Der ESC, die taz und das Problem Israel
Wenn Israel beim ESC verliert, ist es normal. Wenn Israel gewinnt oder fast gewinnt, beginnt die Suche nach Erklärungen, Verdacht und Sonderregeln. Genau daran zeigt sich, wie tief das Problem reicht.
Wenn Israel beim ESC verliert, ist es normal. Wenn Israel gewinnt oder fast gewinnt, beginnt die Suche nach Erklärungen, Verdacht und Sonderregeln. Genau daran zeigt sich, wie tief das Problem reicht.
Ein klares Publikumsvotum wird nicht als Erfolg erzählt, sondern sofort relativiert. Genau daran zeigt sich, wie Israel in der Berichterstattung anders behandelt wird als andere Länder.
Noam Bettan hat mit seinem Song Michelle gestern tatsächlich den wunderbaren 2. Platz bekommen – mit deutlichem Punkteabstand zum drittplatzierten Australien. Finnland, das als Favorit gehandelt wurde, landete dagegen nur auf dem 6. Platz.
Es gibt Momente, in denen eine Fernsehsendung unbeabsichtigt mehr über ein Land verrät als jede politische Analyse. Die jüngste Debatte in der ARD über einen möglichen Boykott Israels beim Eurovision Song Contest war genau so ein Moment. Offiziell ging es um Musik, um Protest, um Haltung. Tatsächlich aber zeigte diese Diskussion, wie tief sich in Teilen Europas ein gefährlicher moralischer Reflex festgesetzt hat: Israel wird nicht mehr wie ein normaler Staat behandelt. Israel ist zum permanenten Angeklagten geworden. Während auf der Welt Diktaturen Oppositionelle verschwinden lassen, Frauen entrechtet werden, Minderheiten verfolgt und Kriege geführt werden, sitzt man in Deutschland zur besten Sendezeit zusammen und diskutiert darüber, ob ausgerechnet der jüdische Staat kulturell isoliert werden sollte. Nicht Iran steht im Mittelpunkt. Nicht Katar. Nicht China. Nicht die Hamas. Sondern Israel. Und genau dort beginnt das Problem.
Gestern Abend fand das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest in Wien statt. Normalerweise sehe ich mir nur das große Finale an, aber dieses Jahr fällt das durch eine Terminkollision flach – und ich möchte halt trotzdem wissen, wer/was da so auftritt.
Folgende Länder traten an: Moldawien, Schweden, Kroatien, Griechenland, Portugal, Georgien, Italien, Finnland, Montenegro, Estland, Israel, Deutschland, Belgien, Litauen, San Marino, Polen und Serbien.
Diese Woche findet in Wien der jährliche Eurovision Song Contest statt. Am Dienstag wird das erste Halbfinal abgehalten, am Donnerstag das zweite – und am Samstagabend steigt das große Finale (das ich leider nicht mitverfolgen kann, da ich mit dem besten Ehemann von allen an eine Veranstaltung gehe, die infolge des Krieges auf genau diesen Samstagabend verschoben wurde …)
Pedro Sánchez präsentiert sich international als moralische Stimme gegen Israel. Doch in Spanien selbst wächst die Kritik massiv. Jüdische Organisationen warnen vor dem schwersten Bruch zwischen Spanien und dem jüdischen Volk seit Jahrhunderten, während der spanische Premierminister immer offener von Hamas, Iran und radikalen antiisraelischen Gruppen gefeiert wird.
Die israelische Delegation gerät beim Eurovision Song Contest erneut unter besonderen Druck. Wegen kurzer Wahlaufrufe für den israelischen Kandidaten verschickte die Europäische Rundfunkunion eine offizielle Verwarnung. In Israel wächst nun die Kritik, dass kaum ein anderes Land unter derart intensiver Beobachtung steht.
Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem iranischen Regime ist mehr als brüchig: Säbelrasseln auf allen Seiten, wüste Drohungen und sogar ein Angriff auf die Vereinigten Arabischen Emirate zeigen die Lage ziemlich deutlich. Die Frage ist eher nicht mehr, ob es bald wieder losgeht, sondern wann.
Der Eurovision Song Contest (ESC) rückt näher. Die Halbfinale finden am 12. und 14. Mai, das große Finale am 16. Mai in Wien statt. Sehr wahrscheinlich werde ich das Finale auch angucken, jedenfalls, wenn Israel drin ist.
Kurz nach ihrem Sieg beim schwedischen Vorentscheid sorgt Sängerin Felicia für einen politischen Eklat. Ihre Aussagen über Israel stehen im Widerspruch zu den strengen Regeln des Eurovision Song Contest.
Ein Beitrag zur Musik, der zur politischen Bühne wurde. Ein moldauischer Teilnehmer am nationalen Vorentscheid steht vor dem Aus, nachdem er öffentlich politische Botschaften verbreitete und dabei indirekt auf Israel Bezug nahm.
Im Mai findet in Wien der 70. Eurovision Song Contest statt. Teilnehmen werden dieses Mal „nur“ 35 Länder, ein Rekordtief seit 2003. Der Veranstalter ORF gab bekannt, palästinensische Flaggen seien nicht verboten und Buhrufe während der Beiträge würden nicht ausgeblendet.
Nemo, Gewinner/in des Eurovision Song Contest (ESC) 2024, bleibt seiner/ihrer israelfeindlichen Haltung treu. Schon während des Wettbewerbs hatte Nemo sich durch Statements und Verhalten klar gegen Israel positioniert und sich stattdessen lieber mit der fürchterlichen irischen „Sängerin“ Bambie Thug angefreundet.
In Sachen Eurovision Song Contest ging es in den letzten Tagen hoch her. Es wurde nämlich diskutiert, ob Israel 2026 mitmachen darf oder ob man es ausschließen soll.
Neuer Beitrag auf meinem Blog:
***„Israel gehört dazu – Punkt.“ Kanzler Merz stellt sich gegen Eurovision-Boykott***
* von Red. haOlam de
https://blog-roland-m-horn.de/2025/10/07/israel-gehoert-dazu-punkt-kanzler-merz-stellt-sich-gegen-eurovision-boykott/
Als im zweiten Halbfinale des am Wochenende ausgetragenen ESC, das zu einem Panoptikum der Dekadenz, des Verfalls und des Untergangs der westlichen Gesellschaft verkommen ist, der deutsche ARD-Kommentator Thorsten Schorn auf Transshow des schweizer non-binären Bewerbers Nemo nicht korrekt ankündigte , eskalierten die queer-woke ESC-Fans. Seine eingeflochtene politische Entgleisung in Richtung Israel geht indes OK.
Ein strammer Hitler-Gruß zum Abschied? So sieht es jedenfalls aus, zumal, wenn man die bewegten Bilder analysiert. Leider blendeten die Kameras den spektakulären Abgang der heroischen ESC-Sieger aus. Aber in Zeiten des noch nicht komplett regulierten Internets geht nichts verloren.