- von Roland M. Horn
Klaus Piontzik:
Neues aus Ummo: Riss in der Matrix – Erklärt!
Überarbeitete und erweiterte Auflage
Vorwort von Werner Betz
Ancient Mail Verlag, Groß-Gerau 2025
ISBN: 978-3-95652-354-0
Preis: EUR 24,80
472 Seiten, DIN A5, Pb, zahlreiche s/w-Abb.
Im Jahr 2019 erschien das Buch Riss in der Matrix von Werner Betz, Udo Vits und Sonja Ampssler. In diesem Buch werden die angeblichen Kontakte des französischen Ingenieurs und Piloten im Wehrdienst, Jean de Rignies, geschildert, der ein Notizbuch erhielt, in dem seine (angeblichen) telepathischen Kontakte mit Außerirdischen niedergeschrieben sind.
Der Autor des vorliegenden Buches, der Mathematiker und Elektroingenieur Klaus Piontzik, beschäftigte sich ausgiebig mit diesen Aufzeichnungen und stellte fest, dass es sich dabei größtenteils um mathematische und physikalische Formeln handelt, die seiner Meinung nach weit über unser heutiges Wissen hinausgehen. Die Ergebnisse seiner Analyse beschreibt er im vorliegenden Buch, und man muss sagen, dass er sich dabei äußerst viel Mühe gegeben hat.
Piontzik glaubt, dass „diese Aufzeichnungen in einem auffälligen Zusammenhang mit den ‚Briefen von Planeten UMMO‘ stehen“. Dieses Phänomen wird aber von den meisten Forschern als Schwindel eingestuft und Fotos des Objekts wurden als Fälschungen (Modell) erkannt. „UMMO“ soll ein Planet sein, der den (Doppel‑)Stern Wolf 424 umrundet. Die Briefe dieser Ummiten, wie Piontzik die Bewohner dieses Planeten nennt (insgesamt tausende seit den 1960er Jahren), werden als ein komplexes kulturelles Phänomen angesehen, das über Jahrzehnte anhielt. Die UMMO-Fotos wurden u. U. durch ein markantes Symbol bekannt, das sich auf dem Objekt auf den Fotos zeigt und einer Harfe ähnelt. Piontzik jedoch kommt zu der Erkenntnis, dass sowohl die Ummo-Briefe als auch die Aufzeichnungen von de Rignies aus der gleichen Quelle stammen: nämlich von tatsächlich existierenden Ummiten! War das UMMO-Phänomen also vielleicht doch kein Schwindel?
Piontzik ist sich jedenfalls sicher, dass es sich um keinen Schwindel handelt und die „Ummiten“ zur „Klasse der Großen Blonden“ gehören – einer von mehreren außerirdischen Rassen. Er spricht von „Alien-Allianzen“, die er in „gutartige“ und „bösartige“ unterteilt.
An einigen Stellen muss der Autor feststellen, dass die Darstellungen der beiden Dokumente sich in etlichen Teilen unterscheiden, und versucht, diese Abweichungen damit zu begründen, dass z. B. Jean den Rignies „hier einiges aus den Gesprächen vergessen oder falsch verstanden hat und dann wiedergegeben hat“.
Bezüglich ihres Gottesbildes besagt die Philosophie der angeblichen Ummiten, dass es eine „Urquelle“ gibt, die aber „wissenschaftlich und nicht theologisch begründet ist. Die „Ummiten“ beschäftigen sich sehr mit der Sicht der Menschheit und stellen fest, dass Saddam Hussein und George Bush Psychopathen sind, sprechen von „Psychoviren“ und stellen fest: „Jeder Mensch hat das Recht, über seine Person und seinen Körper frei zu verfügen“, woraus der Autor schließt: „Jede Frau hat das Recht auf Abtreibung“, obwohl die „Ummiten“ in ihren Briefen mitteilen, dass auf UMMO Abtreibungen nicht bzw. nur unter besonderen Umständen erlaubt sind.
Die „Ummiten“ beschäftigen sich auch mit dem Tod und sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Kollektiven Psyche“ – die eine „großartige Schöpfung der Urquelle“ sei. Dies sei in Wirklichkeit das, was wir als Seligkeit oder Erlösung bezeichnen. Sie erklären, dass es auch auf UMMO – wie auf anderen Planeten auch – eine Art Jesus gab und äußern sich dazu ausführlich.
Weiter stellen sie fest, dass die „sogenannte UFO-Verschwörungstheorie gar keine „Theorie“ sei, sondern „aus physikalischen und informatorischen Fakten“ besteht. Weiter sprechen diese Wesen von einer „Reinigung der Erde“ und „Evakuierungen“.
Die Absender der Briefe behaupten darüber hinaus, dass die Ummiten in den 50er Jahren die irdische Forschung zu den Themen Relativitätstheorie, Gravitation und Quantenmechanik unterstützt und gefördert hätten.
Piontzik zieht die Bilanz: „Insgesamt lässt sich sagen, dass es den Ummiten gelungen ist, eine Wissenschaft von Allem zu kreieren„.
Diesem Schluss kann ich mich leider nicht anschließen, sondern sehe die eingangs gemachte Vermutung, dass es sich beim UMMO-Phänomen um ein komplexes kulturelles Phänomen handelt, das über Jahrzehnte anhielt, bestätigt, und möchte „anhielt“ sogar durch „anhält“ ersetzen.
Die Mitteilungen kamen sicher nicht von einem Planeten namens UMMO. Was die Herkunft der Notizen des Jean de Rignies betrifft, ist wieder eine andere Frage…
(Erstveröffentlichung auf Atlantisforschung.de)
Erhältlich u. a. bei

