- von Roland M. Horn
Der mittlerweile 85 Jahre alte alternative und bekannte UFO-Forscher Jacques Vallée – in meinen Augen einer der besten überhaupt – hat in einem neuen Video die Behauptung aufgestellt, dass staatlich vernetzte Datenbanken Hunderte von Fällen enthalten, in denen es auch um abgestürzte „Raumschiffe“ (crafts) und in diesem Zusammenhang fremde Wesen geht. Vallée ist sowohl Informatiker als auch Astronom und berät seit Jahrzehnten Regierungen sowie Raumfahrtagenturen.
Das Video wurde auf Wunsch des Filmemachers James Fox aufgenommen. Ungewöhnlich klar sagt Valée, dass wissenschaftliche Datenbanken, die mit einem Verteidigungsnachrichtenprogramm verbunden seien, ungefähr 260.000 überprüfte UFO-Sichtungen und Hunderte von Berichten über nichtmenschliche Kreaturen erfasst hätten. Vallée selbst hat beim Aufbau dieses Systems mitgewirkt.
Die Datenbanken
Vor einigen Jahren initiierte Vallé, wie er erklärt, ein System mehrerer Datenbanken, das von einem Programm bei Bigelow Aerospace genutzt wird, das von der DIA gefördert wird. Vallée gibt an, als Mitarbeiter eines wissenschaftlichen Teams gearbeitet zu haben, das mit der Untersuchung von UFO- und UAP-Phänomenen beauftragt war.
Das Datenlager enthielt Vallée zufolge ungefähr 260.000 untersuchte Berichte über im Flug befindliche anomale Objekte. Dies seien keine groben Internetberichte gewesen, sondern Fälle, die von Forschern gefiltert und bewertet wurden.
Besonders interessant: Ebendiese Datenbanken enthalten Vallée zufolge auch Hunderte von Berichten über Kreaturen, die als lebendig oder auch tot beschrieben wurden und die mit verunglückten oder gelandeten Objekten unbekannter Herkunft in Verbindung standen. Der Wert des Systems läge in seinem multinationalen und historischen Umfang, da Forscher moderne Fälle mit älteren Vorfällen aus verschiedenen Ländern vergleichen könnten.
Wie sahen die gemeldeten Kreaturen aus?
Vallée erklärt, dass in mehreren historischen Fällen aus den Vereinigten Staaten und Europa, in denen Wesen auftreten – insgesamt sieben Kreaturen dokumentiert wurden.
In Größe und allgemeiner Körperform ähnelten die Wesen ihren in Brasilien und anderen Orten beschriebenen Pendants.
Alle von ihm erwähnten Kreaturen atmeten offensichtlich normale Luft. Dieses Detail bezeichnet Vallée als medizinisch und biologisch bedeutsam und verknüpft diese Beschreibungen mit „professionellen Beobachtungen, die kurz nach den Vorfällen gemacht wurden, einschließlich anatomischer und verhaltensbezogener Notizen, die vor dem Tod mindestens einer geborgenen Person aufgezeichnet wurden“.
Vallée zufolge gehen diese Aufzeichnungen weit über Gerüchte hinaus und befinden sich in weitgehend geheimen wissenschaftlichen und medizinischen Akten.
Historische Fälle von UFO-Abstürzen von New Mexico bis Frankreich
Der Wissenschaftler Vallée verweist weiter auf konkrete Fälle, die die aktuelle Forschung weiterhin prägen, und erwähnt erneut analytisch Studien vor Ort zu einem Vorfall, der sich 1945 in San Antonio, New Mexico, abspielte, außerdem den berühmten Socorro-Vorfall, (ebenfalls New Mexico) von 1964 sowie den Valensole-Fall, der sich 1965 in Frankreich ereignete. (Über die beiden letztgenannten Fälle berichte ich in meinem Buch Das große Buch der UFO-Sichtungen: Die besten Fälle weltweit ausführlich.) Vallée weist darauf hin, dass in jedem Verfahren neue Umgebungsdaten erhoben wurden, darunter physische Spuren und geborgene Materialien.
Weiter weist Vallée vollkommen zurecht darauf hin, dass sowohl der Soccorro- als auch der Valensole-Fall trotz Untersuchungen mehrerer Regierungsbehörden offiziell ungeklärt bleiben und argumentiert, dass diese nicht klassifizierten Fälle beweisen, dass greifbare Beweise existieren und noch viel mehr Material zurückgehalten wird.
Vallée gelangt zu der Ansicht, dass die Öffnungen von Archiven unter dem Schutz sensibler Einrichtungen wie beispielweise Kernlaboren es der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft ermöglichen würde, sich ernsthaft mit dem Phänomen auseinanderzusetzen.
Vallee: Offenheit würde die Welt verändern
Mit Vorsicht betont der Wissenschaftler, dass er nicht im Namen irgendeiner Regierungsbehörde spricht, jedoch derzeit privat mit einem wissenschaftlichen Beirat des französischen nationalen Weltraumstudienzentrums (Centre national d’études spatiales; CNES) in Verbindung steht, das seit den 1970er Jahren UFO-Fälle untersucht. Vallée argumentiert aufgrund seiner Erfahrungen, dass Datensegmentierung die Forschung jahrzehntelang zurückgehalten hat.
Der Wissenschaftler behauptet, dass eine Exekutivmaßnahme zur Lockerung der Klassifizierungsregeln weltweit wäre. „Am Beispiel des Varginha-Zwischenfalls von 1996 in Brasilien sagt Vallée, dass internationale Zusammenarbeit und offener Austausch das Verständnis dessen, was er als außerirdisches Phänomen beschreibt, das möglicherweise durch fortschrittliche künstliche Intelligenz ermöglicht wird, dramatisch verbessern würden.“

