Von der UNRWA veröffentlichte neue Daten zu einer angeblichen „Hungersnot“ im Gazastreifen hat Schlüsselfragen aufgeworfen.
Steht eine Hungersnot unmittelbar bevor? Gab es überhaupt eine Hungersnot? Oder ist das angebliche Risiko eine Hungersnot vorbei?
Die Antworten haben sich verändert und widersprechen einander.
User auf X (früher twitter) haben die sich verändernden Behauptungen der UNO verfolgt. Hier ist etwas Kontext:
UNRWA aktualisiert ständig eine Datenbank, die detailliert die Menge an Hilfe aufführt, die in den Gazastreifen geht, einschließlich Lebensmitteln und humanitärer Hilfe. Aber diese Datenbank ist zutiefst fehlerhaft. Im April begannen Leute auf die Ungenauigkeiten hinzuweisen; beispielsweise:
- Geplündertes Material wurde vor der Öffentlichkeit verborgen.
- Kommerzielles Material wurde ausgeklammert.
- Material wurde falsch kategorisiert. Zum Beispiel wurde Mehl als „Nicht-Lebensmittel“ eingeordnet, aber Decken in der Kategorie „Lebensmittel“ aufgeführt.
Diese Fehler und andere machten die UNO-Daten nichtig. Nachdem sie auf X deswegen angeprangert wurde, nahm die UNO ihre Datenbank im Juni vom Netz, um die Fehler in Ordnung zu bringen.
Im Juni stellte die UNRWA ihre Datenbank wieder in, mit Behebung der offensichtlichen Kategorisierungsfehler, obwohl es nicht so scheint, dass sich darüber hinaus etwas korrigiert wurde. Stattdessen hat die UNO jetzt beschlossen ihren Daten Haftungsausschlusserklärungen hinzuzufügen, die ihrem Publikum im Grund sagt, dass die Daten falsch sind, dass sie sie aber trotzdem weiter veröffentlichen.
Haftungsausschlusserklärung 1: „Diese Seite zur Lieferung und Nachverfolgung zeichnet derzeit nur UNO-LKWs auf, die über die Landübergänge Rafah und Kerem Schalom in den Gazastreifen einfahren.“
Hier zählen sie weiterhin nur von UNO-LKWs gelieferte Hilfe und nur Hilfe, die von zwei Punkte kommt: Rafah und Kerem Schalom. Laut COGAT „läuft ein humanitärer Hilfskanal über Jordanien und zusätzlich Hilfskanäle befinden sich in Planung“. Am 29. Juni z.B. „wurden 32 Hilfs-LKWs über die jordanische Route koordiniert“. Es gibt auch Hilfe, die über Luftabwürfe eingebracht wird, die nicht in die Statistiken eingeht.
Haftungsausschlusserklärung 2: „Dazu gehören Teillieferungen von INGOs und dem Roten Kreuz, kommerzielle Akteure sind nicht eingeschlossen.
Einmal mehr gibt die UNO zu, dass sie kommerzielle Hilfe ausklammert und nur „Teillieferungen“ einbezieht. Wie viel ist Teillieferung? Selbst die UNO sagt, dass man das nicht sagen kann, aber die Menge an in den Gazastreifen gelieferten Hilfe ist definitiv größer als berichtet wird.
Haftungsausschlusserklärung 3 (unter der Registerkarte „Lebensmittelsicherheit“ der Übersicht): „Zahlen zu Lebensmittelhilfe wurden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern ermittelt. Daher könnten die vorgelegten Zahlen Doppelzählungen beinhalten.“
Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die UNO vollauf zugibt, dass ihr Datenermittlungsprozess fehlerhaft ist. Doch diese Haftungsausschlusserklärung wurde unten rechts sehr klein auf eine Seite einer ästhetisch und professionell aussehenden Datenpräsentation gedruckt.

Das Ziel der UNRWA-Übersicht: Sie soll als „umfassendes Mittel“ zur Nachverfolgung von Hilfe dienen und der Öffentlichkeit „detaillierte Einsicht“ geben, wie die Zivilisten im Gazastreifen Hilfe erhalten. Während UNRWA behauptet eine „transparente Übersicht“ zu geben, scheint ihre Definition von Transparenz darin zu bestehen einfach Haftungsausschlusserklärungen hinzuzufügen, mit denen zugegeben wird, dass die Daten fehlerhaft sind. Das ist weder „umfassend“ noch „detailliert“. In Wirklichkeit wird manchmal zu viel geschätzt, manchmal zu wenig und sie sind immer unvollständig.

Das Einzige, was an den Daten der UNO stimmt, ist, dass sie falsch sind. Es werden falsche Zahlen veröffentlicht und Behebungsversuche finden mit klein gedruckten Haftungsausschlusserklärungen statt.
UNRWA behauptet, die Übersicht sei eine „unersetzliche Quelle“, die „humanitäre Organisationen stärkt“ um Gaza-Zivilisten zu helfen, aber sie ist auch eine gefährliche, ungenaue Ressource.
Was sie gefährlich macht, ist, dass sie Nachrichtenmedien ermöglicht Israel zu diffamieren, indem sie zitieren, was wie eine glaubwürdige Quelle erscheint.
Die Medien zitieren ungenaue Informationen der UNO, die dann von den Meiden großgeschrieben werden; beide schaden dabei Israel – und der Wahrheit.