Atlantis im Atlantik

Die ‘klassische’ Atlantis-Lokalisierung

* von Atlantisforschung.de

Sollte Atlantis bestanden haben, lag es im Atlantik oder es war nicht Atlantis.

(Louis Charpentier)

Das oben genannte Zitat von Louis Charpentier (das auch verschiedenen anderen Atlantologen zugeschrieben wird) dürfte repräsentativ für die Grundhaltung all derjenigen Interpreten der Atlantida1Anmerkung: ATLANTIDA = (atlantologischer Fachbegriff); ebenso wie ‘Atlanticus’ ein Synonym für den (platonischen) Atlantisbericht sein, aus deren Sicht das von Platon beschriebene Reich zwischen den Küsten Afro-Europas und Amerikas versunken sein muss. Obwohl sich revisionistische2 Anmerkung: Die Bezeichnung ‘Revisionisten’/’revisionistisch’ ist atlantolgie-historischer Natur (siehe dazu: Atlantologie-Historik – Beschäftigung mit der Geschichte der Atlantisforschung) und ist keineswegs als negative Klassifizierung zu verstehen. Atlantologische Revisionisten – wie etwa Jürgen Spanuth – haben z.T. wertvolle Erkenntnisse in die Forschung eingebracht, wie etwa die Einsicht, dass zumindest TEILE des Atlantisberichts eindeutig nicht, wie es im Kritias (108e) heißt, vor 9000 Jahren stattgefunden haben können, sondern vielmehr am Ende der Bronzezeit (ca. 1250-1200 v. Chr.).  Atlantisforscher (siehe zu diesen: Jungzeitler sowie Mittelzeitler) – aber auch prinzipielle ‘Atlantis-Verneiner’ – im 20. Jahrhundert alle Mühe gegeben haben, die ‘klassische’ Atlantis-Lokalisierung im zentralen Atlantikraum zu widerlegen oder zu diskreditieren, stellt sie für viele andere Atlantologen (siehe auch: Altzeitler und Synthetiker) nach wie vor die naheliegendste Interpretations-Möglichkeit der Atlantis betreffenden Aussagen Platons dar.

Abb. 1 Neben den mediterranen und karibischen Atlantis-Lokalisierungen stellt die Voraussetzung eines versunkenen, zentral-atlantischen Großinsel Atlantis nach wie vor das zentrale Theorem der empirischen Atlantisforschung dar.

Um nachzuvollziehen, warum zahlreiche Atlantisforscher nach wie vor so hartnäckig darauf bestehen, dass das legendäre Atlanter-Reich nirgendwo anders als im Großraum des Atlantik zu suchen und zu finden sei, müssen wir zunächst ein wenig Atlantida-Exegese betreiben: Bekanntlich gab Platon an, seine Informationen über Atlantis stammten aus dem Nachlass des Athener Staatsmannes Solon, der sie wiederum bei einer Reise ins Reich der Pharaonen von den Priestern der Göttin Neith in der Stadt Saïs erhalten habe.

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Das Erwachen des Eifel-Vulkans

Eifel-Maar photo
Das Eifel-Maar

An dieser Stelle berichtete ich jüngst über eine offensichtlich neue Phase der Ätna-Aktivität. Dabei erwähnte ich auch die Prophezeiungen des Trance-Mediums Edgar Cayce, der eine erstaunlich hohe Trefferquote bei seinen Voraussagen zustande brachte und den Ätna quasi als „ein Zeichen an der Wand“ für beginnende geologische Veränderungen auf der Erde sah, die in der Zeitpanne von 1958-1998 beginnen sollten. Überhaupt sind Vulkanausbrüche für Cayce Indikatoren für diese bevorstehenden Ereignisse.

In einem jüngst erschienenen Pressebericht hieß es überraschend:

Im Eifel-Vulkan unter dem Laacher See in Rheinland-Pfalz steigt wohl Magma auf. Darauf deuten kurze Erdbeben-Serien hin, die Forscher registriert haben. Mit einem aktuellen Ausbruch rechnen sie aber nicht.

In diesem Artikel ging es um Gasblasen, die am Uferbereichs des Laacher Vulkansees Maria Laach nahe der Stadt Andernach aufsteigen. Denn tief unter den Wassermassen brodelt ein Vulkan, wie Wissenschaftler erst kürzlich belegten. In einer Studie stellten Wissenschaftler seit 2013 acht Serien von niederfrequenten Erdbeben in 10 bis 45 Kilometern Tiefe fest. Die Wissenschaftler erklärten, dass dies Belege dafür seien, dass derzeit unter dem Vulkan magmatische Fluide aus dem oberen Erdmantel in die Erdkruste aufsteigen könnten. Es sei mit dieser Studie gelungen, eine wissenschaftliche Meinung erstmalig mit seismologischen Daten zu bestätigen, wie Martin Hensch, Geophysiker beim Landeserdbebendienst Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Freiburg, mitteilte. Konkret sagte er:

Der Eifel-Vulkanismus ist nicht erloschen, er ist langzeitschlafend.

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