Leseprobe: Roland M. Horn: Der andere Jesus: Der Nicht-Gottessohn, der nicht für unsere Sünden starb

Inhalt:

Vorwort von Walter Jörg Langbein 9

Einleitung 11

Jesus als jüdischer Freiheitskämpfer 15

Der Jesus, der die Kreuzigung überlebte 41

Der Yoga-Jesus und die Rettung Jesu durch die Essener 41

Rettung durch den Lanzenstich 63

Das Turiner Grabtuch 73

Der Indien-Tripper 85

Die aramäische Sicht 90

Der Jesus des Günter Schwarz 100

Der Öko-Jesus des Franz Alt 115

Der islamische Jesus 125

Der Jesus des Edgar Cayce 141

Adolf Hitlers Arier-Jesus 167

Der dunkle Jesus 173

Der schwule Jesus 173

Jesus, der Feminist 182

Der verheiratete Jesus 184

Ein unbeherrschter und gefühlloser Götterknabe namens Jesus 195

Der dimensionsreisende Jesus 205

Der zeitreisende Jesus 213

Nachwort 229

Literaturverzeichnis 233

Vorwort von Walter Jörg Langbein

Roland Horns Werk „Der andere Jesus“ könnte auch den Titel „Die anderen Jesusse“ tragen. Denn je intensiver man sich mit theologischen und populärwissenschaftlichen Versuchen, den historischen Jesus zu rekonstruieren auseinandersetzt, desto mehr „Jesusse“ entdeckt man. In der Tat: Es scheint nicht nur den einen Jesus gegeben zu haben, sondern eine ganze Reihe von „Jesussen“. Oder: Wenn man in der Literatur, beginnend mit den Evangelien, nach Jesus sucht, desto mehr und widersprüchliche Jesusbilder wird man finden.

„Wissenschaftliche“ theologische Werke, in der Regel von einer für den Laien mehr oder minder unverständlichen pseudowissenschaftlichen Sprache geprägt, interessieren im Normalfall allenfalls Studenten des Fachbereichs Theologie. Sie erscheinen, von Ausnahmen abgesehen, in kleiner Auflage und bereiten keiner Leserin und keinem Leser schlaflose Nächte. Dann gibt es sporadisch erscheinende Bestseller wie anno 1971 „Jesus in schlechter Gesellschaft“ von Adolf Holl (*1930; † 2020). Holl, anno 1954 zum katholischen Priester geweiht, 1976 vom Priesteramt suspendiert, zeigte einen Jesus, wie er in theologischer Fachliteratur bis dahin vollkommen vernachlässigten Jesus. Freilich beschreibt auch Holl, 2003 mit dem »österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik« ausgezeichnet, nur einen und nicht den Jesus.

Wer sich nun möglichst umfassend über Jesus informieren will, kann sich ein Leben lang durch gigantische Bibliotheken kämpfen, die eine schier unüberschaubare Flut von Publikationen über Jesus zu bieten haben. Ein solcher Versuch ist zum Scheitern bestimmt. Zu viele Bücher wurden über Jesus verfasst. Und die zeichnen ganz unterschiedliche Bilder diverser Jesusse.

Oder man kann sich einen Überblick verschaffen, indem man das unvoreingenommene Buch „Der andere Jesus“ liest. Roland Horn ist keiner theologischen Schule verpflichtet, er postuliert nicht einseitig ein Jesusbild von diversen. Sein Werk war längst überfällig. Es bietet einen anschaulichen Überblick und stellt nicht den Jesus dar, sondern diverse Jesusse, wie sie überliefert sind und bis heute leider kaum oder gar nicht diskutiert werden. Deshalb kann man „Der andere Jesus“ von Roland Horn nur allen wärmstens empfehlen, die wirklich am Thema Jesus interessiert sind.

Ich wünsche Roland Horns Werk viel Erfolg. Möge endlich wirklich und aufrichtig über Jesus diskutiert werden. Eine solche Diskussion ist längst überfällig, wurde aber bis heute nicht gewagt, weil jeder – ganz anders als Roland Horn – auch heute noch nur seinen eigenen, ganz persönlichen Jesus propagiert.

Mein persönliches Fazit: „Der andere Jesus“ – das wichtigste Jesus-Buch seit langer Zeit, erfreulich umfassend, erfrischend provokativ und unverzichtbar. Also mehr als einfach nur lesenswert!

Einleitung

Jesus Christus ist vermutlich die bekannteste Figur im Abendland. Er wird als Gründer der christlichen Religion angesehen und gilt in fast allen christlichen Gemeinschaften als der Erlöser der Menschheit. In der katholischen Kirche gilt die Lehre der Erbsünde, deren Folgen die Hölle – ein Ort des ewigen Schreckens – ist. „Heil“ ist also dringend geboten. Und dieses Heil liegt nur innerhalb der (katholischen) Kirche. „Kein Heil außerhalb der Kirche“ lautet immer noch der Leitspruch dieser Kirche, auch wenn die meisten Pastoren heute hier eine weitaus liberalere Sicht haben. Getauft sein muss man aber auf jeden Fall, um das Opfer des „Sohnes Gottes“, der sein Leben für die „Sünder“ gab, erhalten zu können. Damit verbunden ist natürlich die lebenslange Abgabe der Kirchensteuer an diese Religionsgemeinschaft. Ein regelmäßiger Besuch des Gottesdienstes wird auch als hilfreich angesehen. Von Nächstenliebe wird gerne gesprochen, aber in der Praxis – insbesondere in kirchlichen Vereinen – wird sie praktisch nicht praktiziert.

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Spiegel: „Corona und Weihnachten: Jesus hätte Oma nicht besucht.“

Im Dritten Reich erfanden Theologen für den Führer den arischen Jesus. Im Coronasystem postulieren Journalisten zum Weihnachtsfest einen Jesus, der sich impfen lässt und Oma an Weihnachten einsam und alleine lässt. Eine perfide Missbrauchsmentalität, die dieses „Presstituierten“ noch ein bisschen schäbiger aussehen lässt als ohnehin im System der gleichgeschalteten Merkel-Medien.

Dass gerade zu solch einem emotional stark besetzten Fest wie dem Weihnachtsfest die Gefühle der Menschen ganz bewusst ausgenutzt werden, um sie für das ideologisch „Gute“ bzw. für „gut Gehaltene“ zu gewinnen, wissen wir spätestens seit den Anstrengungen der evangelischen Reichskirche im Dritten Reich für das blonde Jesuskind in der Grippe auch noch einen wissenschaftlichen Ariernachweis zu erbringen…

„Jesus hätte sich impfen lassen“

Diese Tradition wird nun erneut aufgenommen von allen, die das Christentum als Argument für ihre Corona-Überzeugungen ins Feld führen. Und das – wen wundert es – vor allem von jenem Berufszweig, dessen im gleichgeschalteten Deutschland tätige Vertreter immer öfter als „Journalunken“ oder „Presstituierte“ bezeichnet werden.

So etwa vor einigen Wochen eine Miriam Hollstein (Selbstbeschreibung aus Twitter: „Chefreporterin Politik Funke Zentralredaktion … Global Talent. Autorin der ersten Comicbiographie über Angela Merkel. Sonntags ist #Tatort), die mit dem vollen Brustton der Überzeugung Ende November im Hinblick auf die angekündigte COVID-Impfung twitterte „Jesus hätte sich impfen lassen“ – erst der starke Widerspruch, der ihr dann auf Twitter entgegenschlug, brachte sie vermutlich dazu, den Tweet doch zu löschen. Durch die zahllosen Gegentweets existiert er freilich indirekt fort.

„Jesus und Maria waren auch alleine“

Mehr der Dummheit als der Boshaftigkeit geschuldet scheinen da Aussagen von Politikern wie Sachsen Regierungschef Kretschmer. Der MDR meldete heute morgen:

„Jesus und Maria waren am Heiligen Abend auch alleine“. Sachsens Regierungschef Kretschmer rät von Kirchenbesuchen Heiligabend ab. Auch er selbst werde wegen Corona erstmals auf den Gottesdienst verzichten. Ähnlich äußerte sich Sachsen-Anhalt Ministerpräsident Haseloff.“

„Zum Glück gibt’s den Islam“

Eine ähnliche Stellungnahme kommt von dem Spiegel-Schreiber Christian Stöcker, der zum 3. Adventswochenende die Leser des Relotius-Magazins wissen ließ: „Corona und Weihnachten: Jesus hätte Oma nicht besucht.“ (Quelle)

(Foto: ganz bewusst veröffentliche ich hier ein Foto von einem der zahllosen Besuche meines Partners und mir bei meiner Großmutter, die im gesegneten Alter von 100 Jahren verstorben ist – ein gemeinsames Weihnachtsfest war ihr immer sehr wichtig)

Ja, es ist derselbe Autor, der vor einigen Jahren das Christentum mit dem Islam verglich und in dem Artikel mit dem Titel „Zum Glück gibt’s den Islam“ zu dem Ergebnis kam: „Der Islam wird von seinen Kritikern als barbarisch dargestellt, das Christentum als aufgeklärt. Beides ist falsch. Tatsächlich waren einst die Christen die wahren Barbaren.“ Irgendwie passt seine Aussage dann ja wieder: Jesus als Barbar und Gründer eine barbarischen Religion…

„Dumm“, „anmaßend“ und „keine Ahnung“ von der Gestalt Jesu und der Geschichte des Christentums, denke ich mir da als habilitierter Theologe. Und obgleich der hl. Thomas von Aquin Dummheit als Sünde beschreibt, ist die perfide Missbrauchsmentalität, die hier zutage tritt, noch viel schlimmer und widerlicher. Oder um es auf rustikale Weise mit Rudolf Gehrig zu sagen: „Weihnachten ist die Zeit, in der Menschen, die sich das ganze Jahr über einen Scheiß um Jesus Christus kümmern, auf einmal mit krassen „Jesus hätte…“-Hypothesen um die Ecke kommen.“ (Quelle)

Zur Hölle mit Euch!

Und so hat ein Twitter-User richtig zu dem jüngst Stöcker-Elaborat bemerkt:

Es ist so verflucht schäbig Jesus für seine erbärmlichen Zwecke zu missbrauchen. Kommt ja gleich hinter „Jesus hätte sich impfen lassen„. Einfach nur abartig.“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Höchsten vielleicht wenn man sich kurz auf das üble Niveau dieser Leute begegnen möchte: „Zur Hölle mit Euch!“

 

Die Geschichte zeigt eine Schicksalsgemeinschaft auf

  • von Albrecht Künstle
  • Oft ging die Verfolgung der Juden der Christenverfolgung voraus
  • Wer Judenhass nicht entgegentritt, könnte bald selbst Opfer sein

Dieser Tage feierte der Zentralrat der Juden in Deutschland den 70. Jahrestag seiner Existenz. Er vertritt etwa die Hälfte der Juden in unserem Land, „verliert“ aber wie die Christlichen Kirchen an Mitgliedern. Im Deutschen Reich lebten 1933 noch über 500 Tsd. Juden. Heute sind es noch oder wieder 200 Tsd. Nur etwa die Hälfte gehört jüdischen Gemeinden an. Den Höhepunkt hatten diese im Jahr 2005 mit 108.289 Mitgliedern erreicht, 2019 waren es nur noch 94.771. Die Einzigen die mehr werden, und das rasant, sind die Muslime mit ihren Verbänden.

Dieser jüdische Jahrestag war für mich ein Anlass, auf die schicksalhafte Geschichte über 2.000 Jahre zurückzublicken. Juden und Christen lebten lange Zeit getrennt voneinander und oft genug gegeneinander – und wurden meist vereint geschlagen. Früher von den Alten Römern, heute lauert eine andere Gefahr.

Teil I

Ein „alter Schinken“ aus dem Jahr 1964 mit dem Titel „Vom Paradies bis Golgatha ist eines der Bücher, die das Schicksal von Juden und Christen beschreibt. Mit großem Interesse arbeitete ich es durch, das im Wesentlichen die Geschichte der „Israeliten“ nachzeichnet, zumal es mit vielen Karten aus der jeweiligen Epoche versehen ist. Der Titel ist jedoch irreführend, denn es beginnt mit Noahs Söhnen, einer nicht gerade paradiesischen Zeit. Richtig interessant wird das Buch erst nach Golgatha, wo es allerdings nur dem Titel nach endet.

Gerade die ersten Jahrhunderte der neuen Zeitrechnung, mit „n. Chr.“ abgekürzt, brachten für mich interessante Parallelen zwischen dem Leben und Schicksal der Juden und der neuen Christen an den Tag. Das Buch endet mit dem Beginn des 4. Jahrhunderts, als das Christentum unter Kaiser Konstantin sogar Staatsreligion wurde (obwohl er sich erst auf dem Totenbett taufen ließ). Anm.: Die Jahresangaben hier können von anderen Quellen aus den bekannten Gründen um bis zu fünf Jahre abweichen.

Jesus war ein waschechter Jude, und in seinen Jugendjahren im Jahr 6 n. Chr. wurde Judäa eine römische Provinz. Das riesige römische Reich war nur beherrschbar, indem die Cäsaren nicht nur Soldaten schickten, sondern auch Männer des jeweiligen Volkes als Vasallen einsetzten. Von Judäa bis Galiläa war dies der jüdische Herodes. Sie waren in der Regel Kollaborateure der Besatzungsmacht, was erklärt, dass das Volk oft gegen beide Herrschaften rebellierte.

Als Jesus zehn Jahre alt war, kam es nur zehn Kilometer von Nazareth entfernten in der Nachbarstadt Sepphoris zu einem Aufstand. Als Antwort „zerstörten die Römer die Stadt und kreuzigten zweitausend seiner jüdischen Bewohner. Die Kreuze standen kilometerweit zu beiden Seiten der Straße.“ – wie es auch beim Spartacus-Aufstand 73 v. Chr. gegen die Römer der Fall war. Dies nur nebenbei an die Adresse jener, die meinen, Jesus sei von den Juden ans Kreuz geschlagen worden. Nein, die Kreuzigung war eine „Spezialität“ der Römer, welcher hauptsächlich Juden zum Opfer fielen.

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Ostern in den Zeiten von Corona

* von Rafael Korenzecher

„Da hilft kein Zorn. Da hilft kein Spott.
Da hilft kein Weinen, hilft kein Beten.
Die Nachricht stimmt! Der Liebe Gott
ist aus der Kirche ausgetreten.“

( Erich Kästner, Neues vom Tage )

Jesus, dessen Hinrichtung am Kreuz die christliche Welt heute am Karfreitag betrauert, war — wie wir ja alle genau wissen — ein auf jüdisches Geheiß ermordeter Palästinenser oder bestenfalls und auch nur, wenn er unbedingt auf seiner jüdischen Identität bestehen sollte, ein illegaler jüdischer Siedler.

Kardinal Marx hielt noch als Vorsitzender der Bischofskonferenz Deutschland die Angst vor dem Islam und der Islamisierung unserer abendländischen Lebenswelt für überzogen, wenn nicht sogar für blanken Unsinn.

Der bisherige Chef der hiesigen nicht schlecht von der bereits zwei Jahrtausende währenden Popularität des Juden Christus lebenden katholischen Kirche wollte, dass man auf Muslime mit Entgegenkommen zugeht.
Das wäre zwar heute in der Zeit von Corona kontraindiziert und kollidierte auch schon mit der wundervollen Armlängen-Empfehlung der Kölner Ober-Bürgermeisterin Henriette Reker.

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Jesus und die Christen

Hallo Leute,

ich lese gerade das empfehlenswerte Buch “Tachach – Lehrbuch der jüdischen Bibel” , das mich tatsächlich dem von den Christen sogenanntes “Alte Testament” wieder näherbringt. Das ist auch bitter nötig, denn nach einem neulich geäußerten “Unglaubensbekenntnis” droht mir nichts anderes als die Hölle herself! Unbedarft wie ich nun mal bin, hatte ich im Rahmen eines lockeren Zweiteilers, den ich auf Facebook zum Besten gab, die Worte “Ich glaube nicht an Gott!” untergebracht. Konkret schrieb ich:

“Ich glaube nicht an Gott, ich glaub’ nicht Allah,
und ganz bestimmt auch nicht an Corona.”

Tatsächlich befürchtete ich einen Shitstorm, denn es könnte ja sein, dass die offiziellen Ansichten zum CoVid-19-Virus korrekt sind und die ergriffenen Maßnahmen tatsächlich Sinn machen. Kann man ja nicht ausschließen.

Doch niemand regte sich über meine Äußerungen über Corona auf. Nein: Das Problem war mein Unglaube! Und diesmal wurde der Dreck nicht wie üblich von christlichen Bibelfundamentalisten über mich geschüttet, sondern von einem fanatischen katholischen Bestsellerautor, der u. a. ein Buch geschrieben hat, in dem er den ab 1939 amtierenden Papst Pius XII als den “Papst, der Hitler trotzte” bezeichnet. Dieser Fanatiker, mit dem ich seit ziemlich genau 40 Jahren (zufällig eine Zahl, die in der Bibel oft sehr gern sehr wichtige Zeiträume bezeichnet) befreundet bin, oder jetzt: war , meinte, ich würde durch meinen Unglauben alle Gläubigen beleidigen und warf mir nach einem äußerst ungeschickten Versuch, mir die Worte im Mund umzudrehen, sogar vor, dass ich an Hitlers Rassenlehre glaube, um später festzustellen: “1. Roland Horn ist ein Rassist. Er glaubt an die Rassenlehre…” Im Rahmen seiner weiteren “Feststellungen” verhedderte er sich abermals und definierte den Begriff “Jude” folgendermaßen: “Ein Jude ist der, der an den Gott Israels glaubt.” Säkulare Juden haben demnach gar nicht das Recht, sich Juden nennen zu dürfen! Da stellt sich doch glatt die Frage, wer hier der Rassist, bzw. der Antisemit ist! Auf der Schulter dieses Mannes saß ein weiblicher Papagei, der meinem ehemaligen Duzfreund ständig nachplapperte, und der es sogar für notwendig hielt, mit via Facebook-Messenger noch die außerordentlich wichtige Botschaft “Du Kotzbrocken!” zukommen zu lassen.

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UFOs, Jesus und die Bibel

Buchauszug aus:

UFOs, Roswell und der letzte Vorhang: Jacques Vallée auf der Spur des UFO-Phänomens

von Roland M. Horn

Der presbyterianische Pastor und Physiker Barry H. Downing beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Wissenschaft und Religion. In seinem Buch The Bible And Flying Saucers weist er darauf hin, dass die „Gottheit” unseres Gottes durch Wesen übermittelt wurde, die wie gewöhnliche Menschen aussahen: Den Engeln. Tatsächlich haben diese, wie die Bibel berichtet, fast immer keine Flügel. Diese Engel seien von der „Auferstehungs-Welt“ gekommen und waren auch bei der Himmelfahrt Jesu anwesend. Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament seien Gruppen von Wesen aus einer anderen Welt hier gewesen, die die biblische Religion brachten.

Ich erinnere an dieser Stelle daran, dass Vallée in Messengers of Deception zu dem Ergebnis kam, dass seine „Kontrolleure aus einer anderen Dimension“ daran interessiert zu sein scheinen, Kulte zu etablieren. Downing weist darauf hin, dass „Engel“ „Botschafter“ bedeutet. Er weist daraufhin, dass unmittelbar vor seiner Himmelfahrt Jesus seine Jünger instruierte, das Evangelium (in diesem Wort versteckt sich das englische Wort „Angel“, das auf Deutsch „Engel“ bedeutet und das ist nach Downing auch im Griechischen so) in der ganzen Welt zu predigen.

Die Frage, ob UFOs existieren, hinge davon ab, ob wir von Wesen einer anderen Welt besucht worden seien. Er bringt die „Engel“ mit den Insassen einer fliegenden Untertasse in Verbindung, sagt aber, dass er nicht beweisen könne, dass es UFOs gäbe, schildert aber einige UFO-Fälle sowie Meinungen von UFO-Forschern. Downing sagt, dass, wenn es UFOs gäbe, sie auf irgendein Anti-Gravitations-Prinzip beruhten. Er beruft sich damit auf den UFO-Forscher Donald Keyhoe, der in seinem Buch „Flying Saucer Conspiracy“ von einem „Anti-G-Feld“ spricht. Auch andere Autoren glauben, dass eine solche Kraft in den UFOs wirksam ist. Wenn dies tatsächlich der Fall sei, sei die Feststellung wichtig, dass ein solches Anti-G-Feld nicht nur mit modernen UFO-Sichtungen zusammenhängt, sondern auch mit biblischen Ereignissen, wie dem Überqueren des Roten Meeres auf trockenem Boden durch die Israeliten.

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Der Tempel des Hesekiel – Wo (oder wann) stand er (oder wird er stehen)?

* von Roland M. Horn

Gegen am Ende des alttestamentlichen Buches Hesekiel findet sich eine längere Passage (ab Kapitel 40 bis Kapitel 49), in dem der Prophet Hesekiel einen Tempel gezeigt und bis aufs kleinste Detail beschrieben bekommt. In dieser recht langen Passage wird dieser Tempel aufs Genaueste beschrieben. Hesekiel wird durch die Hand Gottes aus der babylonischen Gefangenschaft in das Land Israel gebracht und entdeckt einen sehr hohen Berg und eine darauf aufgebaute Stadt in Richtung Süden. Der Zeitpunkt dieser Reise wird exakt wieder gegeben. Bei der Ankunft erblickt Hesekiel einen „Mann, anzusehen wie Erz, mit einer Schnur von Linnen in seiner Hand. Der steht mit einer Messrute am Tor. Dieser gibt Hesekiel den Auftrag, alles was er sähe, dem Volk Israel zu zeigen und beginnt mit gründlichen Messungen – das vollständige Gebäude wird dem Propheten gezeigt.

Was ist das für ein Tempel, der da vom alttestamentlichen Propheten Hesekiel so gründlich beschrieben wird und bei dessen Messung jener zuschaute? Einen Hinweis finden wir am Ende des 39. Kapitels: Dort heißt es dass Gott die „Gefangenen Jakobs“ nach Hause führen und sich des Hauses Israel erbarmen würde. Es heißt, dass Gott sie aus den Völkern zurückführen würde, folglich kann nicht die Rückführung aus der babylonischen Gefangenschaft gemeint sein, sondern eine spätere – man kann erkennen, dass es sich um die Rückführung des Volkes Israels seit Beginn der offiziellen zionistischen Bewegung im Jahr 1897 handeln muss.

Hessekiel 40-49 stellt die Theologen vor Probleme. Der Prophet kann nicht den salomonischen Tempel darstellen, weil die Abweichungen zu den Beschreibungen dieses Tempels in anderen biblischen Büchern zu groß sind. Eine Wiederherstellung des Tempels im 6. Jahrhundert. v. Chr. scheidet aus den gleichen Gründen aus. Andere sehen, dass Hesekiel ein Bild des Tempels im „tausendjährigen Friedensreiches“ nach der zukünftigen Widerkunft Jesu Christi geben soll.

Eine völlig anderes geartete Erklärung hat der Theologe und Schriftsteller Walter-Jörg Langbein anzubieten. Er fragt sich, warum dieser Tempel so gründlich vermessen werden müsse, denn schließlich war der Jerusalemer Tempel ja bis ins Detail bekannt. Warum also musste Hesekiel dem Haus Israel die genauen Messergebnisse mitteilen? Langbein spekuliert dahingehend, dass es sich bei dem Tempel des Hesekiel gar nicht um den Tempel in Jerusalem, sondern um ein ganz anderes Bauwerk gehandelt habe, in das Hesekiel von Luftschiffen, die von Außerirdischen gesteuert wurden, gebracht worden war und beruft sich dabei auf die Forschungsarbeiten des Ingenieurs Hans-Herbert Beier und des Ingenieurs Josef F. Blumrich. Langbein schließt, dass es sich bei dem Tempel in Wirklichkeit um eine technische Anlage zur Wartung von Zubringerraumschiffen handelte, die benutzt wurde, um Reparaturarbeiten etwa am atomaren Hauptantrieb des Flugkörpers vorzunehmen, mit dem Hesekiel zum Tempel gebracht wurde. Der Autor glaubt, dass in Hesekiel 10 ein solcher Reparaturvorgang beschrieben wird. (Langbein, Walter: Geheimnisse der Bibel. Berlin 1997 ( S. 68 und 69)

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Welche Beziehungen haben die Juden zur Westbank?

* von Dov Lipman, HonestReporting, 17. November 2019

Übernommen von Heplev

Am 9. September 2013 wurde bei archäologischen Arbeiten am Fuß der Südmauer des Tempelbergs in Jerusalem ein goldenes Medaillon mit einer eingearbeiteten jüdischen Menora gefunden. (Foto: Talie Mayer/AFP via Getty Images)

Welche Verbindungen haben die Juden zur Westbank und Ostjerusalem?

Wie wird das in Kritik an Israels „Besatzung“ dieser Gebiete eingearbeitet?

Und sollte Israel auf die internationalen Forderungen hören, das Gebiet einfach zu verlassen?

Was die Westbank ist (und was nicht)

Die Westbank einschließlich Jerusalems hat 2.173 Quadratmeilen zumeist bergigen Landes, das von südlich von Galiläa bis zum nördlichen Teil der Gegend am Toten Meer nördlich und südlich von Jerusalem genau mittig durch Israel verläuft; es liegt am Westufer des Jordan – daher dieser Name.

Es gibt zahlreiche Probleme mit dieser Forderung, die von der internationalen Gemeinschaft an Israel gestellt wird.

Das erste hat mit der Verwendung des Wortes „besetzt“ aus rechtlicher Sicht zu tun. Israel übernahm die Kontrolle über dieses Land während des Sechstage-Kriegs – eines Verteidigungskriegs im Juni 1967, als die Armeen aller benachbarten arabischen Länder sich zusammenrotteten um Israel anzugreifen und zu vernichten. Jordanien kontrollierte die Westbank, aber als König Husseins Streitkräfte sich dem Angriff auf den jüdischen Staat anschlossen, verjagte ihn die IDF aus dem Gebiet. Es verblieben keine jordanischen Streitkräfte auf dem Westufer (englisch: Westbank) des Jordan.

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Sind Namen Schall und Rauch? Die Herkunft von Judäa, Philistäa, Palästina und Israel

Griffin Judd, HonestReporting, 16. Juli 2019

Übernommen von Medien BackSpin – Falsches zu Nahost richtig gestellt

Das Land zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer ist Jahrtausende lang bewohnt worden, so viel ist unbestritten. Jericho, Jerusalem, Jenin und Jaffa gehören alle zu den ältesten Städten der Welt und sind seit der Zeit vor dem Jahr 2000 v.Chr. kontinuierlich besiedelt gewesen.

Aber wie so ziemlich alles andere zu diesem Land kontinuierlich ist, so ist das auch mit dem Namen der Fall. Palästinensische Historiker wie Nur Masalha und Schlüsselmitglieder der Palästinenserführung bis hinauf zu Mahmud Abbas haben behauptet, dass die Palästinenser die Nachkommen antiker Völker wie der Kanaaniter und Philister sind und dass der Name „Palästina“ dieser Verbindung entstammt.

Behält man im Kopf, dass Nationalismus, wie wir ihn verstehen, an und für sich ein Phänomen des 19. Jahrhunderts ist, lohnt es sich zu fragen, ob die palästinensischen Behauptungen wahr sind.

Kommt der Name Palästina von dem Volk oder entnahm da Volk seinen Namen dem Ort?

Die Herkunft des Namens „Palästina“

Die antiken Königreiche Israel, Judah und Philistäa

Es gibt zwei Hauptquellen für die Region, die heute unter wechselnden Bezeichnungen wie Israel, Palästina, die Levante und Kanaan bekannt ist: die Archäologie und die Bibel. Es gibt zwar Unterschiede zwischen den beiden, aber Archäologen und Historiker stimmen überein, dass das allgemeine Narrativ der Bibel stimmt: Kanaaniter herrschten in der Levante, bevor sie von den antiken Hebräern verdrängt wurden, die dann mit den Philistern kämpften, bis eindringende Imperien beide Stämme vertrieben.

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UFOs – The Final Countdown

Hallo,

nachfolgend ein Artikel aus meiner Feder. Ich hoffe, er gefällt Euch. Ich wünsche Euch viel Vergnügen und Erkenntnisse beim Lesen.


Der Papa

* Von Roland M. Horn

Cover: Roland M. Horn: Angriff aus dem Superspektrum: John A. Keel und der Stein der Weisen.

In meinen Büchern Angriff aus dem Superspektrum: John A. Keel der Stein der Weisen und UFOs, Roswell und der letzte Vorhang: Jacques Vallée auf der Spur des UFO-Phänomens beschäftige ich mich mit Keels Ultrateresstrier-These und den von Jacques Vallée angenommenen Kontrolleuren als einer anderen Dimension. Im Rahmen vor allen Dingen der letztgenannten Arbeit entdecke ich Hinweise, nach denen diese Mächte möglicherweise noch am Rande des Todes eines jeden Menschen aktiv sind. Und hat der christliche Glaube auch ein sehr zentrales Gebiet mit dem UFO-Thema gemeinsam? Der Physiker und Pfarrer Barry H. Downing jedenfalls glaubt an ein Auferstehungsuniversum, wie ich in letztgenannten Buch (s. Cover s. unten) darlege.

Downing beschäftigt sich mit biblischen Rätseln, insbesondere mit der Himmelfahrt und Wiederkunft Christi. So schreibt er:

Als Jesus in einer “Weltraum-Wolke” in den Himmel aufgenommen wurde, sagten zwei Männer “in weißen Gewändern” zu seinen Jüngern: [“Dieser Jesus, der aus Eurer Mitte in den Himmel emporgehoben worden ist, wird in derselben Weise kommen, wie ihr ihn in den Himmel habt auffahren sehen!” (Apg. 1,11; Menge-Übersetzung, Angepasst an neue RS), von RMH anstelle des Downing-Bibelzitats eingefügt)] Das Neue Testament legt nahe, dass Jesus in der Zukunft wiederkehren wird in Triumph, Herrlichkeit und Gericht. Zu dieser Zeit des Gerichts werden die Toten auferweckt und in den Himmel getragen werden. Es ist äußerst gewagt, selbst von der wissenschaftlichen Sichtweise aus, zu versuchen die Zukunft “vorherzusagen”, und sogar die empirische Philosophie ist durchaus überzeugt, dass die beste Art von wissenschaftlicher Verifikation – oder Falsifikation – auf Prophezeiungen und Enthüllungen basiert. Deshalb mag ein guter Wissenschaftler eine Mondfinsternis voraussagen können – und, wenn er ein guter Wissenschaftler ist, wird die Mondfinsternis wie vorhergesagt eintreten. Die Bibel prophezeit viele Dinge, aber im Besonderen sagt sie voraus (oder prophezeit), dass Christus in der Zukunft wiederkommen wird und dass alle Menschen vom Tode auferstehen werden, einige um erlöst und einige, um verdammt zu werden. Das Konzept der fliegenden Untertassen hilft, zu verdeutlichen, was für einige Leute wie eigenartige Glaubenslehren zu sein scheint. Im apostolischen Glaubensbekenntnis sagen Christen aus, dass sie glauben, dass Christus in den Himmel aufstieg und “von dort kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an…die Auferstehung des Körpers, und das ewige Leben.” Daher haben wir, wenn wir von Fliegenden Untertassen und der Zukunft sprechen, nicht so sehr interplanetarischen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch, als die ewige Zukunft einer jeden Person der Erdoberfläche im Sinn. Es ist wegen der ewigen Auswirkungen von Fliegenden Untertassen, dass die Idee der Fliegenden Untertassen so wichtig ist. Wenn Fliegende Untertassen Wesen von einem anderen Planeten beinhalten, die bald Kontakt mit uns aufnehmen könnten, ist dies auch wichtig. Doch wenn fliegende Untertassen Wesen aus der Auferstehungswelt beinhalten, von der die Bibel spricht und wenn die biblische Religion den Schlüssel der ewigen Existenz liefert, dann erlangen die Fliegenden Untertassen ewige Bedeutung. Die Ewigkeit könnte für manche Leute wichtiger sein als interplanetarischer Austausch.

(Downing, Barry H.: The Bible and the Flying Saucers. Bucks, 1973, S. 143)

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