(Beispielsbild: Jacek Proszyk, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons)
Stell dir vor, du reservierst über eine bekannte Buchungsplattform ein Hotel. Du freust dich auf deinen Urlaub, machst schon Pläne für deinen Aufenthalt dort.
Doch plötzlich bekommst du über das Buchungsportal die folgende Nachricht von deiner Unterkunft:
Tut uns leid, Brillenträger sind in unserem Hotel nicht erlaubt.
Absurd? Ja. Unmöglich? Nein.
Jetzt ersetze den Ausdruck Brillenträger durch das Wort Juden.
Tut uns leid, Juden sind in unserem Hotel nicht erlaubt.
Schrecklich? Ja. Unrealistisch? Nein.
Genau das ist nämlich israelischen Touristen passiert, die in einem bayrischen Hotel übernachten wollten.
Sind wir echt schon so weit? Es klingt wie in den Dreißiger Jahren. In einer Stellungnahme hat das Hotel schließlich zugegeben, einer seiner Mitarbeiter habe die Nachricht verfasst. Er sei im Stress gewesen … das ist aber weder Grund noch Erklärung für diesen blanken, offenen Judenhass, der diesmal nicht einmal unter dem Deckmäntelchen des Antizionismus daherkommt.
Die Zukunftsperspektive der Juden in Europa wird immer düsterer. Und die Mehrheit schweigt dazu.
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