Der Loveland-Frosch

Buchauszug aus:

Roland M. Horn:

Rätselhafte & Phantastische Spuren des Lebens:

Von Vampiren, Mottenmännern, Seeschlangen, Geisterhunden, Yetis, Drachen und Chupacabras

Bleiben wir bei den quakenden Rätseln und wenden uns dem sogenannten Loveland-Frosch zu, der 1972 in Ohio gesehen wurde. Ein Polizist entdeckte das Tier am 3. Mai in der Nähe von Loveland, Ohio, im Scheinwerferlicht. Der „Frosch“ war zwischen einem und anderthalb Metern groß und hatte eine ledrige Haut. Das Gesicht war froschähnlich, daher erhielt das Tier seinen Namen. Es wies jedoch auch Ähnlichkeiten mit einer Eidechse auf. Das Tier – was immer es war – sah den Polizisten einige Sekunden lang an und sprang dann über die Leitplanken der Straße ans Ufer des Little Miami River, in dem es untertauchte.

Vierzehn Tage später sah ihn ein anderer Polizist an der gleichen Straße.

Berichte über einen großen Frosch, der in jenem Fluss lebt, gehen bis in die fünfziger Jahre zurück.

1985 berichteten zwei Jungen, sie hätten einen Frosch gesehen, der so groß wie ein Hund war.

Handelte es sich um einen Leguan? Ein solches Tier kann bis zu zwei Meter lang werden. Der Leguan lebt hauptsächlich in Mittelamerika und im Norden Südamerikas. Doch könnte er auch im weitaus nördlicher gelegenen und kälteren Ohio überleben? Dazu kommt, dass die in Nordamerika vorkommenden Leguane nur einige Zentimeter lang sind.

Eine andere Erklärung wäre ein Nil-Waran. Tatsächlich wurden einige Exemplare dieser Tiere in den USA gefunden und identifiziert. Diese Tiere leben in der Nähe von Wasser und können über Bäume klettern. Colin und Janet Bord halten diese These für die wahrscheinlichste Erklärung, obwohl dieses Tier im Amerika recht selten vorkommt und es einige Widersprüchlichkeiten in der Beschreibung gibt, wie sie einschränkend anmerken.1Bord, Janet und Bord Colin: Geheimnisse des 20. Jahrhunderts. Bayreuth 1989, S. 276

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