Jerusalem drängt – die Armee warnt: Der Vorstoß nach Gaza braucht Zeit
Während die Regierung auf eine rasche Eroberung von Gaza-Stadt pocht, verweist die Armee auf Gefahren, Verantwortung und internationale Folgen.
Während die Regierung auf eine rasche Eroberung von Gaza-Stadt pocht, verweist die Armee auf Gefahren, Verantwortung und internationale Folgen.
Israel stellt die Weichen für eine entscheidende Operation: Premierminister Benjamin Netanyahu hat die IDF angewiesen, Gaza-Stadt einzunehmen und Hamas militärisch zu zerschlagen. Zugleich sollen Gespräche über die Freilassung aller Geiseln beginnen – doch nur zu israelischen Bedingungen.
Noch bevor die Armee die entscheidende Offensive in Gaza beginnt, setzt Israel auf eine ungewöhnliche Strategie: ein humanitärer Zugang für die Zivilbevölkerung. Dahinter steckt mehr als Fürsorge – es ist auch Kalkül im Kampf um Legitimität.
Neun Fahrzeuge orthodoxer Juden im französischen Ferienort Châtel wurden mit „Free Palestine“ besprüht. Der Angriff fällt in eine Phase politischer Spannungen zwischen Premier Netanjahu und Präsident Macron.
Hamas signalisiert Zustimmung zu einem neuen Waffenstillstandsabkommen. Doch Israels Regierung bleibt unmissverständlich: Ein Deal ist nur denkbar, wenn alle Geiseln auf einmal freikommen und die Terrororganisation entwaffnet wird.
Tel Aviv stand am Sonntag im Mittelpunkt einer landesweiten Protestwelle, die sich mit seltener Wucht auf die Straßen ergoss.
Israel sendet ein unmissverständliches Signal: Der jahrelang blockierte Bau im strategisch entscheidenden E1-Gebiet soll starten. Für die Regierung ist es ein zionistisches Bekenntnis – für die Gegner das Ende jeder Zwei-Staaten-Hoffnung.
Noch vor wenigen Monaten galt Italien als einer der letzten verlässlichen Partner Israels in der EU. Jetzt spricht der Verteidigungsminister von „Verlust der Menschlichkeit“ – während Australien und Norwegen Maßnahmen gegen Israel einleiten. Die internationale Bühne wird kälter.
Der Fehler in dieser Strategie ist offenkundig: Nicht auf Israel muss Druck ausgeübt werden – sondern auf die Hamas, und dieser Druck muss aus der arabischen Welt kommen, nicht nur aus Europa. Am 30. Juli 2025 unternahmen die arabischen Staaten einen lange überfälligen, aber willkommenen Schritt: Sie riefen die Hamas öffentlich dazu auf sich zu entwaffnen und die Obrigkeit an die palästinensische Autonomiebehörde abzugeben. Das war ein Novum in der regionalen Einheit gegen die Hamas.
„Vorübergehend, aber kompromisslos“
Es ist ein Satz, der in seiner Klarheit fast brutal wirkt – und doch genau das ausspricht, was viele in Israel längst denken: Gaza kann nicht länger sich selbst überlassen bleiben. Premierminister Benjamin Netanyahu hat nun erstmals öffentlich erklärt, dass Israel die Kontrolle über den Gazastreifen vorübergehend übernehmen will – um ihn später, so der Plan, in die Hände arabischer Akteure zu legen.
Die politische Fassade wankt, die Geduld ist aufgebraucht – und die Entscheidung ist gefallen. Nach monatelangem Ringen, zermürbendem Stellungskrieg und einer unvollendeten Offensive scheint der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu den Schlusspunkt setzen zu wollen: die vollständige Rückeroberung des Gazastreifens. Nicht mehr nur punktuelle Schläge, nicht mehr taktische Eingrenzung – sondern ein umfassender Militäreinsatz, der bis in die letzten Bastionen der Hamas reicht.
Steve Witkoff und Mike Huckabee zeigen US-Präsenz in Gaza, während Trump Israels Darstellung zur Hungerlage offen anzweifelt. Die politischen Signale sind gemischt – und der Druck auf Jerusalem wächst.
Trump-Vertrauter Steve Witkoff soll den humanitären Kollaps im Gazastreifen untersuchen – sogar ein Besuch vor Ort steht im Raum.
Während internationale Kritik wächst und die Verhandlungen über eine Freilassung der Geiseln ins Stocken geraten, prüft Israels Sicherheitskabinett dramatische Schritte. Doch Entscheidungen bleiben aus. Premier Netanjahu beschwichtigt – und wird intern scharf kritisiert.
Während weltweit über Hunger in Gaza diskutiert wird, verschärft Trump den Ton: Israel solle handeln – und der Iran werde keine zweite Chance bekommen. Inmitten eines emotional aufgeladenen Auftritts nennt er Hamas die wahre Ursache des Leids und fordert Dankbarkeit von der Welt.
Die Entscheidung Netanyahus zur humanitären Pause in Gaza bringt Smotrich und Ben Gvir gegen ihn auf – droht nun das Ende der Regierung?
Die Terrororganisation Hamas hat mit einer radikalen Gegenforderung das Vertrauen der USA zerstört. Präsident Donald Trump lässt die US-Delegation aus Doha abziehen. Israel zeigt sich enttäuscht, aber nicht überrascht – und macht deutlich, dass es kein Spielraum mehr für Illusionen gibt.
Die jüngsten israelischen Luftangriffe in Südsyrien sorgen in der US-Hauptstadt für diplomatische Unruhe. Während Donald Trump öffentlich an seiner Unterstützung für Israel festhält, wird in seinem Beraterkreis zunehmend Kritik laut – insbesondere mit Blick auf die militärische Lage in Suweida und deren Auswirkungen auf regionale Stabilitätsbemühungen.
Israel bestätigt substanzielle Bewegung in den Verhandlungen mit Hamas – neue Vermittler-Initiative berücksichtigt zentrale israelische Forderungen
Ein Rücktritt aus der Regierung – aber kein Bruch mit der Macht. Die Schas-Partei verlässt offiziell die Regierung, bleibt jedoch Teil der Koalition. Ein Schritt, der weniger Krise als Kalkül erkennen lässt.
Nach schweren Massakern an Drusen im Süden Syriens greift Israel entschlossen ein. Nun ziehen sich syrische Truppen zurück – und das Gebiet südlich von Damaskus soll entmilitarisiert bleiben.
Washington drängt Israel, die Luftangriffe in Syrien einzustellen, um die fragile Stabilität in Damaskus nicht zu gefährden. Stattdessen soll ein direkter Dialog zwischen Israel und Syrien den Weg zu einer möglichen Normalisierung ebnen.
Die ultraorthodoxe Shas-Partei zieht sich aus der Regierung zurück – aus Protest gegen das Scheitern der Wehrdienstbefreiung für Yeshiva-Studenten. Netanyahus Koalition steht nun auf tönernen Füßen.
Nach dem Rückzug der UTJ aus der Koalition berät auch die sephardisch-ultraorthodoxe Partei Shas über Konsequenzen aus dem Streit um die Wehrpflicht.
Während Israel und die Hamas wegen eines Waffenstillstands verhandeln, ist der Morag-Korridor zu einem taktischen Schlüsselelement geworden; aber es ist unklar, ob nach einem Waffenstillstand IDF-Truppen im Korridor zu behalten für Israel ein KO-Kriterium ist.