Buchbesprechung: Nick Redfern: The Martians

  • von Roland M. Horn

Nick Redfern:
The Martians
Evidence of Live on the Red Planet
New Page Books, Newburyport, MA, 2020
ISBN: 978-1-63265-176-1
Preis: US $ 19,95
Paperback, 299 Seiten, etwa 40 sw-Fotos, Register

Bereits im ersten Kapitel dieses Buches wird dem Autor klar, dass der Mars etwas mit der Erde zu tun haben muss. Eine seiner wichtigsten Quellen ist der Nachlass des Marsforschers Mack Tonnies, den er mehrmals interviewt hat und der sich positiv zu den “Marsmonumenten” (Marsgesicht, D&M-Pyramide usw. geäußert hat. Tonnies entdeckte u. a. eine tunnelartige Öffnung an letztgenannter (fünfseitiger) Pyramide. Tonnies und Redfern sehen eine Verbindung zwischen Mars und Erde, insbesondere zu Ägypten.

Tonnies geht weiter auf den Umstand ein, dass Jonathan Swift in Gullivers Reisen den Mars ganz selbstverständlich als zwei Monde habend bezeichnet, die jedoch erst später entdeckt wurden. Hierzu wird oft gesagt, es sei kein Wunder, dass Swift auf diese Idee käme, denn schließlich habe die Erde einen, die Venus keinen, warum sollte der Mars denn da nicht zwei haben? Was häufig unter den Tisch fällt, ist aber, wie Redfern feststellt, dass Swift weiterhin auch die Umlaufbahnen der beiden Marsmonde beinahe korrekt “vorhergesagt” hatte. Woher wusste er das? Pikant dabei ist, dass Swift Freimaurer war, eine Gesellschaft, über die oft gemunkelt wird, dass sie geheimes Wissen besitzt und weiterüberliefert.

Weiter beruft sich Redfern auf eine Geschichte, die sich im Jahr 1897 breit machte, der zufolge ein Belgier behauptete, durch einen heruntergefallenen Meteoriten verletzt worden zu sein, der ägyptische Hieroglyphen enthielt. Auch ein Physiker und Astronom will noch im gleichen Jahr einen ähnlichen Meteoriten gefunden haben. Diese Story erschien in den New York Times. Innerhalb des Meteors sei ein Metallstück gefunden worden, dass “eine Anzahl von eigenartigen Zeichen” enthalten haben, die seiner Meinung nach den Ägyptischen Schriftzeichen ähnelten. Ein anderer Wissenschaftler soll dies bestätigt haben. Der genannte Astronom meinte: “Dies war eine Art Kommunikation zwischen dem Mars und der Erde.” Eine Zeitungsente, ein ausgemachter Schwindel oder mehr?

Redfern geht weiter auf die beeindruckenden Marsbilder ein, die so etwas wie Glasröhren zu zeigen scheinen und druckt ein eindrucksvolles Foto ab.

Was in anderen Marsbüchern kaum Beachtung findet, sind die Arbeiten des Ingo Swann, wohl weil sie in den Bereich des “Remote Viewing” (eine Art Hellsehen in moderner und technisierter Form fällt und von den meisten Wissenschaftlicher nicht anerkannt wird.) Redfern setzt sich ausführlich mit dem Thema auseinander. Swann will mit seiner Methode Marsianer unter der Mondoberfläche entdeckt haben. Das Projekt sei natürlich “ultrageheim” gewesen, und der Initiator soll die CIA gewesen sein. Redfern beschäftigt sich im vorliegenden Buch ausführlich mit diesem Projekt. Später im Buch erwähnt er die Magisterin der Naturwissenschaftlerin und Hellseherin Dr. Kimberly Rackley, die gesehen haben will, dass der Mars der Erde einst sehr ähnlich war und klares Wasser sowie Bäume mit Früchten besessen habe. Ebenso will sie “ameisenähnliche” Wesen wahrgenommen haben, die auf zwei Beinen gingen, drei Finger und vier Zehen hatten und etwa 1,20 Meter groß und “rötlich-schwarz” waren und schrägstehende Augen hatten.

U. a. druckt Redfern ein Bild von der Marsoberfläche ab, auf der eine Struktur zu sehen ist, die (mehr oder weniger) an die ägyptische Königsgemahlin Neferti (Nofretete)] erinnert.

Ein weiteres Marsbild, das Redfern abdruckt, ist ein Gebiet auf dem Mars, das er “Marshenge” nennt. Es erinnert an Stonehenge, und weiter zeigt er ein Bild von einer Marsformation, die den ägyptischen Totengott Anubis verblüffend ähnelt.

Redfern beschäftigt sich auch mit der These des Plasma-Physikers John A. Brandenburg, der Hinweise dafür gefunden hat, dass einst eine atomare Explosion auf dem Mars stattgefunden hat, was Tonnies bestätigte, der sagte, dass die D&M-Pyramide angeschwollen und eingerissen sei, so, als ob sie einst geschmolzen sei.

Weiter kommt Redfern auf Mac Tonnies’ Kryptoterrestrier-Theorie zu sprechen. Die Kryptoterrestrier sollen verborgen auf der Erde lebende menschenartige Wesen und u. a. für UFO-Entführungen verantwortlich sein. Redfern zufolge zog Tonnies die Existenz einer zweiten Gruppe von Kryptoterrestriern in Betracht (was in seinem Buch zu diesem Thema – The Cryptoterrestrials – allerdings noch nicht zur Sprache kam) geflohene und auf der Erde gestrandete Marsianer gewesen sein könnten.

Redferns Buch ist z. T. etwas spekulativ, doch dies ist ja auch nicht unbedingt negativ zu sehen. Auf jeden Fall enthält es sehr interessante Informationen, und gerade angesichts der jetzt anlaufenden Marssonden-Projekte kann ich dieses Buch ergänzend zur Berichterstattung dazu nur empfehlen.

(Erstveröffentlichung auf Atlantisforschung.de)

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Buchbesprechung: Hartwig Hausdorf: Mars Mysterien

  • von Roland M. Horn

Cover: Hartwig Hausdorf: Mars Mysterien

Hartwig Hausdorf:

Mars Mysterien

Wettlauf zum Roten Planeten

Ancient Mail Verlag, Groß-Gerau, Oktober 2020
ISBN: 978-3-95652-292-5
Preis: EUR 19,90
Hardcover, DIN-A5, 242 Seiten, 19 s/w-Abb.

Was dieses Buch deutlich von anderen Marsbüchern unterscheidet, ist, dass sein Autor als vielfach in der Welt herumgekommener PALÄO-SETI-Forscher die Möglichkeit hat, Ähnlichkeiten und Bezüge von Formationen auf der Erde mit solchen auf dem Mars zu vergleichen. So verweist er auf einen Ort im Nordwesten Namibias, wo er Felszeichnungen begutachtet hat, die nach aktuellem Wissenschaft älter als 6000 Jahre sind. Einige davon sind rätselhaft und “abstrakt”, und Hausdorf glaubt, eine Art Landefähre + Insasse zu erkennen. Ein weiteres Objekt dieser Art ist eine “riesige Gestalt” im algerischen Tassilli-Gebirge, die ihr Entdecker Henri Lhote spontan “Der Große Marsgott” nannte. Groß ist die Figur auf jeden Fall: Sechs Meter hoch. Darüber, ob das Modell tatsächlich vom Mars kam, lässt sich natürlich trefflich streiten. Weiter entdeckte Hausdorf ein “gewaltiges, steinernes Abbild unseres Sonnensystems” in Teotihuacán.

Selbstverständlich setzt sich der Autor aber auch mit “klassischen Marsrätseln” auseinander, so mit dem sogenannten “Phobos-Monolithen“, der sich in der Nähe des großen Stickney-Kraters auf dem Marsmond Phobos befindet und einen langen Schatten wirft. Einige Forscher ziehen sogar, die Möglichkeit in Betracht, dass der ganze Marsmond ein künstliches Gebilde ist.

Hartwig Hausdorf erwähnt weiter seltsame Lichtblitze auf dem Mars, die dort immer wieder beobachtet werden und an die berühmten “Moonblinks” erinnern. Einst hielten Wissenschaftler dieses Blitze für Versuche von Marsbewohnern, mit den Erdbewohnern Kontakt herzustellen. Doch noch seltsamer als diese Blitze erscheinen Hausdorf wolkenartige Gebilde in der Marsatmosphäre, so eine “weiße pilzförmige Wolke” von 30 Kilometer Ausdehnung, die Anfang der 50er Jahre in einer Höhe von 30 Kilomtern gesehen wurde und die ihn an einen Atompilz erinnert. Diese unterscheide sich deutlich von gewöhnlichen Marswolken. Ein weiteres – in anderen Publikationen kaum erwähntes – seltsames “Wolkenphänomen”, auf das Hausdorf eingeht, ist eine Struktur, die in den 1960er Jahren durch ein Teleskop beobachtet wurde und “genau wie unser Buchstabe ‘W’ aussieht“. Diese Struktur zog sich über fast ein Viertel der Marsoberfläche.

Selbstverständlich beschäftigt sich Hausdorf auch mit bekannteren Marsrätseln – so dem sogenannten Marsgesicht und den fünfseitigen pyramidenartigen Objekten auf dem Mars, wobei ihm wieder das auf seinen Weltreisen erworbene Wissen weiterhilft. So erinnert ihn die sog. D&M-Pyramide an ein Bauwerk, das er auf der Kanaren-Insel Teneriffa inspizierte. Was den Autor sehr fasziniert ist die Geometrie in der Cydonia-Region, wo das “Marsgesicht“, die “Pyramiden” und andere Bauwerke stehen. Diese Symmetrie wäre schon ein außergewöhnlicher Zufall, wie man feststellen muss. Zum Thema “Marsgesicht” speziell kommt Hausdorf erneut sein auf seinen Forschungsreisen erworbenes Wissen zugute. So entdeckte er auf der Osterinsel ein Gebilde, das ihn sehr an das “Marsgesicht” erinnert.

Hartwig Hausdorf geht weiter auf den Asteroidengürtel ein, von dem die Mainstream-Astronomie heute der Meinung ist, dass er kein ehemaliger explodierter Planet sein könne, da die Anziehungskraft des nahegelegenen Riesenplaneten Jupiter die Bildung eines solchen von vornherein verhindert hätte. Der Autor kann dieses Argument jedoch nachvollziehbar widerlegen, denn, wenn dem so wäre, hätte sich der Asteroidengürtel gar nicht bilden können, da der Jupiter die kleinen Gesteinsbrocken mittels seiner Anziehungskraft sofort an sich gerissen hätte. Insofern ist die von Hausdorf erwähnte alte Theorie, nach der die Asteroiden eben doch Bruchstücke eines einstigen Planeten sind, der möglicherweise vor sehr langer Zeit von einer Zivilisation bevölkert war, die über ein “riesiges Arsenal atomarer Massenvernichtungsmittel” verfügte und einem äußerst verhängnisvollen atomaren Super-GAU zu Opfer fiel, doch noch nicht ganz aus dem Rennen.

Hausdorf geht auch ausführlich über die derzeit von verschiedenen Staaten initiierten anlaufenden Marsflugprojekte und deren Zielsetzungen ein.

Das Buch kann rundweg empfohlen werden!

(Erstveröffentlichung auf Atlantisforschung.de)

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