Die Wahrheit über Jerusalem

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Jerusalem

* von Roland M. Horn

„Und es soll geschehen an jenem Tage, dass ich Jerusalem zum Laststein für alle Völker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden sich daran wund reißen; und alle Nationen der Erde werden sich gegen sie versammeln.“ (Sacharja 12,3 Bibelübersetzung nach Schlachter)

In der Bibel wird Jerusalem erstmals in 1. Mose 14, 17-24 erwähnt, wo es nach Schlachter heißt:

„Als aber Abram von der Schlacht gegen Kedor-Laomer und die Könige, die mit ihm waren, zurückkehrte, ging ihm der König von Sodom entgegen in das Tal Schaveh, welches Königstal genannt wird. Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhöchsten. Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram vom allerhöchsten Gott, dem Besitzer des Himmels und der Erde. Und gelobt sei Gott, der Allerhöchste, der deine Feinde in deine Hand geliefert hat! Und Abram gab ihm den Zehnten von allem. Da sprach der König von Sodom zu Abram: Gib mir die Seelen, die Habe behalte für dich! Abram sprach zum König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu dem Herrn, dem allerhöchsten Gott, dem Besitzer des Himmels und der Erde, dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch Schuhriemen nehmen will, dass du nicht sagest: ‚Ich habe Abram reich gemacht‘, ausgenommen, was die Jünglinge gegessen haben, und den Teil der Männer Aner, Eschkol und Mamre, die mit mir gezogen sind; sie sollen ihren Anteil erhalten.“

Hier ist bereits lange vor der Gründung Israels von Jerusalem die Rede. Es unterstand einem König, der gleichzeitig Hohepriester und ein „ein Priester Gottes, des Allerhöchsten“ genannt wird. Er herrschte über Salem, das hier mit Jerusalem gleichgesetzt wird und er segnete den Abram, der später Abraham heißen sollte.

Der hebräische Name Jerusalem ist Jeruschalajim, und die Araber nennen Jerusalem heute al-Quds, was „Die Heilige“ bedeutet. Das ist schon bemerkenswert, denn im Heiligen Buch der Moslems, dem Koran, wird Jerusalem nicht ein einziges Mal erwähnt.

Friz Rienecker und Gerhard Meier sagen in ihrem Lexikon der Bibel (Witten 1994)von Jerusalem, dass „das erste Jerusalem“ die Jebusiterstadt1Die Jebusiter waren der Bibel zufolge ein Volk im Vorderen Orient, das vom Stamm Kanaan war. Währen der Landnahme lebten sie neben weiteren kanaanäischen Stämmen auf dem Gebirge Juda. Jebus war, die in der Bibel auch „Burg Zion“ genannt wurde. Trotz einer ersten Eroberung durch Joshua und seinen Mannen blieb die Stadt jebusitisch.

Diese Stadt lag Rienecker und Meier zufolge an der Gihonquelle. Gihon bzw. Gichon bezeichnet einen Strom, der im 1. Buch Mose erwähnt wird und den Garten Eden umflossen haben soll! In Kap. 2 V. 10-15 heißt es nach Schlachter:

„Es ging aber ein Strom aus von Eden, um den Garten zu bewässern; von dort aber teilte er sich und wurde zu vier Hauptströmen. Der erste heißt Pison; das ist der, welcher das ganze Land Hawila umfließt, wo das Gold ist; und das Gold dieses Landes ist gut; dort kommt auch das Bedolach-Harz vor und der Edelstein Onyx. Der zweite Strom heißt Gihon; das ist der, welcher das ganze Land Kusch umfließt. Der dritte Strom heißt Tigris; das ist der, welcher östlich von Assur fließt. Der vierte Strom ist der Euphrat. Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre…“

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Der Tempel des Hesekiel – Wo (oder wann) stand er (oder wird er stehen)?

* von Roland M. Horn

Gegen am Ende des alttestamentlichen Buches Hesekiel findet sich eine längere Passage (ab Kapitel 40 bis Kapitel 49), in dem der Prophet Hesekiel einen Tempel gezeigt und bis aufs kleinste Detail beschrieben bekommt. In dieser recht langen Passage wird dieser Tempel aufs Genaueste beschrieben. Hesekiel wird durch die Hand Gottes aus der babylonischen Gefangenschaft in das Land Israel gebracht und entdeckt einen sehr hohen Berg und eine darauf aufgebaute Stadt in Richtung Süden. Der Zeitpunkt dieser Reise wird exakt wieder gegeben. Bei der Ankunft erblickt Hesekiel einen „Mann, anzusehen wie Erz, mit einer Schnur von Linnen in seiner Hand. Der steht mit einer Messrute am Tor. Dieser gibt Hesekiel den Auftrag, alles was er sähe, dem Volk Israel zu zeigen und beginnt mit gründlichen Messungen – das vollständige Gebäude wird dem Propheten gezeigt.

Was ist das für ein Tempel, der da vom alttestamentlichen Propheten Hesekiel so gründlich beschrieben wird und bei dessen Messung jener zuschaute? Einen Hinweis finden wir am Ende des 39. Kapitels: Dort heißt es dass Gott die „Gefangenen Jakobs“ nach Hause führen und sich des Hauses Israel erbarmen würde. Es heißt, dass Gott sie aus den Völkern zurückführen würde, folglich kann nicht die Rückführung aus der babylonischen Gefangenschaft gemeint sein, sondern eine spätere – man kann erkennen, dass es sich um die Rückführung des Volkes Israels seit Beginn der offiziellen zionistischen Bewegung im Jahr 1897 handeln muss.

Hessekiel 40-49 stellt die Theologen vor Probleme. Der Prophet kann nicht den salomonischen Tempel darstellen, weil die Abweichungen zu den Beschreibungen dieses Tempels in anderen biblischen Büchern zu groß sind. Eine Wiederherstellung des Tempels im 6. Jahrhundert. v. Chr. scheidet aus den gleichen Gründen aus. Andere sehen, dass Hesekiel ein Bild des Tempels im „tausendjährigen Friedensreiches“ nach der zukünftigen Widerkunft Jesu Christi geben soll.

Eine völlig anderes geartete Erklärung hat der Theologe und Schriftsteller Walter-Jörg Langbein anzubieten. Er fragt sich, warum dieser Tempel so gründlich vermessen werden müsse, denn schließlich war der Jerusalemer Tempel ja bis ins Detail bekannt. Warum also musste Hesekiel dem Haus Israel die genauen Messergebnisse mitteilen? Langbein spekuliert dahingehend, dass es sich bei dem Tempel des Hesekiel gar nicht um den Tempel in Jerusalem, sondern um ein ganz anderes Bauwerk gehandelt habe, in das Hesekiel von Luftschiffen, die von Außerirdischen gesteuert wurden, gebracht worden war und beruft sich dabei auf die Forschungsarbeiten des Ingenieurs Hans-Herbert Beier und des Ingenieurs Josef F. Blumrich. Langbein schließt, dass es sich bei dem Tempel in Wirklichkeit um eine technische Anlage zur Wartung von Zubringerraumschiffen handelte, die benutzt wurde, um Reparaturarbeiten etwa am atomaren Hauptantrieb des Flugkörpers vorzunehmen, mit dem Hesekiel zum Tempel gebracht wurde. Der Autor glaubt, dass in Hesekiel 10 ein solcher Reparaturvorgang beschrieben wird. (Langbein, Walter: Geheimnisse der Bibel. Berlin 1997 ( S. 68 und 69)

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