Israelische archäologische Schätze sind im Einklang mit der hebräischen Bibel

Nichts hilft uns besser das Leben von Menschen zu verstehen, die in Israel gelebt haben, als die archäologischen Artefakte, die dort ausgegraben werden. Das Studium der Archäologie hat große Bedeutung, weil es hilft uns alle darüber zu informieren, woher wir kommen. Das Feld erhält weitere Bedeutung im Kontext umstrittenen Landes – die im Heiligen Land offengelegten Artefakte und Funde stellen entscheidende Beweise für den Lebensstil von Juden dar, die vor vielen Jahrhunderten hier lebten.

In diesem geheiligten Land sind Zivilisationen aufgestiegen und gefallen und ihre Geschichte ist in den Relikten erhalten geblieben, die sie hinterließen. Einige Schätze jedoch, die unter der Erde Israels gefunden wurden, sind möglicherweise bedeutender als andere. Insbesondere diejenigen, die die Geschichtlichkeit der hebräischen Bibel bekräftigen.

Hier sind einige der wichtigsten archäologischen Funde in Israel.

Der Siegesstein über Haus von David – 1993

Diese auch als Stele vom Tel Dan bekannte Steinplatte wurde 1993 im Norden Israels gefunden und liefert den Beweis für Israels berühmtesten Herrscher. Die in sie gemeißelte aramäische Inschrift liefert den ersten Beleg der Dynastie von König David außerhalb biblischer Quellen.

Sie ist auf das achte oder neunte Jahrhundert v.Chr. datiert worden und scheint den Sieg König Hazaels von Aram-Damaskus in Syrien über König Joram und König Ahasja aus dem Haus David wiederzugeben. Dieser Bericht unterscheidet sich von dem des Buchs der Könige, wo steht, dass Jehu Joram und Ahasja tötete, bevor er den israelischen Thron übernahm. Die bruchstückhafte Inschrift lautet:

Und schnitt […] mein Vater ging hinaus [gegen ihn, als] er in […] kämpfte […] Und mein Vater legte sich nieder, er ging zu seinen [Vorfahren]. Und der König Israels betrat zuvor das Land meines Vaters. [Und] Hadad machte mich zum König. Und Hadad ging vor mir [und] ich verließ die sieben […] meines Königreichs und ich erschlug [sieb]zig Könige, die tausende Streitwagen und tausend Reiter [auch: Pferde] rüsteten. [Ich tötete Jo]ram, den Sohn von König [Ahab] von Israel und [ich] tötete [Ahasja], Son von [Joram Kö]nig ds Hauses David. Und ich macht [ihre Städte zu Ruinen und verwandelte] ihr Land in [Verwüstung …] andere [… und Jehu herr]schte über Is[rael] … und ich] belagerte es …

Die Stele vom Tel Dan liefert unanfechtbaren Beleg für die Herrschaft Davids und ist damit vielleicht das wichtigste Relikt biblischer Bedeutung, das jemals im jüdischen Staat gefunden wurde.

Das „Haus Davids“, eingraviert in einen Siegesstein (Foto: Israelische Antikenbehörde)

König Salomons Mauer – 2010

Eine dreimonatige Ausgrabung in Israels Hauptstadt Jerusalem vor gerade einmal einem Jahrzehnt brachte einen Teil einer Mauer ans Licht, von der vermutet wird, dass sie aus dem 10. Jahrhundert v.Chr. stammt. Die einflussreiche Archäologin Dr. Eilat Mazar von der Hebräischen Universität in Jerusalem leitete die Grabung an einer Stelle nahe des Tempelbergs, die als Ophel bekannt ist. Die Mauer – eindrucksvolle 70 Meter lang und sechs Meter hoch – scheint den Bericht aus dem Buch der Könige zu bestätigen, dass König Salomon in Jerusalem eine gewaltige Verteidigungsbarriere baute (1. Könige 3,1).

„Wir haben nicht viele Könige im zehnten Jahrhundert, die solch ein Bauwerk errichtet haben könnten, praktisch nur David und Salomo“, sagte Dr. Mozar 2010. „Dies ist das erste Mal, dass ein aus dieser Zeit gefundenes Bauwerk mit den schriftlichen Beschreibungen von Salomons Bautätigkeit in Jerusalem übereinstimmt.“ Andere an der Stelle gefundene Relikte schienen ihre Aussage zu bestätigen. Dazu gehörten Frauenfiguren, die Fruchtbarkeit symbolisieren, sowie Griffe von Krügen, auf die die Botschaft „für den König“ eingeritzt sind und Siegel, die hebräische Namen tragen.

Hiskias Tunnel – 1867

Charles Warren entdeckte Hiskias Tunnel 1867, nachdem er geschickt wurde, um Ausgrabungen nahe des Tempelbergs durchzuführen. Der Tunnel, der um das achte Jahrhundert v.Chr. gebaut wurde, bildete einen Teil eines Systems, das Wasser aus der Gihon-Quelle nach innerhalb der Stadtmauern brachte. Seine Entdeckung bestätigt auch den biblischen Bericht, dass Hiskia die Stadt auf eine Belagerung durch die Assyrer vorbereitete, nachdem der König von Juda den assyrischen König Sanherib beleidigt hatte. Eine im Tunnel gefundene Inschrift bestätigt, dass dieses Meisterstück der Ingenieurskunst durch zwei Teams möglich gemacht wurde, die Hacken verwendeten, um sich aus entgegengesetzter Richtung durch Felsen und Schotter zu arbeiten, bis sie sich schließlich in der Mitte trafen.

Amulette von Ketef Hinnom – 1979

Ausgrabungsarbeiten an einem Grab in Ketef Hinnom südwestlich von Jerusalems Altstadt, das ins siebte Jahrhundert v.Chr. datiert wird, legten etwas Bemerkenswertes offen: Zwei winzige Silberrollen, die ursprünglich als Amulette getragen wurden. Es dauerte drei Jahre, bis die Rollen sorgfältig entrollt wurden und während der größte Teil des Textes darin wegen des starken Zerfalls nicht zu entziffern war, erkannten Experten schnell ihre Bedeutung.

Sie sind der früheste aufgeschriebene Abschnitt der hebräischen Bibel, gehen selbst den berühmten Schriftrollen vom Toten Meer um etwa 400 Jahre voraus. Teil der Inschrift ist eine Version von 4. Mose 6,24-26: „Der Herr segne dich und behüte dich! Der Herr sei dir freundlich gesinnt und sei dir gnädig! Der Herr sei dir wohlgesonnen und gebe dir Frieden!“

Die Amulette von Ketef Hinnom sind der älteste bekannte Text aus der hebräischen Bibel (Foto: Israelische Antikenbehörde)

Jerusalems Stadtmauer – 2021

Erst diesen Monat [Juli 2021 – heplev] haben Archäologen, die am Nationalpark Davidstadt arbeiten, eine aufregende Ankündigung gemacht, die die biblische Beschreibung des von König Nebukadnezar 586 v.Chr. geführten babylonischen Einmarschs in Jerusalem und dem folgenden Exil des jüdischen Volks bestätigen. Die Entdeckung einer antiken Mauer, die fünf Meter breit ist, bestätigt Berichte der Bibel, dass Jerusalem mit einem gewaltigen Bauwerk befestigt war.

Die Ausgrabungen koordinierte Dr. Filip Vukosavovic vom Ancient Jerusalem Research Center an der Seite von Dr. Joe Uziel und Ortal Chalaf für die israelische Antikenbehörde. „Als wir den ersten Teil der Mauer aufdeckten, ein Bereich von etwa einem Meter mal einem Meter, begriff ich sofort, was wir gefunden hatten“, sagte Dr. Vukosavovic. „Ich weinte beinahe.“

Buchbesprechung: Steven M. Collins: The Origins and Empire of Ancient Israel

* von Roland M. Horn

Steven M. Collins:Datei:4133sMG8CWL. SX238 BO1,204,203,200 .jpg

The Orgin of Empire of Ancient Israel

Bibel Blessings, Royal Oak, MI, USA, 2003
ISBN: 978-0972584906
Preis: $ 20.—
Tb, 280 Seiten, weit über 100 s/w-Abb., Register

Dieses Buch ist der erste Teil der Serie “The Lost Tribes of Israel”. Die weiteren Bücher dieser Serie sind Israels Lost Empire, Parthia – The Forgotten Ancient Superpower and its Role in Biblical History und Israel’s Tribes today).

Collins beschäftigt sich hier mit dem Ursprung des Alten Israels zunächst hauptsächlich auf Grundlage der Bibel. Überraschenderweise kann er seine Erkenntnisse aber auch anhand nichtbiblischer Quellen belegen.

Collins geht auf die bekannte Stelle in 1. Mose 26 ein, die folgendermaßen lautet: “Lasset uns Menschen machen nach unserem Bilde.” (Hervorhebungen durch RMH] Ihm fällt die Pluralform ins Auge; diese Feststellung bleibt jedoch ohne weitere Erörterung, abgesehen von einem eher unbefriedigendem theologischen Gedanken, nachdem der Hohepriester Melchisedek, der Abraham segnete, der ihm daraufhin “den Zehnten von allem” gab, ein “niedrigeres Wesen der Gottheit” war. Dabei beruft er sich auf Psalm 110, V.4, wo es in der Elberfelder Bibelübersetzung heißt: “Geschworen hat der HERR, und es wird ihn nicht gereuen: ‘Du bist Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks.'”1Wuppertal 1985/1991/2006/2007 Dabei bezieht er sich auf den etwas ominös klingenden ersten Vers dieses Psalms, in dem es heißt: “Spruch des HERRN für meinen Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde gemacht habe zum Schemel deiner Füße.” Also zwei Herren? Da ist die von den Zeugen Jehovas herausgegebene Neue Welt-Übersetzung schon deutlicher, wenn sie schreibt: “Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist: ‘Setze dich zu meiner Rechten.'”2Selters 1985/1989 Oder in der jüdischen Zunz-Übersetzung , wo es heißt: “Spruch des Ewigen an meinen Herrn: Setze dich mir zu Rechten, bis ich hinlege deine Feinde, einen Schemel deinen Füßen.”3Basel 1980 (Man bedenke, dass in jüdischen Bibeln und Schriften der Begriff “der Ewige” gerne als Ersatz für den Gottesnamen Jahwe, der im hebräischen Original keine Vokale enthält und schlicht “JHWH” lautet und nach einer anderen – vermutlich eher falschen – Transkription – “Jehova genannt wird, weil man den Namen Gottes dort aus Ehrfurcht nicht ausspricht). Man könnte jetzt an das christliche Trancemedium Edgar Cayce denken, der Melchisedek als eine frühere Inkarnation Jesu Christi ansieht. Doch dies nur am Rande.

Collins erinnert an seinem Buch daran, dass Abraham neben Isaak noch einer zweiten (älteren) Sohn hatte, nämlich Ismael, dem versprochen wurde, Stammvater einer großen Nation zu werden, was sich in den Arabern erfüllt hat. Collins sagt aber auch, dass er seinen Bund nicht mit Ismael, sondern mit Isaak aufgerichtet hat.

Einer der Söhne Isaaks war Jakob, der später von Gott in “Israel” umbenannt wurde. Er hatte zwölf Söhne, aus denen die 12 Stämme Israels wurden. Der Stamm Josef wurde gesondert behandelt, und in der späteren Beschreibung der Stämme Israels sehen wir anstelle von Josef dessen Söhne Manasse und Ephraim. Stattdessen wurde der Stamm Levi meist nicht mehr mit aufgezählt, weil er bei der Landnahme Kanaans durch Josua kein eigenes Land, sondern nur Städte in den Gebieten der anderen Stämme bekam, so dass es bei den “12 Stämmen” blieb, obwohl es im Grunde 13 waren.

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“Nur eine Geschichte” – aus Kapitel 6

Ziva hasste es, wenn Nathaniel erst Andeutungen machte und dann eine längere Pause einlegte. Sie wusste, dass er das absichtlich tat und sogar Vergnügen dabei hatte. Dabei redete er doch sonst wie ein Wasserfall!

Endlich setze Nathaniel wieder an zu sprechen. Erst langsam, dann wieder flüssiger, und schließlich sprudelte der Wasserfall wieder!

„Offiziell“, so sprach er, „wird diese ‚Bundeslade‘ als ein ‚Kultobjekt‘ angesehen. Doch sie war weit mehr als das. Die Lade begleitete unser Volk über sehr lange Zeit über und konnte Wunder tun.“

„Der Begriff ‚Lade‘ bedeutet nichts anderes als ‚Kasten‘ oder ‚Kiste. Wie ich Dir bereits sagte, enthielt sie die beiden steinernen Tafeln mit den zehn Geboten. In einer christlichen Schrift heißt es sogar, dass auch ein Krug mit Manna und der Stab Mose, der hier wieder als Stab Aarons bezeichnet wird, in der Lade gelagert waren.“

„Die Lade des Heiligen Bundes, den ‚Gott‘ mit unserem Volk schloss, befand sich im sogenannten Allerheiligsten der Stiftshütte, von die ich Dir ja bereits erzählt hatte. Die Bundeslade soll nach Gottes Anweisung gebaut worden sein und war, als sie fertig war, 2 ½ Ellen breit und 1 ½ Ellen hoch. Dabei soll die längere Elle von 25,5 Zentimetern gemeint sein. Sie bestand aus Akazienholz und war mit Gold überzogen und einem Goldenen Kranz, der ringsherum lief, verziert. Sie stand auf vier kurzen und nach außen gebogenen Füßen. An den Stellen, an denen diese Füße in die Kistenwände eingesetzt waren, waren an zwei einander gegenübersehenden Seite je zwei goldenen Ringe, durch die die Stangen aus goldüberzogenem Akazienholz gezogen waren, die herausgenommen werden konnten und durften, angebracht.“

„Das ist ja alles schön und gut!“, unterbrach Ziva. „Aber wer hat die Lade gebaut und welche Wunder tat sie?“

„Immer mit der Ruhe“, tadelte Nathaniel Ziva.

“Der hat es gerade nötig, von Ruhe zu sprechen”, dachte Ziva, “dabei hetzt der mich doch geradewegs durch seine Geschichten.”

Sie überlegte kurz, ob sie ihn darauf ansprechen sollte, ließ es dann aber doch bleiben.

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