Der „Fall Tönnies“: Wenn linke Rassisten Rassismus wittern…

( Erstveröffentlicht auf Philosophia Perennis)

 

von Stefan Eissler

Vergegenwärtigen wir uns zunächst noch einmal, was Tönnies eigentlich gesagt hat. Er schlug vor, Atomkraftwerke in Afrika zu finanzieren, denn, so Tonnies wörtlich, „dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“.

Dass man weniger Brennholz benötigt und daher weniger Bäume fällen muss, wenn man seine Energie fürs Licht und zum Kochen von einem Kraftwerk erhält, leuchtet unmittelbar ein.  Der Vorwurf des Rassismus bezieht sich also ausschließlich auf die Behauptung, dass die Afrikaner aufhören würden „wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, sobald sie über Elektrizität verfügen.

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Wahrheit tut weh: Wer Afrika helfen will, muss aufhören überall Rassismus zu wittern

* von am 12.08.2019

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Es war ein einzelner Satz, der die rund um die Uhr lauernden Wachposten alarmierte. Ausgesprochen hatte ihn gedankenlos einer, der bisher als Erfolgsunternehmer und Leitfigur eines der beliebtesten Traditionsvereine des deutschen Fußballs eher von Wohlwollen begleitet war. Einer von hier, einer von uns, einer mit geradem Rücken. So kennen Millionen Schalker Fans ihren Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies, der sich in der Nordkurve mit einem Becher Bier in der Hand genauso wohl fühlt wie im VIP-Raum bei Lachs und Kaviar. Seit fast zwei Jahrzehnten bestimmt der 63-Jährige maßgeblich die Geschicke des Revierclubs der Kumpel und Malocher. Bekannt ist Tönnies aber auch, weil er ein europaweit erfolgreiches Familienunternehmen mit Milliardenumsätzen und über 16.000 Mitarbeitern führt. In dieser Funktion war er am 1. August beim „Tag des Handwerks“ in Paderborn aufgetreten, einer Großveranstaltung mit mehr als 1.500 geladenen Gästen. Dort fiel der verhängnisvolle Satz, den sich die meisten von uns verkniffen hätten, wissend, dass sich eine ganze Industrie darauf stürzen wird, die so gar nichts mit ehrlichem Handwerk zu tun hat, dafür aber umso mehr mit unproduktiver Nabelschau und moralischer Selbstbefriedigung. „Dann würden Afrikaner aufhören Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, formulierte Tönnies reichlich flapsig, um zu begründen, warum es sinnvoller sei, Kraftwerke in Afrika zu bauen als über eine deutsche CO2-Steuer zu diskutieren. Der Vorschlag ist vernünftig: Nichts könnte dem afrikanischen Kontinent mehr helfen als Investitionen in die Infrastruktur. Und nichts ist so wirkungslos für das Weltklima wie eine zusätzliche Steuer in Deutschland.

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Quo vadis, Schalke?

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Nach der Vizemeisterschaft in der letzten Saison steckt Schalke nun tief im Abstiegskampf, und einige Fans haben immer noch nicht verstanden, dass diese Vizemeisterschaft ein großes Unglück für diesen Verein war. Abgesehen von Bayern München spielten alle Vereine in der Liga schlecht,  und Schalke hatte das Glück, durch unattraktivem Mauerfußball oft mit einem glücklichen Tor vorne Punkte sammelten und am Ende vor der Konkurrenz standen. „Quo vadis, Schalke?“ weiterlesen