• von Roland M. Horn

Auf der Grundlage eines JNS-Artikels von Josh Hasten auf schreibt Israel heute am 1. Mai 2026, dass der Knesset-Abgeordnete Ohad Tal erklärt, dass die Anwendung israelischer Souveränität die einzige tragfähige Lösung zur Stabilisierung der Region sei.

Am 28. März 2026 haben, wie verlautet, öffentliche, nicht zur Verfügung stehende bestimmte Aussagen des israelischen Außenministers Gideon Sa’ar reagiert, denen zufolge Jerusalem „zumindest in den kommenden Monaten“ keine Anwendung der Souveränität über Judäa und Samaria (der sog. Westbank) treffen werde. Diese Aussage wurde wohl vor dem Hintergrund des Widerstands von US-Präsident Donald Trump getroffen.

Sa’ar räumte während einer von den American Friends of Likud organisierten Zoom-Briefing American Friends of Likud, ein paar Tage früher in jener Woche den Widerstand des US-Präsidenten ein:

„Die Umsetzung der Souveränität können wir nur in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten von Amerika vornehmen.“

Ohad Tal, Korsett-Abgeordneter der Religiös-Zionistischen Partei reagiert aus diese Aussagen und erklärte gegenüber JNS, dass „die Anwendung israelischer Souveränität in Judäa und Samaria der moralisch und biblisch richtige Weg sei und die einzige tragfähige Lösung darstelle, um die Region zu stabilisieren und eine bessere Zukunft für alle – Juden wie Araber – zu gewährleisten“. Im Wortlaut sagte Tal:

„Schon heute sehen wir amerikanische Unterstützung für die Schritte, die wir unternehmen, um de facto Souveränität vor Ort zu etablieren“,

und verlieh seiner Überzeugung Ausdruck, dass Trump zustimmen und auch die Anwendung der Souveränität de jure unterstützen werde, wenn der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu „die Fakten klar und zum richtigen Zeitpunkt darlege.“.

Yoram Ettinger, einst Minister für Kongressangelegenheiten an der israelischen Botschaft in Washington und Experte für die Beziehungen zwischen den USA und Israel, erklärte gegenüber JNS, dass Israel auf öffentliche Erklärungen verzichten und stattdessen die israelische Präsenz in Judäa und Samaria durch verstärkten Wohnungsausbau schaffen solle, wobei er einräumte, das es nicht einfach sein werde, die Unterstützung der USA für die Souveränität zu gewinnen. So schlug er vor, gegenüber amerikanischen Entscheidungsträgern von Trump abwärts, die positiven Auswirkungen der israelischen Kontrolle über Judäa und Samaria hervorzuheben und gleichzeitig die Gefahren eines palästinensischen Staates zu verdeutlichen. Im Wortlaut sagte er:

„Ein palästinensischer Staat würde die regionale Stabilität sowie wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen der USA erheblich untergraben.“

Ein solcher Staat würde das haschemitische Königreich Jordanien destabilisieren sowie eine Kettenreaktion auslösen, die islamistischen Terror in ölproduzierden und dem Westen nicht negativ gegenüber stehende Staaten wie Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und Oman tragen und globale Handelsrouten gefährden könnten.

Die Kontrolle über das Bergland von Judäa und Samaria stellt, wie er betont eine entscheidende Verteidigungslinie dar, und zwar nicht nur für Israel, sondern sie läge als Abschreckung gegen Terror und Krieg auch im Interesse der USA.

Die von Yehudit Katsover und Nadia Matar geleitete Souveränitätsbewegung erklärte gegenüber JNS, dass sie weiterhin die Anwendung israelischer Souveränität in Judäa uns Samaria vorantreiben werde. Der Bewegung zufolge ist Trump zwar ein echter Freund Israels, doch die Entscheidungen über die Zukunft des Staates Israels lägen ausschließlich bei der israelischen Regierung: „Solche Entscheidungen würden in Jerusalem getroffen – und nirgendwo sonst“.

„Die israelische Öffentlichkeit erwartet entschlossene Führung: Souveränität, Stabilität und Regierungsfähigkeit. Ohne Souveränität in Judäa und Samaria wird es auch im Negev oder in Galiläa keine effektive Regierungsführung geben“,

ließ die Bewegung verlauteten, die weiter warnte, dass israelisches Zögern illegale Landnahmen fördere und die Souveränität im gesamten Land untergrabe, denn „Schwäche erzeugt Druck; Entschlossenheit schafft Realität“. Die Bewegung betonte weiter, dass die Regierung diese Entscheidung nicht auf Dauer vermeiden können werde, da die Anwendung der Souveränität über alle Teile des Landes eine nationale Notwendigkeit sei. Weiter hieß es:

„Das ewige Volk fürchtet keinen vorübergehenden Druck und erwartet von Ministerpräsident und Außenminister, standhaft zu bleiben und den Weg zur Souveränität zu führen.“

Souveränität an Ort und Stelle

Der Gründer von Israel365 Action – einer neuen Partei innerhalb der Zionistischen Weltorganisation zur Unterstützung der Souveränität, Rabbi Tuly Weisz, erklärte gegenüber JNS, dass Sa’ar Trump – er bezeichnete diesen als großen Verbündeten Israels – keinesfalls öffentlich brüskieren wolle. Weisz:

„Wichtiger als formelle Erklärungen sind jedoch die konkreten Schritte zur Souveränität, die täglich vor Ort durch die Politik der israelischen Regierung vorangetrieben werden.“

Der Moderator der Pulse of Israel Show und CEO der 12Tribe Films Foundation, Avi Abelow, stellte klar, dass Sa’ars Aussagen zeigten, dass es dem jüdischen Staat bisher nicht gelungen sei, die Souveränität als gemeinsames strategisches Ziel mit seinem wichtigsten Verbündeten darzustellen. Weiter erklärte Abelow, dass Trump sich nie strikt an die traditionelle diplomatische Denkweise gehalten habe, die die Politik der USA im Nahen Osten jahrzehntelang geprägt hatte, sondern vielmehr auf Stärke, Klarheit und Engnisse regiere, um weiter darauf hinzuweisen, dass Trump häufig die Formel „Dem Sieger gehört die Beute“ verwendet.

Seiner Meinung nach soll Israel genau in dieser Sprache argumentieren sollte – nicht zögerlich, sondern mit klarer Ausrichtung. Abelow:

„Diese Ausrichtung muss klar benannt werden.“

und

„Die Anwendung israelischer Souveränität in Judäa und Samaria liegt im besten strategischen Interesse der Vereinigten Staaten.“

Die Alternative, nämlich palästinensische Selbstverwaltung sei seit über 30 Jahren gescheitert und die Fortsetzung des Status Quo verlängere lediglich die Instabilität. Die Ereignisse vom 7. Oktober 2023 haben, wie Abelow erklärt, die letzten Illusionen über das Terrornetzwerk gegen Israel zerstört;

„Das ist kein lokaler Konflikt, sondern Teil eines umfassenderen ideologischen Dschihad, der direkt mit amerikanischen Sicherheitsinteressen verknüpft ist.“

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