Montagmorgen. Ich werfe einen Blick auf die Nachrichten.
Der SPIEGEL zitiert Bundeskanzler Friedrich Merz:
„Friedrich Merz nennt die Gewalt im Westjordanland beispiellos.“
Und zündelt in gewohnter Manier:
„Glaubwürdig ist das nur, wenn Deutschland ein Einfuhrverbot der EU für Produkte aus den besetzten Gebieten nicht länger blockiert.“
Die Schreiberlinge dort sehen offenbar ihren feuchten Traum wahr werden.
„Kauft nicht bei Juden“ reloaded.
Welcher Linke souffliert dem CDU-Kanzler dieses Geschwätz? Wer ist sein Nahost-Berater?
Natürlich gibt es auch unter Israelis (Merz nennt die indigenen Einwohner des jüdischen Staates fälschlicherweise „Siedler“) Krawallmacher; die gibt es in jedem Volk.
Erstens sind das nur Einzelne, geschätzt nicht einmal fünf Prozent der Bewohner von Judäa und Samaria.
Zweitens wird ein Großteil von ihnen von Palästinensern provoziert, oftmals täglich. Da fliegt dann gern mal der eine oder andere Stein in Richtung Israelis
Kann man thematisieren, wenn man nichts Besseres zu tun hat.
Wer aber von „beispielloser Gewalt“ faselt, ist nicht nur ahnungslos, sondern diffamiert.
Nun, als Kanzler einer Regierung, die über UNRWA in Millionenhöhe mittelbar palästinensischen Terror finanziert, wäre ich mit derartigen Anschuldigungen vorsichtig.
„Beispiellose Gewalt“ geht nämlich von der Hamas aus, deren Ziel es ist, Juden bei jeder sich bietenden Gelegenheit abzuschlachten.
Und sie wird mit unseren Steuergeldern gefüttert
Und während deutsche Juden kaum noch schlafen können, weil sie sich in Deutschland von Tag zu Tag bedrohter fühlen, weil man sie auf bundesdeutschen Straßen ins Gas wünscht, während die Politik hilflos zusieht, sorgt sich der Bundeskanzler also um „Siedlergewalt“?
Ernsthaft?
Wer sagt Friedrich Merz, dass Fatah-Präsident Abbas deutsche Steuergelder selbstverständlich dafür einsetzt, die Familien von Judenmördern mit großzügigen Renten zu belohnen?
Oder weiß er das etwa und es interessiert ihn nicht?
Wenn ich so etwas lese, wird mir übel. Da möchte ich die Decke über den Kopf ziehen – so unerträglich fühlt sich diese Ungerechtigkeit an.
Es kommt mir vor, als würden Juden immer weiter ausgeliefert. Je mehr die Umfragewerte der CDU in den Keller gehen, desto mehr wird bei einer Wählerschaft gefischt, deren Antisemitismus längst salonfähig geworden ist.
Je mehr die Umfragewerte der CDU in den Keller gehen, desto mehr biedert man sich linken Parteien an.
Dass ausgerechnet ein christdemokratischer Kanzler die Lügenlieder der Antisemiten mit anstimmt, hätte ich mir noch vor einem Jahr nicht träumen lassen.
Was für eine Schande!

