(Quelle Beitragsbild oben. Contains modified Copernicus Sentinel data 2018, CC BY-SA 3.0 IGO https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/igo/deed.en, via Wikimedia Commons)
Im Mai findet in Wien der 70. Eurovision Song Contest statt. Teilnehmen werden dieses Mal „nur“ 35 Länder, ein Rekordtief seit 2003. Der Veranstalter ORF gab bekannt, palästinensische Flaggen seien nicht verboten und Buhrufe während der Beiträge würden nicht ausgeblendet.
Das ebnet den Weg für Antisemitismus. Schon in den letzten zwei Jahren hatten die israelischen Sängerinnen mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Sie wurden von den anderen Teilnehmer*innen ignoriert oder gar angepöbelt, durften das Hotel nicht oder nur in Verkleidung verlassen, mussten das Hotelzimmer wechseln und wurden vom Publikum laut ausgebuht. Flaggen und Buhs bekommen also jetzt eine Art Legitimierung, denn nicht verboten bedeutet ja eigentlich erlaubt.
Na bravo, sag ich da nur.
Noch immer befindet sich eine Geisel in Gaza. Vergiss sie nicht!
Wenn das um sich greift, kann am Ende jede/r Teilnehmer/in des ESC 2026 so eine schicke Trophäe bekommen wie bei Kinderturnieren, an denen alle Mitmachenden eine Medaille erhalten.
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