Ein offener Brief an Facebook-Freunde, die Bernie Sanders unterstützen

Sie stimmen nicht nur für “Free College”.

* von Danusha V. Goska

(übersetzt durch Roland M. Horn)

Liebe Facebook-Freunde,

Mark, Du hast mir Lehrmaterialien geschickt, in denen du darauf bestanden hast, dass Bernie Sanders ein Sozialist und keine Kommunist ist. Kommunisten sind schlecht; Sozialisten sind gut. Sie haben nichts dagegen einzuwenden, dass drei Ihrer Freunde mich als Antisemiten bezeichneten, weil ich Bernie Sanders nicht unterstütze. Ja, derselbe Bernie Sanders, der den Antisemiten Ilhan Omar als “einen der größten Menschen, die ich kenne” bezeichnete, ist plötzlich der Aushängeschild der jüdischen Identität.

John, Sie haben ein Mem mit einem Zitat von Harry Truman veröffentlicht, in dem es heißt: “‘Sozialismus’ ist ein Schreckenswort, das sie bei jedem Fortschritt, den die Menschen in den letzten 20 Jahren gemacht haben, hinausgeschrieen haben.” Jeder, der Bernie Sanders kritisiert, ist Teil eines rückständigen “man”, das dem Fortschritt im Wege steht.

Wir Kritiker Sanders’ sind Karikaturen von Senator Joseph McCarthy. Wir versuchen, eine neue Hexenjagd im Stil der 1950er Jahre zu starten, indem wir fälschlicherweise die Bürger beschuldigen, Kommunisten zu sein, Paranoia schüren, Karrieren ruinieren und Unschuldige auf den elektrischen Stuhl schicken.

Oder wir sind Marionetten der Firma, die privilegierte Elite, die auf Haufen von unrechtmäßigen Gewinnen thront, das zweifellos von Vorfahren geerbt wurde, die Sklavenhalter und Vergewaltiger der Erde waren. Wir sind gierig. Wir sind aufgeblähte fette Katzen, die den Reichtum der Welt in unseren geballten Fäusten horten.

Manchmal stereotypisieren Bernies Kumpels Sanders Kritiker als Kriegstreiber. Wir sind Charaktere aus Dr. Strangelove. Wir bereiten uns gerade auf einen Kampf vor und wollen mit erhobenen Fäusten ein paar Russen schlagen.

Manchmal ziehst Du uns Jeans-Overalls an, setzt uns einen Strohhut auf den Kopf und einen Grashalm zwischen unsere Lippen. Wir sind Bauerntölpel, Lumpen-Proletariat, Fake-News-Süchtige.Wir sind gehirngewaschen und sonst ungewaschen, primitive Bauerntölpel. Wir sind die Massen, die gegen unsere eigenen Interessen stimmen. Sanders selbst gab diese Linie wieder. Jeder, der seinen Sozialismus kritisiert, ist ein Opfer der “enormen politischen Ignoranz in diesem Land, die von den Schulen und den Medien geschaffen wurde”, schrieb er.

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Israel wählt

* von Rafael Korenzecher

Im April dieses Jahres war es Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trotz seiner einer Mehrheit und des Wahlsieges über seinen Widersacher Benny Gantz nicht gelungen, erneut eine Regierung zu bilden. Daher wählt Israel heute zum zweiten Mal binnen fünf Monaten ein neues Parlament.

Besonders in den letzten Tagen läuft daher die hiesige Propaganda-Maschinerie, besonders unserer öffentlich- rechtlichen Israel-Dämonisierungs-Medien und der übrigen einschlägig bekannten Journaille auf Hochtouren.

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Mein Problem mit Grün, Rot, Braun

Ich bin ja froh, dass ich in meinem Beitrag Mein Problem mit Rechts und Links ausdrücklich darauf hingewiesen habe, dass ich nur in extrem seltenen Ausnahmefällen für Enteignungen bin, aber keinesfalls für die von Immobilien, denn jüngst trat der Messias der Grünen und sonstigen Verblendeten, Robert Habeck, auf den Plan und forderte genau das: Enteignungen von Mietwohnungen! Während die Grünen vor wenigen Wochen noch dafür gelobt wurden, dass sich sie sich der Mitte des politischen Spektrums zuwendete, kommt deren Guru jetzt mit einem Vorschlag aus dem tiefen Sozialismus – oder sollte man nicht sogar sagen – Kommunismus? – um die Ecke. Da schreibt Benedict Neff am 08.04.2019 für die Neue Züricher Zeitung:

 

„Am Samstag sind in Berlin Zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen den ‚Mietenwahnsinn‘ zu demonstrieren. Gleichzeitig hat die Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative begonnen, die Immobilienfirmen enteignen will. Betroffen wären Grossvermieter mit über 3000 Wohnungen. Hauptadressat der Initiative ist die Immobilienfirma Deutsche Wohnen, die in Berlin 110 000 Wohnungen bewirtschaftet. So heisst die Initiative denn auch ‚Deutsche Wohnen & Co. enteignen‘. Würde sie realisiert, würden auf einen Schlag 250 000 private Wohnungen verstaatlicht werden. Allein die Vorstellung scheint einige linke Politiker in einen Rauschzustand zu versetzen.“ (Rechtschreibung „Schweizer Hochdeutsch“ wurde beibehalten)

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