Gedanken über Leben und Tod

Mein neues Buch Reinkarnation – Das Rätsel der Wiedergeburt sagt es ganz deutlich: Mittlerweile gibt es schon derart viele Beweise für das „Leben nach dem Tod“ und speziell für die „Reinkarnation“, dass man gar nicht darum herum kommt, die Möglichkeit, wenn nicht sogar die Wahrscheinlichkeit, dass man immer wieder auf die Welt kommt, in Betracht ziehen muss.

Doch neulich kam im Rahmen einer Forendiskussion die Frage auf, ob ein Weiterleben nach dem Tod überhaupt erstrebenswert sei. Ja, ich gebe es zu: Ich selbst war es, der diese Frage aufbrachte. In meiner Zeit als fundamentalistischer Christ las ich, dass der bekannte Evangelist Billy Graham die Tätigkeit des gläubigen Christen nach dem Tod sich so vorstelle, dass die Aufgabe des Christen nach dem Tod sein könnte, auf „anderen Planeten zu missionieren“. Ja, hört das denn nie auf? Der Gläubige im fundamentalistisch/evangelistischen Sinne ist schon zu seiner Lebenszeit damit beschäftigt, andere Menschen „zu Jesus zu führen“. Und die Belohnung dafür soll sein, auf anderen Planeten damit weiter zu machen? Gut, wenn man Grahams Filme kenne – und ich habe sie alle gesehen – erkennt man, dass ihm diese Tätigkeit sehr viel Freude bereitet, insofern kann ich verstehen, dass er sich darauf freut. Aber was ist mit anderen und insbesondere mit mir, dem Papa? In alle Ewigkeit hin zu missionieren, erscheint mir ehrlich gesagt eher mühselig als freudebereitend.

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