1939 bis 1945: Die katholische Kirche war Teil der Kriegsgesellschaft

In einem neuen Bericht anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs hat die Deutsche Katholische Bischofskonferenz endlich die Mittäterschaft der Kirche beim Handeln des Naziregimes während des Krieges eingestanden. Man muss nur ein paar Zeilen ihres Textes zitieren, um zu verstehen, was die derzeitigen Bischöfe über ihre Vorgänger in der Kriegszeit sagen: „Die katholische Kirche in Deutschland war Teil der Kriegsgesellschaft. Die patriotische Bereitschaft die materiellen, personellen und geistigen Ressourcen der Kirche für den Kriegseinsatz zu mobilisieren, blieb bis zum Ende ungebrochen.“1https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2020/2020-075d-DB_107-Deutsche-Bischoefe-im-Weltkrieg.pdf Weiter: „Sowohl im September 1939 als auch danach blieb der offene Protest der deutschen Bischöfe gegen den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg aus“ und „gegen die ungeheuerlichen Verbrechen an den als ‚rassenfremd‘ diskriminierten und verfolgten Anderen, insbesondere den Juden, erhob sich in der Kirche in Deutschland kaum eine Stimme.“2ebenda, S. 14 Es gab viele andere Wege, wie die Kirche den Nazis half. Der Bericht beschreibt auch diese.

Man sollte hinzufügen, dass die deutsche katholische Kirche die Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher als Racheakte wahrnahm. Diese extremen Kriminellen waren in ihren Augen Opfer, die von der Siegerjustiz verfolgt wurden.3https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F1992%2F09%2Fvergebung-ohne-reue%2Fkomplettansicht Katholische Geistliche, auch aus dem Vatikan, gehörten zu denen, die tausenden Nazis halfen über die „Rattenlinie“ nach Lateinamerika zu entkommen.4https://www.dw.com/en/the-ratlines-what-did-the-vatican-know-about-nazi-escape-routes/a-52555068

Der aktuelle Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sagte, dass die in dem Bericht enthaltenen Eingeständnisse für die Bischöfe nicht leicht waren. „Wir wissen, dass der Vorsitz als Richter und Jury über unsere Vorgänger uns nicht zusteht. Keine Generation ist frei von Urteil und Vorurteil, die von ihrer Zeit geformt sind… aber wer später kommt, muss sich der Geschichte stellen, um daraus zu lernen.“5https://nypost.com/2020/05/03/german-catholic-bishops-admit-they-were-complicit-in-nazi-crimes/ In seiner Einführung in den Bericht deckt Bätzing auf – das sollten schockierende Neuigkeiten sein –, dass ernsthafte Fragen zum Verhalten der deutschen Bischöfe während des Zweiten Weltkriegs erst vor kurzem veröffentlicht wurden.

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Berlin: Katholische Gemeinde will Gottesdiensterlaubnis zu Ostern per Gericht erzwingen

* von David Berger (Philosophia perennis)

Das Institut St. Philipp Neri, eine „Gesellschaft päpstlichen Rechts“, ist als katholische Institution in Berlin etwas ganz Besonderes. Das zeigt sie nun wieder auf Aufsehen erregende Weise: Die Gemeinde will, mit Propst Dr. Gerald Goesche an der Spitze, durchsetzen, dass den Gläubigen die Türen der Kirche zu den Ostergottesdiensten nicht verschlossen bleiben.

Felizitas Küble berichtete bereits vor einigen Tagen auf dem „Christlichen Forum“: Das Institut St. Philipp Neri in Berlin ist eine „Gesellschaft päpstlichen Rechts“, was bedeutet, dass sie nicht dem Ortsbischof, sondern allein dem Vatikan unterstellt ist. Das Institut feiert die heilige Messe seit Jahrzehnten im traditionellen Ritus.

Wie ihr Gründer und Leiter, Propst Dr. Gerald Goesche, am 27. März 2020 auf seiner Homepage mitteilt, möchte er hinsichtlich der Instituts-Kirche St. Afra eine gerichtliche Erlaubnis zum Gottesdienst einholen.

Jetzt schon wird weiter die Mundkommunion ausgeteilt

Im Einzelnen schreibt er folgendes:

„Zur Zeit sind leider auch in St. Afra alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt. Allerdings können Sie weiter zur Anbetung, Beichte und Kommunion kommen. Wir werden allerdings versuchen, beim Verwaltungsgericht Berlin eine einstweilige Anordnung zu erwirken, die es uns ermöglicht, weiterhin Gottesdienste mit bis zu 50 Gläubigen zu feiern.

Nach unserer Auffassung ist das ausnahmslose Verbot sämtlicher öffentlichen Gottesdienste unverhältnismäßig, weil die Gesundheit der Gläubigen in unserer Kirche – vor allem durch Markierung von Sitzplätzen im richtigen Abstand – deutlich effektiver zu gewährleisten ist als in vielen Supermärkten, welche ja geöffnet bleiben.

Genaue Markierungen zeigen Gottesdienstbesuchern, wo sie sitzen dürfen

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Ich verwahre mich…

… gegen diese anmaßende, boshafte Vereinnahmung durch den Vatikan.

Ich bin Christ. Entschiedener Christ. Bibeltreuer Christ.
Wenn der Vatikan behauptet eine christliche Sichtweise zu verkünden, dann behauptet die Kurie, sie spräche auch für mich.
Das ist eine Anmaßung. Tut der Haufen abgehobener Kleriker nämlich nicht. Schon gar nicht, wenn solche Sachen behauptet werden:

– Die Lage der Christen im Westjordanland ist wegen Israel katastrophal.

– Israel kolonisiert das Westjordanland.

– Egal wer bei der Wahl gewinnt, es wird sich nichts ändern, weil alle den Trump Plan befürworten.

Erstens ist die Lage der Christen in Judäa und Samaria sowie dem Gazastreifen allein den Terroristen von der PA, Hamas usw. geschuldet. Es müsste aber selbst dem dümmsten Ignoranten auffallen, dass es den Christen in Judäa, Samaria und dem Gazastreifen erst immer schlechter geht, seit die selbsternannten Palästinenser dort etwas zu sagen haben. Sollte man vertreten Israel sei die Ursache der Notlage der Christen, dann vielleicht höchstens so: weil Israel es zugelassen hat, dass die PLO dort die Macht übergeben wurde. Aber das meinen die Israelhasser von Papst Franz ja nicht.

Zweitens: Judäa und Samaria werden nicht von Israel kolonisiert. Kolonisierung würde bedeuten, dass Menschen dort Land weggenommen, sie vertrieben und ausgebeutet werden. Trifft alles nicht zu. Die Siedlungen wurden auf ungenutztem Brachland errichtet, für das kein Nachweis von arabischem Privatbesitz existiert. Wo das anders ist, werden die illegalen Außenposten immer abgerissen. Kein einziger Araber wurde dafür vertrieben.
Die jüdischen Siedler beschäftigen palästinensische Araber, sorgen dafür, dass diese ein Auskommen haben, das deutlich besser ist als alles, was die Araber selbst schaffen. Die Juden investieren, sie beuten nicht aus.

Drittens: Der Trump-Plan ist nicht die Bibel. Es liegt an den Konfliktparteien vor Ort für Frieden zu sorgen. An beiden Seiten. Israel ist immer dazu bereit gewesen, hat immer Verhandlungen angeboten, hat mehrfach Vorschläge gemacht. Die Araber dagegen haben immer alles abgelehnt, keine Gegenvorschläge gemacht – wenn denn überhaupt einmal verhandelt wurde. Was der Vatikan anscheinend vertritt ist einzig: Gebt den Terroristen, was sie wollen – lasst euch vernichten.

Und das soll eine christliche Sicht sein? Das ist höchstens eine vatikanische Sicht, noch nicht einmal eine katholische, denn ich kenne jede Menge katholischer Israelfreunde, die diese Haltung des Vatikan heftig ablehnen. Wenn der Vatikan von einer christlichen Sicht spricht, dann ist das mehr als anmaßend. Es arrogant und verleumderisch. Und die Lügen, die damit verbreitet werden sind zutiefst unchristlich.