Buchbesprechung: Vera Lengsfeld: “Was noch gesagt werden muss”

* von Roland M. Horn

Vera Lengsfeld:

„Was noch gesagt werden muss…“

Meine Kommentare 2019

BOD Norderstedt 2020
ISBN: 978-3-750452-62-6
Preis: EUR 19,89
Pb, 256 Seiten

Die Ex-DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld, betreibt einen Blog, den man gelesen haben muss. Ihre kritische Einstellung gegenüber der Obrigkeit hat sie auch in der BRD nicht aufgegeben, und so finden sich auf ihrem Blog zahlreiche lesenswerte Beiträge, die dem Leser die Augen offenstehen lassen. Nun ist es im Nachhinein Recht mühselig, alle Blogbeiträge nachträglich aufzurufen, und so ist die Idee, aus ihren Blogbeiträgen aus dem Jahr 1919 ein Buch zu machen, hervorragend gewählt, um dem interessierten Leser zu ermöglichen, sie an einem Stück zu lesen.

Zum Inhalt ist zu sagen, dass die Autorin etliche Ungeheuerlichkeiten aufdeckt. So stellt sie mit absoluter Berechtigung beispielsweise fest, dass ausgerechnet eine Partei, die sich bei ihrer Gründung „Umweltschutz“ auf die Fahnen geschrieben hat, sich für Windräder einsetzt, die Vögel und Insekten geradezu schreddern und für deren Errichtung oft große Waldflächen weichen müssen. Und – als ob es Satire wäre – sagt die Grünen-Politikerin Katrin Göring Eckardt: „Wir wollen, dass in den nächsten vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen.“ (S. 80)

Irrsinnig überhaupt die Aussagen zur Energiefrage. Da bescheinigt die Deutsche Bahn Bahncard-Besitzern, dass sie mit Öko-Strom führen, während die neben ihnen sitzenden Inhaber normaler Fahrkarten Ökostrom benutzen! Alle Propaganda!

Während Kritikern der Migrationspolitik der Bundesregierung seit 2015 übel mitgespielt wurde, wird jetzt langsam klar, dass die Masseneinwanderung tatsächlich zahlreiche Probleme mit sich bringt. Lengsfeld stellt fest, dass die Lage auf dem Wohnungsmarkt so dramatisch ist, dass laut über Enteignungen von Wohnungsbesitzern nachgedacht wird – und das nicht nur von Grünen und Linken. Aber der Bevölkerung muss klar- (oder besser weis-?) gemacht werden, dass die Politik sehr wohl in der Lage sei, die Probleme anzupacken. So brachte Horst Seehofer das sogenannte Geordnete-Rückkehr-Gesetz auf den Weg, in dem es aber gar nicht um die Rückkehr illegaler Eingereister geht, wie man meinen sollte, sondern um unwesentliche Veränderungen für Migranten, von denen man nicht weiß, wer sie eigentlich sind, weil sie keine gültigen Papiere vorweisen. Damit seien Geduldete mit ungeklärter Identität“ auf irgendeine Weise schlechter gestellt als regulär geduldete. Was aber steckt genau dahinter: Es geht um ein „Bußgeld“, das von den Bezügen bezahlt werden muss, die ohnehin vom Steuerzahler stammen! Jenen, die ihre Identität nicht offenbaren, soll eine Arbeitserlaubnis verweigert werden, und auch eine eventuelle Ausbildungsbeihilfe würde flachfallen. Alles Bluff!

Naturgemäß kommt die Autorin auch die deutsche Wiedervereinigung zu sprechen und stellt in diesem Zusammenhang beispielsweise fest, dass der Linke-Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch in diesem Zusammenhang einen Treuhand-Untersuchung fordert, da seiner Meinung nach politische Fehler der Vergangenheit aufgearbeitet werden müssten, „weil der durch die Treuhand angerichtete Schaden bis heute eine wesentliche Ursache für den ökologischen Rückstand des Ostens“ sei. (S. 117) Pikant und auf den Punkt gebracht, schreibt Lengsfeld über Bartschs Vorschlag: Pikanterweise fand er lediglich beim Thüringer AfD-Chef Björn Höcke uneingeschränkte Zustimmung. Sozialisten sind eben Sozialisten, ob national oder international.(ebd.) Hier hat die Autorin eine profunde Erkenntnis ausgesprochen, die so manchem Zeitgenossen gar nicht so klar ist. Lengsfeld spricht aus, was Bartsch verschweigt: Die Treuhand ist in Wirklichkeit keine Erfindung von „bösen Kapitalisten“, sondern von der SED unter deren letzten Staatschef Hans Modrow gegründet. Lengsfeld wörtlich: „Die vergiftete Saar für die von der Tat verhängnisvollen Fehler dieser Anstalt wurden von den in ihr tätigen SED-Genossen gelegt.“ (ebd.) Mit anderen Worten: Von der Partei, der Bartsch angehört!

Empört rufen Politiker und Medien „NAZI!“, wenn mal wieder einer einen Hitler-Gruß zeigt. Wenn sich dann herausstellt, dass ein solcher „Hitlergrüßer“ gar kein „Rechter“, sondern ein Sympathisant der linksradikalen und terroristischen RAF (die noch in den frühen 70er-Jahren viel wirklichkeitsnäher und treffender als „Baader-Meinhof-Bande bezeichnet wurde) ist, sind Politiker und Medien plötzlich nicht mehr allzu sehr an dem Vorfall interessiert. Lengsfeld erwähnt weiter das berüchtigte antisemitische „Zentrum für politische Schönheit“, dessen Chef sagte: „Gegen Nazis wenden wir nur Nazimethoden an.“ (S. 124)

Man mag es kaum glauben, dass der Grünen-Politier Daniel Cohn-Bendit und einstiger (?) Pädophilie-Befürworter eine Wiederholung der Geschichte fordert: Die Vereinigung von SPD und den Linken!

Lengsfeld geht weiter auf Fridays for Future und das Thema Ökodiktatur, die zwielichtige Rolle der sogenannten Antifa sowie auf zahlreiche andere beunruhigende Themen ein. Das Buch ist ein Augenöffner, das jeder gelesen haben sollte!

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