Buchauszug aus: Roland M. Horn: Gottes Rückkehr: Warum Wissenschaft ohne Gott nicht funktioniert. Omnivers Verlag, Zürich 2026
- von Roland M. Horn
(zum Beitragsbild oben: Der Archaeopteryx, (Exemplar des Field Museums Chicago) der 1861 – zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Darwins Über die Entstehung der Arten – erstmals beschrieben wurde, gilt bis heute als Paradebeispiel einer Übergangsform von Dinosauriern zu Vögeln. Wirklich überzeugende Übergangsformen können die Evolutionsbiologen bis heute keine vorweisen. Gemeinfrei.)
Von den Zeugen Jehovas kann man halten, was man will, aber zum Thema Evolution haben sie in ihrem bereits erwähnten Buch Das Leben – wie ist es entstanden? eine wahre Fundgrube an wertvollen Zitaten zum Thema Evolution zusammengestellt. Interessant sind dort auch (kritische) Zitate von Befürwortern der Evolutionstheorie. So heißt es im Wissenschaftsmagazin Discover:
„Die Evolution … wird nicht nur von Fundamentalisten angegriffen, sondern auch von namhaften Wissenschaftlern in Frage gestellt. Unter Paläontologen – Wissenschaftlern, die sich mit dem Studium des Fossilberichts befassen – denkt man zunehmend anders.“1
Hitching sagte:
„Gemessen an der Anerkennung, die der Darwinismus als das große allumfassende Prinzip der Biologie gefunden hat, ist er nach eineinviertel Jahrhunderten in überraschend große Schwierigkeiten geraten.“2
Wie „Die Zeugen“ weiter schreiben, heißt es in einem Bericht über eine „bedeutende Konferenz in Chicago (Illinois, USA), an der rund 150 Evolutionsforscher teilnahmen“:
„Auf dem Gebiet der Evolution] vollzieht sich die ausgedehnteste umwälzendste Revolution der letzten 50 Jahre. … Der exakte Ablauf der Evolution ist heute unter Biologen Gegenstand einer heftigen Kontroverse. … Eine Klärung der umstrittenen Fragen war nicht in Sicht.“3
Der US-amerikanische Paläontologe und Vertreter der Evolutionstheorie Niles Eldredge wird mit folgenden Worten zitiert:
„Die Gemüter erregen sich wegen des Zweifels, der die voreilige dünkelhafte Selbstsicherheit unterwandert hat, die der Evolutionsbiologie in den letzten 20 Jahren anhaftete.“
Er habe weiter von einem „Mangel an Übereinstimmung innerhalb der im Streit liegenden Lager“ gesprochen sowie davon, dass es jetzt „zu einem regelrechten Aufruhr gekommen ist … Gelegentlich hat es den Anschein, als gäbe es über jedes [evolutionäre] Thema genau so viel Ansichten, wie es Biologen gibt.“4
Der Journalist Christopher Booker, ebenfalls Vertreter der Evolutionstheorie, schrieb in der Londoner Times:
„Die Theorie war wunderbar einfach und verlockend. Das einzige Problem, dessen Darwin sich zumindest zum Teil bewusst war, bestand darin, dass sie voller riesiger Lücken war.„
Über Darwins Buch Die Entstehung der Arten sagte er:
„„Wir begegnen hier der höchst paradoxen Situation, dass in einem Buch, das wegen der Erklärung der Entstehung der Arten berühmt geworden ist, in Wirklichkeit nichts dergleichen zu finden ist.„
Weiter sagte Booker:
„Ein Jahrhundert nach Darwins Tod haben wir nach wie vor nicht die geringste plausible Erklärung dafür, wie die Evolution wirklich vor sich ging – und in den letzten Jahren hat dies zu einer außergewöhnlichen Reihe von Auseinandersetzungen über den gesamten Fragekomplex geführt. … Unter den Evolutionisten selbst herrscht beinahe ein offener Krieg, wobei jede [evolutionäre] Richtung auf einige neue Abwandlungen drängt“,
um schließlich zu folgendem Schluss zu kommen:
„Wie und warum sie in Wirklichkeit stattfand, davon haben wir nicht die leiseste Ahnung, und wir werden sie vermutlich nie haben.“5
Hitchings blies ins gleiche Horn, als er sagte:
„Hinsichtlich der Evolution brachen Fehden aus … Tiefverwurzelte Standpunkte – Pro und Kontra – wurden herausgestellt und auf beiden Seiten eröffnete man ein Granatfeuer von Beschimpfungen.“
Seiner Meinung nach handelte es sich um einen akademischen Streit weitreichenden Ausmaßes, „möglicherweise um einen, wie sie in der Wissenschaft dann entstehen, wenn ziemlich plötzlich eine über lange Zeit vertretene Theorie aufgrund der Übermacht von Beweisen verworfen wird und eine neue an ihre Stelle tritt.“6
Weiter berichtet die britische Zeitschrift New Scientist, dass „eine zunehmende Anzahl von Wissenschaftlern, insbesondere eine wachsende Anzahl Evolutionisten, … behauptet, dass die Abstammungslehre Darwins überhaupt keine streng wissenschaftliche Theorie ist … Viele der Kritiker sind Träger höchster akademischer Grade.“7[7]
Weiter beschäftigen sich die Autoren von Das Leben – wie ist es entstanden? mit den Schwierigkeiten bei der Deutung des Fossilberichts. Hierzu zitieren sie aus dem Bulletin des Naturwissenschaftlichen Museums von Chicago:
„Darwins [Evolutions-]Theorie ist stets eng mit den Fossilienbeweisen verknüpft worden und vermutlich wird gemeinhin angenommen, die Fossilien hätten einen bedeutenden Anteil in der allgemeinen Beweisführung zugunsten darwinscher Interpretationen der Entwicklungsgeschichte. Genaugenommen trifft das bedauerlicherweise nicht zu.„
Warum nicht, verrät uns das Bulletin auch. Dort heißt es, dass Darwin „aufgrund des Fossilberichts in Verlegenheit geriet, weil dieser nicht so ausfiel, wie er annahm … Das Zeugnis der Gesteine lieferte weder damals, noch liefert es heute eine feinabgestufte, langsam fortschreitende Entwicklungsreihe.“ Heute gibt es, wie das Bulletin erklärt, „sogar weniger Beispiele für evolutive Übergänge als zur Zeit Darwins.“8
Der US-amerikanische Paläontologe und Evolutionsbiologe Steven M. Stanley sagte gar, dass die „Fossilurkunden keinen einzigen überzeugenden Beleg für den Übergang einer Art in eine andere liefern.“ Und weiter sagte er:
„Die Fossilüberlieferung hat, soweit bekannt, der Idee … [einer langsamen Entwicklung] von jeher widersprochen.„9
Und der bereits erwähnte Niles Eldredge stellte fest:
„Das Muster, nach dem nun seit 120 Jahren gesucht wird, existiert nicht.„10
Anstatt aber die Evolutionstheorie endlich in Frage zu stellen, passte man die Theorie an und plötzlich waren auch schnellere Entwicklungen denkbar. So ließ die Zeitschrift Science Digest verlauten:
„Einige Wissenschaftler sind sogar von schnelleren evolutiven Veränderungen überzeugt und beschäftigen sich ganz ernsthaft mit Theorien, die einst nur in Zukunftsromanen vorkamen.„11
Diese schnelleren evolutionären Veränderungen sollen ziemlich rasant vor sich gegangen sein, denn in The World Book Encyclopedia heißt es:
„Viele Biologen meinen, neue Arten könnten durch plötzliche, drastische Veränderungen in den Genen erzeugt werden.„12
Fußnoten:
- Gorman, James: The Tortoise or the Hare? Discover, Oktober 1980, zit. n. Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft: Das Leben – Wie ist es entstanden? Selters 1985, S. 15 ↩︎
- Hitching, Francis: The Neck of the Giraffe 1992, S. 12, zit. n. Das Leben, wie ist es entstanden? S. 15 ↩︎
- Rensberger, Boyce: Macroevolution Theory Stirs Hottest Debate Since Darwin. The Enterprise, Riverside, Kalifornien, 14.11.1980, S, E9. Levin Roger: Evolutionary Theory under Fire. Science, 21.11.1980, S. 883-887, nach Das Leben …, S. 15 ↩︎
- Zit. n. Eldredge, Niles: Evolutionary Housecleaning. Natural History. Febr. 1982, S. 78, 81, n. Das Leben …“ S. 15f ↩︎
- Zit n. Booker, Christopher: The Evolution of a Theory. The Star, Johannesburg, 20.04.1982, S. 19. n. Das Leben …, S. 16, Hervorhebung im zweiten Zitat durch Das Leben … ↩︎
- Hitching 1892, S. 7, 8, zit. n. Das Leben …, S. 16f ↩︎
- Hitching, Francis: The Neck of the Giraffe 1892, S. 7, 8, zit. n. Das Leben …, S. 16f ↩︎
- Raup, David M.: Conflicts between Darwin and Paleontology. Field Museum of Natural History Bulletin. Chicago, Jan. 1979, S. 22, 23, 25, n. Das Leben …, S. 19f ↩︎
- Stanley, Steven M.: Der neue Fahrplan der Evolution, 1983, S. 88, n. Das Leben… 1985…, S. 21 ↩︎
- Rensberger, Boyes: The Enterprise, S. 14. November 1980, S. E9, n. Das Leben … 1985, S. 21 ↩︎
- Gliedman, John: Miracle Mutations. Science Digest. Febr. 1982, S. 92, zit n. Das Leben … 1985, S. 21 ↩︎
- The World Book Encyclopedia. 1982, Bd. 6, S. 335; zit. n. Das Leben … 1985, S. 22 ↩︎

