Westliche Mainstream-Medien zensieren diesen Gewaltausbruch beflissentlich. Die Zahlen sind höher als im letzten Jahr – wie „Valeurs Actuelles“ berichtet.

Trotz des Einsatzes von 90.000 Polizisten und Gendarmen in der Silvesternacht in ganz Frankreich konnten aber landesweite Unruhen nicht verhindert werden. Landesweit wurden 800 Autos abgefackelt, ohne die Daten der Pariser Polizeipräfektur. Besonders betroffen durch Ausbrüche städtischer Gewalt: die Region Île-de-France. Im Département Hauts-de-Seine wurden 23 Brandanschläge auf Fahrzeuge registriert. In Bagneux wurden Polizeistreifen mit pyrotechnischen Geräten angegriffen. Etwa fünfzehn Personen wurden festgenommen. In Nîmes wurden Polizisten mit Steinen beworfen.

Auch die Polizeistation Nanterre wurde angegriffen. In Chelles, im Département Seine-et-Marne, verlor ein Minderjähriger bei Raketenbeschuss drei Finger. In Essonne wurden sechs Feuerwerkskörper auf Polizisten abgefeuert, 21 Autos verbrannt und zwei Mülltonnen in Brand gesetzt.

In Paris wurden 125 Personen festgenommen, darunter 33 wegen Gewalt gegen Beamte, 15 wegen Teilnahme aus einer Gruppe heraus, mit der Gewaltabsicht oder Vandalismus, 10 wegen Besitzes von psychotropen Substanzen – wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte. Alle Inhaftierten sind zwischen 1973 und 2008 geboren, 15 davon gelten derzeit als minderjährig.

Etwa 15 Fahrzeuge standen in Mulhouse in Brand, Polizisten wurden auch hier angegriffen. Und auch in Nizza, Reims und Nîmes brannten mehrere Fahrzeuge, es kam zu mehreren Festnahmen. In Nizza erlitt ein Polizist leichte Verletzungen, während in Nîmes Steine auf Polizisten geworfen wurden. In Straßburg brannten 101 Fahrzeuge und eine Wohnung brannte nach einem Raketenangriff ab. 25 Polizisten wurden verletzt.

Unruhen während des Afrika-Cup-Spiels in Algerien

Multikulti-Unruhen griffen auch nach Algeriens Sieg über Äquatorialguinea auf Frankreich über. Der Afrika-Cup hatte zunächst in Paris begonnen: Gegen 20 Uhr kam es in den Bezirken La Chapelle und Barbès im Norden der Hauptstadt zu Unruhen. Mehrere Personen wurden festgenommen. Laut „Europe 1“ wurde ein Bus in Roubaix von Fans angegriffen, welche algerische Flaggen geschwenkt hatten. Auch in Toulouse kam es zu Gewalt. Polizisten mussten sogar die Polizeistation Mirail verteidigen und wurden von etwa fünfzig Angriffen mittels Pyrotechnik getroffen.

In Marseille wurde ein Mann von mehreren, mit Messern und Stöcken bewaffneten, Personen erstochen. Sie flüchteten mit Elektrorollern. Das Opfer, mit fünf Messerstichen in der Brust, soll ein 36-jähriger algerischer Staatsbürger mit Vorstrafen gewesen sein. (vadkahjtasak)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen