Wo ist die „humanitäre Hilfe“ für die Geiseln?

Zum Beitragsbild oben: Palästinenser erhalten Lebensmittelnachschub in einer UNRWA-Schule in Rafah im südlichen Gazastreifen, 28. Januar 2024 (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)

Am Tag, nachdem Präsident Joe Biden verkündete, die USA würden beginnen humanitäre Hilfe aus der Luft über dem Gazastreifen abzuwerfen, setzten US-Militärflugzeuge Lebensmittel und Wasser an Fallschirmen über dem Strand im südwestlichen Gazastreifen ab.

Biden gab seine Erklärung am Freitag während eines gemeinsamen Pressebriefings mit der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni ab, die behauptete, dass die „humanitäre Krise [im Gazastreifen] unsere höchste Priorität hat“.

Macht nichts, dass Biden den Gazastreifen zweimal mit der Ukraine verwechselte. Vergessen Sie, dass Meloni hinterher die Notwendigkeit betonte „Zweistaaten-Perspektive zu garantieren“.

Die Auswirkungen beider Denkfehler – einer buchstäblich, der andere metaphorisch – war klar: dass die Verantwortung der aktuellen und zukünftigen Lösung des Kriegs der Hamas gegen den jüdischen Staat bei Israel liegt.

Der Zeitpunkt der Äußerungen war günstig. Dutzende Gazaner blieben am Donnerstag tot zurück, nach dem sie wie ein Mob über einen Hilfsgüter liefernden Konvoi hereinbrachen.

Die Szene boten wieder einmal eine Möglichkeit für Israels Feinde und ihre Mitverleumder die von der Hamas berichtete Lüge zu glauben, Soldaten der IDF hätten das Feuer auf die hungrige Menge eröffnet.

Zufällig wurden weniger als 10 Gazaner – nämlich diejenigen, die auf aggressive und bedrohliche Weise auf Soldaten zugingen – von IDF-Kugeln getötet. Der Rest verlor sein Leben in der Massenpanik oder wurde von den Fahrern der Hilfsgüter-LKWs (Gazaner) überfahren, die von der hungrigen Menschenmenge bedroht wurden.

Weder Biden noch Meloni gingen so weit, Israel des Mordes an den Randalierern zu beschuldigen. Die USA blockierten am Donnerstag sogar einen Versuch der arabischen Staaten eine Erklärung des UNO-Sicherheitsrats durchzudrücken, Israel für den Vorfall verantwortlich zu machen.

Aber Biden gab Israel deswegen einen indirekten Schlag auf die Finger.

„Zusätzlich zur Ausweitung der Lieferungen auf dem Landweg“, sagte er, „werden wir darauf bestehen, dass Israel mehr LKWs und mehr Routen ermöglicht, um mehr und mehr Menschen die benötigte Hilfe zukommen zu lassen.“

Er fuhr fort: „Keine Ausreden. Denn die Wahrheit lautet, dass die in den Gazastreifen fließende Hilfe nicht annähernd ausreicht. Unschuldige Leben stehen auf dem Spiel und das Leben von Kindern steht auf dem Spiel und wir werden nicht abseits stehen, bis mehr Hilfe hinkommt.“

Schließlich fügte Biden an: „Wir sollten hunderte LKWs hineinbringen, nicht nur einige. Ich werde nicht daneben stehen. Wir werden nicht nachlassen und alles dafür tun, dass mehr Hilfe reinkommt.“

Er versäumte es zu erwähnen, dass seit Beginn des Krieges fast 15.000 LKWs in den Gazastreifen einfuhren. Laut dem Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Territorien (COGAT), wurde nur 1,5% der Einfahrten abgelehnt, die Gründe waren, dass sie verbotene „Dual Use“-Gegenstände beinhalteten – diejenigen, die für terroristische Zwecke verwendet werden könnten.

Biden vergaßen auch, herauszustellen, dass die Hamas die meisten Güter stiehlt, die den Weg in den Streifen finden, dass sie einige der Lebensmittel für ihre Terroristen hortet, während sie den Rest zu horrenden Preisen an Nichtkombattanten verkaufen. Und sie beschlagnahmt allen Treibstoff, um ihre Tunnel in Betrieb halten zu können.

Das kommt nur zu der Farce hinzu, dass internationale Organisationen – ganz vorne dabei die UNRWA – mit der Hamas unter einer Decke stecken. Offensichtlich ist es also eine Herausforderung, wenn das nicht geradezu unmöglich gewesen, den Nachschub zu den Leuten zu bringen, für die sie vorgesehen sind.

Derweil haben diejenigen der 134 verbliebenen Geiseln in Hamas-Gefangenschaft, die noch am Leben sind, keinerlei Hilfe welcher Art auch immer erhalten, nicht einmal vom Internationalen Roten Kreuz. Manche brauchen Medikamente für chronische Erkrankungen. Andere werden nicht wegen der schweren Wunden behandelt, die sie beim Massaker vom 7. Oktober erhielten. Aber alle ernähren sich von einem halben Pitabrot am Tag – Unterernährung, die sie verhungern lässt.

Die tatsächliche Zahl der „unschuldigen Zivilisten“ im Gazastreifen ist umstritten, weil sogar 10-jährige dort mit Panzerfäusten auf IDF-Soldaten zielen. Es steht hingegen außer Frage, dass die Geiseln, die in den Verliesen unter körperlich und sexuell missbräuchlichen Umständen festgehalten werden, schuldlose Opfer eines völkermörderischen Angriffs sind.

Es ist ihre Notlage, auf das die Welt aufmerksam gemacht werden sollte. Stattdessen fordern die „Humanitären“ Israel auf seinen Kampf gegen die Hamas einzustellen.

Biden, Meloni und jeder andere, dessen Herz wegen der Krise im Gazastreifen blutet, sollte daran erinnert werden, dass dieser Krieg auf der Stelle enden würde, wenn die Hamas kapitulieren und die Geiseln freilassen würde.

Weil das nicht passiert, hat Israel keine andere Wahl, als die Freilassung der Geiseln über verstärkten militärischen Druck zu erzwingen und letztlich die Hamas zu vernichten. Das ist das einzig akzeptable Szenario für jeden, der oder die bei klarem Verstand ist.

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