Ägypten

Riad, 1973: Der große Energieschock und der Niedergang des Westens

Der Iran-Krieg hat einen der schwersten Energieschocks in Jahrzehnten ausgelöst. Die fünfteilige Serie des Autors Shoumjit Banerjee beleuchtet entscheidende historische Momente, in denen Turbulenzen der Energiewelt den Verlauf der Geopolitik beeinflusst haben. Banerjee ist ein geschichtlich und kulturhistorisch außergewöhnlich versierter indischer Journalist, dessen Texte in „The Perfect Voice“ (Mumbai) erscheinen. Wir danken ihm für die freundliche Genehmigung zur Übersetzung und Abdruck.

Araber marschieren in Palästina ein

Nur um es klarzustellen: Wenn Palästina ein arabischer Staat wäre, wie so viele fälschlicherweise behaupten, müsste die Überschrift dieser Zeitung lauten: „Araber marschieren in sich selbst ein“.

Witkoff kommt nach Jerusalem, Washington drängt auf harte Entscheidungen

Der Sondergesandte von US-Präsident Trump reist nach Israel, um mit Premier Netanyahu und Generalstabschef Zamir über die zweite Phase der Gaza-Vereinbarungen und über Iran zu beraten. Hinter den Kulissen laufen intensive Gespräche zwischen Jerusalem und Washington, während die regionale Lage gefährlich angespannt bleibt.

Gaza und Davos

Ausgerechnet am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat Trump sein Board of Peace („Friedensrat“ oder so ähnlich) lanciert. Stück für Stück wird bekannt, wer alles daran teilnehmen soll: Rund 35 Länder haben bereits ihre Zusage gegeben, darunter Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten, die Türkei, Bahrain, Jordanien, Katar, Ägypten, Ungarn, Marokko, Pakistan, Indonesien, Kosovo, Usbekistan, Kasachstan, Paraguay, Vietnam und Weißrussland.

Israel schaut auf Iran und verliert in Gaza die strategische Kontrolle

Während Teheran innerlich ausblutet und das Regime so schwach ist wie seit Jahren nicht mehr, richtet Israel seinen Blick weiter nach Osten. In Gaza jedoch entsteht unbemerkt eine neue Realität, in der Ankara und Doha das Machtvakuum füllen mit Folgen, die Israels Sicherheit langfristig schwerer treffen könnten als jede iranische Rakete.

Ägypten zieht rote Linien – und Hamas behält die Waffen

Während im Westen über eine Entwaffnung der Hamas durch eine internationale Truppe spekuliert wird, widerspricht Kairo deutlich. Ägyptische Stellen stellen klar: Niemand wird Hamas die Waffen abnehmen. Stattdessen ist von Einfrieren, Beobachten und jahrelanger Übergangsverwaltung die Rede. Für Israel wirft das zentrale Fragen nach Sicherheit und Glaubwürdigkeit des gesamten Prozesses auf.

Auch die nordafrikanischen Juden waren in Lagern

Der Holocaust war nicht nur eine europäische Tragödie: Juden in Nordafrika wurden in Lager geschafft. Nach dem Krieg wurden Juden aus dem MENA-Raum durch Verfolgung und Gewalt ausgelöscht. Dennoch ist diese Realität durch die Seiten der Populärgeschichtschreibung weitgehend untergegangen, was zu dem Mythos führte, dass Juden europäische Kolonisatoren sind. Ein Must-read von Catherine Perez-Shakdam auf „X“:

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