Das üble Spiel mit Deutschland

  • von Roland M. Horn

Im Allgemeinen wird Deutschland als Verursacher und Hauptschuldiger des Ersten Weltkriegs betrachtet. Unter anderem der Nichtdeutsche Gary Allen  beschreibt in seinem Buch Die Die Insider, dass nach dem Krieg viele Historiker beide Seiten als Schuldige betrachteten, dass aber die Nachkriegspropaganda Deutschland als militärisches Monster darstellte, das nach der Weltherrschaft trachte.

So sagt auch der US-amerikanische Historiker David P. Calleo dem Buch Freispruch für Deutschland zufolge, dass die die These von der „traditionellen deutschen Aggressivität, die im 19. Jahrhundert den Bestand der europäischen Großmächte bedroht habe, und dadurch auslösend für die Verhängnisse des 20. Jahrhunderts gewesen sei“.

Professor David Calleo plädiere in seinem Buch „The German Problem Reconsidered“ für eine neue, objektivere Bewertung des von Bismarcks geschaffenen deutschen Nationalstaates und fordere „eine weniger engstirnige Auffassung von Deutschlands Platz in der modernen Geschichte“ und sagte wörtlich: „Viele deutsche Autoren scheinen eine Art perversen Vergnügens darin zu finden, ihrem Volk eine einzigartige Schlechtigkeit zuzuschreiben, die es von der übrigen Menschheit unterscheidet.“ In dem 1913 in deutscher Sprache erschienenen Buch Die Schafwandler stellt der Historiker Christopher Clark „infrage, was bisher Konsens unter Historikern galt, dass Deutschland die Hauptschuld am Ausbruch des Krieges trägt.“

Auch der deutsche Historiker Hans Fenske stellt diese allgemein angenommene Schuld Deutschlands in seinem Buch Der Anfang vom Ende des alten Europa nicht nur infrage, sondern belegt die Behauptung, dass England und Frankreich nie zu einem Verständigungsfrieden bereit waren, während aber Deutschland und Österreich-Ungarn immer wieder auf einen solchen drängten. Der deutsche Publizist Jörg Friedrich stellt in seinem Buch 14/18 – Der Weg nach Versailles in Bezug auf den Ersten Weltkrieg fest, dass es nicht so wichtig sei, warum der Krieg begann, sondern warum er nicht aufhörte und warum ein Land nach dem anderen in den Strudel der Gewalt geriet. Der Autor Gerd Schultze-Rhonhof schreibt in seinem Buch 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte über den Ersten Weltkrieg klipp und klar:

„Deutschland verfolgt 1914 keine Kriegsziele. Es hat allerdings durch Kaiser Wilhelm II. frühe und bedingungslose Rückendeckung für Österreich zum Kriegsausbruch beigetragen. Doch nach dieser ersten unbeachteten Äußerung von Bündnistreue versuchten Kaiser und Regierung nacheinander erst die Russen, dann die Franzosen und zum Schluss die Briten von einem Kriege miteinander abzubringen.“ (Schultze-Rhonhof, 1912, S. 68; an neue Rechtschreibung angepasst)

Schultze-Rhonhof erwähnt auch die Beiträge anderer Länder zum Krieg. So schreibt er, dass Russland 1914 bewusst auf Krieg setzte. Triebfedern seien innerstaatliche Probleme, die Chance, bei einem Sieg einen Zugang zum Mittelmeer zu erringen, „und das angemaßte Patronat über alle Slawenvölker gewesen, die die russische Regierung dazu verleiteten, Serbien offen gegen Österreich-Ungarn zu unterstützen, mobilzumachen und ohne Warnung oder Kriegserklärung in Deutschland einzumarschieren.

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Jim Keith und die Untertassen der Illuminati

Hallo,

nachfolgend ein weiterer Artikel aus meiner Feder. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn wünscht Euch

Der Papa

Jim Keith und die Untertassen der Illuminati

* von Roland M. Horn

In meinem Buch Hitler – UFOs – Okkultismus: Die unheilvolle Verbindung gehe ich ausführlich auf die Arbeiten des Journalisten und „Verschwörungstheoretikers“ Jim Keith ein, der u. a. intensiv über den merkwürden Tod von UFO-Forschern und Prominenten und deren Hintergründe berichtet und schließlich selbst auf merkwürdige Weise ums Leben kam. In diesem Artikel soll es jedoch um andere Facetten seines Wirkens gehen, die im o. g. Buch ebenfalls behandelt werden.

So teilt Keith in einem seiner zahlreichen Bücher, Saucers of the Illuminati, seinen Lesern seine Wahrnehmung mit, nach der die Ideen in seinem genannten Buch zwischen verschiedenen Fachdisziplinen hin- und hergehen, von politischen Verschwörungen zu UFOs, bis hin zum Okkulten, und versucht, die Informationen innerhalb jeder dieser Fachdisziplinen zusammenzufassen. Kurzum, er tut Ähnliches wie ich in meinem o. g. Buch. Keith glaubt, dass die Untersucher in diesen verschiedenen Fachrichtungen fast nie miteinander zu tun haben wollen und dadurch in ihren geheimen Forschungen durcheinandergelangen. Der linkshändige Pfad wüsste nicht, was die große rechtsorientierte Verschwörung täte, könnte man sagen, doch diese Diskussionsthemen seien auf den niedrigsten Stufen verflochten und verdeutlichten jeweils die Ideen der anderen.

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