Früheres Leben endet im Holocaust

 * von Roland M. Horn

Der Rabbiner Yonassan Gershom berichtet in seinem Buch Beyond the Ashes von mehreren Fällen, bei denen allem Anschein nach Personen Erinnerungen an ein vergangenes Leben während des Holocausts hatten.

In einem dieser Fälle geht es um eine allein erziehende Mutter, die er Beverly nannte und die in ihren Dreißigern war. Ihre Mutter war Jüdin (sie machte jedoch ein Geheimnis darum), während ihr Vater kein Jude war. Gershom lernte sie 1984 kennen. Beverly selbst erfuhr erst im Erwachsennenalter, dass sie Halbjüdin war. So hatte weder sie noch ihre Tochter Susan irgendwelche jüdischen Gebräuche oder ähnliches erlernt – keine jüdischen Lehren, kein jüdischer Glaube.

Vielleicht fragen Sie sich, warum Beverly ein Geheimnis um ihr jüdisches Blut machte. Was kaum jemand weiß, ist, dass bevor das Civil Rights Act (das bedeutendste Bürgerrechtsgesetz, das die Diskriminierung Einzelner aufgrund ihrer Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht und nationaler Herkunft) 1964 in den USA verabschiedet wurde, die gleichen Einschränkungen, wie sie für Afroamerikaner galten, auch für Juden griffen. Wer als Jude bekannt war, dem wurde oft sowohl Unterkunft als auch Beschäftigung oder der Zugang zu manchen Colleges und Universitäten verwehrt. Beverly war 1950 geboren worden und wegen eben dieser Diskriminierung beschloss ihre Mutter, dass ihre Tochter bessere Chancen hätte, wenn sie sich nicht als Jüdin outete.

Als aber Beverly von ihrem Hintergrund erfahren hatte, war sie begierig darauf, ihr Erbe zu erforschen. Sie war ein tief spiritueller Mensch und frustriert, weil ihre Eltern nie irgendeine Religion praktiziert hatten. Zudem konnte Beverly nicht auf eigene Faust forschen, da sie Analphabetin war. So kann sie weder die Bibel noch Literatur über den Holocaust gelesen haben, was für die folgenden Ausführungen von großer Wichtigkeit ist.

Beverly und Gershom wurden Freunde, und häufig kam sie zu ihm ins Haus, um den Sabbat oder jüdische Feiertage zu begehen. Es war an einem Nachmittag eines Sabbats – man hatte die traditionelle Mahlzeit gerade eingenommen und persönliche Informationen ausgetauscht, als die Sprache auf das Thema „Träume“ kam. Beverly erzählte Gershom und dessen Frau Caryl von einem wiederkehrenden Kindheits-Alptraum.

In diesen Träumen war Beverly ein kleiner Junge, der ungefähr sieben oder acht Jahre alt war und mit seiner Mutter in einer Warteschlange stand. Beverly beschrieb, wie sie an einen Tisch gingen, an dem ein Mann saß, der ihnen sagte, ob sie nach links oder nach rechts gehen sollten. Er zeigte auf ein Tor, und sie gingen hindurch.

Dann veränderte sich die Szenerie: Plötzlich sahen sie sich an einen ekelerregenden Ort versetzt. Es roch dort furchtbar. Da waren Männer, die Menschen lebend in ein Feuer warfen, und auch der kleine Junge, als den Beverly sich sah, wurde hineingeworfen. Er starb.

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Gedanken zum Reformationstag 2019

Hallo Ihr,

ausnahmsweise möchte ich hier seit langer Zeit mal wieder eine kurze Einleitung einem Artikel vorschieben. In den letzten Tagen stieß ich auf Facebook auf einen Thread, der ein Banner zeigte, deren Ersteller, eine Baptistengruppe, stolz darauf hinwiesen, dass bei Ihnen am 31. Oktober nicht das “satanische Halloween”, sondern der “Reformationstag” im Kalender stünde. Der Mann, der dieses Banner zustimmend teilte, war ein Bibelfundamentalist, den ich aus meiner eigenen Zeit in diesem Lehrgebäude kannte und der damals dort predigte. Meine Hinweise darauf, dass “dem großen Reformator Martin Luther” aufgrund seines massiv ausgeprägten Antisemitismus keine derartige Ehre zustehe und das es Heuchelei sei, Halloween als “satanisch” zu bezeichnen, während man gleichzeitig den “Reformtor” lobend hervorhebt, führte nach einer kurzen intensiven Diskussion, in deren Rahmen z. B. das “Argument” gebracht wurde, dass Luther ja kurz vor seinem Tod ja Buße getan haben könnte, die letztlich mit einer brüsken Blockierung meiner Person – oder meinen Rauswurf nur aus dieser Konversation oder der Löschung derselben, das ist nicht mehr nachvollziehbar –  endete. Ein klein wenig fühlte ich mich an meine “Exkommunikation” aus dieser “Gemeinde” durch diesen Herrn und seine Ältestenkollegen vor über 30 Jahren erinnert… Aber kommen wir jetzt zum wichtigen Artikel von Rafael Korenzecher.

Es grüßt

Der Papa

Gedanken zum Reformationstag 2019

* von Rafael Korenzecher

Luther war in seiner Haltung zu den Juden so sehr der Held und das unangefochtene Vorbild Hitlers und vieler geschichtlicher und zeitgenössischer Antisemiten, dass Hitler für sein Idol, sozusagen als posthumes Geburtstags-Geschenk , genau nach den Vorgaben Luthers, die Morde an den Juden und das Niederbrennen der Synagogen in der berüchtigten Reichspogromnacht genau auf das Datum vom 9. zum 10.November – der 10. November ist der Geburtstag Luthers – legen ließ.

Vor zwei Jahren zum Luther-Jahr und 500. Jahrestag der Reformation schrieb ich dazu:

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Das noch dazu zu als Gipfel der Geschmacklosigkeit mit der Musik des evangelisch getauften Juden Felix Mendelsohn Bartholdy eingeleitete Be-Feiern des Antisemiten Luther und die gleichzeitig geäußerte Unmut über die Wahl der einzigen wirklichen Opposition gegen den unkontrollierten Islameinlaß und zunehmenden islamischen Judenhass stellt das Vertrauen in die Ausgewogenheit der eher einseitig erscheinenden Kritik des Zentalratsvorsitzenden erheblich in Frage.

Dass dies unter anderem in trautem Einklang mit dem höchsten Vertreter der evangelischen Kirche Herrn Bischof Bedford Strohm geschieht , obwohl dieser gemeinsam mit dem katholischen Exponenten Kardinal Marx absurder Weise den jüdischen Bezug des von einer provokativen arabischen Eroberungs- und Entrechtungs-Moschee verschandelten jüdischen Tempelbergs in Frage stellt und aus lauter selbstverleumderischer Kriecherei vor den islamischen Eroberern beim Besuch des islamischen Besatzungsbaus auf dem Tempelberg das ansonsten stets an einer Kette getragene Kreuz und damit seine christliche Amtsidentifikations-Insignie ablegt, zwingt die Teilnahme des Zentralratsvorsitzenden an der Luther-Zeremonie und sein politisches Urteil mit großer Skepsis zu betrachten.

Insbesondere da dem jüdischen Exponenten und Merkel-Apologeten vom Zentralrat bekannt sein musste, dass die evangelische Kirche und die überwältigende Mehrheit ihrer Vertreter schon sehr früh und an erster Stelle Hitlers Judenpolitik guthieß und sehr schnell auch in den eigenen Reihen für eine Arisierung und Ausschluß von Pfarrern mit etwaiger jüdischer Abstammung sorgte. Die eklatante heutige anti-israelische Haltung der protestantischen Kirche hat eine lange antisemitische Tradition und disqualifiziert sie als moralische Instanz in jeder Hinsicht. Auch dies ist ein wesentlicher Grund, der eine Teilnahme jüdischer Vetrteter an dem Wittenberger Festakt entschieden verbot.

Die terminliche Nähe des Jahrestages der Reichspogrom-Nacht schwächt angesichts des gesamten peinlichen Auftritt des hohen vermeintlichen Vertreters jüdischer Interessen sein einseitiges Argument gegen die neue Opposition noch weiter.

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Richtig oder falsch: Merkels schamlose Verharmlosung

Der Mörder, der inzwischen als der 27jährige Stephan Balliet identifiziert wurde, ist ein weißer Rechtsextremist/Neonazi und keiner der vielen muslimischen Migranten, die Angela Merkel willkommengeheißen hat.

Ruthie Blum, Jerusalem Post, 10. Oktober 2019

* übernommen von Heplev

Angela Merkel nach ihrer Rede anlässlich des 80. Jahrestags der Reichskristallnacht in der Synagoge Rykestraße, Berlin, 9. November 2018. (Foto von Axel Schmidt/Reuters)

Am Mittwochabend wurden die Israelis durch die Nachricht eines bewaffneten Angriffs vor einer deutschen Synagoge und einem jüdischen Friedhof an Jom Kippur erschüttert.

Als alle hebräischen Fernsehsender mit ihrem 20:00-Uhr-Programm begannen – nach dem üblichen Sendestopp zu Ehren dieses höchsten und düstersten Feiertages im Judentum – gingen im ganzen Land Seufzer à la „jetzt geht das schon wieder los“ mit dem Festmahl einher, das das 25stündige Fasten beendete. Häufigkeit und Ausmaß antisemitischer Gewalt haben in Deutschland derart zugenommen, dass sie bereits Thema der internationalen Berichterstattung geworden sind. Dieser jüngste Vorfall, bei dem zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt wurden, kam also nicht völlig überraschend.

Ein weiterer vorhersehbarer Aspekt des Vorfalls – ein Mann in Armeekleidung mit einer GoPro-Kamera versuchte sich in die verschlossene und bewachte Synagoge zu schießen, um Juden zu massakrieren – war die Art und Weise, wie israelische Nachrichtensprecher wiederholt betonten, dass der Täter „ein gebürtiger Deutscher und kein Immigrant“ ist.

Anders gesagt: Der Mörder, der inzwischen als der 27-jährige Stephan Balliet identifiziert wurde, ist ein weißer Rechtsextremist/Neonazi und keiner der vielen muslimischen Migranten aus Nahost, die Angela Merkel willkommen geheißen hat.

Ein solch eklatanter umgekehrter Rassismus von Nachrichtensprechern, Experten und linken Politikern in Israel unterscheidet sich nicht von dem, was ihre Kollegen anderswo zum Ausdruck bringen. Die Absicht ist klar: eine politische und damit moralische Unterscheidung zwischen zwei verschiedenen Formen des Judenhasses zu treffen.

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Eine Einheitsregierung ohne Araber und Ultraorthodoxe

* von Victor Rosenthal

Das Studium der Tora ist gut in Kombination mit einer Beschäftigung, da die Mühe beider die Sünde vergessen macht. Alle Tora1Weisung, die nicht mit Arbeit verbunden ist, wird irgendwann aufhören und zur Sünde führen. – Rabban Gamliel, Sohn von Rabbi Yehuda Hanasi (babylonischer Talmud, Avot 2: 2)

Ohne Herut und ohne Maki- David Ben Gurion2Ein Wahlkampfslogan von Ben Gurion, der besagt, dass weder Herut – der Vorgänger des heutigen Likud – noch eine Partei, die Ben Gurion als Extremist darstellen wollte – und Maki, die kommunistische Partei, seiner Koalition beitreten könnten.

Ich lese gern über die jüdische Geschichte und insbesondere die moderne Geschichte des Staates Israel. Eine Sache, von der ich erfahren habe, waren die fast unbegreiflichen Opfer, die manche Menschen erbrachten, um hierher zu gelangen, um nach Jahrtausenden des oft unterdrückenden Exils einen tatsächlichen jüdischen Staat in unserer Heimat zu schaffen und ihn in einem im Grunde 71 Jahre dauernden Krieg zu verteidigen. Vielleicht länger. Das Land ist durchtränkt von unserem Blut, dem Blut des jüdischen Volkes.

Die Welt ist voller Judenhasser. Es scheint immer so gewesen zu sein, seit wir Ägypten verlassen haben. Wenn sie uns nicht hassten, duldeten sie uns als Menschen zweiter Klasse. Manchmal  nicht einmal als Menschen.

An den meisten Orten bekamen sie das, was sie immer wollten. Ein Großteil der Welt ist jetzt judenfrei. Hitler und Stalin beseitigten die Juden Europas und die muslimische Welt übergab sich als Reaktion auf die „Beleidigung“ der Wiederherstellung unseres Staates. Der jüdische Staat ist in einem menschlichen Leben zum Zentrum des jüdischen Universums geworden. Die Bedingungen, die es dem jüdischen Volk ermöglichten, als Volk in der Diaspora zu überleben, sind jetzt weg. Wenn der jüdische Staat nicht weiter existiert, wird das jüdische Volk es auch nicht tun.

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Jim Keith und die Untertassen der Illuminati

Hallo,

nachfolgend ein weiterer Artikel aus meiner Feder. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn wünscht Euch

Der Papa

Jim Keith und die Untertassen der Illuminati

* von Roland M. Horn

Cover: Hitler - UFOs - Okkultismus: Die unheilvolle Verbindung

In meinem Buch Hitler – UFOs – Okkultismus: Die unheilvolle Verbindung gehe ich ausführlich auf die Arbeiten des Journalisten und „Verschwörungstheoretikers“ Jim Keith ein, der u. a. intensiv über den merkwürden Tod von UFO-Forschern und Prominenten und deren Hintergründe berichtet und schließlich selbst auf merkwürdige Weise ums Leben kam. In diesem Artikel soll es jedoch um andere Facetten seines Wirkens gehen, die im o. g. Buch ebenfalls behandelt werden.

So teilt Keith in einem seiner zahlreichen Bücher, Saucers of the Illuminati, seinen Lesern seine Wahrnehmung mit, nach der die Ideen in seinem genannten Buch zwischen verschiedenen Fachdisziplinen hin- und hergehen, von politischen Verschwörungen zu UFOs, bis hin zum Okkulten, und versucht, die Informationen innerhalb jeder dieser Fachdisziplinen zusammenzufassen. Kurzum, er tut Ähnliches wie ich in meinem o. g. Buch. Keith glaubt, dass die Untersucher in diesen verschiedenen Fachrichtungen fast nie miteinander zu tun haben wollen und dadurch in ihren geheimen Forschungen durcheinandergelangen. Der linkshändige Pfad wüsste nicht, was die große rechtsorientierte Verschwörung täte, könnte man sagen, doch diese Diskussionsthemen seien auf den niedrigsten Stufen verflochten und verdeutlichten jeweils die Ideen der anderen.

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Mein Problem mit Rechts und Links

Um es gleich vorwegzunehmen: Nein, ich kann durchaus Rechts von Links unterscheiden – zumindest, wenn es um die optisch zu sehenden und zu gehenden Richtungen geht. In der Politik, in der auch ein Links-Rechts-Schema verwendet wird, ist es da schon schwieriger. So wurde ich aufgrund verschiedener Beiträge auf Facebook sogar indirekt als NAZI denunziert und habe dort einige liebgewonnene Freunde verloren, wie z. B. eine nette Frau, die mir noch vor wenigen Jahren  so etwas wie meine Zwillingsschwester war, sowie zwei Verwandte, von denen einer sehr nahe steht. Das tut weh! „Mein Problem mit Rechts und Links“ weiterlesen