• von Roland M. Horn

Textprobe aus: Roland M. Horn: Katastrophen über uns – Fluten, Seuchen, Klimawandel – eine kritische Analyse der globalen Krisen

Wir haben in den letzten Kapiteln kurze Auszüge aus den Edgar-Cayce-Readings vorgestellt, in denen der Seher über Vorgänge wie sie – wie man landläufig sagt – am „Ende der Welt“ geschehen sollen, aber genau betrachtet, handelt es sich dabei eher um Geschehnisse, die entweder vor der Vollendung einer Polverschiebung oder der Wiederkunſt Jesu auſtreten sollen. Ersteres wäre zwar ein einschneidendes Ereignis, aber noch lange kein „Weltuntergang“, und Letzteres wäre eher ein Neubeginn (in welcher Form auch immer) als ein Ende. Wir werden nachfolgend einen etwas längeren Readingsauszug vorstellen, aus dem ein Teil der weiter oben herausgezogenen Auszüge herausgenommen ist:

Was die materiellen Veränderungen betrifft, die ein Vorzeichen sein sollen, ein Zeichen für diejenigen, die wissen, dass dies bald geschehen wird – wie es von alters her gegeben wurde, wird die Sonne verfinstert werden und die Erde wird an verschiedenen Stellen aufbrechen – und DANN wird verkündet werden – durch das geistige Abfangen in den Herzen und Gemütern und Seelen derer, die Seinen Weg gesucht haben –, dass SEIN Stern erschienen ist und den Weg für diejenigen weisen wird, die in das Allerheiligste in sich selbst eintreten. Denn Gott, der Vater, Gott, der Lehrer, Gott, der Lenker, muss in den Köpfen und Herzen der Menschen immer IN denen sein, die Ihn als erstes und vorrangig in der Suche dieser Seelen kennenlernen; denn Er ist zuerst der GOTT für den Einzelnen, und wenn Er vorgelebt wird, wenn Er sich im Herzen und in den Handlungen des Körpers des Einzelnen manifestiert, wird Er vor den Menschen offenbart. Und diejenigen, die im letzten Teil des Jahres unseres Herrn (wie ihr in und unter den Menschen gezählt habt) ’36 suchen, wird Er [Er, Christus Geist?] erscheinen. [Siehe 3976‑1, Abs. R2 (20.12.34 EG‑Anmerkung zu ’36), und 3976‑10, Abs. 4‑A, 5‑A am 2/8/32 in Bezug auf ’36 Änderungen].
Was die physischen Veränderungen betrifft: Die Erde wird im westlichen Teil Amerikas aufbrechen. Der größere Teil Japans muss im Meer versinken. Der obere Teil Europas wird sich wie im Handumdrehen verändern. Vor der Ostküste Amerikas wird Land auftauchen. Es wird die Umwälzungen in der Arktis und in der Antarktis geben, die zum Ausbruch von Vulkanen in den heißen Gebieten führen werden, und es wird dann eine Verschiebung der Pole geben, sodass dort, wo es die eisigen oder subtropischen [Gebiete] gab, es tropischer werden wird und Moos und Farn wachsen werden. Und dies wird in jenen Perioden von ’58 bis ’98 beginnen, die als die Perioden verkündet werden, in denen Sein Licht wieder in den Wolken zu sehen sein wird. Was die Zeiten, die Jahreszeiten und die Orte betrifft, so wird es ALLEIN denen gegeben, die den Namen genannt haben – und die das Zeichen Seiner Berufung und Seiner Erwählung an ihrem Leib tragen. Ihnen soll es gegeben werden.1

Cayce war – obwohl er in seinen Readings von der traditionellen christlichen Lehre abwich und eine eigene Philosophie entwickelte – letztlich ein überzeugter Christ und sah Jesus als Erlöser an. Jesus war für ihn gewissermaßen der „Sohn Gottes“, auch wenn er für Cayce sein „Christusbewusstsein“ erst nach der Kreuzigung erlangte. (Jesus wird der A.R.E. zufolge in den Readings als unser „älterer Bruder“ gesehen, eine Seele, die kam, um jedem von uns den Weg zurück zu unserer Schöpfer„spirituellen Quelle zu zeigen, indem sie die Gesetze des Schöpfers auf der Erde perfekt manifestierte“. Cayce sagte abweichend beispielsweise zum christlichen Fundamentalismus: „Jesus war wie jeder von uns, und letztendlich ist jeder von uns dazu bestimmt, wie er zu sein.“) Auf die Frage „Ist Jesus der Christus auf einer bestimmten Sphäre oder manifestiert er sich auf der Erdebene in einem anderen Körper?“ antwortete der „schlafende“ Cayce:

Wie gerade gegeben, wird alle Macht im Himmel und auf Erden dem gegeben, der überwunden hat. Daher ist er von sich selbst im Raum, in der Kraſt, die durch den Glauben, durch den Glauben in das einzelne Wesen hineindrängt. Als Geistwesen. Daher nicht in einem Körper auf der Erde, sondern kann nach Belieben zu dem kommen, der eins sein WILL und in Liebe handelt, um dasselbe zu ermöglichen.

Dem fügte er aber hinzu:

Denn Er wird kommen, wie ihr Ihn gehen saht, in dem KÖRPER, den Er in Galiläa bewohnte. Der Körper, den Er bildete, der am Kreuz gekreuzigt wurde, der sich aus dem Grab erhob, der am Meer wandelte, der Simon erschien, der Philippus erschien, der ‚auch mir, dem Johannes‘ erschien.2

Edgar Cayce im Oktober 1910, als sein Foto auf der Titelseite der New York Times war. Unknown source, Public domain, via Wikimedia Commons

Hier scheint es so, als würde Johannes, der damalige Jünger Jesu, selbst aus Cayce sprechen, doch wer wirklich durch Cayce sprach, bzw. woher er seine Informationen bezog, wird auch unter den Cayce-Anhängern und seinen Söhnen, die sich sehr mit dieser Materie beschäſtigten, heſtig diskutiert, doch auf dieses komplexe Thema möchten wir an dieser Stelle nicht eingehen. Man kann auch von Jesus halten, was man will, es ist schwer, ihn zu fassen, und in der Jesus-Forschung kann man auch zu völlig verschiedenen Ansichten über ihn gelangen.3

Es geht hier aber um zwei Dinge. Einmal scheinen die Ereignisse, die Cayce voraussagte, zumindest ansatzweise einzutreffen, und zum zweiten sagt Cayce, dass Jesus im gleichen Körper, den er in Galiläa innehatte, wiederkommen würde. Und von der Wiederkunſt Christi – offenbar ebenfalls im gleichen Körper – machte Jesus, den Aussagen der Evangelien zufolge, selbst Aussagen, und zwar in Markus 16, Lukas 2 und Matth. 24. Wir zitieren aus letzterem:

1 Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempel weg; und seine Jünger traten zu {ihm}, um ihn auf die Gebäude des Tempels aufmerksam zu machen.
2 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. –
3 Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunſt und der Vollendung des Zeitalters?
4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch niemand verführt!
5 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.
6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.
7 Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.
8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen.
9 Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen.
10 Und dann werden viele zu Fall kommen und werden einander überliefern und einander hassen;
11 und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen;
12 und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten;
13 wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
14 Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
15 Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht – wer es liest, der merke auf! –,
16 dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen;
17 wer auf dem Dach ist, soll nicht hinabsteigen, um die {Sachen} aus seinem Haus zu holen;
18 und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen.
19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!
20 Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschieht noch am Sabbat!
21 Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird.
22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.
23 Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so glaubt es nicht!
24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
25 Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.
26 Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus! Siehe, in den Kammern!, so glaubt es nicht!
27 Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunſt des Sohnes des Menschen sein.
28 Wo das Aas ist, da werden sich die Adler versammeln.
29 Aber gleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräſte der Himmel werden erschüttert werden.
30 Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme der Erde, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende.
32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist.
33 So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist.
34 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.
35 Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen.
36 Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein.
37 Aber wie die Tage Noahs {waren}, so wird auch die Ankunſt des Sohnes des Menschen sein.
38 Denn wie sie in jenen Tagen vor der Flut waren: – sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging
39 und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte –, so wird auch die Ankunſt des Sohnes des Menschen sein.
40 Dann werden zwei auf dem Feld sein, einer wird genommen und einer gelassen;
41 zwei {Frauen} werden an dem Mühlstein mahlen, eine wird genommen und eine gelassen.
42 Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
43 Das aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst hätte, in welcher Wache der Dieb kommt, so hätte er wohl gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen wird.
44 Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.4

Man kann – oder muss vielleicht sogar – davon ausgehen, dass die Evangelien erst etliche Jahrzehnte nach den Ereignissen um Jesus niedergeschrieben worden sind. Insofern wird Jesus – wenn er es denn gesagt hat – auch die Aussagen in diesen Passagen nicht wörtlich so gesagt haben, wie es heute überliefert ist.

Darstellung von Jesu Wiederkunft. (Symbolbild) Karen .t auf Pixabay

Uns sollen an dieser Stelle auch nur die Voraussagen interessieren, die eventuell in der heutigen Zeit am Eintreffen sein könnten – ebenso wie es bei Cayces Voraussagen der Fall war.

So ist die „Voraussage“, dass vom Tempel in Jerusalem kein Stein auf dem anderen bleiben wird, sicherlich kein Kunststück, denn – wie eben angedeutet – wurde diese Passage mit hoher Wahrscheinlichkeit erst nach dem Fall des Tempels in Jerusalem geschrieben.

Interessant ist hier aber der Hinweis auf Kriege und Kriegsgerüchte. Das lässt in diesen Zeiten an den Konflikt in der Ukraine, den Krieg der israelischen Armee gegen die Hamas im Gazastreifen und den Krieg Israels zusammen mit den USA gegen die Islamische Republik Iran mit all ihren Verwicklungen denken.

Von Erdbeben und Hungersnöten haben wir oben bereits gelesen, und ganz interessant ist die Aussage: „Und wenn jene Tage nicht ver- kürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden.“ Hier mag man womöglich an das oben beschriebene Phänomen denken, dass nach diversen Erdbeben die Tage tatsächlich – wenn auch nur um Sekundenbruchteile – verkürzt wurde. Eine Verfinsterung der Sonne und des Mondes lässt an eine dauerhaſte Trübung bis Verfinsterung der Erdatmosphäre denken, wie sie beispielsweise nach außergewöhnlich heſtigen Vulkanausbrüchen, die auch zu den oben besagten Erdbeben führen könnten, der Fall sein würde. Eine Vision von „Sternen, die vom Himmel fallen“, kann ein Hinweis auf den Fall von meteoritischem Material oder Weltraumschrott auf die Erde sein, den man zu Jesu Zeiten freilich noch nicht kannte.

Von Juden und evangelikalen Christen wird der „Feigenbaum“, der in dieser Stelle erwähnt wird, gerne als ein verborgener Hinweis auf das Wiedererstehen des Staates Israel im Jahr 1948 gedeutet, denn im Alten Testament würde im Zusammenhang mit Israel und den Juden häufig eben dieser Baum erwähnt. So heißt es z. B. in 5. Mose 8, 7–8: Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen; ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstöcke, Feigenbäume und Granatbäume; ein Land mit ölreichen Olivenbäumen und Honig“; in Micha 4,4 über das messianische Friedensreich: „Und sie werden sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und niemand wird sie aufschrecken“; meiner Meinung nach noch deutlicher in Hosea 9 ,10: „Wie Trauben in der Wüste fand ich Israel, wie eine Frühfrucht am Feigenbaum, als seinen ersten Trieb sah ich eure Väter. Sie aber gingen nach Baal‑Peor und weihten sich der Schande und sie wurden Scheusale wie ihr Liebhaber“ und in Joel 1,7, als es um die Zeit kurz vor dem „Tag des Herrn“ ging: „Sie hat meinen Weinstock zu einer Wüste gemacht und meinen Feigenbaum zerknickt; sie hat ihn völlig abgeschält und hingeworfen, seine Ranken sind weiß geworden.

Tatsächlich kann man das Wiedererstehen des Staates Israel (oder genauer des Staates Judaea zur Jesu Zeit unter dem heutigen Staatsnamen „Israel“) durchaus als Wunder betrachten, und möglicherweise hat Jesus mit dem „Geschlecht, das nicht vergehen wird“, das Geschlecht der Juden gemeint, das sich 2000 Jahre lang nicht nur erhalten konnte, sondern schließlich wieder einen eigenen Staat zu gründen in der Lage war.

Zu diesem Thema hat sich übrigens auch Edgar Cayce geäußert, als er auf die Frage „Was soll aus den Juden werden?“ antwortete: „Sie sollten auf den Ruf von einst hören. Sie sollten sich in ihrem EIGENEN Land versammeln.5

Ob die Prophezeiungen in den Evangelien und im Alten Testament, die wir in diesem Rahmen nicht betrachten konnten, deutlich genug sind, um darauf hinzuweisen, dass wir in einer besonderen Zeit leben, muss der Leser selbst entscheiden, und wie man es mit der Wiederkunſt Jesu halten mag, ist ohnehin Glaubenssache. Ich möchte aber noch auf eine Ergänzung zu Matth. 24 hinweisen, die in Luk. 21 zu finden ist. Dort heißt es in Vers 11: „Und es werden große Erdbeben sein und an verschiedenen Orten Hungersnöte und Seuchen; auch Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel wird es geben.“ Hier haben wir die Begriffe „Erdbeben“ und „große Zeichen am Himmel“ in einem Satz. Tatsächlich gibt es Erdbeben auch auf Himmelskörpern. So wurden auf dem Mars vom Lander InSight je ein Marsbeben der Stärke 4,2 (August 2021) und 4,1 (18. September 2021) aufgezeichnet.6[ Während das erste Beben einige Sekunden andauerte, wütete das zweite sagenhaſte 94 Minuten lang.7 Weiter wurde der Mars am 4. Mai laut InSight von einem Erdbeben der Stärke 5 erschüttert – das größte Beben, das jemals auf einem anderen Planeten aufgezeichnet wurde.8 Simon Stähler, Seismologe am Institut für Geophysik der ETH Zürich, der zusammen mit einem internationalen Team die Messungen des „Seismic Experiment for Interior Structure“ (SEIS) auf der US-Marssonde „Insight“ auswertet, sagt dazu: „Wir wissen noch nicht, was das aktuelle Ereignis im Detail ausgelöst hat, und stehen vor einem Rätsel. Das Beben ist von einem Ort ausgegangen, wo wir noch keine anderen Erdstöße beobachtet haben.Plattentektonik, Reibungen oder Druck zwischen den Erdplatten, die auf der Erde meist zu einem Beben führen, gäbe es auf dem Mars jedenfalls nicht.9

Auch auf der Sonne gibt es seismische Aktivitäten. Sie sind ungefähr 40.000-mal so stark wie die stärksten auf der Erde gemessenen Beben. Diese seismischen Wellen werden durch Sonneneruptionen – allerdings nicht durch alle – ausgelöst: Es bilden sich seismische Wellen, die sich kreisförmig ausbreiten und rund um die gesamte Sonne laufen. Anfang Mai 2022 wurde wieder ein solches Sonnenbeben beobachtet. Dabei handelte es sich um das erste von Menschen beobachtete Sonnenbeben des Sonnenzyklus 25, der im Dezember 2019 begann.10

Neu in diesem Kapitel ist das im Lukas-Evangelium erwähnte Thema „Seuchen“. Hier mag man, wenn man dieses Buch bis hierher gelesen hat, durchaus an das Vogel– und Bienensterben denken, wenn diese Phänomene tatsächlich auf eine Seuche zurückzuführen sind, aber die meisten werden jetzt sicher an eines denken: Corona.

Fußnoten

  1. Reading 3976-15 vom 19. Januar 1934 ↩︎
  2. Reading 5749-4 vom 6. August 1933 ↩︎
  3. S. hierzu: Horn, Roland, M.: Der andere Jesus. Norderstedt 2022 ↩︎
  4. N. Elberfelder Bibel, Wuppertal, 1985/1991/2006/2007 ↩︎
  5. Reading 3976-13 vom 4. November 1933 ↩︎
  6. Zwei bisher größte Mars-Erdbeben, die von der anderen Seite des Planeten aufgezeichnet wurden. 14.05.2022. Online auf https://www.nach-welt.com/zwei-bisher-groesste mars-erdbeben-die-von-der-anderen-seite-des-planeten-aufgezeichnet-wurden/; vgl.The Seismic Record. 22.04.2022. Online auf https://pubs.geoscienceworld.org/ssa/tsr/ article/2/2/88/613226/The-Far-Side-of-Mars-Two-Distant-Marsquakes (beide abgerufen am 15.05.2022) ↩︎
  7. Aktuellnews24, Admin: Auf dem Mars gab es ein Erdbeben, das 94 Minuten dauerte. 26.04.2022. Online auf https://aktuellnews24.com/blog/2022/04/26/auf-dem-mars-gab- es-ein-erdbeben-das-94-minuten-dauerte/ (abgerufen am 15.05.2022) ↩︎
  8. Leo V.: Die NASA sagt, dass das Monster-Erdbeben auf dem Mars das größte jemals aufgezeichnete ist. 10.05.2022. Online auf https://www.theaktuellenews.com/technologie/die-nasa-sagt-dass-das-monster-erdbebenauf-dem-mars-das-groesste-jemals-aufgezeichnete-ist/ (Abgerufen am 22.05.2022) ↩︎
  9. Online auf https://web.archive.org/web/20220601185158/https://www.focus.de/wissen/weltraum/forscher-wurden-ueberrascht-schweres-beben-auf-dem-mars-die-forscher-stehen-vor-einem-raetsel_id_97572703.html. (Abgerufen am 11.07.2026) ↩︎
  10. Gigantisches Beben auf der Sonne entdeckt. 14.05.2022. Online auf https://futurezone.at/science/beben-sonne-sonnenbeben-sonneneruption-sonnenzyklus-25/402007644 (Abgerufen am 15.05.2022) ↩︎

(Erstveröffenlichung auf Atlantisforschung.de)

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