- von Roland M. Horn
„Das US-Militär hat eine zweite Tranche freigegebener Dokumente über unidentifizierte Himmelsphänomene veröffentlicht“ schreibt Ingo Noack für Berlin Morgen am 22.05.2026. Die neuveröffentlichten Akten sind über das Portal WAR.GOV/UFO zugänglich und enthalten mehr als 50 Videos sowie geheime Berichte aus Sandia, die extreme Beschleunigungen und Flugmanöver ohne Triebwerkshitze dokumentieren.
Historische Sichtungen
Insgesamt wurden 222 neue Dokumente veröffentlicht, darunter ein historischer Bericht, der Informationen über eine Reihe von ungeklärten Vorfällen an einer streng geheimen Militärbasis in New Mexico bietet. Nahe der militärische Forschungs- und Entwicklungseinrichtung Sandia, die dem nationalen nuklearen Sicherheitskomplex der USA dient, wurden zwischen den Jahren 1948 und 150 insgesamt 209 UAP/UFOs verzeichnet, die als „grüne Kugeln“, „metallische Scheiben“ oder „fliegende Feuerfälle“ beschrieben werden. Zeugenberichten zufolge verhielten sich die Objekte lautlos. Diese Objekte können abrupt ihre Richtung ändern und horizontal fliegen, und folgerichtig stufen die Ermittler die Fälle damals als „vollständig ungeklärt“ ein. „Die Akten zeigen, dass Wissenschaftler der Regierung schon früh vor Rätseln standen“, schreibt Noack.
Extreme Beschleunigung
Doch nicht nur historische Aufzeichnungen wurden veröffentlicht, sondern auch modernes Bildmaterial von militärischen Aufklärungsplattformen. So zeigt das Infrarotvideo einer Drohne aus dem Jahr 2021 ein kleines kugelförmiges Objekt über Syrien, das eine extrem hohe Beschleunigung aufweist. Aus dem Stand heraus beschleunigte das Objekt übergangslos auf enorme Geschwindigkeiten, doch dabei wurde kein Überschalknall oder eine sichtbare Triebwerkshitze erzeugt.
Ein anderes Video bietet Aufnahmen eines Sensors der US-Küstenwache und zeigt ein unbekanntes, thermisch kaltes Objekt, das im Südosten der USA zunächst parallel zu einem Verkehrsflugzeug stand, dann aber exakt in einem 90-Grad-Winkel abbog. Bei bekannten Luftfahrzeugen wären strukturelle Schäden und die Freisetzung enormer G-Kräfte zu erwarten, was mit ein Grund ist, dass diese UFO-Akten intensiv von Experten analysiert werden.
Außerirdische Zivilisationen?
Weiter ist in den Unterlagen der Augenzeugenbericht eines US-amerikanischen Geheimdienstmitarbeiters zu finden, der von orangefarbene Objekten mit hellen Zentren zeugt. Diese Objekte verfolgten aktiv aufgestiegene Abfangjäger.
Unter Forschern sorgte die Freigabe dieser Berichte weltweit für Aufsehen. Der US-Kriegsminister Pete Hegseth hält diese Veröffentlichungen für relevant für die Bevölkerung und sagte in einer offiziellen Stellungnahme über die Objekte:
„Es ist an der Zeit, dass das amerikanische Volk es selbst sieht.“
Das Pentagon betonte ausdrücklich, dass es trotz allem weiterhin keine klaren Beweise für außerirdisches Leben oder hoch entwickelte, fremde Technologien gibt. Die offizielle Klassifizierung als „ungelöst“ durch die AARO erfolgte „mangels ausreichender Daten“ und diene der transparenten Aufklärung, liefere jedoch keineswegs eine endgültige Bestätigung für außerirdische Zivilisationen.
Die interne Analyse der Dokumente zeige neben der Erforschung unidentifizierter Objekte, „dass das Militär vor allem ausländische Spionagedrohnen in der Nähe sensibler Verteidigungsanlagen fürchtet“.
Fortwährende Veröffentlichung
Die US-Regierung will ihre Veröffentlichungspolitik in den kommenden Wochen fortsetzen. Die Archivare der Ministerien sollen fortgesetzt Millionen von historischen Akten prüfen. Seit dem Start der ersten Phase zeigt die offizielle Online-Datenbank immense Zugriffszahlen – und das weltweit.
„Das Interesse an den Dokumenten ist ungebrochen, da immer mehr Menschen die originalen UFO-Akten digital durchsuchen wollen. In den kommenden Tranchen erwarten Experten unter anderem die Freigabe von hochgradig sensiblen Videos, deren Offenlegung von Mitgliedern des US-Kongresses gefordert wird“,
schreibt Noack.
Der direkte Datenfluss von Behörden wie dem FBI, der NASA und dem Energieministerium wird in der Intension, weitere UFO-Akten schrittweise zu deklassifizieren, durch das PURSUE-Programm koordiniert.
Noack erkennt in der Veröffentlichung dieser UFO-Akten einen Wandel in der Informationspolitik der Vereinigten Staaten und führt weiter aus:
„Bürger und Wissenschaftler erhoffen sich von den nächsten Dokumenten weitere Erkenntnisse über diese rätselhaften Phänomene am Himmel. Die Aufarbeitung der UFO-Akten wird die Behörden noch lange Zeit beschäftigen, da die schiere Menge an Material enorm ist. Letztlich bieten diese UFO-Akten einen faszinierenden Einblick in die geheime Luftraumüberwachung der Supermacht.“

