Selbstlos
Alle Welt spricht von Ahmed Al-Ahmad, dem muslimischen Mann, der einem der beiden Terroristen des Anschlags am Bondi Beach die Waffe entwinden konnte. Doch Ahmed hatte einen Helfer: Geffen Bitton.
Alle Welt spricht von Ahmed Al-Ahmad, dem muslimischen Mann, der einem der beiden Terroristen des Anschlags am Bondi Beach die Waffe entwinden konnte. Doch Ahmed hatte einen Helfer: Geffen Bitton.
Eine Woche nach dem antisemitischen Terroranschlag von Bondi Beach entscheidet sich Australiens Regierung gegen maximale Transparenz. Premierminister Anthony Albanese setzt auf eine interne Prüfung statt auf eine unabhängige staatliche Untersuchung. In der jüdischen Gemeinschaft und im Parlament wächst die Wut.
Nichts war vorhersehbarer als die Tatsache, dass dies geschehen würde. Die einzigen Fragen lauteten, wann genau es passieren würde, wo es passieren würde und wie viele Menschen ermordet würden. Die Antworten lauteten diesmal: Australiens Bondi Beach, Sonntagnachmittag Ortszeit, während einer Chanukka-Feier – und mindestens 15 Tote, dazu 40 Verletzte zum Zeitpunkt, da dies geschrieben wurde.
Einer der Attentäter von Bondi Beach war kein isolierter Täter, sondern jahrelang Teil eines radikalen Milieus. Verbindungen zu pro IS Kreisen, antisemitische Predigten und staatliches Wegsehen zeichnen ein Bild systemischen Versagens – mit tödlichen Folgen für jüdisches Leben.
Kaum waren die Schüsse verstummt, begann online eine zweite Welle des Hasses: Verschwörungstheorien, die das Massaker als „Inszenierung Israels“ darstellen. Ein Angriff auf die Wahrheit – und auf die Opfer.
Während Familien um ihre Ermordeten trauern, benutzt Teheran das Massaker von Sydney für Propaganda. Die Reaktionen zeigen, wie tief der Hass auf Juden und Israel inzwischen zum politischen Werkzeug des Regimes geworden ist.
Nach dem Terroranschlag von Bondi Beach treten schwere Versäumnisse zutage. Einer der Täter stand jahrelang unter Beobachtung, Sprengsätze lagen bereit, und israelische Stellen warnen vor iranischer Einflussnahme. Australien ringt um Antworten.
In einem Artikel, den ich 2020 schrieb, beschrieb ich, wie der Nazi-Akademiker Prof. Walter Grundmann damit beauftragt wurde, zu bestätigen, dass Jesus kein Jude war. Wie hätten die Deutschen schließlich die Juden dämonisieren und verfolgen können, während sie gleichzeitig zu ihm beteten?
Monatelang lagen den Behörden Warnungen über wachsende antisemitische Anschlagsgefahren vor. Die Morde von Sydney zeigen, wie teuer politisches Wegsehen wird
10 Menschen sterben bei einem gezielten Angriff auf eine Chanukka-Zeremonie am Bondi Beach. Unter den Opfern: der Chabad-Gesandte Rabbi Eli Schlanger. Der Schock reicht weit über Australien hinaus.
Wir alle wissen, dass das Hanukka-Fest das Wunder eines einzigen Krugs Öl acht Tage reichte statt nur einen, als er verwendet wurde, um die Menora im zweiten Tempel in Jerusalem wieder anzuzünden. Dieses übernatürliche Ereignis gab den Juden genug Zeit, um mehr Öl bereitzustellen.
Richtig?
Monate vor ihrem Tod hielten sie an Ritualen, Liedern und Hoffnung fest. Neu veröffentlichte Aufnahmen aus Hamas-Gefangenschaft erschüttern Israel und werfen erneut schwere Fragen nach Verantwortung, Versagen und Menschlichkeit auf.
von Red. HaOlam.de Quelle Beitragsbild oben: Screenshot In einem beunruhigenden antisemitischen Vorfall im polnischen Parlament löschte der Rechtspolitiker Grzegorz Braun