Gestern Abend fand das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest in Wien statt. Normalerweise sehe ich mir nur das große Finale an, aber dieses Jahr fällt das durch eine Terminkollision flach – und ich möchte halt trotzdem wissen, wer/was da so auftritt.

Folgende Länder traten an: Moldawien, Schweden, Kroatien, Griechenland, Portugal, Georgien, Italien, Finnland, Montenegro, Estland, Israel, Deutschland, Belgien, Litauen, San Marino, Polen und Serbien.

Ich muss ehrlich sagen, dass keines der Lieder mich so wirklich vom Hocker gerissen hat. Mehrheitlich war es Einheitsbrei mit knapp bekleideten Sängerinnen/Tänzerinnen, viele der Beiträge stützten sich auf den riesigen Bildschirm hinter der Bühne, auf dem allerlei Animationen eingespielt wurden, und die Kostüme werden auch nicht besser. Eigentlich dachte ich am Anfang, rot sei heuer DIE Farbe, aber nein, es ist weiß. Möglichst noch mit Glitzer und/oder Fransen/Bändern dran. Und: Man kann jetzt auch an einem Fuß einen Stiefel und am anderen einen Pumps tragen, muss sich also morgens nicht mal mehr die Mühe machen, ein passendes Paar zu finden. Auch die „Bühnenbilder“ waren eher einheitlich, mit Lichteffekten, Gittern und Feuer.

Dagegen hob sich Israels Beitrag Michelle wohltuend ab. Noam Bettan hat eine wunderbare, etwas raue Stimme, die Tänzerinnen sind perfekt synchronisiert und der Diamant, aus dem der Sänger kommt, ist mal was anderes. Außerdem ist das Lied ein absoluter Ohrwurm!

Gefallen hat mir auch der italienische Beitrag und das Lied mit den wespenartig kostümierten Georgiern, das leider nicht ins Finale gekommen ist.

Ja, und – Israel ist drin! Drin im Finale. Dies, obwohl jetzt neuerdings (?) auch im Halbfinale die Stimmen der Jury und der ZuschauerInnen zu je 50% zählen. Ich bin sehr gespannt auf die Lieder des 2. Halbfinals, und noch mehr interessiert mich, wie Israel im Finale abschneiden wird. Ich hoffe auf einen Platz unter den ersten 10 (je höher, desto besser!).

Wenn du bei der Platzierung mithelfen möchtest, dann gib am Samstagabend Israel deine Stimme(n). Danke!

Anima Chutzpanit in der Schweiz geboren, machte eine Ausbildung zur Primarschullehrerin, erhielt das Übersetzerdiplom DOZ, trat zum Judentum über, heiratete und machte Aliyah (Einwanderung nach Israel). Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei Kindern und vielen Katzen in Südisrael. Sie betreibt den Blog Kinder, Katzen und Kakteen.

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