(zum Beitragsbild oben: Gedenktafel vor dem damaligen Quartier der israelischen Mannschaft im Münchner Olympiadorf, 2012. High Contrast, CC BY 3.0 DE https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en, via Wikimedia Commons)
5. September 1972. Acht Terroristen dringen bei den Olympischen Spielen in München in das Quartier der israelischen Delegation ein. Sie ermorden zwei Athleten und nehmen weitere neun als Geiseln.
Die Olympischen Spiele laufen derweil weiter, the show must go on.
Die Polizei kommt, doch dank der Direktübertragungen im Fernsehen sind die Geiselnehmer in Echtzeit über den Einsatzplan der Sicherheitskräfte informiert. Man führt Verhandlungen mit den Terroristen, man erlaubt ihnen die Ausreise – eigentlich nur zum Schein, doch die geplante Befreiungsaktion der Polizei am Fliegerhorst Fürstenfeldbruck geht gründlich schief. Alle neun Geiseln werden erschossen, ebenso fünf der acht Terroristen.
Die drei anderen werden festgenommen, jedoch wenige Wochen später durch eine Flugzeugentführung freigepresst.
Die Olympischen Spiele werden am Nachmittag dann doch unterbrochen, jedoch nach einer eintägigen Pause und einer Trauerfeier wieder aufgenommen und regulär beendet.
Dies ist die Liste der ermordeten israelischen Sportler:
- David Berger (28)
- Zeev Friedman (28)
- Josef Gutfreund (40, hinterlässt seine Frau und zwei Töchter)
- Eliezer Halfin (24)
- Josef Romano (32, hinterlässt seine Frau und drei Töchter)
- Amitzur Shapira (40, hinterlässt seine Frau und vier Kinder)
- Kehat Shorr (53, hinterlässt seine Frau und seine erwachsene Tochter)
- Mark Slavin (18)
- André Spitzer (27, hinterlässt seine Frau und seine zwei Monate alte Tochter)
- Yakov Springer (51, hinterlässt seine Frau und zwei Kinder)
- Mosche Weinberg (32, hinterlässt seine Frau und seinen fünf Wochen alten Sohn).
Hier kannst du ihre Biografien nachlesen.
Vergiss ihre Namen nicht!
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