Reza Pahlavi

Iran: Nur Mullahs eines Regimes? Es sind Islamisten!

Im Zusammenhang mit dem Aufstand großer Teile der Iranerinnen und Iraner gegen “die „Mullahs“ wird in den westlichen Medien, fast verharmlosend, stets vom “Kampf gegen das Regime” gesprochen. Doch Regimes gibt es überall auf der Welt, auch ohne dass diese vergleichbar blutig gegen ihr Volk vorgehen wie im Iran. Der Hauptunterschied liegt darin, dass dieses iranische “Regime” nichts weniger ist als ein islamisches Herrschaftssystem, eine islamische Herrschaftsform auf Grundlage des Koran, und so lautet der Name des Landes seit 1979 auch ganz konkret „Islamische Republik Iran“. “Republik” klingt harmlos, ist es aber nicht – und wurde es erst recht auch nicht dadurch, dass der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier skandalöserweise den dortigen Herrschern zum 40. Jahrestag ihrer islamischen Revolution gratulierte (was sogar berichtete den “Tagesspiegel” erheblich befremdete). Dass Steinmeiers diese Grußbotschaft auch noch “im Namen meiner Landsleute” aussprach, erfüllt eigentlich den Straftatbestand der üblen Nachrede: Zumindest in meinem Namen postete er diese Glückwünsche definitiv nicht. Welche Leute glaubte er diesbezüglich hinter sich zu haben?

Reza Pahlavi ruft zum landesweiten Streik auf – Irans Proteste erreichen eine neue Eskalationsstufe

Der Ton ist unmissverständlich, die Botschaft bewusst maximal. Reza Pahlavi hat sich in der vierten Nacht an die protestierende Bevölkerung Irans gewandt und zum landesweiten Streik aufgerufen. Staatsbedienstete, Arbeiter in Energie und Transport, Lkw Fahrer, Pflegekräfte, Lehrer, Akademiker, Händler, Unternehmer, Rentner – niemand soll sich dem entziehen. Was bisher als wirtschaftlicher Protest begann, wird nun offen als nationale Bewegung gegen die bestehende Ordnung definiert.

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