Bei weitem nicht so bekannt wie der Steinkreis von Stonehenge ist ein Monument auf den Golan-Höhen (Abb. 2), das der (mittlerweile verstorbene) Autor Barry Chamish den “Kreis der Riesen” nennt.1Siehe: Barry Chamish, “Return of the Giants”, Sun Lakes, AZ 2000  Es wird auf Hebräisch Gilgal Refaim, der “Kreis der Refaim” (zu deutsch “Rafaiter“, ein Volk der Bibel), genannt. Die arabische Bezeichnung lautet Rujm el-Hiri (“Steinhaufen der Wildkatze“).

Abb. 1 Das Gilgal Refaim gibt Forschern Rätsel auf: Wer waren seine Erbauer und welchem Zweck diente es? ( אסף.צ: File:Gilgal Refa’im – Rujm el-Hiri.JPG, bei: Wikimedia Commons)

Diese Struktur (Abb. 1) besteht aus fünf konzentrischen Steinringen mit einem Durchmesser von 155 Metern. Der am besten erhaltene Stein ist zwei Meter hoch und 3,3 Meter dick. Einige der Steine, die den Ring bilden, wiegen 20 Tonnen, und das vollständige Gewicht der Steine beträgt 37000 Tonnen.

Wie Chamish berichtet, befindet sich in der Mitte der Ringe ein Grenzhügel, der durch ein Hügelgrab getoppt wird, das zwanzig Meter im Durchmesser aufweist. Während der Zeit vor dem Sechstagekrieg von 1967 hielt Syrien die Golan-Höhen, und die Anlage blieb unbekannt. Die Struktur wurde erst bei einer Inspektion durch Israel entdeckt, nachdem es im genannten Krieg den Höhenzug eroberte.

Chamish zufolge ist ein Merkmal der Ringe besonders faszinierend: Die Frage nach dem Sinn zweier großer Öffnungen in der Art von Eingängen, einer in Richtung Nordosten, und der andere nach Südosten hin.

Gilgal Refaim – Der Steinkreis der Riesen auf dem Golan