Antisemitismus nimmt heftig zu, weil Israel-Palästina ein religiöser Konflikt ist

First One Through, 28. Juni 2021
Übernommen von Abseits vom Mainstream – HEPLEV

Die Zunahme des Antisemitismus nach dem letzten Scharmützel zwischen der palästinensischen politisch-terroristischen Gruppe Hamas und Israel scheint viele Leute überrascht zu haben, obwohl 2014 dasselbe geschah. Die Überraschung wurzelt in der Einbildung, dass der Konflikt zwischen zwei ethnischen Gruppen (Arabern und Juden) stattfinden, aber in Wirklichkeit ein Religionskrieg zwischen Muslimen und Juden ist, ganz ähnlich den Kreuzritter-Kriegen zwischen Christen und Muslimen vor einigen Jahrhunderten. Die religiösen Kämpfe im heiligen Land entzünden schnell weltweit Antisemitismus, besonders wenn heilige Stätten involviert sind.

Souveränität: Islamische Osmanen gegen zionistische Juden

Im Verlauf von tausenden von Jahren haben sich verschiedene Völker durch das heilige Land gewagt, da der schmale Landstrich der einzige Korridor ist, der Afrika mit Europa und Asien verbindet. Unterschiedliche Rassen, Religionen und Ethnien kamen und gingen, wobei die Souveränität unter verschiedene Regime fiel.

Von 1517 bis 1917 regierten die osmanischen Türken die Region als Teil ihres gewaltigen Imperiums. Die Osmanen waren islamisch und gaben Mitgliedern ihres Glaubens den Vorzug. Früh in ihrer Herrschaft warfen die Osmanen die Juden vom Tempelberg, dem heiligsten Ort des Judentums und verwiesen sie an einen kleinen Teil der westlichen Stützmauer des Tempelbergs. Dieser Bereich, die Kotel, ist seitdem der Ersatz der Juden für ihren heiligen Ort geworden. Genauso verboten die Islamisten den Juden die Höhle der jüdischen Patriarchen und Matriarchen in Hebron zu betreten.

Als die Briten und Franzosen die Osmanen im Ersten Weltkrieg besiegten, teilten sie das Imperium in verschiedene Mandate auf, die am Ende unterschiedliche Länder werden sollten, darunter der Libanon, Syrien, Irak, Jordanien und Israel. Als man in der Balfour-Erklärung, die mit der Vereinbarung von San Remo 1920 und dem Mandat Palästina 1922 Völkerrecht wurde, verkündete, dass die Juden ihr Heimatland wiedergründen würden, drehte die muslimisch-arabische Welt durch. Es war eines, wenn ein weit weg sitzendes, nicht arabisches osmanisches Regime Palästina regierte, aber zumindest waren das Muslime. Es war eine Beleidigung des islamischen Stolzes das Land von Juden regieren zu lassen.

Ade, jüdische Nachbarn

In dem Moment, als die Vorstellung von jüdischer Souveränität eingebracht war, wurde grundsätzlich die Anwesenheit von Juden zum Problem.

Muslimische Araber metzelten 1929 Hebrons Juden nieder, was den Briten das Gefühl gab, statt der Bestrafung der Mörder sei die Entfernung der Juden aus der Stadt der richtige Weg zu Handeln. Die Briten sollten nach deren mehrjährigen Krawallen von 1936 bis 1939 erneut vor dem muslimisch-arabischen Antisemitismus einknicken und führten das Weißbuch ein, das aus Nazi-Europa fliehenden Juden verbot nach Palästina zu kommen, was den Tod von hunderttausenden Juden zur Folge hatte.

Während des Zweiten Weltkriegs traf sich der Mufti von Jerusalem regelmäßig mit Hitler und anderen Naziführern, um sich gegen die Juden zusammenzutun, um sicherzustellen, dass sie getötet wurden und nicht nach Palästina fliehen konnten.

Telegramm des Nazis Heinrich Himmler an den islamischen Mufti von Jerusalem zum Jahrestag der Balfour-Erklärung; darin ist vom „Kampf gegen das Weltjudentum“ die Rede.

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