Am Dienstag beschuldigte Mahmud Abbas Israel 50 „Holocausts“ an den Palästinensern begangen zu haben.

PA-Präsident Mahmud Abbas verursachte am Dienstag in Deutschland Empörung, als er in Berlin an der Seite von Kanzler Olaf Scholz stehend Israel beschuldigte Jahre lang „Holocausts“ an Palästinensern begangen zu haben.

Abbas antwortete auf die Frage eines Reporters zum anstehenden Jahrestag des Massakers von München vor einem halben Jahrhundert. Gefragt, ob er als Palästinenserführer plane sich bei Israel und Deutschland vor dem 50. Jahrestag für den Anschlag zu entschuldigen, antwortete Abbas stattdessen damit, dass er Anschuldigungen über von Israel seit 1947 begangene Gräueltaten anführte.

„Wenn wir in der Vergangenheit wühlen wollen, bitteschön“, sagte Abbas, der Arabisch sprach, den Reportern.

„Ich habe 50 Gemetzel, die Israel begangen hat… 50 Massaker, 50 Metzeleien, 50 Holocausts“, sagte er, wobei er sorgfältig darauf achtete das letzte Wort auf Englisch auszusprechen.

Dieser Antisemitismus und Holocaust-Trivialisierung ist für Abbas kaum anormal. Er hat eine lange Geschichte unmissverständlich antisemitische Äußerungen von sich zu geben – dennoch wird er immer noch als respektierter Staatsmann betrachtet, der in westliche Hauptstädte reist.

Die Tatsache, dass er diesen Hass ausgoss, als er eine Frage über eine Entschuldigung für das Münchener Olympia-Massaker von 1972 beantwortete, ist vielsagend, denn es war Mahmud Abbas höchstselbst, der diese Operation finanzierte.

Abbas‘ Antisemitismus reicht Jahrzehnte zurück. Seine Doktorarbeit, die er zu einem Buch machte („Die andere Seite: Die geheimen Beziehungen zwischen Nationalsozialismus und der Führung der zionistischen Bewegung“) sagt, es sei ein „Mythos“ und eine „fantastische Lüge“, dass sechs Millionen Juden im Holocaust ermordet wurden. Und größtenteils seien Juden dafür verantwortlich gewesen, dass die Juden getötet wurden: „Die zionistische Bewegung führte eine breit angelegte Kampagne der Hetze gegen die unter Nazi-Herrschaft lebenden Juden, um den Hass der Regierung gegen sie zu wecken.“ Er verglich auch Juden mit Nazis, indem er sagte: „Wir stellen fest, dass Zivilisten an die Reinheit der jüdischen Rasse glauben, wie Hitler an die Reinheit der arischen Rasse glaubte.“

Um das Ganze abzurunden, zitierte er einen Holocaust-Leugner, der sagt, die Gaskammern seien ein Märchen.

2015 verbreitete Abbas Antisemitismus und Aufstachelung zu Gewalt. Er sagte: „Die Al-Aqsa-Moschee und die Grabeskirche gehören uns. Sie sind komplett unser und Juden haben kein Recht sie mit ihren dreckigen Füßen zu beschmutzen. Wir werden ihnen nicht erlauben das zu tun und wir werden alles tun, was wir können, um Jerusalem zu beschützen.“

Zwei Wochen, nachdem er zum Schutz Jerusalems mit allen Mitteln aufrief, brach die „Messer-Intifada“ aus, angeblich um Jerusalem gegen die Juden zu verteidigen. Und zum ersten Jahrestag der Rede erfasste eine weitere Terrorwelle Israel.

2018 deutete Abbas an, dass Juden, die sich in Europa der Auslöschung gegenüber sahen, es vorzogen dort zu bleiben, statt nach Israel auszuwandern. „Die Juden wollten trotz Mord und Gemetzel nicht auswandern. Selbst während des Holocaust wanderten sie nicht aus.“ In der Realität waren hunderttausende nicht in der Lage auszuwandern, weil Abbas‘ arabische Landsleute Großbritannien unter Druck setzten, fast alle jüdische Zuwanderung abzublocken. Das ist ein besonders abscheuliches Beispiel das Opfer verantwortlich zu machen – aber nicht einmal annähernd das Schlimmste.

Abbas erfand in einer Rede puren Hasses 2018 eine neue Rechtfertigung für den Holocaust. Er sagte einem Publikum aus PLO-Mitgliedern, dass die Juden Europas den Holocaust selbst über sich gebracht hatten, aufgrund von Wucher, Bankwesen und ihrer „sozialen Funktion“. Er sagte auch, die Juden würden von den Chasaren abstammen und Israel sei ein rein europäisches Kolonialprojekt, das nichts mit jüdischer Geschichte zu tun habe.

Darüber hinaus machte er die Juden für ihre Verfolgung die Jahrhunderte hindurch selbst verantwortlich: „Vom 11. Jahrhundert bis zum Holocaust, der in Deutschland stattfand, wurden die Juden – die nach West- und Osteuropa zogen – alle 10 bis 15 Jahre einem Massaker unterzogen. Aber warum geschah das? … Das Judenproblem, das in allen europäischen Ländern weit verbreitet war … hatte seinen Grund nicht in ihrer Religion, sondern vielmehr in ihrer sozialen Rolle, die mit Wucher und Bankgeschäften zu tun hatte.“

2016 sagte Abbas, als er vor dem Europaparlament sprach: „Vor nur einer Woche hat eine Reihe Rabbiner angekündigt und eine klare Ansage mit der Forderung gemacht, dass ihre Regierung das Wasser vergiften soll, um die Palästinenser zu töten.“ Nach einem Aufschrei zog er diese Äußerung zurück1Diese eine ja – aber jede Menge andere Lügen NICHT [Anmerkung des Übersetzers] – und heute scheint sich niemand mehr an diese Blutschuldlüge zu erinnern.

Früher in diesem Jahr sagte er: „Der Christ ist der Bruder des Muslim. Sie feiern zusammen, leiden zusammen, leben zusammen, arbeiten zusammen und kämpfen zusammen gegen ihren Feind.“ Was heißt: Der Jude ist der Feind.

Das ist ein durchgängiges Antisemitismus-Muster. Diese Worte sind keine Irrtümer oder Fehler – es ist das, was Mahmud Abbas glaubt.

Unweigerlich wird Abbas, weil Deutschland wegen seiner jüngsten ungeheuerlichen Aussage in Aufruhr ist, eine durch und durch künstliche Entschuldigung ausgeben, in der er behauptet, er habe nichts gegen Juden; und die Medien und die Führer der Welt werden ihm das durchgehen lassen – wie sie es bei jedem einzelnen früheren Mal auch gemacht haben.