Während im Iran die Bevölkerung, allen voran die Frauen, auf die Straße geht und – endlich! – gegen das Mullah-Regime aufbegehrt, bleiben die Aktivisten in Europa und Amerika lieber in ihren warmen Stuben. Es gibt keine Proteste oder Demonstrationen zur Unterstützung des iranischen Volkes oder gar gegen die Schreckensherrschaft des iranischen Regimes.

Warum?

Wo sind denn jetzt all die selbsternannten „Aktivisten“? Ist Protestieren nur interessant, wenn es um „Palästina“ geht? Ist es nur wichtig, wenn man Israel anklagen kann?

Offensichtlich, denn sonst würden sich viel mehr Menschen zum iranischen Volk bekennen und ihm ihre Unterstützung zusagen. Und Unterstützung ist nötig, denn das iranische Regime versucht, die Reformbewegung brutal niederzuschlagen. Über die Zahl der Toten und Verletzten ist nicht viel bekannt, denn das Regime versteht es sehr gut, die Informationen, die nach außen dringen, zu kontrollieren und zu zensieren. Proteste und Demonstrationen in Europa und Amerika könnten auch die Regierungen der entsprechenden Länder dazu bringen, Druck aufzubauen und damit mitzuhelfen, das Mullah-Regime zu stürzen und den Iran wieder freier werden zu lassen. Es heißt, der „Oberste Führer“ Khamenei habe Fluchtpläne und wolle sich, wenn die Lage für ihn und seine engsten Vertrauten zu brenzlig wird, nach Russland absetzen. Dort wäre er ja dann mit Bashar al-Assad in guter Gesellschaft.

Der Iran war vor dem Sturz des Schahs ein durchaus westlich orientiertes Land, das (unter anderem) mit Israel gute Beziehungen pflegte. Ich kenne mehrere Menschen, die seinerzeit regelmäßig für ihren Job zwischen Israel und dem Iran hin- und herreisten. Sie berichten, dass Teheran Tel Aviv damals sehr ähnlich war.

Das iranische Volk braucht unsere Unterstützung, und sei es nur aus der Ferne. Möge das Land frei werden von den Unterdrückern, den Islamisten und der Sharia.

Nach wie vor befindet sich der ermordete Ran Gvili in Gaza. Vergiss ihn nicht!

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Anima Chutzpanit in der Schweiz geboren, machte eine Ausbildung zur Primarschullehrerin, erhielt das Übersetzerdiplom DOZ, trat zum Judentum über, heiratete und machte Aliyah (Einwanderung nach Israel). Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei Kindern und vielen Katzen in Südisrael. Sie betreibt den Blog Kinder, Katzen und Kakteen.

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