Abgeordnetenhaus müssten dann darüber abstimmen. Um eine Mehrheit für Joe Biden zu verhindern, müsste Donald Trump also seine republikanische Mehrheit im Senat bei der Stichwahl in Georgia am 5. Januar behaupten. Von Joe Biden als „gewähltem Präsidenten“ zu sprechen ist bis dahin aber faktisch falsch.

Bei einer vierstündigen Anhörung im US-Senat am Mittwoch vor dem Heimatschutz-Ausschuss verwehrte sich der republikanische Senator aus Kentucky, Rand Paul, gegen die Behauptung, die Gerichte hätten die Vorwürfe des Wahlbetrugs verworfen: „Die Gerichte haben nie über die Beweislage geurteilt, sie haben sie nicht mal angesehen. Die Gerichte halten sich lieber aus Wahlfragen heraus.“ Der ehemalige Lewinsky-Sonderermittler Ken Starr sagte dem Senat, von den 60 Klagen, die bezüglich Wahlunregelmäßigkeiten angestrebt wurden, seien beinahe alle aufgrund formaljuristischer Fragen verworfen worden, nicht aus Beweismangel. „Es gab Wahlbetrug“, so Paul. „Diese Wahl wurde in vielerlei Hinsicht gestohlen, und der einzige Weg, das in Zukunft zu verhindern, ist, die Gesetze zu achten.“

Senator Josh Hawley aus Missouri griff die Medien für ihr Totschweigen der Untersuchungen und ihre Doppelmoral bei den Wahlen 2016 und 2020 in Sachen Wahlbetrug scharf an: „Wenn man der Mainstream-Presse zuhört, die haben vier Jahre lang Dauerbeschallung mit dieser angeblichen Russland-Verschwörung praktiziert. Es war Unsinn, und basierte, wie wir jetzt wissen, auf Lügen von einem russischen Spion. Das Steele-Dossier wurde von einem russischen Spion lanciert. Nach vier Jahren in dem sie gesagt haben, dass die letzte Wahl gefälscht war, dass Donald Trump nicht wirklich gewonnen hat und dass Russland involviert war – nach vier Jahren davon – sagen die gleichen Leute, setz dich gefälligst hin und halt den Mund! Wenn du irgendwelche Bedenken über Wahlmanipulation hast, dann bist du ein Spinner, ein Verrückter. Aber da draußen sind 74 Millionen Trump-Wähler, und die werden den Mund nicht halten.“

Weiterlesen

Hört auf so zu tun, als sei Antizionismus kein Antisemitismus

Juden, die denen Deckung geben, die den einzigen jüdischen Staat auf dem Planeten beseitigen wollen, verteidigen nicht Kritik an Israel; sie legitimieren eine gefährliche Form des Hasses.

Falls Sie es noch nicht gehört haben: Leute, die Israel eliminieren wollen, sind sehr daran interessiert, Antisemitismus aufzuhalten. Mit anderen Worten, dieselben Menschen, die dem jüdischen Volk Rechte verweigern wollen, die sie nicht auf die gleiche Weise anderen verweigern wollen, glauben, dass sie berechtigt sind, sich selbst zu Freunden und Beschützern der Juden zu erklären. Und nein, ich mache keine Witze darüber.

Das gilt für die Jewish Voice for Peace (Jüdische Stimme für den Frieden) und die Teilnehmer eines Online-Panels, das diese Woche über „Auflösung von Antisemitismus, Gerechtigkeit gewinnen“ gehalten wurde. Die linke Gruppe und ihre prominenten Gäste, darunter die Abgeordnete Rashida Tlaib (Demokratin, Michigan), der Akademiker Marc Lamont Hill und New York Times-Kolumnist/CNN-Kommentator Peter Beinart glauben alle, es sei sehr wichtig, dass jeder, auch die Juden, begreifen, dass sie hier sind, um zu helfen. Das einzige Problem ist, dass sie denken, dass die Menschen ihr Ziel, den Staat Israel aus Hass zu zerschlagen, verwirrt.

Es ist sehr frustrierend für sie, weil alle Beteiligten, einschließlich der stellvertretenden JVP-Direktorin Rabbi Alissa Wise, die Gastgeberin der Veranstaltung war, sich als Verfechterin der Gerechtigkeit und Gegner von Hass betrachten, während sie auch für die antisemitische BDS-Bewegung eintreten. Und sie glauben, dass diejenigen, die sie wegen Antisemitismus zur Rede stellen, Lügner oder fehlgeleitete Betrogene der faschistischen Rechten sind. Tatsächlich erscheint ihnen schon die Idee, dass jemand ihnen zuhören und mit der Meinung davon kommen könnte, sie wollten Juden Schaden zufügen, unglaubhaft. Wie Beinart bei dem Forum seinen nicht jüdischen Kollegen sagte, die als Antisemiten bezeichnet wurden: „Klingen sie für Sie wie Leute, die Juden hassen? Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.“

Was Beinart zu sagen versuchte war, dass Leute, die sich selbst als „progressiv“ bezeichnen und Lärm wegen Menschenrechten und Freiheit machen, keinesfalls Judenhasser sein können, auch dann nicht, wenn sie auch wollen, dass es keinen jüdischen Staat gibt. Und dass die Juden, die sich mit solchen Leuten verbünden, in den besten Traditionen jüdischer Aufopferung für soziale Gerechtigkeit handeln, selbst wenn sie seltsamerweise desinteressiert an Gerechtigkeit für ihr eigenes Volk sind. Sie behaupten, dass Rechtsextreme die einzigen echten Antisemiten sind. Die Tatsache, dass eine Gruppe wie die JVP Ritualmordvorwürfe betreibt, wenn sie jüdische Unterstützung für amerikanische Ersthelfer, die in Israel ausgebildet wurden, für den Tod von Afroamerikanern durch die Polizei verantwortlich macht, wird von denen ignoriert, die sie nur als progressive Feld-Wald-und-Wiesen-Aktivisten betrachten.

Was sollen wir damit anfangen?

Viele vernünftige und anständige Juden sagen uns, wir sollten uns wegen nichts davon Sorgen machen. Die JVP repräsentiert nur eine kleine Anzahl Juden, versichern sie uns, und ist keine Bedrohung für die pro-israelische Welt. Sie haben Recht, wenn sie darauf hinweisen, dass die BDS-Bewegung dem jüdischen Staat wenig oder nicht geschadet hat. Israel ist stärker und sicherer als jemals zuvor. Die Träume der BDS-Bewegung und ihrer palästinensischen Verbündeten, Israel von der Landkarte zu löschen, sind Fantasien. Darüber hinaus haben die Normalisierungs-Abkommen, die Israel in den letzten Monaten mit vier muslimischen Ländern geschlossen hat, der Bewegung zum internationalen Boykott Israels das Rückgrat gebrochen und dem jüdischen Staat eine zunehmende Zahl arabischer Verbündeter eingebracht. Während die Regierung von Präsident Donald Trump  die pro-israelischste aller Zeiten gewesen sein dürfte, wird sein Nachfolger, der gewählte Präsident Joe Biden, der ebenfalls gegen BDS ist und ebenfalls die Idee eines jüdischen Staates unterstützt, mit seiner Regierung vermutlich anderer Meinung sein.

Welchen Schaden kann im Vergleich zu all dem die zunehmende Kraft antizionistischer Gruppen an Universitäten – sowohl bei den Lehrenden als auch den Studenten – anrichten? Warum sich Sorgen machen oder sogar die JVP, Beinart und den Rest von ihnen beachten?

Die Antwort ist zweifach.

Weiterlesen

Schwarzer spuckt Weißen an – Zeit für eine etwas andere Rassismus-Debatte!

Außerhalb des muslimischen Erdkreises drückt im öffentlichen Raum nichts so sehr die Verachtung für einen anderen Menschen aus, wie das Anspucken. Bei Koran-Gläubigen könnte man eventuell das Bewerfen mit Schuhen noch als Steigerungsausdruck der Verachtung verstehen, aber so schnell kam Thuram in dieser Situation wohl nicht an seinen Fuß. Zum anderen äußerte er sich während seiner bisherigen Karriere noch nie dazu – ob er überhaupt und falls ja – an welchen Gott er glaubt!

Marcus Thuram ist Stürmer bei Borussia Mönchengladbach. Und der Sohn des weltberühmten französischen Nationalspielers Lilian Thuram, der sich während seiner aktiven Zeit zu Beginn dieses Jahrtausend aktiv und mit zahlreichen Ehrungen überhäuft gegen Rassismus (Schwarzen- und Islam-Feindlichkeit) einsetzte. Zudem war er Mitglied des französischen Integrationsrats, der sich um mehr Verständnis für die Belange der Muslime große Verdienste erwarb…

Von Ericwaltr – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Allzuviel mit Allah hat aber auch der Papa definitiv nicht am Kopf, denn ebenso engagierte er sich vor einigen Jahren für die gleichgeschlechtliche Ehe und hatte kein Problem Damit, sich neben einem linksliberalen Kreuzträger ablichten zu lassen. Sehr skurril, diese Familie…

Alles nur ein Versehen?

Nicht nur deshalb wird er wohl gestern mit Grausen verfolgt haben, wie sein Sohn einem weißen biodeutschen Spieler der TSG 1899 Hoffenheim während des Bundesligaspiels ins Gesicht spuckte. Oder vielleicht doch nicht…?

Thuram entschuldigte sich auf Twitter wortreich, aber widersprüchlich: »Heute hat etwas stattgefunden, das nicht in meinem Charakter liegt und nie wieder vorkommen darf« »Ich habe mich gegenüber einem Gegner falsch verhalten.« »Es war ein Versehen und nicht beabsichtigt« »Ich entschuldige mich bei allen. Bei Stefan Posch, meinen Gegnern, meinen Teamkollegen, meiner Familie und allen, die meine Reaktion gesehen haben. Natürlich akzeptiere ich alle Konsequenzen meines Handelns.«

Doch wer weiß, vielleicht war ja alles ganz anders. Vielleicht wird Thuram von deutschen Nazis dazu gezwungen, sich nach dem Spiel so zu äußern. Vielleicht hat man ja seine Familie bedroht, wenn er nicht die Schuld auf sich nimmt!  Vermutlich hat der Deutsche ganz böse Dinge zu Thuram gesagt wie: „Eines Tages werden nicht mehr wir niederknien, sondern ihr!“ Wie sonst sollte man sich die Spuckattacke erklären. Thuram muss rassistisch beleidigt worden sein. Sonst hätte er sich niemals nicht zu einer solchen Handlung hinreißen lassen. Er ist schwarz, er ist Muslim, er ist einfach… anständig! Punkt!

Zeit für eine andere Rassismus-Debatte

Karl-Heinz Rummenigge hat recht. Wenn der weiße Deutsche den schwarzen Franzosen angespuckt hätte, wäre gestern Abend und heute im Tagesverlauf überall die Post abgegangen. Und die üblichem Verdächtigen, die sich heute über Rummenigges Worte empören, wären die ersten gewesen, die in Tweets nach der Überprüfung von Bundeswehr und Polizei auf rassistische Gesinnung eine ebensolche für nichtmuslimische und nicht politisch korrekt pigmentierte Menschen im Bundesliga-Betrieb gefordert hätten. Ganz gewiss auch der Edel-Kommunist Kevin Kühnert.

Die öffentlichen Reaktionen auf dieses an und für sich belanglose Vorkommnis zeigt: Wir brauchen tatsächlich in Deutschland eine neue Rassismus-debatte. Zum einen die, in der geklärt wird, was alles unter rassistische Gesinnung und rassistische Akte fällt, um da endlich Klarheit zu haben und nicht bei jeder Gelegenheit „Rassist“ brüllen zu müssen. Und dann noch eine weitere: Ob es tatsächlich auch in Deutschlandhäufiger als bisher vermutet Rassismus gegen Weiß0e und religiösen Rassismus gegen Nicht-Muslime gibt. Thuram hat einfach Pech gehabt. Er hat zum falsche Zeitpunkt und vor den Augen der TV-Öffentlichkeit gespuckt.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Seine Motivation mag tatsächlich keine rassistische gewesen sein. Aber an Vorgängen wie diesen lässt sich gut die Forderung nach Debatten aufhängen. Auf der Gegenseite klappt das zumindest immer. Diese Chance sollten wir nutzen. Denn viele werden wir nicht mehr haben, um eine Debatte anzuregen, die schon vor mehr als einem Jahrzehnt hätte beginnen müssen. So aber sind wir in eine Situation hineingeschlittert, in der Weiße und Nicht-Muslime sich permanent für Akte, die sie setzen rechtfertigen und auf Buntheitstauglichkeit prüfen lassen müssen. Während der andere Teil der Gesellschaft tut und lässt, was er will, dafür in der Regel noch mit Fördergeldern und Preisen überhäuft wird und die Deutungshoheit über das an sich zu reißen trachtet, was „Rassismus“ und „rassistisch“ ist und was nicht.

Neues zum Thema Schöpfung vs. Evolution: Die Restitutionstheorie

  • von Roland M. Horn

Neben der Evolutionstheorie mit all ihren Kompromissthesen (Theistische Evolution, Intelligent Design) und der klassischen Schöpfungslehre (dem Kreationismus) existiert weitgehend ungeachtet eine Variante der Schöpfungstheorie, die den Namen “Resititutionstheorie”, “Lückentheorie” oder (im Englischen “Gap Theory“) trägt. Sie basiert auf der Aussage, dass zwischen 1. Mose 1,1 (“Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde”) und 1. Mose 1,2 (“Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag über der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser”) ein Lücke klafft, die Millionen von Jahren lang sein kann. Gott hat demnach zwar die Schöpfung strikt nach der Bibel innerhalb von sechs Tagen abgeschlossen, doch davor lag eine unbestimmte Zeit, so dass die Erde durchaus sehr alt ist, wie die Wissenschaftler heutzutage annehmen. “Im Anfang” habe Gott eine perfekte Erde geschaffen, denn Gott schaffe keine “wüste und leere” Erde. Danach geschah eine Katastrophe, die im Allgemeinen mit dem Fall Luzifers identifiziert wird, und dann wurde die Erde wüst und leer. Danach beginnt die Schöpfungsgeschichte, wie wir sie kennen, doch im Grund war sie nur eine Neuschöpfung.

Abb. 1: Thomas Chalmers: Er machte die Restitutionstheorie im 19. Jahrhundert populär

Der erste Autor, der Derartiges andeutete, war Papias von Hierapolis, der schrieb: “Einigen von ihnen [Engeln] gab er die Herrschaft über die Anordnung der Welt, und er beauftragte sie, auch ihre Herrschaft auszuüben … aber es kam vor, dass ihre Anordnung zu nichts führte.1https://de.vvikipedla.com/wiki/Gap_creationism Im 3. Jahrhundert n. Chr. war es Origenes aus Alexandria, der konkret von zwei Schöpfungen und einer Lücke zwischen beiden sprach: Die erste war ein geistiges Reich, die zweite ein physisches, wobei er nicht wusste, was konkret die erste Schöpfung war. Die Lückentheorie wurde gegen Ende des 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer populärer, weil der neue Wissenschaftszweig Geologie eine ältere Erde forderte, als es die damalige Interpretation des 1. Buches Mose zuließ.

Der Theologe und politischer Ökonom Thomas Chalmers, sowohl der Führer der Church of Scotland und der Free Church of Scotland, genannt der größte Kirchenmann des 19. Jahrhunderts war derjenige, der die Lückentheorie populär machte. Er schrieb:

“Meine eigene Meinung, wie sie 1814 veröffentlicht wurde, ist, dass sie [1. Mose 1:1] keinen Teil des ersten Tages bildet, sondern sich auf eine Zeit unbestimmten Alters bezieht, als Gott die Welten aus dem Nichts erschuf. Der Beginn des Arbeit des ersten Tages halte ich für die Bewegung des Geistes Gottes auf dem Wasser. Wir können der Geologie die größte Zeitspanne erlauben … ohne auch nur die Buchstäblichkeit der mosaischen Aufzeichnungen zu verletzen.”2zit n. https://en.wikipedia.org/wiki/Gap_creationism nach McIver T., Formless and Void: Gap Theory Creationism, Creation Evolution Journal (8)3, 1988, p. 6

Steven M. Collins, Leiter des Evangelistic Two-House Information Center E.T.H.i.C hat sich dem Thema in einem längeren Artikel mit dem Namen “IS THE EARTH 6000 YEARS OLD?” ausgiebig beschäftigt.

Am Anfang des Artikels legt er Wert auf die Feststellung, dass er Christ und Biblizist sei und somit glaubt, dass der Schöpfer Autor der Bibel ist, die er im Original für unfehlbar hält. Insofern schließt er sich auch der Meinung anderer Bibelfundamentalisten an, die der Ansicht sind, dass die menschliche Spezies, die jetzt auf dieser Erde lebt, nicht älter als 6000 Jahre sein kann. Ebenfalls hält er an Dogma der wörtlichen Schöpfung innerhalb von sechs 24-Stunden-Tagen fest. Die Erde allerdings sei deutlich älter. In der oben angesprochenen zeitlichen Lücke könnten sich tatsächlich Millionen oder Milliarden von Jahren verstecken. So könnten beispielsweise die Dinosaurier trotz wörtlicher Auslegung der Schöpfungsgeschichte in jenen Zeiträumen gelebt haben, in denen sie von der aktuellen Mainstream-Wissenschaft vermutet werden.

Bezüglich der Annahme der Lücken-Theorie weist Collins darauf hin, dass das Universum nicht am ersten Schöpfungstag geschaffen wurde. Kein Wunder, denn seiner Ansicht nach existierte es bereits lange Zeit vorher! Sie habe sich bereits seit langer Zeit um ihre Achse und um die Sonne gedreht, nur das Licht und somit Tag und Nacht seien erst am ersten Schöpfungstag hinzugekommen. Was er tat, sei schlicht, die Tageslicht- und Nachtabschnitte an einem 24-Stundentag zu schaffen, in dem er das Licht von der Dunkelheit “trennte”. Vorher herrsche eine allgegenwärtige Dunkelheit.

Collins behauptet, das hebräische Wort für “Tiefe”, über die vor der Schöpfung die Finsternis schwebte sei das gleiche, das auch für die Ozeane der Erde während der Zeit nach der Erschaffung des Menschen verwendet wird.

Abb. 2: Der Erzengel Michael schleudert Luzifer und seine Engel auf die Erde. Höllensturz durch den Erzengel Michael, Gemälde von Peter Paul Rubens, ca. 162

Collins setzt nun im Buch Hiob, Kap. 38 an, wo Gott Hiob fragt, wo er war, als er die Erde gründete. Dort heißt es nach der Elberfelder Bibel von 2006:

“Wo warst Du, als ich die Erde gründete? Teile es mit, wenn du Einsicht kennst! Wer hat die Maße bestimmt, wenn du es kennst? Oder wer hat über ihr die Messschnur ausgespannt? Worauf sind ihre Sockel eingesenkt? Oder wer hat den Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten? Wer hat das Meer mit Türen verschlossen, als es hervorbrach, dem Mutterschoß entquoll, als ich Gewölk zu seinem Gewand machte und Wolkendunkel zu seinen Windeln und ich meine Grenze zog und Riegeln und Türen einsetzte und sprach: Bis hierher kommst du und nicht weiter, und hier soll aufhören der Stolz deiner Wellen?” (V. 4-12)

Weiterlesen

1 2 3