Nemo, Gewinner/in des Eurovision Song Contest (ESC) 2024, bleibt seiner/ihrer israelfeindlichen Haltung treu. Schon während des Wettbewerbs hatte Nemo sich durch Statements und Verhalten klar gegen Israel positioniert und sich stattdessen lieber mit der fürchterlichen irischen „Sängerin“ Bambie Thug angefreundet.

Kürzlich wurde ja bekanntgegeben, dass Israel beim ESC 2026 mitmachen darf. Das hat schon zu Rückziehern geführt; Irland, Spanien, die Niederlande, Slowenien und neuerdings auch Island werden von einer Teilnahme absehen. Kein großer Verlust in meinen Augen.

Letzte Woche nun hat Nemo verkündet, er/sie/es wolle die ESC-Trophäe zurückschicken, weil Israel 2026 am Gesangswettbewerb teilnehmen wird. „Es geht um die Tatsache, dass der Wettbewerb wiederholt dazu benutzt wurde, um das Image eines Staates aufzubessern, dem schweres Fehlverhalten vorgeworfen wird.“ Nemo beruft sich dabei auf den Vorwurf des Völkermords, den Israel im Gazastreifen angeblich begangen hat. „Wenn die Werte, die wir auf der Bühne feiern, nicht abseits der Bühne gelebt werden, werden selbst die schönsten Lieder bedeutungslos.“

Ich glaube allerdings eher, dass Nemo Aufmerksamkeit braucht. Seine/ihre Gesangskarriere hat sich wohl trotz des ESC-Sieges nicht so steil entwickelt wie erwartet, und da ist in der Regel jedes Mittel recht, um die eigenen Verkaufszahlen oder wenigstens die Popularität zu fördern.

Hoffentlich geht die Trophäe auf dem Postweg nicht kaputt – es wäre ja nicht die erste, die Nemo zerdeppert.

P. S. Sicher werden auch andere ehemalige ESC-Sieger/innen beschließen, ihren Pokal zurückzuschicken. Als erster dabei ist Charlie McGettigan aus Irland, der offenbar 1994 gewonnen hat. Wer erinnert sich an ihn oder an sein Lied? Ich jedenfalls nicht.

Wenn das um sich greift, kann am Ende jede/r Teilnehmer/in des ESC 2026 so eine schicke Trophäe bekommen wie bei Kinderturnieren, an denen alle Mitmachenden eine Medaille erhalten. 🙂

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Anima Chutzpanit in der Schweiz geboren, machte eine Ausbildung zur Primarschullehrerin, erhielt das Übersetzerdiplom DOZ, trat zum Judentum über, heiratete und machte Aliyah (Einwanderung nach Israel). Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei Kindern und vielen Katzen in Südisrael. Sie betreibt den Blog Kinder, Katzen und Kakteen.

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