Iranisches Staatsfernsehen gehackt und Netanjahus Rede ausgestrahlt

Unbekannte Hacker durchbrachen die Kontrolle des iranischen Regimes über sein wichtigstes Propagandainstrument. Plötzlich hörten Millionen Iraner die Botschaft des israelischen Premierministers in ihrem eigenen Staatsfernsehen.

Nach Angaben iranischer Oppositionsquellen wurde ein Kanal des staatlichen Rundfunks durch bislang unbekannte Hacker übernommen. Für kurze Zeit verschwand das reguläre Programm. Stattdessen wurden Ansprachen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ausgestrahlt, und zwar direkt an die Bevölkerung des Iran gerichtet.

Der Vorfall traf das Herz eines Systems, das seine Macht seit Jahrzehnten auch durch vollständige Kontrolle über Fernsehen und Information sichert. Das Staatsfernsehen gilt als eines der wichtigsten Werkzeuge des Regimes, um seine Sichtweise zu verbreiten und abweichende Stimmen zu unterdrücken. Dass Hacker dieses System durchbrechen konnten, zeigt eine Verwundbarkeit, die politisch weit über den technischen Vorgang hinausgeht.

Im Zentrum der ausgestrahlten Inhalte stand Netanjahus Botschaft an die Menschen im Iran. In seiner auf Persisch veröffentlichten Rede erklärte er, dass Israel seine militärischen Angriffe auf die Strukturen des Regimes fortsetzen werde. Gleichzeitig betonte er ausdrücklich, dass sich dieser Kampf nicht gegen die Bevölkerung richte.

Er wandte sich direkt an die verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Landes, darunter Perser, Kurden, Azeris, Belutschen und Ahwazi. Er rief sie dazu auf, die historische Gelegenheit zu nutzen und sich gegen die Führung zu erheben. In seiner Botschaft erklärte er, die Hilfe sei angekommen und Israel schaffe die Voraussetzungen dafür, dass das iranische Volk selbst über seine Zukunft entscheiden könne.

Dass diese Worte nicht über soziale Netzwerke oder ausländische Sender verbreitet wurden, sondern über das offizielle Staatsfernsehen selbst, verleiht diesem Moment eine besondere Tragweite. Für viele Iraner war es das erste Mal seit Beginn des Krieges, dass sie eine solche Botschaft direkt über ihren eigenen Fernseher hörten.

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