Welche Beziehungen haben die Juden zur Westbank?

* von Dov Lipman, HonestReporting, 17. November 2019

Übernommen von Heplev

Am 9. September 2013 wurde bei archäologischen Arbeiten am Fuß der Südmauer des Tempelbergs in Jerusalem ein goldenes Medaillon mit einer eingearbeiteten jüdischen Menora gefunden. (Foto: Talie Mayer/AFP via Getty Images)

Welche Verbindungen haben die Juden zur Westbank und Ostjerusalem?

Wie wird das in Kritik an Israels „Besatzung“ dieser Gebiete eingearbeitet?

Und sollte Israel auf die internationalen Forderungen hören, das Gebiet einfach zu verlassen?

Was die Westbank ist (und was nicht)

Die Westbank einschließlich Jerusalems hat 2.173 Quadratmeilen zumeist bergigen Landes, das von südlich von Galiläa bis zum nördlichen Teil der Gegend am Toten Meer nördlich und südlich von Jerusalem genau mittig durch Israel verläuft; es liegt am Westufer des Jordan – daher dieser Name.

Es gibt zahlreiche Probleme mit dieser Forderung, die von der internationalen Gemeinschaft an Israel gestellt wird.

Das erste hat mit der Verwendung des Wortes „besetzt“ aus rechtlicher Sicht zu tun. Israel übernahm die Kontrolle über dieses Land während des Sechstage-Kriegs – eines Verteidigungskriegs im Juni 1967, als die Armeen aller benachbarten arabischen Länder sich zusammenrotteten um Israel anzugreifen und zu vernichten. Jordanien kontrollierte die Westbank, aber als König Husseins Streitkräfte sich dem Angriff auf den jüdischen Staat anschlossen, verjagte ihn die IDF aus dem Gebiet. Es verblieben keine jordanischen Streitkräfte auf dem Westufer (englisch: Westbank) des Jordan.

„Welche Beziehungen haben die Juden zur Westbank?“ weiterlesen

Sind Namen Schall und Rauch? Die Herkunft von Judäa, Philistäa, Palästina und Israel

Griffin Judd, HonestReporting, 16. Juli 2019

Übernommen von Medien BackSpin – Falsches zu Nahost richtig gestellt

Das Land zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer ist Jahrtausende lang bewohnt worden, so viel ist unbestritten. Jericho, Jerusalem, Jenin und Jaffa gehören alle zu den ältesten Städten der Welt und sind seit der Zeit vor dem Jahr 2000 v.Chr. kontinuierlich besiedelt gewesen.

Aber wie so ziemlich alles andere zu diesem Land kontinuierlich ist, so ist das auch mit dem Namen der Fall. Palästinensische Historiker wie Nur Masalha und Schlüsselmitglieder der Palästinenserführung bis hinauf zu Mahmud Abbas haben behauptet, dass die Palästinenser die Nachkommen antiker Völker wie der Kanaaniter und Philister sind und dass der Name „Palästina“ dieser Verbindung entstammt.

Behält man im Kopf, dass Nationalismus, wie wir ihn verstehen, an und für sich ein Phänomen des 19. Jahrhunderts ist, lohnt es sich zu fragen, ob die palästinensischen Behauptungen wahr sind.

Kommt der Name Palästina von dem Volk oder entnahm da Volk seinen Namen dem Ort?

Die Herkunft des Namens „Palästina“

Die antiken Königreiche Israel, Judah und Philistäa

Es gibt zwei Hauptquellen für die Region, die heute unter wechselnden Bezeichnungen wie Israel, Palästina, die Levante und Kanaan bekannt ist: die Archäologie und die Bibel. Es gibt zwar Unterschiede zwischen den beiden, aber Archäologen und Historiker stimmen überein, dass das allgemeine Narrativ der Bibel stimmt: Kanaaniter herrschten in der Levante, bevor sie von den antiken Hebräern verdrängt wurden, die dann mit den Philistern kämpften, bis eindringende Imperien beide Stämme vertrieben.

„Sind Namen Schall und Rauch? Die Herkunft von Judäa, Philistäa, Palästina und Israel“ weiterlesen