- von Roland M. Horn
(zum Beitragsbild oben: Symbolbild. Bild von valtercirillo auf Pixabay)
Als ich das Kapitel über Waldbrände und Dürren für mein Buch Katastrophen über uns schrieb, die in den letzten Jahren zugenommen haben und von denen es 2021 erschreckend viel auch in Europa gab, ahnte ich schon, dass neben anderen Katastrophen auch Trockenperioden und somit auch die Waldbrände weiter zunehmen würden, konnte aber nicht ahnen, dass es dieses Jahr im Deutschland derart heiß wird und daraus resultierender Waldbrand auch im Saarland für Alarm sorgen würde.
Letzte Woche erhielt meine Frau eine Warnmeldung auf ihrem Handy, die dazu aufforderte, aufgrund der Winde, die den Brandgeruch des Waldbrands in Belgien hierher wehte, sofort sämtliche Fenster zu schließen. Vorgestern musste ich erneut Fenster und Balkontür schließen, da der Brandgeruch nicht mehr auszuhalten war. Dabei grenzt das Saarland, in dem wir wohnen, gar nicht unmittelbar an Belgien.
Dieser Waldbrand im Naturschutzgebiet Hohe Venn im deutsch-belgischen Grenzgebiet konnte bis heute immer noch nicht gelöscht worden. Die nach Monschau in Nordrhein-Westfalen evakuierten Bewohner können immer noch nicht in ihre Wohnungen zurückzukehren. Der kritische Punkt ist dabei die nordöstliche Flanke des Feuers, die besonders schwer erreichbar ist. Diese Brandlinie ist nur 2,3 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Zum Glück blieben Unwetterkatastrophen in auch in einem ansatzweisen Ausmaß der Jahrhundertflut in Ahrweiler und weiter Umgebung in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, die sich erst kürzlich zum fünften Mal jährte, bislang aus. Hoffen wir, dass es dabei bleibt …

