Selbstinszeniertes Winterchaos

Wo bleibt der Sturm, wo die Schneewalze, die alles zum Erliegen bringt? Seit Anfang der Woche wurden wir sowohl von einigen freien als auch von den Staatsmedien mit Meldungen überhäuft, dass spätestens ab Donnerstag Sturm, Schnee und Kälte lebensbedrohliche Ausmaße annehmen würden. Man sollte besser zu Hause bleiben, statt seinen Angelegenheiten nachzugehen. In Berlin begann es am Donnerstag gegen 16:30 Uhr auch wirklich zu schneien, aber das war um 18:00 Uhr schon wieder vorbei. Die Schneedecke auf meiner Terrasse hatte sich nur unwesentlich erhöht. Am Freitag kam auch nichts. Trotzdem wurde in Berlin verkündet, Grundschulkinder sollten vorsichtshalber nicht zur Schule gehen. Von einer Grundschulklasse habe ich gehört, dass sogar nur zwei Kinder erschienen sind.

Am Freitagabend schaute ich ausnahmsweise einmal Tagesschau. Der größte Teil der Sendung handelte vom „Schneechaos“ in Hamburg. Der dort anwesende Reporter musste allerdings berichten, dass die Katastrophe ausgeblieben war. Um seinen Bericht noch auf die benötigte Länge zu bringen, erzählte er, dass die Vorortzüge sehr leer gewesen seien. Auch der Autoverkehr sei erheblich schwächer als normal gewesen. Viele Hamburger waren wegen der angekündigten Katastrophe zu Hause geblieben. Schließlich hatte ihr Bürgermeister eine „Ausnahmesituation“ angekündigt und die Hamburger aufgerufen, „unnötige“ Wege und aufschiebbare Termine zu vermeiden. Die Präsenzpflicht an den Schulen wurde aufgehoben. Auch die DB stellte den Fernverkehr im Norden ein. Sie kämpfe mit 20 cm hohen Schneeverwehungen, hieß es. Längst vorbei die Zeiten, da die Bahn verlauten ließ: „Alle reden vom Wetter, wir nicht.“

Deutschland ist von Hysterie und grüner Ideologie so zersetzt worden, dass es kaum noch wiederzuerkennen ist. Die politischen Strukturen sind längst auf Dritte-Welt-Niveau angekommen, es haben nur noch nicht alle bemerkt. Vor allem diejenigen nicht, die ihre Weltbedeutungs-Gelüste austoben, indem sie Geld, das längst nicht mehr da ist, global verteilen.
Kürzlich warnte Kanzler Merz vor der Energiekrise in der Ukraine, obwohl die Ukrainer im Gegensatz zu den Strombetreibern in Berlin und Brandenburg in der Regel in der Lage sind, kriegsbedingte Schäden am Stromnetz innerhalb eines Tages zu reparieren.

Wie ideologiegesteuert die Einschätzung von angeblichen oder wirklichen Gefahrensituationen ist, zeigt sich daran, dass in Hamburg wegen 20 cm Schnee eine „Ausnahmesituation“ ausgerufen wird, die die Stadt halb lahmlegt, während die Politik in Berlin drei Tage brauchte, um eine „Großschadenslage“ auszurufen, um Amtshilfe ersuchen zu können.
Auch nachdem klar ist, dass es einen linksextremistischen Anschlag auf die Stromversorgung gab, spricht die Politik-Medien-Blase weiter von einem „großen Stromausfall“. Dass endlich anerkannt wird, dass Deutschland von links angegriffen wird mit dem Ziel, es zu destabilisieren, ist nicht zu hoffen. Im Gegenteil: Der Berliner Verfassungsschutz führt seit Sommer letzten Jahres kein eigenes Referat Linksextremismus mehr. Es wurde mit dem Referat „Auslandsbezogener Extremismus“ zusammengelegt – das, nachdem die Linksextremisten seit zehn Jahren Berlin immer wieder angreifen und Millionenschäden verursachen.

Angeblich geht die Gefahr für Deutschland nach wie vor von denen aus, die mit ihren Rollatoren und Bauernkriegswaffen den Reichstag und das Kanzleramt überrennen und die Macht ergreifen wollen.

Dass sich trotz des Großangriffs, der mindestens ein Todesopfer gefordert hat, nichts daran ändern wird, ist die beunruhigendste Botschaft dieser Tage. Man bekommt das Gefühl nicht los, dass die Schnee- und Sturmwarnung vor allem dazu diente, die Bürger von der wirklichen Gefahrenlage abzulenken.

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