Die bösen, menschenverachtenden IDF-Soldaten mal wieder

* übernommen von Heplev

gefunden auf twitter: Niemand hielt an, um dieser alten arbischen Frau über eine stark befahrene Straße in Judäa/Samaria zu helfen. Also griffen zwei israelische Soldaten ein, halfen ihr hinüber und stellten dann sicher, dass sie eine Fahrgelegenheit nach Hause bekam.

Imshin אימשין @imshin

No one was stopping to allow this elderly Arab lady cross this busy road in Judea & Samaria (WB) (Adam Hizme), so two Israeli soldiers helped her cross, then made sure she got a ride home.

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John A. Keel und die andere Seite des UFO-Phänomens

* von Roland M. Horn

Der junge Mann und die UFOs

Wir schreiben das Jahr 1967: Ein junger Mann sieht seltsame blaue Lichter und violette Flecken: Zunächst auf den Hügeln hinter Gallipolis, West Virginia, Er denkt, es läge an seinen Augen. Die Erscheinungen sind in der Dunkelheit gerade noch zu erkennen. Sie ähneln kleinen glühenden Gaswolken. Der junge Mann klettert, begleitet von zwei Teenagern, einen steilen Abhang hinauf, in der Hoffnung, bessere Sicht auf diese merkwürdigen Lichter zu bekommen. Nun bewegten sich die violetten Flecken um die staunenden Beobachter herum. Es sind mehr als 20 Stück. Der Himmel ist bedeckt, und der junge Mann denkt, dass das Phänomen möglicherweise durch Sterne verursacht wird, die blass durch die Wolken zu sehen sind, doch die Objekte scheinen zu kreisen. Der junge Mann blinkte sie mit seiner großen Taschenlampen an, und tatsächlich schienen diese seltsamen Lichter dem Strahl der Taschenlampe auszuweichen.

Die drei Männer steigen den Hügel hoch, und der junge Mann stellt fest, dass sein Licht an den Flecken genau dort verbleibt, wo er sie zuerst gesehen hat. In dem Augenblick, an dem sein Strahl den Fleck trifft, jagen die Flecken über den Himmel dahin, und einer von ihnen schießt 25 bis 30 Grad über den Himmel, bevor er erneut stillsteht.

Später sah der junge Mann die Lichter auch an anderen Orten. Er konstatierte, dass die violetten Flecken Teil des UFO-Phänomens waren und dass sie von irgendeiner Art von Intelligenz kontrolliert werden oder in deren Besitz sind.

Dieser junge Mann war John A. Keel, geboren 1930 als Alva John Kiehle.

20 Jahre vor Keels seiner ersten Sichtung, zwischen 21:15 Uhr und 23 Uhr in der Nacht zum 24.06.1947, wurden in Seattle, Washington, besonders auffällige violette und hellblaue Lichter gesehen, die am Himmel herumschwirrten. Am Tag danach hatte Kenneth Arnold seine berühmte Sichtung, die die Ära des modernen UFO-Phänomens einläutete. (Keel, John A.: Operation Trojan Horse. Putnam 1970/1996).

Elektromagnetismus, John Keel und die UFOs

Keel erinnert in der Folge daran, dass innerhalb des Farb-Spektrums die ultraviolette Strahlung direkt dem sichtbaren Licht vorangeht, man könnte diese jedoch nicht mit den Augen wahrnehmen. Die erste (für uns) sichtbare Strahlung ist die violette.

Zudem erklärt er, dass Radiostrahlen Wellen von elektromagnetischer Energie sind. Sie pulsieren auf verschiedenen Frequenzen und wir filtern sie durch Angleichen der Wellenlängen mittels Spulen und Kondensatoren. Die lokale Radiostation sendet einen elektrischen Puls, und jeder Puls ist auf eine bestimmte Längenwelle ausgerichtet. Stellt man einen Sender ein, lesen Metallplatten die verschiedenen Wellenlängen aus und ermöglichen es dem Radioapparat das gesuchte Signal, das auf einer bestimmten Frequenz des elektromagnetischen Spektrums liegt, zu verstärken und wiederzugeben.

Auch Augen, so Keel, sind Empfänger für sehr spezielle Wellenlängen des Spektrums und wandeln Signale aus diesen Wellenlängen in Pulse um, die an unser Gehirn gesendet werden. Jedoch ist das menschliche Hirn laut Keel ein wenig verstandener Empfänger, der auf Wellenlängen reagiert, wie unsere elektronischen Geräte. Die meisten Menschen laufen, so Keel, mit einem groben biologischen „Kristallset“ im Kopf herum, und ihnen ist nicht bewusst, dass sie hochentwickelte Signale empfangen. Allerdings besäße jeder Dritte der Weltbevölkerung ein fein gestimmtes Instrument. Diese Personen erführen Telepathie, prophetische Träume und andere bizarre Signale aus irgendeiner zentralen Quelle.

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Antisemitismus in Freiburg – Kippa vom Kopf geschlagen und reingespuckt

* Übernommen von Tapfer im Nirgendwo

In einem Fitnessstudio in Freiburg wurde ein 19-jähriger jüdischer Student angegriffen.

Auf Facebook schreibt Samuel K.:

Ich wurde im Fitnessstudio angegriffen, weil ich Jude bin! Heute abend (4. November 2019) gegen 21:15 Uhr schlich sich ein Typ von hinten an mich heran, packte meinen Kopf und riss meine Kippa herunter! Er schrie „Du schmutziger Jude“ und „Freiheit für Palästina“, spuckte in meine Kippa und warf sie in den Müll!

Ich war schockiert! Er sah mich an und fragte mich: „Willst Du, dass ich Dich erst verprügel? Verpiss Dich Du stinkender Jude!“ Ich war von dieser Situation völlig überfordert und fragte ihn (aus welchem Grund auch immer): „Hier, vor allen Leuten?“

Irgendwie hoffte ich, dass sich jemand in der Umkleidekabine, die voller Männer war, einmischen würde. Ich drehte mich um. Ich schaute allen in die Augen! Niemand reagierte. Alle schauten nur zu.

Ich hatte buchstäblich Angst um mein Leben und begriff, dass mir niemand helfen würde, dass alle nur zuzusehen!

Gott sei Dank stand dann ein alter Mann auf und versuchte, die Situation zu beruhigen. Der Angreifer ging einfach weg, als wäre nichts geschehen! Dem Mitarbeiter, der ihn zu befragen versuchte, sagte er, dass nichts passiert sei und selbst wenn etwas passiert sei, es niemand beweisen könne!

Die Polizei kam und jetzt ermittelt die deutsche Staatssicherheit.

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Die Sünderin

* Übernommen von Tapfer im Nirgendwo

Dies ist ein Brief an alle, die gerade nichts Besseres zu tun haben, als zu zeigen, welche Methoden sie bereit sind zu wählen, um Simone Schermann zu mobben.

Sagt mal,

seid Ihr eigentlich völlig meschugge?

Simone Schermann hat von der Lahrer Zeitung, Redaktion Ettenheim und Umland, folgende vier Fragen geschickt bekommen:

1. Warum haben Sie im Rahmen der Pax-Europa-Bewegung am 4. Oktober in Lahr gesprochen?

2. Bereuen Sie Ihren „Auftritt“ mit Herrn Stürzenberger?

3. Fürchten Sie, dass der DIA dadurch in die rechte Ecke rutschen könnte?

4. Stehen Sie und Herr Krais für ein von Herrn Groß vorgeschlagenes Gespräch bereit?

Ernsthaft? Ist das neuerdings die Aufgabe von Journalisten? Fragen Journalisten Menschen neuerdings, ob sie „bereuen“? Das fragen eigentlich Inquisitoren. Bei Journalisten gehört das zum schlechten Stil.

Ist Simone Schermann etwa eine Sünderin? Muss Sie für etwas büßen? Ist sie eine „Hexe“, weil sie mit dem „Teufel“ gesichtet wurde? Ist sie vom Bösen kontaminiert, weil sie bei oder mit den „falschen“ Menschen gesprochen hat? Gibt es in den Redaktionsstuben der Lahrer Zeitung den Aberglauben der Kontaktkontamination?

Ich bin kein Freund der AfD, im Gegenteil, ich kritisiere diese Partei teilweise scharf, das letzte Mal hier. Es gibt auch einiges, wo ich Herrn Stürzenberger widerspreche. Das heißt aber nicht, dass ich alle Menschen verurteile, wenn sie versuchen, selbst zu denken und daran arbeiten, herauszufinden, wie sie mit ihren Mitmenschen umgehen, vor allem mit jenen, die nicht selten feindlich gesinnt sind oder einer Partei angehören, die mit unanständigen Methoden auffallen.

Simone Schermann ist ein guter, ein anständiger Mensch. Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln.

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Anzeige gegen ARD wegen Volksverhetzung

* von Henny Jahn הני יאן vom 06.11.2019

Heute habe ich bei der Staatsanwaltschaft Dortmund gegen die ARD Anzeige erstattet wegen israelbezogenem Antisemitismus.
Hier mein Schriftsatz im Wortlaut:

Im ARD-Mittagsmagazin vom 05.11.2019 wurde ein mehrminütiger Beitrag ausgestrahlt (s. ARD-Mediathek, ab Minute 27, 48), der dazu geeignet ist, durch propagandahafte und sachlich falsche Berichterstattung den öffentlichen Frieden zu stören, insbesondere Araber in Deutschland gegen Juden aufzubringen und entsprechende Übergriffigkeiten zu begünstigen.

Die Journalistin des Beitrages ist Katharina Kerzdörfer hat den palästinensischen Araber Kashef Tamimi (aus dem Dorf Deir Nasam, Westjordanland) interviewt, dieser hat der Übersetzung der Journalistin zufolge folgendes Zitat im Bezug auf eine Navigations-App getätigt:

„Es bringt mir keinen Nutzen, es bringt mich sogar in Gebiete, die für mich lebensbedrohlich sein können. Wenn ich an einen israelischen Checkpoint fahre, könnte ich einen Soldaten überraschen, und er könnte auf mich schießen.“

Das Zitat an sich ist nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass dieses völlig unkommentiert – wie eine Selbstverständlichkeit –  stehen blieb, was impliziert, dass israelische Soldaten nach Lust und Laune einfach Araber abknallen. Dies ist selbstverständlich eine glatte Lüge. Hinzu kommt, dass der Tamimi-Clan bekanntermaßen einer der gefährlichen Clans im Westjordanland ist, was der Journalistin sicher nicht entgangen sein dürfte. Ein hierzulande ebenfalls bekanntes Mitglied dieses Clans ist Ahed Tamimi, Postergirl der internationalen BDS-Bewegung, welche als Gesamtbündnis noch jüngst von der als hochgradig antisemitisch geächtet wurde.

Dass Soldaten mit Mitgliedern dieser Familie, die einen Gutteil ihres Einkommens aus Geldern der Palästinensischen Autonomiebehörde als sogenannte Märtyrerrente als Belohnung für geglückte Attentate an Israelis bezieht, vorsichtig sind, bedarf daher sicher keiner weiteren Erläuterung.

Es kann nicht angehen, dass derartig subtiler Antisemitismus von öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland verbreitet wird, gleichzeitig die wachsende Bedrohung für Juden in Deutschland durch Antisemitismus, explizit auch durch israelbezogenen Antisemitismus von Arabern, bekämpft werden soll. Das passt nicht zusammen.

Ich erwarte als Bürgerin dieses Staates, dass die Staatsanwaltschaft die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht.

Mit freundlichen Grüßen

Früheres Leben endet im Holocaust

 * von Roland M. Horn

Der Rabbiner Yonassan Gershom berichtet in seinem Buch Beyond the Ashes von mehreren Fällen, bei denen allem Anschein nach Personen Erinnerungen an ein vergangenes Leben während des Holocausts hatten.

In einem dieser Fälle geht es um eine allein erziehende Mutter, die er Beverly nannte und die in ihren Dreißigern war. Ihre Mutter war Jüdin (sie machte jedoch ein Geheimnis darum), während ihr Vater kein Jude war. Gershom lernte sie 1984 kennen. Beverly selbst erfuhr erst im Erwachsennenalter, dass sie Halbjüdin war. So hatte weder sie noch ihre Tochter Susan irgendwelche jüdischen Gebräuche oder ähnliches erlernt – keine jüdischen Lehren, kein jüdischer Glaube.

Vielleicht fragen Sie sich, warum Beverly ein Geheimnis um ihr jüdisches Blut machte. Was kaum jemand weiß, ist, dass bevor das Civil Rights Act (das bedeutendste Bürgerrechtsgesetz, das die Diskriminierung Einzelner aufgrund ihrer Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht und nationaler Herkunft) 1964 in den USA verabschiedet wurde, die gleichen Einschränkungen, wie sie für Afroamerikaner galten, auch für Juden griffen. Wer als Jude bekannt war, dem wurde oft sowohl Unterkunft als auch Beschäftigung oder der Zugang zu manchen Colleges und Universitäten verwehrt. Beverly war 1950 geboren worden und wegen eben dieser Diskriminierung beschloss ihre Mutter, dass ihre Tochter bessere Chancen hätte, wenn sie sich nicht als Jüdin outete.

Als aber Beverly von ihrem Hintergrund erfahren hatte, war sie begierig darauf, ihr Erbe zu erforschen. Sie war ein tief spiritueller Mensch und frustriert, weil ihre Eltern nie irgendeine Religion praktiziert hatten. Zudem konnte Beverly nicht auf eigene Faust forschen, da sie Analphabetin war. So kann sie weder die Bibel noch Literatur über den Holocaust gelesen haben, was für die folgenden Ausführungen von großer Wichtigkeit ist.

Beverly und Gershom wurden Freunde, und häufig kam sie zu ihm ins Haus, um den Sabbat oder jüdische Feiertage zu begehen. Es war an einem Nachmittag eines Sabbats – man hatte die traditionelle Mahlzeit gerade eingenommen und persönliche Informationen ausgetauscht, als die Sprache auf das Thema „Träume“ kam. Beverly erzählte Gershom und dessen Frau Caryl von einem wiederkehrenden Kindheits-Alptraum.

In diesen Träumen war Beverly ein kleiner Junge, der ungefähr sieben oder acht Jahre alt war und mit seiner Mutter in einer Warteschlange stand. Beverly beschrieb, wie sie an einen Tisch gingen, an dem ein Mann saß, der ihnen sagte, ob sie nach links oder nach rechts gehen sollten. Er zeigte auf ein Tor, und sie gingen hindurch.

Dann veränderte sich die Szenerie: Plötzlich sahen sie sich an einen ekelerregenden Ort versetzt. Es roch dort furchtbar. Da waren Männer, die Menschen lebend in ein Feuer warfen, und auch der kleine Junge, als den Beverly sich sah, wurde hineingeworfen. Er starb.

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Neue intellektuelle und kulturelle Strömungen zeigen Verflechtung von Antisemitismus mit westlicher Kultur

* von Manfred Gerstenfeld

Es ist nicht schwer zu beweisen, dass Antisemitismus ein integraler Bestandteil westlicher Kultur ist. Um klarzustellen: Das ist etwas radikal Anderes als zu sagen, dass alle Europäer Antisemiten sind. Dennoch gestehen westliche Politiker und andere Führungspersönlichkeiten diese offensichtliche Realität zu den Kulturen ihrer Gesellschaften nie ein.

Einer der raren Europäer, die die Wahrheit klar ausgesprochen haben, ist der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby. 2016 schrieb er: „Antisemitismus ist ein heimtückisches Übel. Die Angewohnheiten des Antisemitismus haben sich in die europäische und britische Kultur eingegraben, solange wir uns erinnern können. In England sah sich die jüdische Gemeinschaft im späten Mittelalter ständiger Verfolgung ausgesetzt: Shylock, der große Bösewicht in Der Kaufmann von Venedig, war ein Klischee seiner Zeit. Als Comwell England unter dem Commonwealth in den 1650-er Jahren wieder für jüdische Ansiedlung öffnete, war der Antisemitismus innerhalb des allgemeinen Sprachgebrauch und Kultur mutiert. Die schändliche Wahrheit lautet, dass die Kirche über ihre theologische Lehre, die ein Gegenmittel hätte anbieten sollen, die Verbreitung dieses Virus verschlimmert hatte.“1https://www.thejc.com/news/uk-news/archbishop-of-canterbury-justin-welby-antisemitism-jonathan-arkush-response-1.464880

Die Jahrhunderte alte Verflechtung von Antisemitismus und westlicher Kultur zeigt sich auf viele Weisen. Zeitgenössischer Antisemitismus beinhaltet nicht nur wichtige Elemente des mittelalterlichen Antisemitismus, sondern auch viele neuere Erscheinungsformen. Eine Möglichkeit unter vielen das zu beweisen ist: In vielen neuen Ideologien und Bewegungen oder intellektuellen Strömungen rücken früher oder später in Teilen davon in Ausdrucksformen in den Vordergrund. Dieser Hass kann sich auf Juden konzentrieren oder auf Israel. Eine Reihe kurzer Erwähnungen aus einer Vielzahl von Bereichen illustriert dies.

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Barbro Karlén, Anne Frank und die Frage nach Karma und Judentum

* von Roland M. Horn

In dem Buch Und die Wölfe heulten – Eine Autobiographie (erschienen im Perseus-Verlag, Basel im November 1997 und in mehrere Fremdsprachen übersetzt) behauptet die schwedische Autorin Barbro Karlén, die wiedergeborene Anne Frank zu sein. Anne Frank war ein jüdisches deutsches Mädchen, das kurz vor dem Kriegsende im KZ Bergen-Belsen von den Nazis getötet wurde. Zuvor lebte sie versteckt mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in Amsterdam, wo sie ihre Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch niederschrieb.

Auf der Seite http://www.sytekcom.com/roostere/Karlén-1.html (Zugriff am 28.01.2010) bespricht Rabbi und Reinkarnationsforscher Yonassan Gershom diesen Fall. Dabei bezieht er sich auf die deutsche Originalversion des Buches, wobei er die Zitate ins Englische übersetzt hat. Gershom war, als er zuerst von dem Fall hörte, skeptisch. Er stand zuvor in Kontakt mit vier anderen Personen, die ebenfalls behauptet hatten, die wiedergeborene Anne Frank zu sein. Bei Menschen, die behaupten, früher einmal eine bekannte Person gewesen zu sein, ist Gershom grundsätzlich vorsichtig, weil die Bibliografien dieser Personen nur allzu bekannt sind und so es sehr schwer ist, Fakt und Fiktion auseinander zu halten.

Anne Frank Bücherregal
Rekonstruktion der Bücherregal-Tür zum Versteck im Hinterhaus (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AnneFrankHouse_Bookcase.jpg)

Anne Franks Fall war aus ihren Tagebüchern bekannt, und es gibt eine Menge an Filmen, Büchern, Dokumentationen und vielem mehr.Gershom ist der Meinung, dass der Fall Barbro Karlén viele archetypischen Bilder enthält, die man als bloße Fantasie ansehen könne, doch es stelle sich der Frage, ob es nicht auch echte Erinnerungen an eine vergangenes Leben als Anne Frank gibt.

Barbro Karlén behauptete erstmals 1995 während eines TV- Interviews in Amsterdam, die wiedergeborene Anne Frank zu sein.

Karlén war 1954 im schwedischen Göteborg geboren worden. Ihre Eltern waren keine Juden, und sie glaubten auch nicht an die Reinkarnation. Barbro ist, wie Gershom schreibt, als Wunderkind bekannt, das im Alter von 12 Jahren begann, zehn Bände von philosophischer Prosa und Poesie zu schreiben. Das führte zu einem heftigen Medieninteresse in Schweden. Die junge Barbro fand sich von ihren vorherigen Freunden und Klassenkameraden abgelehnt, die sie jetzt gnadenlos aufzogen, weil sie so anders war. So wurde aus Barbro eine talentierte, aber einsame Frau, die Trost in der Natur und durch Reiten suchte. Eine Hochzeit platzte, und sie verlor ihre Farm. Nun war sie gezwungen, sich eine andere Arbeit zu suchen. Sie arbeitete nun bei der berittenen Polizei und holte einige Preise für ihre Reitkunst.

All dies, schreibt Gershom, ist in den Annalen der schwedischen Literatur wohlbekannt. Was nicht so bekannt sei, sei, dass Barbro schon in frühem Alter wiederkehrende Alpträume hatte, in denen es um den Holocaust ging. Gershom zitiert nach der Seite 7 des genannten Buches:

„Die Dunkelheit schloss sich immer mehr straff um sie herum. Sie schrie und ist vom Terror gelähmt. Ihr kleiner Körper schüttelt sich und ist schweißgebadet. Sie hört, wie sie zurück zum Kanal-Haus mit seinen vielen Treppen rannte. Die Kommandanten schnitten ihr [etwas] wie ein Messer ins Fleisch. Hunde bellten. Mit einem lauten Krachen ist das Tor gebrochen…

Sie wacht auf, und draußen ist es bereits hell. Vögel singen, und es ist sehr still. Noch nicht vollkommen erwacht aus ihrem Traum, versuchte sie die Tränen aus ihren Augen zu wischen.“

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